März 192014
 

Die Politik und die Industrie verlangen immer stärker die Rundum-Verfügbarkeit aller erwerbsfähigen Menschen. Alle namhaften Parteien wollen die Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern steigern, alle wollen vor allem, dass die Wirtschaftsdaten stimmen. Alle wollen vor allem, dass alle Frauen ab 18 und alle Männer ab 18 ein gesundes, zufriedenes Leben führen. Alle Erwachsenen sollen vor allem glücklich und zufrieden sein.

Keine Bundestagspartei traut sich hingegen, für die nicht wahlberechtigten kleinen Kinder und für die nicht mehr wählenden Uralten die Stimme zu erheben. Was wollen die nicht wahlberechtigten kleinen Kinder, was wollen die Uralten, all die Hunderttausenden von Pflegebedürftigen, die Dementen, die Inkontinenten, die „Altersweisen“ (wie ich sie nenne)? Antwort: Sie wollen und brauchen die Familie, das Nest, das Vater und Mutter bauen und sichern. Sie wollen und brauchen quirliges, nachwachsendes Leben, Geschwisterkinder, Enkelkinder, Zärtlichkeit, Fürsorge, wie sie eben auf lange Sicht nicht die Pflegedienste, nicht der Staat, nicht die Pflegeheime, die Kitas und Waisenhäuser, sondern nur die Verwandten leisten können. Die Geschlechterquote in den DAX-Vorständen ist ihnen egal. Equal Pay und  Girls Day geht ihnen so was am Allerwertesten vorbei. Die finanzielle Ausstattung der Pflegeversicherung schert sie nicht.

Die Sehnsucht aller Menschen richtet sich von Natur aus in den ganz frühen und den ganz späten Jahren auf Fürsorge, Verantwortung, Schutz, Geborgenheit, wie sie am besten die durch Vater und Mutter gebildete, durch Mutter und Vater getragene Familie bieten kann.

Es gibt in Deutschland keine einzige namhafte politische Partei, die der vollständigen Familie, die dem Glück der ganz Kleinen und der ganz Alten den Vorrang vor der Erfüllung von „Planzielen“, „Erwerbsquoten“, der „Sicherung des Sozialstaates“ einräumen würde. Keine traut sich das zu sagen. Dabei täte es dringend not. Der Kreuzberger Blogger selber trug dieses Ansinnen bei passenden Gelegenheiten übrigens mehrfach in der CDU vor und erhielt eine Abfuhr nach der anderen: „Wenn wir das sagen, was Sie Kreuzberger da vertreten und was ja auch richtig ist, dann wählen uns die Leute nicht.“ Feige nenne ich das.

Es ist also ein Überbietungs- und Feigheitswettbewerb der Parteien gegenüber dem Wahlvolk in Gang gesetzt. Welche Partei überbietet die andere im Glücksversprechen? Das ist die Gretchenfrage.

Im Mittelpunkt der heutigen Politik steht die femina oeconomica und der homo öconomicus. „Mütterlichkeit“ und „Väterlichkeit“ haben fast völlig ausgedient, der bundesdeutsche Sozialstaat hat sich zum fürsorglichen Leviathan gewandelt, der die Menschen trägt, nährt, sichert, zeugt, gebiert und beerdigt oder dies doch zumindest fälschlich zu leisten behauptet.

Über den überragenden, unersetzlichen  Rang der vollständigen, aus Mutter und Vater gebildeten Familie schreibt der Soziologe Walter Hollstein am 18.03.2014 in der Zeitung:

„Wir wissen empirisch sogar mehr. Wir kennen inzwischen die folgende Gesetzlichkeit: Es gibt einen klaren Zusammenhang von Vater-Präsenz und gesunder Entwicklung des Sohnes auf der einen Seite und von Vater-Absenz und der Gefahr des Scheiterns auf der anderen. Zum Spektrum dieses Scheiterns gehören innere Verwahrlosung, Sucht, Kriminalität, Gewalt, Depression und Suizid der allein gelassenen Söhne. Selbstverständlich brauchen auch die Töchter ihre Väter, etwa für den Erwerb eines realistischen Männerbildes – aber eben – belegterweise – doch weniger.“

via Väter sind wichtig – Nachrichten Print – DIE WELT – Debatte – DIE WELT.

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Freiwillig am Katzentisch? Ik gihorta dat seggen!

 Katzen  Kommentare deaktiviert für Freiwillig am Katzentisch? Ik gihorta dat seggen!
März 162014
 

Ik gihorta dat seggen – „Ich hörte das sagen“. Die besten Dialoge hört man oft im Vorübergehen, zwischen Unbekannten, ungeplant, im Zug, im Restaurant, an der Theke.

So etwa diesen hier. Macht euch selber einen Reim drauf!

