Pumuckl und sein Meister Eder – die fröhlichen Superstars unserer Frühlings-Kindheit in Bayern

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Apr 042020
 

Frühling zieht machtvoll herein! Aufnahme vom 1. April 2020, Natur-Park Schöneberger Südgelände

Schmunzeln und lachen wir immer wieder laut auf, wenn wir an den PUMUCKL und seinen Meister EDER denken! Hier kann man richtiges Bairisch hören und lernen, hier lernt man die Welt Münchens von den Graswurzeln her kennen! Spielt in MÜNCHEN! Wenn ich diese Sprache meines Lebensfrühlings, die Sprache, in der meine Mama und mein Papa sich bei Tag und bei Nacht unterhielten, die Sprache meines Geburtsortes höre, da fallen mir unabweislich jene Zeilen Walthers ein:

Owê, war sint verswunden alliu mîniu jâr!
ist mir mîn leben getroumet, oder ist ez wâr?
daz ich ie wânde, daz iht wære, was daz iht?
dar nâch hân ich geslâfen und enweiz es niht.

Wenn ich dann noch den zweiten Podcast des Bayrischen Rundfunks höre, dann entspringt in mir wie ein munter sprudelnder Quell der Gewissheit die folgende Antwort an Walther:

Ja, wahr ist es! Und niemand kann’s dir wehren,
Kein Rost, kein Mehltau, kein Corona, keine Zeit,
Ein unvergesslich Schatz ist zu vermehren,
Den raubt dir allenfalls der Eigen-Neid.

https://www.br.de/mediathek/podcast/pumuckl/pumuckl-und-der-1-april/1794628?fbclid=IwAR0C0COxKOZz93lau3ghtJlelWfQ3AB69eqx0xTiWOpnu4RkdbY-K1oq9UI

 Posted by at 10:30

Die sinnlosen Zahlen-Wimmelbilder der Corona-Berichterstattung

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Apr 022020
 

Lustiges Schneegewimmel am 31.03.2020, nahe dem Bahnhof Südkreuz. Herrlich!

Alexander von Kekulé laut Zeitung WELT vom 02.04.2020:
Manche nehmen an, dass auch in Deutschland fünf Mal so viele Menschen infiziert sind, wie überhaupt gezählt werden“, sagt Kekulé. Letztlich sei aber völlig unklar, wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind: „Wir haben da eine Riesengrauzone, weil wir nicht wissen, wie viele infiziert sind.https://www.welt.de/…/Virologe-Kekule-zu-Corona-Wir…

Riesengrauzone! Klingt vernünftig, was Kekulé da sagt! Unterdessen werden wir einfachen Bürger mit nur höchstens 12-13 Jahren Mathematikunterricht (wie etwa der hier Schreibende) weiterhin in praktisch allen Leitmedien beschallt mit sinnlosem Zahlenschneegewimmel, einem hemmungslosen, gebetsmühlenartig niederprasselnden Datengewitter, bei denen in der Regel jede Referenzgröße fehlt.

Das verwirrt nur und sät Zweifel. Es fehlen die Sterbeziffern in demselben Zeitraum des Vorjahres. Haben wir zusätzliche Tote in signifikantem Umfang zu betrauern? Wie viele Menschen (auch solche, bei denen kein Corona-Virus nachgewiesen wurde), sind in dem Gebiet überhaupt in dem genannten Zeitraum verstorben? Welche anderen schweren Krankheiten lagen bei den Verstorbenen vor? Wie hoch ist das Durchschnittsalter der Verstorbenen?

Epidemiologie, Virologie ist vor allem Aufbereitung von Zahlen, Usachenforschung in großem Maßstab, in ganzen Populationen. Es geht fundamental in der Epidemiologie nicht um das Leiden des einzelnen Menschen, sondern um das Gesamtbild! Um so wichtiger wäre es, einen sinnvollen Referenzrahmen für politische Entscheidungen zur Seuchenbekämpfung treffen zu können! Dieser sinnvolle Referenzrahmen fehlt in Deutschland fast durchgängig in der Darstellung aller unserer Leitmedien (“meinungsbildender Medien”).

Allein schon die Tatsache, dass ständig von Corona-Toten oder Corona-Opfern gesprochen wird, ohne Komorbiditäten, also andere schwere Krankheiten zu erwähnen, stimmt nachdenklich und erregt einen bohrenden Verdacht. Jeder Verstorbene, bei dem auch Coronaviren festgestellt werden, scheint ja als “Corona-Opfer” zu gelten. Warum eigentlich?

