Blogger-Jugend braucht Vorbilder – z.B. Stefan Niggemeier

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Dez. 132007
 

Wie die gedruckte FAZ heute berichtet, wurde der Journalist und Blogger Stefan Niggemeier von der Branchenzeitschrift Medium Magazin zum Journalisten des Jahres gewählt. Schön, ich gratuliere! Mir gefällt seine Hartnäckigkeit, die er in seinem Blog immer wieder unter Beweis stellt. Werde mir seinen Blog noch mal genauer anschauen. Was mir auffällt, ist, dass seine eigenen Einträge recht lang sind. So lange Beiträge traue ich mich noch nicht zu schreiben. Lest ihr so lange Einträge in den Blogs?

Die spätabends erscheinenden Moderatorinnen in den von ihm so angriffslustig bezichtigten TV-Gewinnspielen finde ich aber gar nicht so schlecht anzusehen. Bisweilen echt lecker! Leider werden ihre nackten Beine mitunter durch störende Einblendungen überdeckt, wie auch Ira vorgestern recht pampig anmerkte. Wir suchten übrigens rund um 23 Uhr einfach nur irgendwelche biederen Fernseh-Nachrichten zum Hausgebrauch, aber es gab nur genüsslich ausgewalzten Smalltalk über Tod, unheilbare Krankheit und Steuererhöhungen, daneben einige amerikanische Serien und eben – bestes gleisnerisches Call-in-TV. Mundus vult decipi – ergo decipiatur. Reiches Deutschland!

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Jetzt meine ich jedenfalls zu wissen, was ein Blog ist – ein Akronym, nehme ich an, noch mal für was?

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Nov. 232007
 

So fragt ein Leser aus Lichterfelde. „Blog“ – dieses Wort stammt vom englischen blog ab – eine Zusammenziehung aus web log. Also eine Art Tagebuch, das im Web geführt wird. Vergleichbar dem Logbuch eines Schiffskapitäns. Auszusprechen nicht wie deutsch Block, sondern mit langem offenem – o – und weichem abschließendem g. Bitte keine Auslautverhärtung, das klänge unschön!

Zur Genusfrage – der oder das Blog? – wurde über Jahre hinweg eine erbitterte, teilweise ideologisch verhärtete Debatte geführt, die in manchem an die Frage erinnerte, ob man Eier köpfen oder behutsam aufklopfen muss. Die selbsternannten echten, frühen Blogger bevorzugten das Blog, die tumbe träge Masse sagte der Blog – gemäß jenen unergründlichen Analogiegesetzen, nach denen Sprachen ihre Regelungen treffen. Ich erinnere mich an das Argument eines bekannten Sprachwissenschaftlers, der behauptete, im Deutschen sei jedes aus anderen Sprachen entlehnte Substantiv durch unverrückbare Regeln eindeutig genusbestimmt. Hierüber entspann sich in den 90er Jahren ein Streit über das Für und Wider einer Grammatik, die mit Tiefenstrukturen arbeitet.

Ich habe mich in diesem Punkte nicht eindeutig festgelegt, sondern eine, wie ich meine, das Für und Wider abwägende Stellungnahme samt statistischer Auswertung der Suchmaschine Google in einem Politiker-Blog hinterlegt.

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Offene Plattformen schaffen!

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Nov. 062007
 

Google macht es vor: die neue offene Software-Plattform „Android“ wird ein Betriebssystem, eine Handy-Oberfläche und Anwendungen enthalten. Sie wird allen Entwicklern offenstehen. Das heißt: Neue Inhalte, neue Teilnehmer, neue Modelle treten in einen sich beständig erneuernden Verbund ein. Dies ist das Gegenteil von geschlossenen Systemen.

Genau so etwas brauchen wir auch für die Politik! Die Parteiprogramme der nächsten Generation werden schlanke, offene Plattformen sein. Es wird darin kaum noch in Stein gemeißelte Festlegungen geben, sondern Werkzeuge, Angebote, Einstiegshilfen. Es wird ihnen kein Weltbild mehr zugrundeliegen, sondern eine zur Welt hin offene Grundhaltung.

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