„Setzen Sie sich doch zu uns an den Tisch!“

„Nein, ich sitze lieber an meinem Katzentisch! Ich habe meine Gründe dafür!“

„Genießen Sie Ihren Katzentisch! Wir respektieren das! Der Katzentisch hält Sie jung und frisch.“

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„Ни армии, ни вмешательства, ни вторжения“, oder: Krieg verhindern!

 Krieg und Frieden, Russisches, Ukraine  Kommentare deaktiviert für „Ни армии, ни вмешательства, ни вторжения“, oder: Krieg verhindern!
März 142014
 

2014-03-02 13.02.56

Schlimme Nachrichten höre ich von den Russen und den Ukrainern, mit denen ich privat spreche. Die Zeichen stehen in diesen Tagen auf Krieg zwischen Russland und Ukraine, wobei Russland meinen Eindrücken nach eindeutig die Rolle des Kriegstreibers ausführt. Die Ukrainer rechnen mit dem Schlimmsten. Moskau setzt offenbar alles daran, durch haltlose Greuel-Propaganda und verdecktes Einschleusen von eigenen Soldaten ins Staatsgebiet der Ukraine Fakten zu schaffen. Moskau wärmt dabei die uralte russische Reichsidee wieder auf: Russland als Herrscher, der Zar als „Friedensfürst“ über die umgebenden Völker.  Die ukrainischen Männer melden sich bereits scharenweise freiwillig zur Armee. Das lässt nur einen Schluss zu: Moskau versucht in diesen Tagen die Ukraine zu demütigen und dann durch militärische Aktionen die eigene Macht zu stärken. Ich meine: Klare Stopp-Signale an Moskau, an Putin, wie sie der Westen und insbesondere die Bundesrepubik Deutschland – Bundestag und Bundesregierung – senden, sind richtig. Ein Krieg dient den Menschen nicht. Die Menschen wollen den Krieg nicht, weder die Russen noch die Ukrainer wollen den Krieg.

Die Ukraine ist ein souveräner Staat. Staaten haben ein Recht darauf, die eigenen Probleme selbständig, ohne Gewaltanwendung von außen zu lösen.

Einer meiner russischen  Gesprächspartner fasste seine Einsichten in russischer Sprache so zusammen: „Украина может и должна самостоятельно разобраться со своими внутренними проблемами. Максимум, который может сделать Россия – принять беженцев, переселенцев, … Все! Ни армии, ни вмешательства, ни вторжения.“

Ukraine kann und muss mit seinen internen Problemen selbständig zurechtkommen. Das Maximum, was Russland leisten kann, ist die Aufnahme von Flüchtlingen und Übersiedlern. Mehr nicht! Weder Armee noch Einmischung noch Invasion sind angesagt.

Bild: vor der Russischen Botschaft Unter den Linden, Berlin, 02.03.2014

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Gefahren erkennen – Gefahren bannen!

 Fahrrad  Kommentare deaktiviert für Gefahren erkennen – Gefahren bannen!
März 112014
 

 

 

2014-03-11 16.42.26

 

 

 

 

 

 

Gleich nach seiner Rückkehr aus dem Süden Kareliens unterhielt sich der Kreuzberger heute an Ort und Stelle mit einem engagierten  Kreuzberger Bürger über die gefährlichen, für Radler*innen schwer wahrnehmbaren Poller im Park am Gleisdreieck. Da gab es schon mindestens einen schweren Unfall mit einem Schwerverletzten. Die müssten kenntlich gemacht werden – durch Markierungen und Reflexstreifen, die auch im Dunklen zu sehen sind.

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Doch es geht auch anders: Die Lehre des spannenlangen Hansels

 Gute Grundschulen, Integration durch Kultur?, Kinder, Musik, Singen  Kommentare deaktiviert für Doch es geht auch anders: Die Lehre des spannenlangen Hansels
März 112014
 

Weit ab von den Diktaten des heutigen Jugend- und Schlankheitswahns verbrachte der Kreuzberger Blogger seine Kindheit im Kreise der Geschwister und Nachbarskinder. In Grundschule und Kindergarten wurde damals fleißig von unvollkommenen, gleichwohl liebenswerten Menschen gesungen, etwa vom spannenlangen Hansel, von der nudeldicken Dirn. Vom dummen Ivan und von der faulen Liese. Vom hässlichen Aschenputtel und vom unwirschen Rumpelstilzchen, vom dummen Hans im Glück und vom fleißigen Katerlieschen.

Das war gelebte Inklusion!

Wir alle waren „spannenlange Hanseln“, wir alle waren „nudeldicke Dirnen“. Was war so schlimm daran? Dick und rund, na und? WAS ist SCHLIMM daran?

