Apr 112020
 

Das sollte man wissen: Zum jetzigen Zeitpunkt (Werte des Robert-Koch-Instituts von heute, 11.04.2020, 00.00 Uhr) sind fast die Hälfte (48,79%) der 117.658 in Deutschland gemeldeten COVID-19-Fälle, nämlich 57.400 Personen, wieder genesen, also gesund, werden aber weiter als aktuelle „Infizierte“ geführt.

Was heißt dies? Nun, das wäre so, als würde man alle je gemeldeten Lungenentzündungen auch nach ihrer Ausheilung weiter als aktuelle „Infizierte“ – mithin nach umgangssprachlichem Verständnis als Infektionsquellen – aufaddieren.

Was mir bei den amtlichen Angaben des RKI noch fehlt, ist der Anteil derjenigen Infizierten, die sich nachweislich in Krankenhäusern, Pflege- und Altersheimen mit dem COVID-19-Virus angesteckt haben. Es fehlen mir kausale Erklärungsansätze. Wie hoch ist der Anteil der medizinischen und pflegerischen Professionen an allen COVID-19-Erkrankten, insbesondere in den Altersklassen unter 60 Jahren? Denn nach zahllosen episodischen Berichten aus Italien und aus Deutschland sind es wohl vor allem diese drei Einrichtungen, die als Infektionsherde auffällig werden! Krankenhäuser, Pflege- und Altersheime stechen als überragende Infektionsherde hervor. Sie scheinen in Deutschland (auch in den USA und Italien) derzeit die Orte mit dem höchsten COVID-19-Infektionsrisiko überhaupt zu sein – jedoch mit riesigen regionalen Unterschieden! Warum ist dies so?

Geht man von der wahrscheinlich zutreffenden Annahme aus, dass Genesene, also ehemals COVID-19-Infizierte, keine Ansteckungsquellen mehr darstellen, sind 60.258 Menschen, also 0,07% der etwa 83,02 Mio. Menschen umfassenden Population Deutschlands nach amtlichen Meldungen derzeit (Stand heute 00.00 Uhr) potenzielle Überträger des COVID-19-Virus. Unter 10.000 Deutschen befinden sich also nach jetzigem Kenntnisstand statistisch gesehen 7 aktuell Corona-Infizierte. Einzuräumen ist dabei, dass niemand den genauen Infektionsgrad der Bevölkerung angeben kann.

Von der „Herdenimmunität“, die meist ab einer Durchseuchung (Prävalenz) von 60-70% angenommen wird, sind wir also noch sehr weit entfernt.

Hoffen wir, dass diese Zahl von 0,7 Promille Prävalenz nicht wesentlich ansteigt! Tun wir alles dafür, was sinnvoll, zielführend und punktgenau die Ursachen der Infektion anzielt und somit die Gesundheit aller schützt!

https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4

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