Fahrradstadt Wolfsburg

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Juni 262009
 

26062009002.jpg Am 02.01.2008 berichteten wir in diesem Blog über eine vorbildliche Initiative des Landstädtchens Dießen am Ammersee: Dort können Radfahrende ihr Velo vor Wind, Wetter und bösen Händen geschützt in einem Fahrrad-Parkhaus einstellen und dann in den Zug umsteigen.

Etwas ähnliches scheint es hier am ach so neuen, modernen Berliner Hauptbahnhof noch nicht zu geben. Heute schloss ich mein Fahrrad dort schlecht und recht an einem Laternenpfahl am Taxistand ab und stieg in den Zug nach Wolfsburg, wohin mich berufliche Pflichten führten. Angeblich eine Autostadt. Doch was sehe ich da? Schaut selbst:

26062009.jpg

Richtig – ein Parkhaus für Fahrräder! Das ist toll, Wolfsburg erkennt die Zeichen der Zeit. Die umweltfreundliche Bahn und das menschenfreundliche Fahrrad finden zu einem innigen Verbund zusammen. Intermodal nennt man das ja neuerdings. Ich würde sagen: Dieses verkehrsmittelübergreifende Zusammenspiel mehrerer menschenfreundlicher Verkehrsträger weist den Weg in eine bessere, die menschengerechte Stadt. Bravo Wolfsburg! Du hast es besser!

Das kann Berlin doch auch, oder? Wir müssen uns ranhalten! Das richtige Abstellen und das frohe Wiedersehen mit dem am Bahnhof abgestellten Fahrrad ist ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen städtischen Verkehrskonzepts. Wiedersehen macht Freude!

Herrlich war dann das Zurückradeln heute abend vom Hauptbahnhof: am Kanzleramt vorbei, einen Blick auf den Reichstag werfend, in den üppig-grünen Tiergarten an Standbildern Mozarts, Beethovens und Haydns vorbei, heim zu meinen Lieben.  Da summt mir das Herz!

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Utopia concreta: la bicicletta

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Juni 252009
 

Gute, fruchtbare Sitzung des ADFC-Bezirksrates gestern abend! Ich erhalte am Rande der Sitzung ein Buch überreicht: „Wir haben Erfolg! 30 muslimische Frauen in Deutschland. Vorwort von Seyran Ates.“ Fackelträger Verlag, Köln 2008. Autorin Kerstin E. Finkelstein überreicht mir das Buch persönlich. Ich bin begeistert, verspreche gleich eine gute Rezension, ohne das Buch gelesen zu haben! Bin ich unehrlich? Nein! Der Gedanke, dass man Erfolgsgeschichten erzählen muss, überzeugt mich auf Anhieb! Möge dieser Gedanke die heute stattfindende Islamkonferenz des Bundesinnenministers beflügeln! Heute habe ich das Buch schon gelesen. Es ist wirklich gut! Ich habe mich nicht getäuscht!

Herrlicher Hymnus auf das Fahrrad im aktuellen italienischen Wochenmagazin L’espresso! Ivan Illich hatte bereits 1973 ein „Lob des Fahrrads“ verfasst.  Der Espresso zitiert daraus: „Um 40.000 Menschen in einer Stunde über eine Brücke zu bringen, braucht man 12 Fahrspuren für PKW, aber nur zwei, wenn die Leute mit dem Fahrrad fahren!“ Na bitte!

Sogar der ehemalige Ministerpräsident und frühere EU-Kommissionspräsident Romano Prodi ist ein begeisterter Radfahrer. Er berichtet brühwarm aus seinen Erfahrungen in Bologna: So wird er angeredet. „Hau ab, du Arschloch!“ hört er immer wieder, wenn er zur Uni radelt. „Die beziehen sich nicht auf den Politiker Prodi, denn von hinten können sie mich nicht erkennen. Wenn mich ein Bus mit 36 cm Abstand überholt, kann man nicht glücklich sein. “

„Il ciclismo offre una dimensione concreta al sogno di un mondo migliore.“  Sagt Marc Augé. Das heißt auf gut Deutsch: „Das Radfahren eröffnet dem Traum einer besseren Welt eine konkrete Dimension.“ Schön!

Quelle: Gigi Riva: Utopia su due ruote. L’espresso. N. 24, 18 giugno 2009, pagina 96-99.

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Juni 242009
 

Eine schlimme Nachricht erreicht mich heute über den Tagesspiegel: Eine Radfahrerin wurde von einem abbiegenden LKW erfasst und getötet. Dies ist schrecklich und stimmt mich traurig. R.I.P.