Nebenbei: Wir lernten mit derartigen lustigen, auch wohl lächerlichen Liedern die Willkommenskultur von Vielfalt (ACCEPTING DIVERSITY, wie man heute hochtrabend auf Denglisch sagt), wir lernten, dass nicht alle gleich sind und auch nicht gleich sein müssen. Wir lernten uns bewegen. Wir lernten singen. Wir lernten Rhythmus nicht über die zugestöpselten Ohren eines I-pod-Anhängsels, sondern durch Singen, Zählen, Tanzen, Spielen.

Wir lernten einwandfreies Deutsch, wir lernten Lachen, wir lernten Schütteln, Rütteln, Hupfen.

Verdient hat an uns singenden, lachenden, tanzenden Kindern niemand. Im Gegenteil, das Singen von Liedern, das Tanzen von Tänzen war kostenlos. Es gab keine Konferenzen und Kongresse zum Thema ACCEPTING DIVERSITY. Das Thema wurde gelebt, gesungen, erzählt und vorgetanzt.

WAS WAR SCHLIMM DARAN?

Spannenlanger Hansel – Kinderlieder und Singspiele | Labbé Verlag.

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Dünn, smart und geil – so muss die erfolgreiche Frau heute sein

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März 112014
 

Soeben erst wieder aus den beschneiten Fichtenwäldern von der finnischen Seite Kareliens in die frühlingshaft erwärmte, märkische Metropole im Sand eingeflogen, nimmt der Kreuzberger Blogger in der gewohnten U6 vom Kurt-Schumacher-Platz zum Mehringdamm gleich wieder den harten, großstädtischen, scharfen Beat der kategorischen Imperative wahr, die heute buchstäblich aus allen Rohren auf unsere Jugendlichen einprasseln:

Sei smart, sei geil, sei dünn!“

Das ist es, was heute ausschließlich von den jungen Mädchen oder besser den jungen Frauen ab dem Alter von 13 Jahren verlangt und erwartet wird. Und genau dieses Ideal wird in der Moderatorinnenszene verlangt und Tag um Tag vor Millionen von jungen Frauen verkündet.  Es beginnt im Kinderfernsehen, etwa im KiKa,  und zieht sich durch bis in die Zielgruppe ab 65. Von früh in der U-Bahn bis spät in die Late-Night-Shows ist dies die Botschaft.

Die beliebte und erfolgreiche Moderatorin Katrin Bauerfeind bringt dieses durch Kommerz, Reklame und Industrie verfügte neue Weiblichkeitsideal in der U-Bahn-Werbung der U6 völlig eindeutig auf den Punkt. Im Alter von nun doch immerhin schon 31 Jahren spricht sie von ihren nagenden Ängsten, diesen kategorischen Imperativen nicht mehr genügen zu können:

„Man könnte ja immer geiler, smarter, dünner und besser sein.“

via Moderatorin: Katrin Bauerfeind: Angst vor dem Scheitern – B.Z. Berlin.

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Organisierte Verantwortungslosigkeit oder schon Feigheitswettbewerb?

 Erosion des Staates, Feig, Flüchtlinge, Friedrichshain-Kreuzberg, Migration, Rechtsordnung, Verantwortung  Kommentare deaktiviert für Organisierte Verantwortungslosigkeit oder schon Feigheitswettbewerb?
März 062014
 

Ein lustiges Weiterschieben von Verantwortung hat sich mittlerweile am Oranienplatz eingespielt. Keiner weiß mehr, was Sache ist, alle erklären sich für unzuständig: Bezirksamt, Sozialsenatorin Kolat, Stadtentwicklungssenator Müller, Bürgermeister Wowereit, Bürgermeisterin Herrmann, Stadtrat Panhoff, … alle drucksen schmallippig herum. Ein vereidigter Brandschutzgutachter rät mittlerweile zur unverzüglichen Räumung des Lagers.

Ein blendender Move kommt von Senatorin Kolat: Sie trat bei einer Aktion gegen rechts auf, verwahrte sich scharf dagegen, die „Flüchtlinge“ – wie die zahlreichen freiwillig nach Deutschland zugewanderten jungen Männer sich listigerweise nennen lassen – zu „kriminalisieren„, wie das die NPD mache.

Auf Fragen der Journalisten zum Oranienplatz verweigert sie jede Antwort. Na, immerhin druckst sie nicht rum, sondern sagt – gar nichts.

Ei was nicht gar. Sollte man denn tatsächlich Drogenhändler „kriminalisieren“? Das wäre ja niederträchtig, wenn man den Handel mit illegalen Drogen und die sich häufenden Gewaltvorfälle als etwas Kriminelles einstufen wollte. Also muss man das Ganze einfach legalisieren – Drogenhandel, illegale Einwanderung, Hüttenbauen an jedem beliebigen Platz, Gewaltanwendung zur Revierverteidigung?

Was ist denn das für ein Feigheitswettbewerb, den unsere gewählten PolitikerInnen da veranstalten! Die schieben sich ja die Zuständigkeiten wie heiße Kartoffeln weiter.  Und das alles auf dem Rücken der armen Flüchtlinge!

