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Philosophie

Gelassenheit angesichts des Todes

“Wen wirst du mir nennen, der der Zeit einen wie auch immer gearteten Wert beimäße, der den Tag wertschätzte, der erkennte, dass er täglich stirbt? Denn wir täuschen uns insofern, als wir den Tod als etwas vor uns Liegendes betrachten. Ist doch ein großer Teil davon bereits vergangen: Alles, was an Lebenszeit hinter uns liegt, hält der Tod schon in seinen Händen. Mach es ruhig so, wie du es mir schreibst, lieber Lucilius, umarme alle Stunden! So wird es geschehen, dass du weniger vom Morgen abhängst, wenn du kühn ins Heute hineinlangst.”

Soweit ein kurzer Abschnitt aus dem ersten Brief Senecas in seinen Epistulae morales. Wir verdanken unserem Dr. Pegasus den Hinweis auf diesen Ratschlag, den er uns am 3. April 2021 nach seiner Astra-Zeneca-Impfung im ehemaligen Flughafen Tegel mit dem spaßigen Motto Per Astra Zeneca ad Senecam überbrachte.

Gelassenheit gegenüber dem Tod, Einsicht in die Nichtplanbarkeit des Sterbens, das ist es, was zweifellos in unserer Gesellschaft fehlt. Dabei haben und halten wir ohne jeden Zweifel einen in der gesamten Menschheitsgeschichte nie dagewesenen Rekord an Langlebigkeit. Nur die allerwenigsten von uns hätten in früheren Zeiten das heutige durchschnittliche Sterbealter von etwa 80 Jahren erreicht. Die Kindersterblichkeit lag in allen Jahrhunderten deutlich höher als heute; als hohes “biblisches Alter”, das zu erreichen schon als besondere Gnade galt, wurden allgemein über die Jahrhunderte 70 Jahre angenommen. Ohne die Segnungen der modernen Medizin läge das Sterbealter weit darunter. Selbst das Durchschnittsalter der aktuell an Covid-19 Verstorbenen liegt mit über 80 Jahren deutlich, nämlich etwa 10 Jahre, über dem, was noch vor 100 Jahren als bestes erreichbares Sterbealter galt.

• Infografik: 89% der Corona-Toten waren im Alter 70+ | Statista

Es scheint also eine Art natürliche Alterungsgrenze zu geben, jenseits derer ein weiteres Leben oder Überleben nur mithilfe kultureller, also medizinischer Errungenschaften möglich ist. Je älter man ist, desto mehr steigt offensichtlich die Anfälligkeit für schwere Verläufe von Krankheiten, insbesondere von wenig erforschten Krankheiten. Die Corona-Erkrankung bildet darin keine Ausnahme. Sie ist keine Ausnahme. Sie ist in der reichen, wahrhaft vielfältigen Welt der Krankheiten nichts Neuartiges. Sie rechtfertigt nicht das Ausrufen eines dauerhaften allgemeinen Ausnahmezustandes und die allgemeine, dauerhafte Außerkraftsetzung grundlegender Bürgerrechte.

Dies zu akzeptieren, fällt in den Zeiten des die aktuelle Politik beherrschenden Planbarkeitswahns schwer. Und doch haben immer wieder Philosophen wie etwa Seneca oder Lukrez, religiöse Menschen wie etwa Jesus oder Dante sich der Unausweichlichkeit des Todes gestellt, sich produktiv damit auseinandergesetzt.

Für Seneca stellte die Tatsache der Sterblichkeit kein Übel dar; ein Übel ist es in seinen Augen, das Leben in Angst vor dem Tod zu verbringen, der nun eben gerade kein Übel ist, vor dem man sich fürchten müsste. Wer Angst vor dem Tod hat, der versäumt sein Leben.

Für Jesus oder Dante wiederum, die ohne Zweifel Todesangst erlebten und auch davon Zeugnis ablegten, war der Tod kein letztes. Er war zunächst einmal schrecklich, gewiss. Aber er war nicht das Ende aller Dinge. Er war eine Chance, über die Endlichkeit und Sterblichkeit hinauszulangen, hinauszuahnen in etwas, was uns, den Sterblichen verschlossen war.

In den letzten Gesängen seiner Komödie schreitet Dante auf diese eigene Sterbenserfahrung zu, und zuletzt gelingt es ihm, über die Sterblichkeit hinauszulangen und jenes höchste Licht zu sehen, das sich weit über Sterblichkeitsbegriffe hinaushebt —

O somma luce che tanto ti levi
da’ concetti mortali …

sagt er im 33. Gesang des Paradiso (Vers 67-68).

Ich bemängele an der aktuellen Debatte eine Einsicht in die Unverfügbarkeit des Todes, ja in die naturgegebene Sterblichkeit des Menschen überhaupt.