Radfahrerin bei Unfall getötet

Eine Radfahrerin ist bei einem Verkehrsunfall in Prenzlauer Berg getötet worden. Ein Lkw-Fahrer hatte die Frau am Mittwoch gegen 8:40 Uhr beim Rechtsabbiegen von der Danziger Straße in die Prenzlauer Allee auf dem Radweg übersehen und mit seinem Fahrzeug erfasst. Beide kamen von Osten her, die Radfahrerin wollte die Prenzlauer Allee vor dem Lkw geradeaus überqueren. Die 34-Jährige erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.

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Mai 142009
 

13052009008.jpg Klare Antwort: Wer sich für so nachweislich lebensrettende, aber langweilige Sachen wie etwa das Einhalten der Straßenverkehrsordnung oder das Tragen von Fahrradhelmen einsetzt, der ist im Hintertreffen gegenüber jenen, die gegen das grausame Abschlachten von Robbenbabys oder gegen die Tötungssimulationen im Paintball kämpfen. Aber was hat mehr Sinn?

Ich habe zum Beispiel als Kind sehr gerne „Völkerball“ gespielt. Dabei schoss ich mit Wonne auf Beine, Knie und Arme meiner Klassenkameraden. Furchtbar: Ich schoss sie ab. Auch spielten wir gerne mit Bleistift und Papier „Schiffeversenken“, ohne jede Rücksichtnahme auf die Tausenden von unschuldigen Seeleuten, die dabei einen jämmerlichen Tod starben. Wir spielten Ritterle, Räuber und Gendarm, Indianer und ähnliches mehr. Wurden wir dadurch, durch diese Tötungssimulationen,  zu Tötungsmaschinen? Ich bezweifle dies.

Jahr um Jahr sterben in der EU 0 (in Worten: null) Menschen an Paintball. Jahr um Jahr sterben in der EU etwa 50.000 (in Worten: Fünfzigtausend) Menschen in Verkehrsunfällen, von denen nach Meinung der Experten etwa 90% durch mehr Vorsicht und mehr Rücksicht sowie durch Einhalten der StVO vermeidbar sind.

Durch Schusswaffenmissbrauch sterben Jahr für Jahr viele Menschen! Wie viele genau – ich weiß es nicht! An den Schusswaffenmissbrauch müsste der Gesetzgeber mal ran! Aber davor scheuen sie noch zurück.  Bitte aufwachen, Bundestag! Macht doch keine solche Schaufensterpolitik!

Gestern stand ich drei Stunden im Lichtenberger Ring-Center an unserem ADFC-Stand. Wir warben für den Slogan „Radfahren – aber sicher“. Den Slogan habe ich mir selber mal einfallen lassen, bei einer Gremiensitzung des ADFC. Ich stelle ihn hiermit sehr gerne ohne Nutzungsgebühr der Allgemeinheit zur Verfügung.

Fahrradhelme und das Einhalten der Straßenverkehrsordnung senken genauso wie Vorsicht und Rücksicht nachweislich das Risiko schwerer und tödlicher Kopfverletzungen bei Fahrradfahrern. Was für eine langweilige Botschaft! Das will doch niemand hören!

Ich bin sicher: Hätten wir für oder gegen das grausame Paintball, für oder gegen das fürchterliche Robbenschlachten geworben – unser Stand wäre weit heftiger belagert worden. Aber auch so ergab sich manches anregende Gespräch. Eine Dame (nicht die abgebildete ADFC-Kameradin Barbara!) fragte mich, ob ihr Fahrradhelm in Ordnung sei. Er sitze so weit oben, sie fühle sich irgendwie pilzartig. Ich erwiderte: Das muss wohl so sein.

Wir sehen mit Fahrradhelmen alle irgendwie pilzartig aus. Pilzartig und langweilig ist immer noch besser als ein Schädeltrauma.

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Mai 142009
 

 Immer wieder bemühe ich mich, das zu verstehen, was in den Köpfen anderer Menschen vorgeht. Ich spreche mit Hinz und Kunz, lese Koran und Bibel, Grundgesetz und Rosa Luxemburg, Flugblätter der Independent-Szene und FAZ.