Oranienplatz: Holzhütten sind illegal, aber niemand ist zuständig.

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Die Planwirtschaft der DDR: eins der großen Vorbilder für die Wirtschaftslenkung durch die EU-Kommission

 Deutschstunde, Etatismus, Europäische Union, Frau und Mann, Gouvernance économique, Planwirtschaft  Kommentare deaktiviert für Die Planwirtschaft der DDR: eins der großen Vorbilder für die Wirtschaftslenkung durch die EU-Kommission
März 052014
 

http://www.welt.de/wirtschaft/article125436047/Deutschland-stoert-das-wirtschaftliche-Gleichgewicht.html#disqus_thread

Ein spannendes Erlebnis verschaffte einem meiner Söhne und mir vergangenen Dezember ein Abend im Kino Arsenal am Potsdamer Platz. Gezeigt wurde „Der geteilte Himmel“ von Konrad Wolf, ein Meisterwerk aus der Deutschen Demokratischen Republik, gedreht für die DEFA im Jahr 1964.

Hm, hm, manches erschloss sich einem 11-Jährigen nicht sofort. „Erzähle den Film noch einmal, damit ich ihn besser verstehe!“, bat mich mein Sohn.

Meinem Sohn versuchte ich den komplizierten Film gleich im Anschluss und noch mehrfach am Tag danach so zu erzählen, dass „wir uns einen Reim drauf machen konnten“. Wie war das doch?

Erster Motivstrang: Die Liebe und der Systemkonflikt DDR<>BRD.

Rita Seidel und Manfred Herrfurth verlieben sich ineinander.

Dann geht Manfred in den Westen. Rita könnte ihm folgen, denn damals, im Frühsommer 1961,  gab es die Mauer noch nicht.

Warum tut sie es nicht? Warum kehrt sie zurück? Warum heiraten die beiden nicht? Warum ziehen die beiden nicht zusammen?

Unsere gemeinsame Antwort: ER war für SIE nicht die große Liebe, sie war für ihn nicht die große LIEBE.  Sie haben sich nicht genug geliebt, sonst wären sie in Westberlin zusammengezogen, hätten geheiratet. DDR-BRD hin oder her. Die vielbesungene  Liebe zwischen Mann und Weib, Weib und Mann hätte selbstverständlich den vielbeschworenen Systemkonflikt zwischen DDR und BRD überwunden, wie dies ja hundertausendfach im wirklichen Leben gelang.

Zweiter Motivstrang: die gelenkte Wirtschaft und die Politik. „Ich habe mal richtig geackert und festgestellt, dass die Montage eines Fensters nur 8 Minuten dauert. Wir haben aber im Plan ein Vielfaches davon eingeplant“, so erzählt Rolf Meternagel, ein erfahrener Vorarbeiter im Waggonbauwerk, in dem auch Rita lernt und arbeitet. Rolf Meternagel muss erkennen, dass die Norm in diesem Fall viel zu niedrig gesetzt wurde. Die Produktivität des Waggonbauwerks wurde durch die staatliche Wirtschaftsplanung künstlich niedrig gehalten, damit keine unliebsame Konkurrenz mit den sowjetischen Brudervölkern um Aufträge entstünde. Das wirtschaftliche Gleichgewicht zwischen den Volkswirtschaften des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe wäre gestört worden, wenn für die Montage eines Fensters nur 8 Minuten verwendet worden wären. Rolf erkennt, dass die Produktivität des gesamten Waggonwerks durch die Politik künstlich niedrig gehalten wird. So sind die Politiker in der Sowjetunion zufriedengestellt.

Rolf begehrt auf, eckt an  und wird abgestraft.

Dieser kleine Sachverhalt fällt mir immer wieder ein, wenn Deutschland und damit der Binnenmarkt der EU-Wirtschaft  insgesamt wegen seiner Exportüberschüsse durch die EU-Kommission gescholten wird. Deutschland verkauft in den Weltmarkt hinein, da seine Produkte nachgefragt werden und die Preise noch konkurrenzfähig sind. Die EU-Kommission verlangt nun eine Stärkung der Binnennachfrage und eine Senkung des Exportüberschusses auf die verbindlich gesetzte, planmäßige Marke von 6% – etwa durch flächendeckende Mindestlöhne, durch Steigerung des privat verfügbaren Geldvermögens, das dann für die Binnennachfrage eingesetzt würde. Deutschland soll Produktivität auf dem Weltmarkt einbüßen und den Konsum im Inland ankurbeln. Nur so sind die zentral verfügten Planvorgaben des EU-Regelwerkes einzuhalten.

Was die DDR mit dem Waggonbauwerk gegen die Einsichten des Rolf Meternagel versuchte, das strebt die EU-Kommission durch ihre Planvorgaben an: eine Schwächung der Produktivität einer Volkswirtschaft und eine Behinderung unliebsamer Konkurrenz.