Hier noch die von Dr. Pegasus vorgetragene Seneca-Stelle im lateinischen Original, zitiert nach: Seneca: Ad Lucilium epistulae morales, Epist. 1, Auswahl von Anton Klein. Text. 11./12. Aufl., Münster 1966, S. 47

Quem mihi dabis qui aliquod pretium tempori ponat, qui diem aestimet, qui intellegat se cotidie mori? in hoc enim fallimur, quod mortem prospicimus: magna pars eius iam praeterit; quicquid aetatis retro est, mors tenet. fac ergo, mi Lucili, quod facere te scribis, omnes horas complectere. sic fiet, ut minus ex crastino pendeas, si hodierno manum inieceris.

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Unverhoffte Begegnung

Per Astra Zeneca ad Senecam. Der Bericht des Dr. Pegasus

Dr. Pegasus vor dem Flughafen Tegel am 3. April 2021

Wir haben einen neuen Mitarbeiter in unserer Beratungskanzlei, ein neues Pferd im Stall sozusagen. Wie berichtet, hatte einer unserer wertvollsten Mitarbeiter, der sich in unserem Unternehmen stets als Burâq bezeichnet hatte, sich den Verlockungen eines unmittelbaren Konkurrenten nicht entziehen können und uns nach drei Jahren Zugehörigkeit verlassen. Erst nach langem Suchen haben wir einen würdigen Ersatz gefunden. Sein Name lautet Dr. Pegasus. Rein äußerlich erinnert nichts mehr an seine große, sozusagen mythische Zeit, als er noch in höherem Dienst stand und als geflügeltes Roß unersetzliche Mittlerdienste zwischen den untersten Bediensteten und der obersten Leitung unseres Unternehmens leistete. Heute gilt er als verlässliches Arbeitspferd, wird häufig für Botengänge und kleinere Besorgungen eingespannt. So geschah es auch am vergangenen 3. April. Wir hatten durch Zufall eine Behandlung durch den Wirkstoff Vaxzevria erhalten und schickten einen unserer wertvollsten Mitarbeiter zusammen mit Dr. Pegasus an die Behandlungsstelle im mittlerweile außer Dienst gestellten Flughafen Tegel. Kräftige Gegenwinde bliesen an jenem Nachmittag feine Staubkörner in die Richtung, aus der Dr. Pegasus sich zusammen mit seinem Reiter einen Weg bahnte. Der Zugang zur Behandlungsstätte war durch vielfache Kontrollen gesichert. Doch wer wollte einem Dr. Pegasus sich in den Weg stellen? Alle Aufsichtsbeamten ließen nach kurzen Gesprächen Pegasus durch. Es herrschte eine freundliche, gottesdienstähnliche, zuversichtliche Stimmung. Die Behandlung selbst war eine Sache von wenigen Minuten. Im Grunde nur ein Piekser. Doch wie viel bedeutete dieser Piekser!

Pegasus selbst beschreibt die Gesichter derer, die die Behandlung erfahren hatten, als von innen heraus strahlend, erleichtert, glücklich. Gar manche verfielen in zunächst unverständliche Reden, in Lallen, in das, was man früher wohl als Zungenrede bezeichnet hätte: ein unverständliches, aus verschiedenen unbekannten Sprachen zusammengestelltes Gemisch, dem trotz allem ein geheimer Sinn innezuwohnen schien. Als besonders merkwürdige Ansprache berichtete uns Dr. Pegasus die folgende lateinische kurze Rede, die ein soeben Behandelter von einem umgedrehten Bierkasten herab an diejenigen richtete, die er als Schicksalsgefährten, als Mit-Impflinge mit folgenden Worten ansprach:

Per aspera ad Astra Zeneca! Liebe Impflinge! Per Astra Zeneca ad Senecam. Quem mihi dabis qui aliquod pretium tempori ponat, qui diem aestimet, qui intellegat se cotidie mori? In hoc enim fallimur, quod mortem prospicimus: magna pars eius iam praeterit; quidquid aetatis retro est mors tenet. Fac ergo, mi Lucili, quod facere te scribis, omnes horas complectere; sic fiet ut minus ex crastino pendeas, si hodierno manum inieceris. 

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Dante Freiheit

“Se innanzi tempo Grazia a sé nol chiama” – Tod vor der Zeit, ein Geschenk der Gnade?

“Der Sinn von Politik ist Freiheit. Hannah Arendt.” Meinungsäußerung auf der Roten Insel in Schöneberg, Gustav-Müller-Straße. Aufnahme vom 10.04.2021

“Mit diesem Dante musst du dich gut stellen,
kann er dir doch zu langem Ruhm verhelfen,
sofern ein gnädiges Geschick sein langes
Leben nicht vor der rechten Zeit beendet.”