Ergebnis: Es ist wichtig, die Verinselung des Bewusstseins zu erkennen. Fast alle leben in ihrem hübsch zurechtgemachten, inselartigen Bewusstseins-Stübchen, pflegen ihre gut abgehangenen Vorurteile, leben so, wie sie es sich angewöhnt haben und bei anderen sehen. So sprach ich vor einer Stunde mit einem Hundehalter, der hier in der Obentrautstraße trotz gut ausgebauter Radwege mit dem Fahrrad und dem freilaufenden Hund in falscher Richtung auf dem Gehweg fuhr. „Warum machen Sie das? Es gibt hier doch Radwege“, fragte ich. Er antwortete in bestem Berliner Urdeutsch: „Das ist hier in Berlin eben so. Wir Berliner fahren überall Fahrrad und wo wir wollen.“ „Ich bin auch Berliner“, erwiderte ich unbeeindruckt und trockenen Auges.

„Sind Sie wirklich Berliner?“ frug er ungläubig zurück. Und da hatte er mich auf dem kalten Fuß erwischt! Denn da ich nahezu akzentfrei Hochdeutsch spreche, falle ich hier in Kreuzberg sofort auf. Ich bin hier nicht aufgewachsen, jeder Versuch, mich dem Kreuzbergdeutsch anzupassen, wäre zum Scheitern verurteilt. Die meisten sprechen entweder Türkdeutsch oder Berliner-Schnauzen-Deutsch oder irgend eine Mischform zwischen Szeneslang und dem, was sie für Englisch halten.

Ich versuchte auf die Unfallstatistik hinzuweisen: Falschfahrende Radfahrer werden sehr häufig in Unfälle verwickelt. Es ist eine der häufigsten Unfallursachen bei den Unfällen mit Todesfolge für den Radfahrer. Ich gab zu bedenken: „Ich kenne die Statistiken der Polizei. Demnach führt das Fahren auf nicht freigegebenen Teilen des Straßenlandes sehr häufig zu Unfällen mit Verletzten.“

Na, das sah der gute Hundehalter ein. „Dann bin ich ein potenzieller Unfallherd“, erwiderte er gutmütig. Sprach’s und fuhr weiter. In Gegenrichtung auf dem Gehweg neben dem Radweg. Mit dem guten Hunde unangeleint nebenher. Gelassen läuft’s.

Das nenne ich die Verinselung des Bewusstseins: Jeder hält das, was er gerade tut, für das Beste und das Richtige. „Bei uns ist das so. Wir sind die Berliner.“ Es herrscht der allesumschlingende Konformismus der Faktizität! Den jeweils anderen wird Ahnungslosigkeit vorgeworfen.

Ich habe wieder etwas gelernt. Allerdings werde ich weiterhin in aller Bescheidenheit dafür eintreten, dass die Radfahrer sich an die Straßenverkehrsordnung halten. Tut mir leid, Jungs! Auch wenn ich kein Berliner bin, sondern bloß ein aus Süddeutschland vor 30 Jahren zugewanderter Migrant. Und die Botschaft, die ich aus dieser Frage „Sind Sie wirklich Berliner?“ heraushöre, ist: „Sie haben keine Ahnung, was MAN in Berlin macht!“

Ganz ähnliches berichtet die Berliner Polizei laut heutiger Morgenpost:

Kult-Räder Fixies – Diese Fahrräder sind wilder, als die Polizei erlaubt – Lifestyle – Berliner Morgenpost
Rainer Paetsch, bei der Berliner Polizei für Verkehr zuständig, regt diese Einstellung auf: „Bei einigermaßen durchschnittlicher Intelligenz muss klar sein, dass ein Rad gänzlich ohne Bremsen im dichten Großstadtverkehr extrem gefährlich ist.“ Neben Sportwagen, Motorrädern und zahllosen Rollern stehen in einer riesigen Halle der Berliner Polizei deshalb inzwischen auch 17 Fixies.
Fahrradkurier Adam hält nichts von dieser Gefahrenanalyse. „Die Polizei fährt diese Räder nicht. Deswegen haben sie davon auch keine Ahnung“, meint er.

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Die gelbe Macht, oder: Die radelnde Demokratie

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Mai 072009
 

Gut sichtbar, fröhlich und nur ein klein wenig zerzaust radelten wir gestern bei der Parlamentarischen Tour des Deutschen Bundestages durch die Berliner Bezirke Mitte und Charlottenburg. Los ging’s bei leicht dräuenden Wolken zur Straße des 17. Juni.