Unser früherer Befund, dass die Wirtschaftspolitik der EU im Wesentlichen durch den Etatismus französischer Provenienz geprägt sei, bedarf also der Einschränkung: Neben der staatlichen Lenkung der Volkswirtschaft im Geiste des französischen Etatismus, genannt „Gouvernement économique“, sollte man unbedingt auch die DDR-Volkswirtschaft als ein großes Vorbild der EU-Wirtschaftslenkung im Auge behalten! Nur so kann man die amtierende EU-Kommission wirklich verstehen und begreifen.

Nicht nur der Merkantilismus bzw. Protektionismus eines Richelieu, eines Mazarin, sondern auch die politische Wirtschaftslenkung im Sinne der unerschütterlichen, immer engeren Union und Freundschaft und Verbundenheit mit den Völkern der Sowjetunion im Geiste des ZK der SED stehen bei dem kühnen aktuellen Vorhaben der EU-Wirtschaftslenkung (economic governance) Pate! So greift also die EU mit ihrem kühn&klug ausbalancierten Euro-System uralte, vielfach bewährte wirtschaftspolitische Ansätze aus der Zeit des französischen Absolutismus und des real existierenden Sozialismus (DDR, Sowjetunion) wieder auf und setzt sie strikt gegen die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft durch, wie sie in der früheren Bundesrepublik Deutschland (Erhard, Adenauer, Heusss, Karl Schiller, Brandt und Konsorten) vertreten wurden.

„Der geteilte Himmel“ – dieser meisterhafte, mit Licht und Schatten spielende, in Schwarz und Weiß changierende Film von Konrad Wolf im Geiste der Nouvelle Vague aus dem Jahr 1964 sei hiermit allen ehrgeizigen, frankophilen oder auch „staatsverliebten“ Kommissaren der EU lebhaft ans Herz gelegt, ebenso wie die spannende gleichnamige Erzählung von Christa Wolf aus dem Jahr 1963. Beide Kunstwerke sind hochaktuell, wie ein Blick in die heutige Presselage beweist.

 

 Posted by at 22:43

Guter Rat ist nicht teuer

 Fahrrad  Kommentare deaktiviert für Guter Rat ist nicht teuer
März 022014
 

Bitte herhören! Schüler, die Inhaber einer persönlichen BVG-Zeitkarte sind, dürfen ihr Fahrrad unentgeltlich in den Bahnen mitnehmen! Weitersagen! Wir zahlten gestern 2 Fahrradkarten zuviel, ließen außerdem € 1,60 im Münzschacht des Anhalter Bahnhofs zurück, um noch mit Rädern in die S-Bahn nach Frohnau einsteigen zu können. Sei’s drum! Der nach uns Kommende durfte sich freuen.

Es bewies sich gestern wieder einmal, dass Berlin alles in allem ein hervorragend ausgebautes öffentliches Nahverkehrssystem hat. Gerade die Kombination aus S-Bahnen und Fahrrad ist unschlagbar, wenn es um pünktliches Erscheinen bei Geburtstagsfesten geht! Ein Loblied auf die S-Bahn täte uns allen – und ihr auch – gut!

 Posted by at 23:20

„Deutschland von der Karte streichen …“, oder: In deinem Hause wird laut gebrüllt, Bert Brecht!

 Antideutsche Ideologie, Antifaschismus, Bert Brecht, Rassismus, Selbsthaß  Kommentare deaktiviert für „Deutschland von der Karte streichen …“, oder: In deinem Hause wird laut gebrüllt, Bert Brecht!
März 022014
 

„Freiheit stirbt mit Sicherheit. Nie wieder Deutschland. Antifaschistische Aktion.“ Der aktuelle deutschsprachige Spucki klebt seit Wochen bei uns in Kreuzberg am Hauseingang. Zu sehen ist auf der einen Seite die Polizei, auf der anderen Seite – „die andere Seite“: lauter vermummte, junge, gut gerüstete, mit Kapuzenpulli und Sonnenbrille versehene, mutmaßlich deutsche Männer.

Deutschland von der Karte streichen, Polen soll bis Frankreich reichen.“ So brüllten heute vormittag laut Pressebericht im Tagesspiegel einige deutsche, allzu deutsche Meinungsführer eine Lesung am Berliner Ensemble  Bert Brechts nieder. Die Lesung am BE konnte nicht stattfinden. Sie wurde vom Hause Bert Brechts abgesagt. Die Zuschauer erhalten ihr Geld zurück.

Wen juckt’s? „Deutschland verrecke“ steht und stand monatelang breit lesbar auf einem Hausdach in Friedrichshain.

Was meint die deutsche Gesellschaft dazu, dass solche Parolen völlig ungestört über Wochen und Monate stehen bleiben?

