Eine Grundschule für alle, die Grundschule der kurzen Wege, die erfolgreiche Grundschule, – so stellte sich in der Rücksschau für mich die bayerische Grundschule dar. Wie schaut es demgegenüber in Kreuzberg, wie schaut es demgegenüber in Berlin aus? Ich reihe aneinander:
Wir haben in Berlin ein hochgradig zersplittertes Grundschulwesen. Es herrscht deshalb gerade in Kreuzberg und auch in Berlin die Grundschule der langen Wege. Jeden Morgen beobachte und erleide ich den umfangreichen Fuhrzirkus. Viele Kinder werden mit dem Auto durch die Stadt kutschiert. Die Elterntaxis parken uns mit großer Verlässlichkeit den Radstreifen zu und schneiden uns gerne den Weg ab. Kreuzberg muss ein sehr reicher Stadtteil sein, deshalb können viele Eltern die Kinder mit dem Auto bringen.
Die Berliner Grundschule schafft es nicht, Hochdeutsch durchzusetzen. Mehr als die Hälfte der Kreuzberger Schüler verlassen die Schulen, ohne genügend Hochdeutsch zu können, um eine Berufsausbildung zu beginnen. An mangelnden Sprachkenntnissen scheitert häufig der Unterricht in den einzelnen Fächern der weiterführenden Schulen.
Jetzt wird überflüssigerweise über eine Grundwortschatzliste von 700 Wörtern diskutiert, die die Schüler in den Grundschulen erlernen sollen. Dabei beherrscht ein normal entwickeltes Kind im Alter von 5 Jahren bereits etwa 4000 Wörter.
Das Berliner Grundschulwesen führt immer stärker zu ethnischer und religiöser Segregation der Schüler. Es wird unter den Eltern ganz offen von „Araberschulen“, „Türkenschulen“, „Russenschulen“ usw. gesprochen. Die Türken wollen nicht auf Araberschulen gehen, die Deutschen nicht auf Türkenschulen usw. usw. Christliche Privatschulen sind der Renner, mit ihren Vormerkungen könnten sie Radstreifen zupflastern! Alle staatlichen Grundschulen in den West-Berliner Innenstadtbezirken haben sich auf die – allerdings nur vermutete – muslimische Schülermehrheit ein- und umgestellt.
Die Schüler aus den Familien der Flüchtlinge und der Zugewanderten bleiben unter sich. Es entsteht nur schwer ein gemeinsames Heimatgefühl.
Es fehlt an männlichen Grundschullehrern.
Es wird fast nicht mehr in deutscher Sprache gesungen.
Der Unterricht verläuft nicht nach festen Ritualen, sondern wird von Tag zu Tag jeweils neu geplant oder auch nicht geplant. Es gibt viele Schwierigkeiten im Bereich Disziplin, Pünktlichkeit und Anstand.
Kurzum: Die Berliner Schullandschaft zeichnet sich durch hochgradige Zersplitterung, durch eine bürokratische Aufspaltung der Schülerpopulationen und durch eine vergleichsweise geringe Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems Schule aus.
Für die Eltern ist es fast eine unlösbare Aufgabe, die „richtige Schule für mein Kind“ zu finden. Viele sind der Verzweiflung nahe. Insgesamt scheint mir die Einstellung vorzuherrschen: „Nur die beste Schule für mein Kind.“


Eine „deutlich verstärkte Nutzung der Pedelecs gerade durch ältere Bürger“ erwartet sich – auf zarten Hinweis des Ortsvereins Kreuzberg-West – die Berliner CDU in ihrem 
Etwa 1980 scheint mir eine Grenzlinie zu sein, die in der heutigen Pädagogik die Genze zwischen gut und böse darstellt. Ein Blick in Schulbücher bestätigt mir das immer wieder. Das gesamte kulturelle Erbe, das vor 1980 entstanden ist, steht unter Verdacht. Warum? Nun, ganz einfach: Die Menschen wussten ganz offenbar vor 1980 noch nicht, was böse und gut ist! Etwa ab 1980 zogen Wahrheit und Weisheit in die Welt ein, und zwar über die deutschen Universitäten und Proseminare.