Guter Ratschlag Vergils an den Riesen Antaios! In der Tat, wir sprechen heute noch über diesen Antaios aus dem 31. Gesang in Dantes Inferno. Ohne Vergils Rat täten wir es nicht. Dass Vergil hier den vorzeitigen Tod (la morte innanzi tempo) als Geschenk der Gnade darstellt, ist eine unerträgliche Provokation des geruhsamen Gewissens, wonach ein möglichst langes Leben das erstrebenswerteste Ziel überhaupt sei. Mehr noch: dass alles staatliche Handeln letztlich darauf abzielen müsse, möglichst vielen Menschen das Erreichen eines möglichst hohen Lebensalters und einen planbaren Tod zu gewährleisten, gilt heute als höchste Maxime der Politik. Dem dienen Inzidenzberechnungen, Ausgangssperren, Stotterbremsen, Notbremsen aller Art. Der Staat wacht von ganz oben herab darüber, dass die einfältigen Bürger nicht wissend-unwissentlich in die Falle eines vorzeitigen Todes tappen.

“Ich trage dafür als Bundeskanzlerin immer die letzte Verantwortung.” Mit diesen Worten hat die Bundeskanzlerin sich am 24.03.2021 eindeutig zu dem überragenden, monarchischen Grundgedanken des quasi göttlich legitimierten Staates, verkörpert in der überragenden Hellsicht und Weitsicht der Herrscherin bekannt. Nicht der einzelne Mensch, nicht die niedrigen Ebenen – also die Stadt, die Region, die Familie – tragen die letzte Verantwortung für Leben und Tod (man nannte dies früher Subsidiarität), ganz zu schweigen von heillos veralteten Instanzen wie “Gnade” oder “Gott”, sondern der staatliche Souverän, und der Träger der Souveränität, das ist nach eigenem Bekunden die Herrscherin. Ein phantastischer Anspruch, wie ihn im Mittelalter die römischen Kaiser immer wieder zu erheben versuchten!

In Dantes realistischer Weltsicht wäre ein derart übersteigerter Anspruch unhaltbar gewesen. Für ihn zählte stets die Verantwortung des Einzelnen vor Gott mehr als der mit staatlicher Macht bewehrte Wille des Herrschers. Die letzte Verantwortung trägt für Dante immer – wer, ja wer? Der einzelne Mensch! Begriffe wie “Gnade”, “Gott”, “Freiheit – das größte Geschenk Gottes an den Menschen” deuten darauf hin. Il maggior dono fu della volontà la libertate.

Der Zeitpunkt des Todes entzog sich der bewussten Kontrolle des einzelnen; er lag völlig außerhalb der Kontrolle des Staates. Der Tod war nicht planbar.

Ich meine: Souverän im Dasein ist der einzelne freie Mensch. Souverän im staatlichen Sinne ist in der Bundesrepublik Deutschland die den Staat tragende Bevölkerung, das freie Volk, vertreten durch die frei gewählten Parlamente. In der parlamentarischen Demokratie, so meine ich, tragen immer die Parlamente die letzte politische Verantwortung. Nicht die Regierung. Nicht der Bundeskanzler.

Hannah Arendt griff diese Hochschätzung der Freiheit auf, wie sie ein Dante, ein Thomas von Aquin, ein Immanuel Kant schon vorformuliert hatten. In schroffem Gegensatz zu den herrscherlichen Ansprüchen der heutigen Politik formulierte sie es so: “Der Sinn der Politik ist Freiheit.”

Zitate: Dante, Commedia, Inferno, canto XXXI, 129; Paradiso, canto V, 19-22. Freie Wiedergabe aus dem Gedächtnis und freie Übersetzungen der Dante-Zitate durch den hier Schreibenden.

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Unverhoffte Begegnung Vorbildlichkeit

Translating Amanda Gorman seems to be an uphill battle…

Amanda Gorman’s inaugural poem ‘The Hill We Climb’ full text (cnbc.com)

Gorman-Gedicht: Deutsche Übersetzung in höchstem Maß missglückt – Buchneuerscheinungen – derStandard.at › Kultur

Hmm, zu dieser Rezension einer möglicherweise missglückten, vielleicht auch nicht missglückten Übersetzung, erschienen in der Zeitung Der Standard am 30. März 2021, kann und will ich nichts sagen. Denn ich habe die Übersetzung nicht gelesen. Vielleicht darf ich aber doch nur dies sagen: Translating Amanda Gorman’s “The Hill We Climb” seems to be an uphill battle from the outset.