„O Deutschland, wie stehst du besudelt unter den Völkern!“ Der Untugendterror blüht und gedeiht heute mehr denn je. Die Szenen am BE vom heutigen Tage beweisen die Richtigkeit dieser These.

Bertolt Brecht dichtete über den Untugendterror, der sich seit vielen Jahren schon in der zitierten machtvollen Volksverhetzung niederschlägt:

Mit ihren so erhobenen Händen
Erhoben gegen ihren Bruder
Gehen sie jetzt frech vor dir herum
Und lachen in dein Gesicht
Das weiß man.

In deinem Hause
wird laut gebrüllt was Lüge ist
Aber die Wahrheit
Muß schweigen

Zitat:

Bertolt Brecht: „Deutschland“. In: Bertolt Brecht, Gedichte 1. Sammlungen. In: Bertolt Brecht, Ausgewählte Werke in sechs Bänden. Suhrkamp Verlag, suhrkamp taschenbuch 3732, Frankfurt am Main 1997, S. 253

http://www.tagesspiegel.de/berlin/foyergespraech-im-berliner-ensemble-/9558066.html

 Posted by at 20:57

Geborgenheit, Wachstum, Orientierung, oder: Was braucht das Kind?

 Familie, Kinder, Vorbildlichkeit  Kommentare deaktiviert für Geborgenheit, Wachstum, Orientierung, oder: Was braucht das Kind?
Feb. 282014
 

Kinder brauchen

– Gemeinschaften, in denen sie sich geborgen fühlen

– Aufgaben, an denen sie wachsen, und

– Vorbilder, an denen sie sich orientieren können.

So hat das Gerald Hüther formuliert; diesen Satz habe ich mehrfach schon von Sozialarbeitern und Psychologen mit einhelliger Zustimmung als Zitat vernommen. Die Psychologen und Sozialarbeiter, mit denen ich sprach, beklagen umgekehrt, dass den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen eben genau dieses schmerzhaft fehle. Ich fasse die Gespräche so zusammen:

Nicht Normensetzung als solche, nicht abstraktes Regelwissen über das Richtige und Falsche – etwa vermittelt im Ethik-Unterricht – brauchen die Kinder. Sie brauchen über einen längeren Zeitraum hin das gelebte Vorbild mindestens einer älteren Person, die verlässliches Leitbild wird. Sie brauchen über einen längeren Zeitraum die Geborgenheit: Da gehöre ich hin. Diesen Rahmen nimmt mir niemand weg. Und sie brauchen das Zutrauen durch Ältere, etwa durch die Eltern, dass die Kinder im Laufe der Jahre immer schwierigere Aufgaben bewältigen werden. Sie brauchen den Zuspruch: Du schaffst das. Ich vertraue dir.

Ich unterstütze diese Einsichten. Sie treffen den Nagel auf den Kopf.

Jetzt bleibt die große Frage: Woher kommen grundsätzlich diese hegenden, fordernden und stützenden Erfahrungen? Welche Institutionen schaffen diese Grunderfahrungen: Krabbelgruppe, Schule, Kindergarten, Sozialarbeiter, Psychologe, Vereine, Jugendzentren?

Meine persönliche Antwort: Keine dieser Institutionen kann im Regelfall genug an diesen Erfahrungen schaffen. Nein, in aller Regel und grundsätzlich soll und wird es die Familie und zunächst einmal  die Familie sein, die dem Kind diese Erfahrungen vermittelt. Und für die Familie ist grundlegend die Eltern-Kind-Beziehung. Was Vater und Mutter angeht, so dürfte die Mutter-Kind-Beziehung der Vater-Kind-Beziehung vorausliegen. Der Vater kommt als notwendiger Dritter zur Mutter-Kind-Beziehung hinzu.

Die Familie, begründet auf dem Eltern-Kind-Verhältnis, legt in aller Regel den Keim des gelingenden Lebens.

Eine Gesellschaft wie unsere hingegen, die so offenkundig das „Ich will’s-so-und-so“-Prinzip verkündet, wird sich nicht halten können.

Politik, Industrie, Schule und Massenmedien lehren heute meist etwas anderes: Als vordringliches Ziel des Wirtschaftens wird größtmöglicher Erfolg des einzelnen im Berufsleben sowie  Wohlstandsmaximierung  angesehen. Als vordringliches Ziel der Politik wird die Herstellung der „idealen Gesellschaft“ angesehen. So wird es als schreiender Miss-Stand herausposaunt, dass Frauen weniger verdienen als Männer, dass Frauen weniger DAX-Führungspositionen innehaben als Männer, dass Sorge für Kinder und Haushalt immer noch meistens von den Frauen geschultert wird, dass die Einkommensunterschiede in Deutschland so groß sind usw. usw.

