
Heute Abend stimme ich mich auf eine musikalisch-lyrische Feier ein – die stattfinden wird ausgerechnet am 277. Geburtstag von Goethe – also morgen!
Das Motto lautet: Töne Goethe, feiere in Lebensfluten
Wir erleben einen Tag der hochgemuten Ausfahrt und eine tiefschwarze Grabesnacht, nehmen teil an Leidenschaften, Einsamkeit, an Freuden, am Staunen, an Geheimnissen, an der Liebe – ein großes Ja!
All das in Gedichten und Liedern, umflochten von Goethe-Vertonungen durch Carl Friedrich Zelter, Franz Schubert und Fanny Hensel.
Als musikalisches Programm haben wir folgende Auswahl an Goethe-Gedichten getroffen:
Zelter: An den Mond („Füllest wieder…“); König in Thule
Schubert: Jägers Abendlied („Im Felde schleich ich…“); Meeres Stille; An Schwager Kronos
Hensel: Harfners Lied („Wer sich der Einsamkeit ergibt“); „Dämmrung senkte sich von oben“
Dazu fügen wir immer auch hinführende Erklärungen, sowie vorab den tönenden Vortrag aller Gedichte noch ohne Musik (um das Verständnis der teilweise sehr merkwürdig-abenteuerlichen Texte zu sichern!).
Kuchen und Sekt wird ausgeschenkt und gereicht, zum Zeichen der Lebensfreude.
Das Ganze ist „historisch informierte Aufführungspraxis“; denn das „deutsche Kunstlied“, wie wir es heute kennen, ward ungefähr in den Jahren 1790-1840 so im Salon – nicht im Konzertsaal! – geboren. Und wir hoffen einer solchen Wiedergeburt beizuwohnen
28. August 2026, 19.00 Uhr: Salon Feurig: Töne Goethe, feiere in Lebensfluten! Gedichte von Goethe. Lieder von Carl Friedrich Zelter, Franz Schubert und Fanny Hensel. Rezitation und Gesang: Johannes Hampel. Am Flügel: Uwe Streibel. Feurigstr. 68, 10827 Berlin. Eintritt frei für alle bis 18 Jahren. Karten für Erwachsene zu € 10.- über Eventim https://www.eventim.
Bild: Zu Füßen der Ellbachtanne im Schwarzwald, hin und herwandernd zwischen dem Guten und dem Bösen Ellbach: sehr klein der Mensch, am 12. August 2026! Diese Weißtanne wurde vor 7 Jahren auf 270 Jahre geschätzt. Sie überlebte als einziger Baum weit und breit zu Weihnachten 1999 den verheerenden Orkan „Lothar“. Sie dürfte also genau so alt sein, wie Goethe heuer wäre. Sie war vor 7 Jahren 45 m hoch, ihr Umfang maß vor 7 Jahren 4,35m.