Trotzdem, das Gedicht hat mich auf Anhieb beim Hören und später auch beim Lesen tief beeindruckt. Ach was, überwältigt, ach was, hingerissen! Und ich fand und finde die Autorin begnadet, übrigens auch als singende Darstellerin ihrer eigenen Lyrik. Ich dachte unwillkürlich an – König David, den dichtenden König Israels, und an Horaz, den Priester-Dichter, den Seher Roms! Und an Walt Whitman, den großen dichtenden Herold der US-amerikanischen Demokratie! Amanda Gorman! Endlich einmal jemand, der dem Sog der Worte und Bilder noch vertraut! Endlich wieder jemand, der uns zeigen kann, was echte, lebendige Dichtung vermag! Amanda Gorman, endlich ein Dichter, der sich den Bildern aus uralten Quellen – ob nun der Bibel, der paganen Antike, der Renaissance, der Moderne – anvertraut, der dem Klang der Sprache, dem mystischen Bann der Wörter nachlauscht. Groß! Wir bräuchten mehr solche Dichter wie Amanda Gormann – auch bei uns in Europa! Was hindert uns eigentlich daran? SIE hat sich NICHT hindern lassen!

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Dante

Ein unerschrockener Leser Dantes hat seine liebe Not mit blinder Danteverehrung

Ha! Arno Widmann, endlich jemand, der sich jahrzehntelang mit Dante auseinandergesetzt hat, jemand, der sich nicht durch blinde Danteverehrung ins Bockshorn jagen lässt! So möchte ich meinen. Lebhafteste Aufmerksamkeit fand erfreulicherweise in Italien der folgende, am 25.03.2021 in der Frankfurter Rundschau veröffentlichte Zeitungsartikel Widmanns:

Dante: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen | Literatur (fr.de)

Ich muss sagen, mich freut jeder Streit um Dante, il mio compagno di vita di lunga data!, – vorausgesetzt, die Streitenden nehmen einander zur Kenntnis, lesen einander in Redlichkeit. Vorausgesetzt ferner, sie lesen Dante, versuchen diesen unerschöpflichen Kosmos immer neu zu erkunden, zu hören, zu sehen und zu spüren. Alle diese Voraussetzungen liegen, so scheint mir, bei Arno Widmann geradezu mustergültig, bei seinen lautstarken Kritikern nur sehr eingeschränkt vor. Manche meinen, der große oder allergrößte Italiener aller Zeiten sei verunglimpft worden. Sie fühlen sich gar in ihrer nationalen Ehre durch Deutschland angegriffen und beleidigt.

Arno Widmann: «Non attacco Dante, era un grande. Salvini e gli altri? Così non difendono l’Italia»- Corriere.it

Was geht hier eigentlich ab? Werfen wir doch einen unvoreingenommenen Blick in die politische Lage nicht des heutigen Italien, sondern Italiens zur Zeit Dantes! Dino Compagni (geb. vor 1260-1324), der mutige Zeitgenosse Dantes, charakterisiert seine Mitbürgerinnen und Mitbürger zu Beginn des 2. Buches seiner zeitgeschichtlichen “Cronica” mit folgenden Worten: “Malvagi cittadini pieni di scandoli, distendete le vostre malizie. Palesate le vostre inique volontà e i pessimi proponimenti.” Auf Deutsch: “Böswillige Bürger voller skandalisierter Empörungswellen, breitet ihr eure Boshaftigkeiten aus, legt ihr eure ruchlosen Absichten und niederträchtigen Vorsätze offen dar.”

Die von Compagni gegeißelte abgrundtiefe Zerstrittenheit der italienischen Städte, Stadtrepubliken, Herrschaftsgebilde aller Art war legendär. Dante beklagt sie ebenfalls auf Schritt und Tritt, er zahlte selber einen hohen Preis dafür.

Denn seine Mitbürger verurteilten ihn zu Verbannung und drohten ihm mit Hinrichtung. In vielen Versen Dantes spüre ich seine abgründige Verbitterung, seine Trauer, ja und auch momentweise einen aufflammenden echten Hass auf so manche seiner lieben Mitbürger und lieben Landsleute heraus.

Ich für mein Teil lese Arno Widmanns Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 25.03.2021 als Beispiel einer Philologia controversistica, “Kontroversphilologie”, als Probstück einer auf Einspruch ausgelegten, scharfsinnigen Erzählung persönlicher Erfahrungen, fleißig gesammelter Lesefrüchte und eigener Meinungen. Man merkt, Widmann hat sich jahrzehntelang mit Dante auseinandergesetzt, er kennt “seinen” Dante besser als so mancher empörungsbereite Politiker und Journalist nördlich und südlich der Alpen.

Roberto Saviano (geb. 1979) wiederum ist ein mutiger italienischer Europäer, unser Zeitgenosse. Dante war auch ein mutiger italienischer Europäer, in gewisser Weise ebenfalls immer noch unser Zeit-Genosse.

Und Saviano lässt darin Widmann Gerechtigkeit widerfahren, dass er einfach mal den Artikel Widmanns vollständig liest und ihn, seinen Zeitgenossen, persönlich befragt – ein Grundgebot der Redlichkeit.

Savianos Vorgehen ist vorbildlich. Andere sollten ihm folgen.