Aus der Sicht der Kinder ist das alles nicht so schlimm! Es ist ihnen sogar völlig schnuppe. Sie brauchen keine Mutti im DAX-Vorstand, sie brauchen die Mutter oder den Vater verlässlich zuhause. Schlimm ist es aus Sicht der kleinen Kinder, wenn ihnen Geborgenheit fehlt, wenn ihnen das gelebte Vorbild beider Eltern fehlt, wenn der tragende Rahmen der Familie nicht hält. Aus der Sicht des kleinen Kindes spielen materielles Wohlergehen, Handys, Spielkonsolen usw. keine prägende Rolle.

Viel wichtiger sind für Kinder die tagtäglich erlebte Liebe und Fürsorge durch eine bestimmte oder einige wenige bestimmte Personen.  Der Staat, die Politik, die Pädagogik sollten sich nie im mindesten erdreisten oder auch nur den Anschein zu erwecken versuchen, sie könnten den überragenden Rang der Familie für Glück und Wachstum der Kinder ersetzen.

 Posted by at 10:46

Julia K., Bascha M. …. e tutte quante … darf frau heute auch ein paar Pfunde zuviel haben?

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Feb. 242014
 

„Jedes Lebensjahr mehr bringt für die Frau einen Punkteabzug!“ So beredt klagte einmal Bascha Mika, die bekannte taz-Chefin, die jetzt zur FR wechselt, wozu wir armen Kreuzbergerinnen ihr von Herzen alles Gute wünschen.

In der Tat, die alte oder auch alternde Frau hat es schwerer, sich auf dem Markt zu behaupten, als der alte oder alternde Mann. Dies zu leugnen wäre sexistisch verblendet.

Freundinnen, dennoch gibt es ein Kriterium, das bei Frauen noch verheerender auf die Karrierechancen wirkt als das Lebensalter: starkes Übergewicht. Eine Frau mit starkem Übergewicht schafft es heute nicht mehr in die Öffentlichkeit; sie kann notfalls Rüschenblusen tragen, sie darf ruhig mehrfache Mutter oder (schlimmer noch) eine jener übel beleumundeten  Nur-Hausfrauen-und-Mütter sein, aber sie wird sich mit 10 oder 20 kg sogenanntem „Übergewicht“ gegen die Phalanx der ewig knabenhaften, nahezu alterslosen, kein Gramm zuviel aufweisenden Top-und-Gala-Frauen nie durchsetzen. Das herrliche Gala-Interview mit Julia K. (41), die sich erfolgreich vom weiblich-mütterlichen Erscheinungsbild zum mädchenhaft-knabenhaften Erscheinungsbild herunterfastete, spricht Bände.

Leserinnen, Freundinnen, ich kenne keine übergewichtige Frau in Deutschland, die nicht an diesem Stigma litte. Ich kenne sogar einige Mädchen oder Frauen, die durch diesen öffentlichen Gleichschaltungsdruck schwer krank, ja lebensbedrohlich krank geworden sind.

Beliebiger Tatsachenbeweis dieses, wie ich meine, pathologischen Befundes: SCHROT&KORN, unsere bei Weib&Mann beliebte Öko-Zeitschrift, Ausgabe März 2014! Ich nahm sie vorgestern  beim Einkauf für WEIB&KIND beim Kreuzberger Bio-Markt in der Obentrautstraße mit. Man sollte annehmen, dass im Öko- und Naturkost-Bereich doch auch einmal eine normalgewichtige Frau abgedruckt würde …? Oder ein dicker backender Vati oder eine dicke backende Mutti mit mehreren Kindern? Pustekuchen! Im gesamten Heft gibt es nur schlanke und ranke, nur – nach barocken Kriterien – leicht untergewichtige Frauen. Sicher, es gibt auch mal alternde oder alte Frauen mit Fältchen. Das wäre ja noch schöner, wenn sogar bei uns Ökotussis nur glattgesichtige faltenlose Hungerharken abgebildet würden.

Aber es gibt keine einzige Frau mit Übergewicht, keine dicke, keine nach barocken Kriterien „normalgewichtige“ Frau mit weiblichen Rundungen im redaktionellen und auch nicht im werblichen Teil des Heftes.

Wirklich keine einzige? Haben alle Frauen in den Zeitschriften das Idealgewicht? NEIN! Es gibt eine dicke, mütterliche Frau in diesem Heft: Eine namenlose, nach quasi-amtlichen Kriterien stark übergewichtige, glücklich am Herd kochende Schwarzafrikanerin lächelt uns auf S. 111 von SCHROT&KORN mütterlich&fürsorglich zu. Sie wirbt für „Faires Bio-Palmöl“ von RAPUNZEL.  „Wir machen Bio aus Liebe“. Und SIE kocht offensichtlich mit Wonne aus Liebe zu ihren Kindern und Enkelkindern! Was wohl die BVV-Friedrichshain-Kreuzberg zu so einer sexistischen Werbung sagen würde, wenn jemand sich erdreistete, sie auf einer der vier bezirklichen Werbeflächen anzubringen? Eine Werbung für Bio-Palmöl, die sich dem rassistischen und sexistischen Gleichschaltungsdruck, der heute auf den dicken Frauen in der Öffentlichkeit lastet, widersetzt?