Der Deutsche Bundestag berichtet heute darüber:

„Ich bitte um Aufmerksamkeit für diesen blauen Himmel“, sagt die Abgeordnete Heidi Wright (SPD) und zeigt nach oben. Gerade rechtzeitig zum Start der parlamentarischen „Berlin by bike“ Tour am Mittwoch, 6. Mai 2009, hört es auf zu regnen. „Wir radeln sowieso bei jedem Wetter“, redet sie den Skeptikern unter den Radfahrern ins Gewissen. Zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) haben die beiden Parlamentarier Gero Storjohann (CDU/CSU) und Heidi Wright zur Radtour durch Berlins Mitte bis nach Charlottenburg aufgerufen. Rund 60 Parlamentarier und Verwaltungsmitarbeiter haben sich angemeldet. Außerdem hat sich eine Schulklasse aus Wrights fränkischem Wahlkreis Main-Spessart auf bereitgestellte Mietfahrräder gesetzt und radelt mit.

Immer wieder legten wir Stops ein, um Engstellen nach und nach zu durchqueren. Dabei ergaben sich Gelegenheiten zum Plaudern. Hier Mitarbeiter des  Büros von Gero Storjohann, von links nach rechts: Herr Scholz, Frau Liesegang, dann der hier bloggende Radfahrer, Julian von Kleist.

An herausgehobenen Stellen erzählte ADFC-Landesvorstandsmitglied Boris Schäfer-Bung aus der Geschichte der Stadt – jedoch stets mit Blick auf die Radfahr-Geschichte! Zum Beispiel wurden lange Auseinadersetzungen geführt, ehe ausgewählte Wege des Charlottenburger Schlossparks mit dem Rad befahren werden durften. Hier wird jedes seiner Worte aufgenommen und gewürdigt von Heidi Wright MdB, der stellvertretenden ADFC-Bundesvorsitzenden, und Eva-Maria Scheel, der stellvertretenden Sprecherin der ADFC-Stadtteilgruppe City-West.

Den Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann, ADFC-Mitglied,  befragte ich über seine Erfahrungen mit dem neuartigen Elektro-Fahrrad.

Manche überraschende Einblicke und Ausblicke eröffneten sich, so etwa hier im Charlottenburger Schlosspark:

Meine Bilanz: Das Wetter hielt nicht, was es eine Stunde zuvor noch versprochen hatte, denn es regnete nicht. Um so angenehmer war die Radelei. Die Gedanken kommen besser in Schwung, die Gespräche laufen flüssiger, wenn man gemeinsam seine Pfade sucht. Die Tour verband touristische Glanzlichter mit den Fährnissen des Berliner Radleralltags. Das Fahrrad stiftet Aufmerksamkeit für die Umwelt, soziale Nähe, und es beugt wirksam der Politikverdrossenheit vor – ein Allheilmittel also. Es verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen, wie es Adam von Opel so trefflich in Worte kleidete.

Beim abschließenden Biergartenbesuch konnte ich leider nicht mehr teilnehmen, aber ich hörte heute auf dem Nationalen Radverkehrskongress von anderen ADFC-lern, dass es noch sehr angenehm zu Ende gegangen se

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Die radelnde Demokratie

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Mai 062009
 

img_4292.JPG Als „die radelnde Monarchie“ wurde die holländische Monarchie häufig bezeichnet. Dass Könige und Königinnen mit dem Fahrrad durch die Lande fahren, erweckt selbst in einem hartgesottenen Republikaner, wie ich es nun mal bin, Sympathien.

Wodurch wir zum Tipp kommen: Politikerinnen und Politiker, zeigt euch mit dem Rad! Dokumentiert dadurch euren Einsatz für die Umwelt, zeigt Bürgernähe, nutzt die zahlreichen Zwischenstopps an roten Ampeln für freundliche  Blicke, lockere Plaudereien und Nachjustieren der Frisur!

Vorbildlich: Im aktuellen gedruckten Spiegel zeigt sich Bundestagsabgeordnete Monika Grütters aus der „Radverkehrshauptstadt“ Münster vor dem Reichstag in genau dieser weltoffenen, freundlichen, bürgernahen Grundhaltung. Selbstredend auch mit perfekter Frisur. Lesenswert, sehenswertes Foto! Zur Nachahmung empfohlen! Und genau deswegen werde ich jetzt bei bestem Landregen zur Parlamentarischen Radttour des Deutschen Bundestages aufbrechen. Ich berichte euch dann, ob wir ein winziges Stückchen weitergekommen sind!  Wir werden beweisen, dass man bei jedem Wetter Rad fahren kann!

Auf dem Wege zur radelnden Demokratie!

Das Foto zeigt übrigens die Berliner ADFC-Vorsitzende Sarah Stark im Gespräch mit dem hier bloggenden Radfahrer.