Ich wünsche mir mehr Sachlichkeit, sinnvolle Zahlen statt nebulöser Zahlen-Aggregationen, naturwissenschaftliche Strenge statt angsterzeugender sinnloser Zahlengewitter.

Hier nur als Beispiel dafür, wie es besser als in Deutschland geht: die amtliche Berichterstattung aus Italien vom 31. März 2020, 18 Uhr, RAINEWS24, 18.00 -18.30 Uhr. Den Tedeschi bzw. den TedeSSchi, wie uns der Regisseur und Schauspieler Tullio Solenghi neuerdings nennt, sehr zur Nachahmung empfohlen!

Daten der italienischen Behörden zu allen Patienten, die bisher mit (nicht an) Covid-19 gestorben sind: Durchschnittsalter: 79 Jahre. 52% dieser Patienten hatten mindestens drei sehr schwere Krankheiten und auch Covid-19. 25% der Patienten hatten zwei schwere Krankheiten und auch COVID-19. 21% der Patienten hatten 1 sehr schwere Krankheit und auch COVID-19. Weniger als 4 % hatten keine andere schwere Krankheit, die als Todesursache in Betracht käme. 70% der Verstorbenen waren Männer. 30% Frauen. Quelle: RAINEWS24, live, 31.03.2020, 18.00-18.20 Uhr

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“Convivere con il virus”, oder: Wie wir lernen, mit dem Virus zu leben. Die besonnene Lagebeurteilung des Fabrizio Pregliasco

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Apr 022020
 

Gute, kluge, besonnene Hinweise, Fakten und Vorschläge des in Mailand wirkenden Virologen Fabrizio Pregliasco, gerade erst im STUDIO24 des italienischen Sender RAINEWS24 geäußert! Es war eine Freude zuzuhören. Hier das Wichtigste zum Nachlesen:

1) Das Virus wird nicht verschwinden. Wir werden auch in Zukunft mit dem Virus leben. Virale Infektionen mit neuartigen Erregern sind und bleiben Teil der menschlichen Entwicklung. “Non ci potremo liberare dal virus.”

2) Der Anstieg der gemeldeten Fälle hat sich abgeflacht, die Spitze der Kurve zeigt einen plateauartigen Verlauf. Das Abklingen der Seuche wird ebenfalls nur allmählich erfolgen.

3) Die seuchenpolitischen Maßnahmen sollten auch in Zukunft auf folgende drei Ziele ausgerichtet bleiben: Eindämmung der Ansteckungsgefahr (“restringimento”), möglichst punktgenaue Erfassung der tatsächlichen aktuellen Infektionen (“individuazione”), Abmilderung der Folgen solcher Ansteckungen (“mitigazione”).

4) Die Lockerung der angeordneten Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung sollte nach Lage schrittweise, gestaffelt, wahrscheinlich auch unterschieden nach einzelnen Regionen Italiens entschieden werden. Die öffentlich zugänglichen Orte werden je nach Dringlichkeit und Risikopotential nach und nach wieder geöffnet. “Le discoteche saranno le ultime – die Diskos kommen als letzte dran”. Die Lombardei wird möglicherweise die letzte Region sein, die zur Normalität zurückkehrt.

5) Als neu entdeckte Ansteckungsherde mit sehr hohem Risiko haben Alten- und Pflegeheime zu gelten.

6) Überraschend aus der Sicht des jahrzehntelang forschenden Virologen Pregliasco an diesem neuartigen Corona-Virus ist die sehr hohe Zahl an asymptomatischen Infektionen (es treten keinerlei Krankheitszeichen auf) und das im Vergleich zu ähnlichen Viren hohe Übertragungsrisiko.

7) Derzeit werden 12 theoretisch mögliche Impfstoffe auf Wirksamkeit und Verträglichkeit systematisch untersucht. Wahrscheinlich sind in etwa einem (1) Jahr Impfstoffe in ausreichender Menge verfügbar.

8) Dennoch wird das Virus wellenartig wiederkehren (“onde di rientro”).

9) Das Tragen von Schutzmasken kann mittlerweile als empfehlenswerte Maßnahme gelten.

10) “Dobbiamo abituarci a riavvicinarci.” Wir müssen uns daran gewöhnen, im sozialen Raum allmählich wieder mehr Nähe zuzulassen.

Quelle:
La diretta di RAINEWS24, Sendung STUDIO24, 02. April 2020, 10.05-10.45 Uhr

www.rainews.it/dl/rainews/live/ContentItem-3156f2f2-dc70-4953-8e2f-70d7489d4ce9.html

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