Zitatnachweis:
Dino Compagni: Cronica delle cose occorrenti ai tempi suoi. Libro secondo. Proemio. Zitiert nach: Raffaele Spongano: Antologia della letteratura italiana. Volume primo: Dalle origini alla fine del Quattrocento. Casa editrice Giuseppe Principato. Milano – Messina 1940, Seite 115-135, hier Seite 121

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Seuchen

Langfristigkeit, Einheitlichkeit, Berechenbarkeit. Eine neuartige Pandemiestrategie

“Wie komm ich da raus?” Bild aus der Galerie “Im Tälchenweg”, Berlin-Schöneberg, Aufnahme vom 18.03.2021

In Beruf, im Privatleben, in Kunst und Sport ist uns heute kaum eine eigene Planung möglich. Das mindert das Gefühl, Herr unserer selbst zu sein. Gäbe es aber klare Leitplanken, dann könnte in der Tat alles besser werden. Der folgende Gastbeitrag von Tobias Hampel scheint uns in diese Richtung zu deuten. Wir stellen ihn hier mit freundlicher Erlaubnis des Verfassers zur Diskussion. Tobias Hampel ist Diplom-Psychologe und arbeitet als psychologischer Psychotherapeut in Bayern.

Da die Politik und die Verbände bisher keine übersichtlichen Komplett-Strategien vorlegen, stelle ich Ihnen in aller Kürze eine “Komplette Log-Lock-Lock-Lock-Pandemie-Strategie” vor, die wirklich weiterhelfen könnte, und bitte Sie um Überdenken und um Weiterleitung, ggf. modifiziert an die Politik. Diese Strategie bildete den Kern einer künftigen Pandemie-Eindämmung, um den herum dann auch noch die Behandlungen, Impfungen, Testungen, Medikamentenentwicklungen, Kontaktverfolgungen usw. stattfinden, auf die ich hier erst einmal nicht näher eingehe. Wir müssen handeln, als ob es keine Impfungen gäbe, denn was wir bei Impfungen gewinnen, verlieren wir durch Leichtsinn.

Kernstück ist ein einziger Plan, der alle denkbaren Inzidenzen und Inzidenzkonstellationen auch bei regionalen Unterschieden mit konkreten Maßnahmen transparent und vor allem motivierend verknüpft. Der Plan gilt etwa ein halbes Jahr und wird nur noch bei sehr dringendem Bedarf geändert.

Ziel ist es, die Inzidenz auf 0 zu drücken, so wie die Feuerwehr ein Feuer natürlich ganz löschen sollte. Liegt die Inzidenz noch über 1, muß nachgeholfen werden. Nehmen es die beteiligten Durchreisenden, Bürger*innen und Staatsbeamten zu lax, die Inzidenz steigt weiter, muß immer mehr nachgeholfen werden, ab jeder Verdoppelung der Inzidenz mit zusätzlichen Maßnahmen (10 Schwellen zwischen 1 und 1024). Jeder weiß aber im Vorhinein, wie das geht, oder kann es zumindest wissen. Nicht nur eine einzige definierte “Notbremse” bei 100, sondern neue Bremsen an jeder Schwelle.

Wofür steht “Log-Lock-Lock-Lock”?

Das erste “Log” steht für logarithmische Schwellenwerte:  Pandemien wachsen und schrumpfen in logarithmischen (oder exponentiellen) Maßstäben, also z.B. eine Verdoppelung alle drei Wochen. Es werden daher Schwellenwerte der Inzidenzen in (annähernd) logarithmischen Abständen festgelegt: Künftig gilt eine Reihe von Schwellenwerten wie z.B. 1024, 512, 256, 128, 64, 32, 16, 8, 4, 2, 1. Oder auch 1000, 500, 250, 100, 50, 25, 10, 5, 2, 1. Oder auch 1000, 300, 100, 30, 10, 3. Egal welche Reihe, aber festlegen! Die Festlegungen müßten kompetent ausgearbeitet werden, aber nicht jede Woche wieder neu.

Die nächsten “Lock-Lock”-Bausteine stehen für Lockerung oder Lock-Down. Für jeden Schwellenwert wird von den Entscheidungsträgern festgelegt, welche Lockerungen (bei Absinken der Inzidenz) oder Lock-Downs (bei Ansteigen der Inzidenz über den jeweiligen Schwellenwert) stattfinden werden. Wenn man das einmal festlegt, kann man mehr als drei Viertel aller Konferenzen und mehr als drei Viertel aller Kommunikationsprobleme sich und anderen ersparen. Man stellt unmißverständlich klar: Bei Überschreiten eines Schwellenwertes in der unerwünschten Richtung wird geschlossen (Lock-Down), bei Unterschreiten wird geöffnet  (Lock-erung). Gleichzeitig wäre festzulegen, ab welcher Dauer einer Über- oder Unterschreitung eines Schwellenwertes eine Intervention, z.B. nach drei Tagen in Folge oder mehr als vier von sieben Tagen, stattfindet. Ein wenig komplizierter ist die Frage, wie man mit Inzidenzunterschieden zwischen verschiedenen Gebieten umgeht, aber auch das könnte man für alle verbindlich mit Gültigkeit ein halbes Jahr lang festlegen.