Quellennachweis: Der Spiegel Nr. 19/04.05.2009, Artikel „Schreckliche Hoffnung“, S. 46-48, Foto: S.48

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Shared Space setzt einen Mentalitätswandel voraus

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Apr. 152009
 

Seit Januar 2008 verfolgen wir in diesem Blog das Konzept von Shared Space. Seit einigen Monaten wird es auch in Berlin breiter diskutiert. Überrascht war ich, in der aktuellen Radzeit die folgende, eher skeptische Einschätzung des Verkehrswissenschaftlers und Soziologen Andreas Knie von der TU Berlin zu lesen:

Sybil Henning-Wagener: Ist das Konzept vom Shared
Space, das Hans Monderman immerhin
schon vor 30 Jahren in die Welt gesetzt
hat, die Verkehrsutopie, die diese neue Urbanität
befördern könnte?
Andreas Knie: Shared Space ist unter anderem ein Versuch,
die alte funktionale Trennung ein Stück
weit aufzuheben. Doch darf man nicht vergessen:
Die praktizierten Formen der „Verkehrsfluss“-
Idee sind bis heute auch sehr leistungsfähig.
Mit Shared Space würde man diese Codierung
des Straßenraumes, diese rechtlich
verbindliche Regelungsform, wieder zurückschrauben.
Shared Space bedeutet, alles, was
festgelegt ist und ohne Nachdenken befolgt
wird, wieder verhandelbar zu machen. Man
fährt natürlich dann ganz anders. Der Autofahrer
oder die Autofahrerin müssen alle Sinne anstrengen,
um sich fortzubewegen. Andererseits
besteht Konsens darüber, dass die Vorgänge im
Verkehr zu 95 Prozent und mehr Routine sind.
In modernen hochdifferenzierten Großstädten
denken Sie über Ihre verkehrliche Aktivität
nicht nach. Shared Space ist sicher ein Beitrag
zu mehr Sicherheit, ein Beitrag zu einer vollkommen
neuen Verkehrskultur und einer Entschleunigung
der Städte, ich halte ihn aber, gemessen
an der eigentlichen Aufgabe der Städte,
schnelle Teilhabe zu organisieren, für keinen
funktionstauglichen Entwurf. Demokratie heißt
immer Teilhabe, das heißt auch immer: schnelle
Ortsveränderung, Beweglichkeit.

RadZeit-2-2009-72dpi.pdf (application/pdf-Objekt)

Umgekehrt wird nunmehr laut einem Bericht in der Morgenpost vom 14.04.2009 in Charlottenburg diskutiert, bei der Neugestaltung des Tauentzien-Platzes erstmals in Berlin Shared Space Wirklichkeit werden zu lassen:

Berlins Einkaufsmeile Nummer eins – die Tauentzienstraße – sorgt für Streit. Jetzt hat sich Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen (SPD) eingeschaltet. Sie schlägt vor, bei der ohnehin geplanten Umgestaltung der rund 600 Meter langen Shopping-Meile mutig etwas ganz Neues zu probieren: Alle Verkehrsteilnehmer sollen sich gleichberechtigt den öffentlichen Straßenraum teilen – ohne Bordsteine, Schilder oder Ampeln. Bekannt geworden ist das Konzept unter dem Namen „Shared Space“ (geteilter Raum). Vor rund zwei Jahren wurde das niedersächsische Bohmte (13.300 Einwohner) als „erste deutsche Stadt ohne Schilder“ berühmt.

Mein eigener Standpunkt:  Zu Beginn war ich hochbegeistert von dem Konzept. Ich warb eifrig bei meinen Mitstreitern, etwa in der Fahrradlobby, für Vorarbeiten und genauere Befassung. Mittlerweile ist mein Eifer schwächer geworden, weil die Idee offenbar nicht so recht zündet. Persönlich wäre ich schon froh, wenn wir mit den vorhandenen Regeln zu einem auskömmlichen Miteinander kämen. Doch so weit sind wir noch nicht. Ich wünsche mir einen Mentalitätswandel im Straßenverkehr. Ob er durch das neuartige Konzept von Shared Space kommt? Ich hege Zweifel. Denn unser Verkehrsverhalten hängt wesentlich von unserer Einstellung ab. Tugenden wie Rücksicht, Aufmerksamkeit, Regeltreue sind noch nicht weit genug verbreitet. Shared Space setzt den mündigen, den erwachsenen Verkehrsteilnehmer voraus, den wir in zu geringen Zahlen haben.