HERRLICH! Die schwarze Afrikanerin oder die Afro-Europäerin oder die Negerin oder die Afro-Deutsche oder die Mohrin (sind doch eh alles rassistische Ausdrücke)  darf das alles noch. Sie darf noch lächelnd kochen, sie darf noch ein paar Pfunde zuviel haben.

Nicht eine Bascha Mika, nicht eine Julia Klöckner und … und … und … alle … tutte quante!

Es gilt für Frauen im Lichte der Öffentlichkeit (nicht für Männer) das eherne Gesetz der medialen Gleichschaltung: DU DARFST NICHT ZUVIEL WIEGEN! Du darfst nicht mütterlich sein. Du darfst nicht einmal mütterlich erscheinen! Sonst wirst du nicht gewählt. Du schaffst es nicht in die GALA, nicht in die BUNTE, nicht in die SCHROT&KORN.

Ist doch eh alles eine Soße – oder eine mediale Pampe, was heute den armen europäischen Frauen abverlangt wird. O Afrikanerinnen, ihr habt es da besser!

 

 Posted by at 12:13

Julia verlor 17 Kilo, oder: Das endgültige Ende der barock-mütterlichen Frau

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Feb. 212014
 

Einen echten Gala-Auftritt legt eine Top-Politikerin hin: Innerhalb weniger Monate verlor Julia (41 J.) 17 kg! Vortrefflich! Alle jubeln, sie selbst am meisten. Endlich keine überflüssigen Pfunde mehr. Julia (41) sieht jetzt aus wie 31! Wow! Julia hat es geschafft, wo viele hunderttausende Frauen vergeblich hinstreben. Julia ist ein klasse VORBILD! Ab sofort gibt es für die Hunderttausenden, die es nicht schaffen, keine Entschuldigung mehr.

http://www.gala.de/lifestyle/trend/julia-leichtes-schwergewicht_1053205.html

Spitzenfrau Julia, im vorigen Leben auch mal Weinkönigin,  wirkt zehn Jahre jünger. Sie verkörpert jetzt in ihrer neuen markanten, jungenhaften Silhouette das Gala-Ideal der medientauglichen, rundum vorzeigbaren Frau: Kein Gramm zuviel, alles, was von fern an spezifisch Weibliches, oder schlimmer noch an Mütterliches erinnern könnte, ist sorgsam wegtrainiert, weggefastet. So muss es sein. So wollen es die Medien, von der GALA angefangen über die TV-Talkshows bis hin zur WELT.

http://www.welt.de/vermischtes/article125038375/Der-wundersame-Gewichtsverlust-der-Ex-Weinkoenigin.html

In Kleidung, Gewicht, Anmutung verkörpert Julia jetzt wundersam die moderne Spitzenfrau: klare Kanten, enge Jeans, die schmale, knabenhafte Silhouette, ein sorgsam geplanter, verführerischer Mix aus Männlich-Weiblich in der Garderobe sind heute gefragt. Nur so kann frau sich halten. Das Ideal ist in Werbung, Medien und Karriere die androgyne, mit Gender-Stereotypen souverän spielende, Gender-Erwartungen durcheinanderwürfelnde Frau.

Völlig ausgemustert, mega-out ist die mütterlich-barocke Frau. All die üppigen schwellenden Formen, die ein Rubens etwa hinmalte, sind ein absolutes No-Go geworden.   Die „mütterlichen“ Formen, eine „mütterliche“ Art, oder schlimmer noch das „Bemutternde“, das „Fürsorgliche“ sind das Schlimmste, was man einer modernen Frau heute nachsagen kann.

Für das „Fürsorgliche“ ist bekanntlich heute Mutter Staat zuständig. Deswegen (weil ja das Sozialsystem alle so spitzenmäßig auf Jahrzehnte hinaus versorgt) schenkte uns die neue Bundesregierung höchst vorsorglich auch die Absenkung des Rentenalters auf 63 Jahre.  Das „Mütterliche“ und das „Väterliche“ sind durch die Politik kulturell ersetzbar geworden. Das Kindererziehen und die Altenpflege wird ebenfalls weitgehend dem Staat anvertraut, der Beruf steht für die moderne europäische Frau selbstverständlich  an der Spitze der Top-Prioritäten. Kinder werden nach der nahezu kompletten Ausmusterung der mütterlichen Frau der vergangenen Jahrtausende durch Zuwanderung hochqualifizierter Frauen und Männer ins Land geholt. Alles prima, alles paletti.

 

 Posted by at 10:45