Das letzte “Lock” steht für Locken oder Lockangebot. Man mache sich klar, dass beim Besiegen der Pandemie eine (in Teilgebieten wie Reisen, Home-office, internationale Arbeitsteilung auch neu zu bestimmende) Normalität lockt. Es ist für fast jede(n) gut, wenn die Pandemie endet. Wirtschaft und Lebensschutz und kulturelle Bedürfnisse stehen nicht gegeneinander, sondern miteinander. Für alles muss die Pandemie-Inzidenz unter 3 gedrückt werden. Also zusammen helfen! Dann wären viel mehr Leute, sogar in Sachsen und Berchtesgaden motiviert, ihre sinnlose “Corona-Müdigkeit” zu überwinden, wenn sie wüßten, “die Hotels und Gaststätten machen bei unter 25 wieder auf”. Dann würde sogar die Dehoga mithelfen, statt immer lauter zu jammern.

Hier nur ein mögliches Beispiel, wie man mit Lockerungen locken könnte.

Unter 1024: Der grenzüberschreitende LKW-Verkehr ist wieder erlaubt (und weitere 10 – 20 Festlegungen verordnen)

Unter 512: Arztbesuche sind uneingeschränkt möglich (und weitere 10 -20 Festlegungen)

Unter 256: Nächtlicher Ausgang im eigenen Landkreis uneingeschränkt möglich (und weitere 10 -20 Festlegungen)

Unter 128: Nächtlicher Ausgang in allen Nachbarlandkreisen unter 128 uneingeschränkt möglich, (und weitere 10 -20 Festlegungen)

Unter 64: Friseure dürfen mit bestimmten Hygienekonzept öffnen, (und weitere 10 -20 Festlegungen)

Unter 32: Kindergärten dürfen mit bestimmten Hygienekonzept für alle öffnen (und weitere 10 -20 Festlegungen)

Unter 16: Mannschaftssport in Vereinen wird wieder zugelassen, alle Läden öffnen (und weitere 10 -20 Festlegungen)

Unter 8: Alle Veranstaltungen unter 500 Personen sind wieder erlaubt (und weitere 10 -20 Festlegungen)

Unter 4: Alle Veranstaltungen sind wieder erlaubt (und weitere 10 -20 Festlegungen)

Unter 2: Es gibt keinerlei Beschränkungen mehr.

Insgesamt würde eine (Excel-fähige) Tabelle aus Inzidenzen (Zeilen), Inzidenzkonstellationen, also Unterschiede in den Gebietskörperschaften (weitere Zeilen) und handelnden Entscheidungsträgern (Spalten) entstehen: Für jede Zelle dieser Matrixtabelle ist – ein halbes Jahr lang – für alle einsehbar festgelegt, was passiert.

Tobias Hampel

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Faulheit Seuchen

Soll man der Bundesregierung zu Willen sein und faul auf der Couch herumliegen?

Wie nicht übertragbare Krankheiten den Covid-Verlauf beeinflussen – Wissen – SZ.de (sueddeutsche.de)

Sehr guter Beitrag von Berit Uhlmann heute in der Süddeutschen Zeitung! Lesenswert! Sie greift die Grundeinsichten auf, die wir in diesem Blog bereits am 17.11.2020 mit folgenden Worten ausgedrückt hatten (sorry für das folgende längliche Selbstzitat, bin halt faul wie ein Waschbär gemäß dem Propagandaspot der Bundesregierung vom November 2020, schreibe deshalb dieses eine Mal bei mir selber ab):

Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Übergewicht. Diese drei Symptomkreise sollten wir, so meine ich und schlage es hiermit vor, als “nichtinfektiöse Pandemien in Wohlstandsgesellschaften” bezeichnen.

Diabetes, Übergewichtigkeit, Bluthochdruck, hohes Lebensalter über 70. Das sind weltweit die entscheidenden Risikofaktoren für gefährliche Verläufe von COVID-19.

Am Fortschreiten des Lebensalters kann man zwar nichts ändern, sehr wohl aber kann man etwas gegen die drei anderen wichtigen Risikofaktoren tun: das Auftreten von Diabetes 2, Bluthochdruck und Übergewicht. Und zwar durch Umstellung der Ernährung und der Lebensweise. Diese vier vorbeugenden Maßnahmen lassen sich sofort umsetzen:

Jeden Tag reichlich Bewegung in frischer Luft bei jedem Wetter!
Gesunde, selbst zubereitete, leckere, frische Speisen in Maßen und mit Genuss essen!
Zahl der Mahlzeiten beschränken!
Keine oder wenige Süßigkeiten, wenig Zucker, wenig oder kein verarbeitetes Fleisch essen!