Umgekehrt würde sich die Lage sofort verbessern, wenn mehr Menschen sich rücksichtsvoll, regeltreu und aufmerksam verhielten.

Ganz ohne Kosten, auch ohne Shared Space.

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Radfahrer – bitte erwachsen werden!

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Apr. 142009
 

„Hey Mann, niemand in unserem Alter hält sich als Radfahrer an Verkehrsregeln!“, „die Regeln sind nicht für uns gemacht“, diese und ähnliche  Sätze höre ich immer wieder. Aber auch diesen: „Papa, warum soll man sich eigentlich an Regeln halten?“

Ich meine: Wer am Verkehr teilnimmt, muss sich den Verkehrsregeln unterwerfen. Ein Fahrrad ist kein Spielzeug, kein Spaßgerät, sondern ein Verkehrsmittel wie etwa ein BVG-Bus, ein VW Touareg oder ein Daihatsu Cuore auch.

Dass die Polizei über die Nichtbeachtung der Regeln schimpft, versteh ich. Ich tue es auch.

Verkehrskontrollen – Berliner Polizei schimpft über Radfahrer – Berlin – Berliner Morgenpost
Im sonnigen Frühling schwärmen die Radfahrer in Massen aus, aber bei der Polizei geben viele Berliner auf zwei Rädern kein gutes Bild ab. Nach intensiven Kontrollen beklagen sich die Beamten ungewohnt deutlich darüber, dass viele Radler „die Kontrollen für überzogen hielten und sehr häufig jegliche Einsicht vermissen ließen“.

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Der Stärkere gibt nach: Rücksicht, Respekt, Regeltreue beim Radverkehr

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Apr. 142009
 

Gleich zwei gute Artikel  zum Thema Fahrrad entdecke ich heute auf S. 33 in der Süddeutschen Zeitung – Auszüge daraus darf ich euch nicht vorenthalten. Ich lasse sie unkommentiert, da die Aussagen wohlfundiert sind und aus meiner Sicht keiner Klarstellung bedürfen. Bitte mehr davon – nicht oft findet man als Fahrradaktivist Artikel, die wirklich den neuesten Stand wiedergeben!

Zum Beginn der Fahrradsaison – Der Stärkere gibt nach – Zweirad – sueddeutsche.de
Endlich – die Sonne scheint, die Temperaturen steigen, der Frühling ist da. Und damit sind auch wieder viel mehr Radfahrer auf deutschen Straßen – auf dem Weg zur Arbeit, schnell ums Eck zum Einkaufen oder gut gelaunt unterwegs ins Wochenende. Eine Fortbewegung, die allen und allem dient, denn: Das Fahrrad – laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) gibt es in Deutschland rund 68 Millionen – fördert nicht nur die persönliche Gesundheit, sondern ist auch kostengünstig und mangels jeglicher CO2-Emissionen absolut umweltfreundlich. […]

„Die schwersten Verletzungen, oft auch mit tödlichen Folgen, erleiden Radfahrer am Kopf“, beklagt Welf Stankowitz, Fahrradexperte beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Deshalb sei „der Helm Lebensretter Nummer eins für Radfahrer“ – so wie der Sicherheitsgurt für Autofahrer. […]

Radfahrer, ohne Pufferzone, sind gerade bei Kollisionen mit Autos massiv im Nachteil. Die aktuelle Forschungsarbeit „Unfallrisiko und Regelakzeptanz von Fahrradfahrern“ hat deshalb untersucht, wo es im Straßenverkehr zu besonders kritischen Situationen zwischen Radlern und Autofahrern kommt. Die repräsentative Studie, die in Kürze veröffentlicht wird und der Süddeutschen Zeitung bereits in Auszügen vorliegt, haben die Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) in Hannover und das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) in Darmstadt im Auftrag der BASt erstellt.

Ausgewertet wurden rund 800 Unfälle; zudem wurden in zehn deutschen Städten mehr als 800 Radfahrer befragt und über mehrere Stunden täglich etwa 39.000 Radfahrer beobachtet. Zwei Situationen sind besonders gefährlich, so Studienleiter Dankmar Alrutz von der PGV: „Gibt es auf jeder Straßenseite einen Radweg, sind Radler oft auf der falschen Seite unterwegs und werden von Autofahrern übersehen. Aber auch beim klassischen Rechtsabbiegen achten viele Autofahrer zu wenig auf von hinten kommende Räder.“ […]

