Jan 212011
 

09012011258.jpgWeiterhin in den 10 sozial schwächsten (von 434) Vierteln ganz Berlins bewegt sich dieser Blogger Tag um Tag, Woche um Woche. Morgenpost bringt heute eine ganze Seite (S.12) über den neuen Sozialatlas. Ob man aber ständig von Kinderarmut reden sollte? Ich sehe keine armen Kinder. Ich wehre mich gegen diesen unbedachten, KRUDEN Gebrauch des Wortes Kinderarmut. Es gibt in den letzten 10 von 434 Berliner Sozialräumen keinen Anlass, von Kinderarmut zu reden.

Ich sah soeben wie so oft beim Niedrigpreis wieder Kinder, die wunderbare Dinge wie die Riesenflaschen Mezzomix oder die berühmte Capri-Sonne kaufen. Nur eine Riesenflasche Mezzomix, sonst nichts. Die armen Kinder sind vielleicht vernachlässigt, orientierungslos, ohne Peilung, aber nicht arm.

Unser Bild: typische Szene in der Großbeerenstraße, gleich beim Niedrigpreis.

Wie wenig die dürren Zahlen allein aussagen, belegen allerdings die folgenden Zitate, an denen jeder, der daran glaubt, seine helle Freude haben muss:

mobil.morgenpost.de
„Die Dresdener Straße und der Oranienplatz sind geradezu aufgeblüht“, sagt Lampendesignerin Catherine Grigull, die ihr Ateliergeschäft direkt am Oranienplatz hat. In den letzten Jahren seien viele junge Familien und Kreative in diesen Teil Kreuzbergs gezogen. Das merke man auch an den steigenden Mieten. Für ihr Geschäft sei diese Entwicklung durchaus von Vorteil: „Früher hat die Nachbarschaft meine Arbeit nicht verstanden. Heute ist die Akzeptanz viel größer“, sagt die 45-Jährige. Das sieht Angela von Tallián ähnlich. „Man sieht in der letzten Zeit deutlich mehr Kinder auf den Straßen. Das war früher nicht der Fall“, sagt die Chocolatière und Inhaberin des Geschäfts „Art en chocolat“ am Oranienplatz. „Ich habe den Eindruck, dass noch vor einigen Jahren junge Familien in den Speckgürtel gezogen sind, sobald ihre Kinder ins schulfähige Alter gekommen sind.“ Dieser Trend sei mittlerweile gestoppt.

„Wir wohnen seit 26 Jahren in derselben Straße und sind sehr glücklich hier“, sagen die Zwillingsschwestern Stefanie und Geraldine Wühle. Auch die nächste Generation werde in diesem Kiez aufwachsen, sagt die Auszubildende Stefanie, die ihren Sohn Oskar fest an sich drückt. In Kreuzberg herrsche ein mediterranes Lebensgefühl, es gebe ein herzliches Zusammenleben mit vielen unterschiedlichen Nationalitäten. Auch ihre dreijährige Tochter Emma fühle sich wohl. „Das Kita-Angebot hier an der Oranienstraße ist super“, sagt ihre Mutter.

 Posted by at 19:44

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