Epidemiologisch gesehen, und das heißt natürlich statistisch gesehen, spricht alles dafür, dass seuchenbekämpfende Maßnahmen sich zielgenauer auf die vier genannten Risikofaktoren konzentrieren und beschränken sollten. Erneute flächendeckende Stilllegungen des öffentlichen Lebens, weitere tiefe, grundrechtsverletzende Eingriffe in das Privatleben sind meines Erachtens nicht nötig.

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Freiheit Staatlichkeit

Freiheit oder Sicherheit?

“Im Zweifel für die Freiheit”, “das Wichtigste neben dem Frieden ist die Freiheit”, diese beiden für Willy Brandt gut bezeugten Wertaussagen können möglicherweise etwas Licht in die verworrene gegenwärtige Lage werfen. Denn selbstverständlich sind andere Wertsetzungen denkbar.

Nehmen wir etwa die gegenwärtige Pandemie! Die tiefgreifenden Eingriffe in die Freiheitsrechte der Bürger, so etwa in das Recht der Freizügigkeit im gesamten Gebiet der EU, die Freiheit der Berufsausübung, die Freiheit der Versammlung, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit durch Bildung, Sport, Kultur werden regelmäßig mit einem anderen Schutzgut gerechtfertigt, nämlich mit dem Schutz der Allgemeinheit und des einzelnen vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko. Covid 19 bedroht zweifellos Gesundheit und Wohlergehen der Infizierten, es bedroht möglicherweise die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Die freiheitsbeschränkenden Maßnahmen dienen also einer erhöhten Sicherheit des Einzelnen und der Gesellschaft vor einer erhöhten Gemeingefahr, vergleichbar der Gefahr durch Überschwemmungen, bewaffnete Angriffe von außen, der Gefahr durch Naturkatastrophen und ähnliches mehr.

Die staatlichen Maßnahmen werden mit dem Versprechen abgegeben, die Sicherheit der Allgemeinheit vor einer Gemeingefahr zu erhöhen. Freilich ist dieses Versprechen nur relativ zu sehen, denn niemand kann ernsthaft die absolute Sicherheit vor jeder Infektion oder vor jeder schweren Erkrankung versprechen. Der Gewinn an relativer Sicherheit ist also ins Verhältnis zu setzen zu dem relativen Verlust an Freiheit. Und hier tritt nun eine Abwägung auf den Plan: Sollte man im Zweifel für weniger Freiheit oder für weniger Sicherheit eintreten? Sollte man die Bürger eher das individuelle Risiko einer Erkrankung auf sich nehmen lassen und es mehr ihrer Verantwortung überlassen, diesem Risiko ins Auge zu sehen oder ihm auszuweichen? Oder sollte der vorsorgende, behütende, schützende Staat sich selbst mehr Verantwortung zuordnen als dies bisher der Fall war?

Ich meine, dass hier unversehens eine nur teilweise bewusste, jedenfalls aber erklärungsbedürftige Entscheidung getroffen wird. Entweder im Sinne eines Willy Brandt, der die Entscheidung “im Zweifel für die Freiheit” verlangte, oder im Sinne eines Thomas Hobbes, der dem Staat, diesem “wohlwollenden Leviathan” die fundamentale, nicht durch individuelle Freiheitsrechte beschränkte Aufgabe des Schutzes vor Gemeingefahr zuschrieb.

Freiheit oder Sicherheit? Ein Mehr an Freiheit führt zu einem höheren Gefährdungspotenzial. Ein Mehr an Sicherheit wird wiederum um den Preis einer Einschränkung der Freiheit erkauft. Beide Pole, Freiheit wie Sicherheit, sind dabei nicht absolut zu setzen. Aber wir sollten uns darüber im klaren sein, dass jede Freiheitsbeschränkung auch zu einer größeren Abhängigkeit der freien Bürger von dem freiheitsbeschränkenden Staat führt.

Denn wenn der Staat höhere Schutzgarantien für die Sicherheit ausspricht, begibt er sich auch in die Haftung, den entsprechenden Verlust an Freiheitsräumen für die Bürger materiell auszugleichen und schlimmstenfalls bei nicht eingelöstem Sicherheitsversprechen das Wohlwollen der Bürger durch unterschiedliche Gratifikationen oder Wohltaten zu erkaufen.

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Eigene Gedichte

“Beruhigt euch. Wir sorgen für euch.” Botschaft des Staates an seine neuen Siedler

Die Siedler

Hier ist es also. Hier sollen wir leben.
Die Blätter, der Regen im fahrenden Zug,
die Lichter. Niemand erwartet uns. Niemand
hat uns verabschiedet. Der Zeiger rückt vor.

Was heißt schon weggehen. Was heißt ankommen.
Die Sprache war dort eine andere. Die Sprache
ist hier eine andere. Falle, fiel, gefallen.
Die Falle, die Klappe, die Pillen in der Lade.