Denn die Wahl des richtigen und damit sichersten Weges führt immer wieder zu Diskussionen zwischen Bikern und Planern in Städten und Gemeinden. Radwege sind von der Straße getrennt und auf einem Niveau mit dem Bürgersteig; Rad- und Schutzstreifen dagegen verlaufen auf der Fahrbahn und sind von der Autospur nur durch eine Linie getrennt.Radweg und Radstreifen sind meist mit dem runden blauen Verkehrsschild gekennzeichnet – und damit benutzungspflichtig. Etwa 70 Prozent der Radwege in Deutschland sind so gekennzeichnet. „Diese Vorschrift ist nicht sinnvoll, denn oft sind die Wege zu schmal, haben Schlaglöcher, Baumwurzeln ragen heraus“, weiß Cibulski.[…]

Zu riskanten Begegnungen kommt es aber nicht nur wegen der mangelnden Rücksicht, sondern auch wegen Unkenntnis und Missverständnissen – zum Beispiel bei der Frage, nach welcher Ampel sich Radfahrer richten müssen. Eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO), die Anfang des Monats vom Bundesrat beschlossen wurde und am 1. September in Kraft tritt, schafft mehr Klarheit. Danach gelten für Radfahrer grundsätzlich Auto- und nicht Fußgängerampeln. „Damit wurde endlich anerkannt, dass Radfahrer keine Fußgänger sind“, freut man sich beim ADFC.

Doch auch Radfahrer selbst bringen sich immer wieder in Gefahr. „Die meisten kennen die Verkehrsregel sehr gut“, erläutert Alrutz ein Ergebnis der Studie. Aber: Etwa 60 Prozent der Befragten haben kein Problem damit, auf einem Radweg gegen die vorgeschriebene Richtung zu fahren, auf dem Bürgersteig zu radeln oder eine nicht für Radler freigegebene Einbahnstraße zu nutzen. Und 45 Prozent der Befragten geben zu, „mal bei Rot über die Ampel zu fahren“. Kaum nachzuvollziehen, denn: Wechseln dieselben Radler die Rolle, setzen sich also ins Auto, stellt keiner von ihnen das Stopplicht in Frage. In diesem viel praktizierten Rollenwechsel sieht Welf Stankowitz vom DVR aber auch eine große Chance für mehr Sicherheit: „Es ist wichtig, dass sich beide Gruppen besser verstehen, sich entsprechend verhalten und Rücksicht nehmen.“

Der wachsende Radverkehr müsse ernster genommen werden. Dazu gehöre auch, dass beim Bau von Radwegen die jeweils sinnvollste Lösung gewählt werde, die allen Verkehrsteilnehmern die größtmögliche Sicherheit biete. „Wer hier spart, gefährdet Leben“, so Alrutz. Aber auch ungewöhnliche Überlegungen könnten dem Rad zu einem positiveren Image und zu noch größerer Verbreitung verhelfen. Statt 2500 Euro Abwrackprämie schlägt der ADFC „250 Euro staatliche Förderung beim Kauf eines neuen Fahrrades“ vor.

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Es ist Frühling – die Chancen für rücksichtsvolles Fahrradfahren steigen

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Apr. 082009
 

Der Tagesspiegel veröffentlicht heute wieder einmal einen jener bitterbösen Kommentare über rücksichtslose Radler – es lohnt sich, den Artikel und  vor allem die Kommentare hierzu zu lesen. Die Kommentare belegen, wie schwer es fällt, sich in die Sichtweise des jeweils anderen hineinzuversetzen. Alle schimpfen auf die jeweils anderen, alle haben sie ja soo recht!

Immer wieder werde ich beim Fahrradfahren angesprochen: „Toll! Sie sind der erste Radfahrer, der bei Rot hält! Was ist los?“ Oder: „Toll, dass du das Rad durch den Hof schiebst – die anderen zischen immer durch, haben mich und meinen Hund schon zweimal angefahren!“

Aber: Ich sehe immer wieder vereinzelte Radler in Berlin, die bei Rot anhalten, die nicht auf Gehwegen radeln, die Rücksicht auf Fußgänger nehmen, die den Radweg nicht in der falschen Richtung benutzen. Diese Radfahrer müssen mehr werden. Es tut gut! Als Fahrradaktivist sehe ich Legitimationsprobleme, wenn zum Beispiel Fahrradstreifen, für die wir kämpfen, nicht angenommen werden, sondern weiterhin auf dem Gehweg in falscher Richtung gefahren wird.