Beruhigt euch. Die Vorräte im Wasserturm sind gewaltig.
Wir sorgen für euch. Füllt Formulare aus, kauft
Fische in Dosen und Salz, unterschreibt Verträge.
Wartet. Ihr bekommt bescheid, bald. Denkt an morgen.

Geht dorthin. Bildet Schlangen. Kriechen, kroch, gekrochen.
Geht langsam vorwärts. Denkt an die Blindschleiche.
Die Zeigerarten: die Flechten, die Moose, die Farne.
Sucht euch Nischen. Richtet euch ein.

So aber, wenn der Abend kommt, fließen die Bäche
rückwärts, schimmern die Weiden hellgrau, rattern
Traktoren über riesige Felder. Rücken der Erde.
Lupinen am Wegrand, stürzende Habicht. Der Zeiger steht,
die Kinder müssen ins Bett. Die Geschichten kommen
von selbst, die Zunge klebt am Gaumen.
Wann sie löst sich

Geschrieben in Mannheim, August 1990, wieder aufgefunden in Schöneberg, Februar 2021

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Dante Gemeinschaft im Wort Russisches Ukraine Was ist europäisch?

Hält letztlich nur noch das Gas den Kontinent zusammen?

Nicht Russland, sondern ein Blick in den Cheruskerpark, 8. Februar 2021

Mitunter wird ja behauptet, Gas und Geld seien doch immerhin noch fast die letzte verbleibende Brücke, die Russland, das größte Land Europas, mit den anderen Ländern Europas verbände. Da man sich auf anderen Ebenen nicht verstehe, müsse eben das durch neue Röhren fließende Gas herhalten, um eine gewisse Verbundenheit zwischen Russland und den anderen Ländern Europas zu bewahren. Ein bedeutender Vertreter unseres Landes wird soeben in der FAZ mit der Aussage zitiert, dass “die Energiebeziehungen fast die letzte verbliebene Brücke zwischen Russland und Europa seien”.

Ist das so? Hat er das so gesagt? Das kann und mag ich nicht glauben! Hier muss ein Fehler der FAZ vorliegen. Steht und fällt wirklich alles mit dem Gas (oder mit dem Geld)? Nun, bei allem Respekt vor deutschen Politikern, ich stimme jener Aussage nicht zu. Ich meine, es gibt neben dem Gas auch noch anderes, was uns verbinden könnte. Es gibt z.B. -… hmmm, Menschen, menschliche Beziehungen. Mehr als 600.000 russische Staatsbürger leben, studieren, arbeiten, lernen alleine in denjenigen europäischen Ländern, die der EU angehören, davon weit mehr als 200.000 im bevölkerungsstärksten Land der EU, in Deutschland. Die sind nicht nichts. Die sind eine lebende, eine quicklebendige Brücke. Viele Deutsche haben darüber hinaus Angehörige, Freunde, Verwandte in Russland, auch der hier Schreibende.

Als zweitwichtigste Brücke – nach den Menschen – sei hier die Kultur genannt. Die europäische Kultur – stellvertretend seien hier die Werke von Michelangelo, Puschkin, Gogol, Dante, Bach, Shakespeare, Fanny Hensel, Cervantes, Petrarca, Homer, Dostojewski, Immanuel Kant genannt, wird überall in den europäischen Ländern – natürlich auch in der Ukraine, in Belgien, auch in Russland, zum Teil sogar auch noch in Deutschland gepflegt, gehegt, weitergegeben.

Zu den erhebenden Erfahrungen im Jahr 2021 gehört es sicherlich, Dante, in meinen Augen den bedeutendsten europäischen Dichter dieser weltgeschichtlichen Stunde, in den unterschiedlichsten europäischen und nicht-europäischen Sprachen zu hören, darunter auch auf Ukrainisch und auf Russisch.

Man klicke auf die untenstehenden Links, und gleich fließt wie belebende, erquickende Luft der unversiegliche Verse-Strom der Göttlichen Komödie durch das Netz, als hätte man ein Ventil geöffnet.

Und das wird auch so bleiben. Die Menschen werden weiter die gleiche Luft atmen, die europäische Kultur, die europäischen, ineinander übersetzbaren Sprachen werden auch weiterhin als Brücke zwischen Menschen, Staaten und deren Politikern dienen. Kultur, das lebendige, in Freiheit gesprochene Wort wird weiterhin unzerstörbare Brücken bauen.

Gas her, Gas hin.

Höre Dante auf Ukrainisch:
Dalla selva oscura al Paradiso – From the dark wood to Paradise – UK – Данте – Божественна комедія (google.com)

Höre Dante auf Russisch:

Dalla selva oscura al Paradiso – From the dark wood to Paradise – RU – Dante – Божественная комедия (google.com)