Meinem Sohn muss ich wieder und wieder erklären: „Bei Rot hält man an. Man fährt als Erwachsener nicht auf dem Gehweg.“ Er sieht, dass eine sehr hohe Zahl der Radfahrer sich nicht an diese einfachsten Regeln hält.  Welches Bild erhält er von dieser Gesellschaft? Etwa dieses: MACH WAS DU WILLST, ABER LASS DICH NICHT ERWISCHEN!

2008 gab es in Berlin 7672 Radunfälle. Zwölf Radler starben, über 500 wurden schwer verletzt. Bei einem großen Teil dieser Unfälle hatten sich die Radfahrer durch grobe Regelverletzung selbst in Gefahr gebracht.

Ein jeder kehre vor seiner eigenen Tür! Obama macht es vor: Er ist einer der ganz wenigen, die unumwunden die eigenen Fehler  und auch die Fehler des eigenen Landes zugeben und daran arbeiten, dass diese nicht wieder vorkommen. Was er im großen vormacht, das sollte doch uns im kleinen auch gelingen, oder? Es nützt nichts, immer mit dem Finger auf die anderen zu zeigen. Dass ein großer Teil der Berliner Radfahrer sich nicht an die wichtigsten Verkehrsregeln hält, kann man jederzeit an irgendeiner Ampel, an irgendeinem Fahrradweg überprüfen.

Wir brauchen den Mentalitätswandel bei den Berliner Fahradfahrern. Change now!

Dann wird man auch nicht mehr so polemisch zugespitzte Artikel im Tagesspiegel lesen müssen.

Es ist Frühling – der Fahrradterror beginnt
Den meisten harm- und wehrlosen Fußgängern ist gewiss bewusst, dass auch der Fahrradterrorist mancherlei Anfeindungen ausgesetzt ist. Der Kollege aus dem zweiten Stock zum Beispiel, ein überzeugter Fahrradterrorist, zieht aus diesem Grund für den kommenden Sommer die Bewaffnung in Erwägung, um sich, solcherart aufgerüstet, der Attacken der Automobilterroristen zu erwehren. Im Grunde genommen will er sich ihrer nicht erwehren, er will sich an ihnen rächen. Ein niederes Motiv. Ein Motiv, das indes zeigt, dass auch in diesem Sommer keine Toleranz von niemandem zu erwarten ist. Der Autofahrer beansprucht sein Recht der Straße, der Fahrradfahrer und, in seiner teuflischsten Mutation, der Fahrradkurier, beharrt auf seinem Recht der Straße und auf seinem Recht des Trottoirs und auf seinem Recht der Fußgängerzone. Und der Fußgänger, der stille Flaneur? Was bleibt dem?

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Sprungbrett für neue Aktionen

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März 282009
 

Der Nachmittag rief mich zur jährlichen Mitgliederversammlung des ADFC Berlin. Klarer, gut organisierter Ablauf, es herrscht eine gute, zu Arbeit und Aktion hinführende Stimmung. Der im letzten Jahr gewählte Vorstand unter Landeschefin Sarah Stark erntet viel Zustimmung. Sie sind erkennbar ein gut eingespieltes Team, und genau das brauchen Verbände für eine erfolgreiche Arbeit.

Meine Aufgabe war es, den Bezirksrat – also die Versammlung der Berliner Stadtteilgruppensprecher, des Vorstands und der Fachreferenten –  in 5 Minuten vorzustellen und Rechenschaft abzulegen. Ich tue dies mit Freude. Ich spreche eigentlich immer ganz gerne vor Menschen.

Mehrere Satzungsänderungsanträge werden eingebracht, als Bezirksratssprecher vertrete ich zusammen mit Stellvertreter Holger Martin ebenfalls einen solchen Antrag, der allerdings die nötige 2/3-Mehrheit der erschienenen Mitglieder knapp verfehlt, da es zu viele Enthaltungen gab. Das ist kein Beinbruch, Satzungen sind Gerüste, die das Leben einfacher oder auch schwerer machen können, nichts weiter.

Ansonsten gab es viele Gespräche am Rande, so manches Wiedersehen, und ein paar neue Mitglieder und Mitstreiter habe ich auch noch kennengelernt. Wir radeln an – in den Frühling!

 Posted by at 23:47

Der Wind weist den Weg in die neue Stadt

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März 182009
 

Ich sag’s immer wieder: Mit dem Rad kann man seine Stadt am besten erfahren. Wie viele nette Kürzestgespräche habe ich schon geführt! Einfach dadurch, dass ich an der roten Ampel anhielt oder das Rad wie vorgeschrieben über Bürgersteige schob. Guter Artikel dazu im Tagesspiegel:

Der Wind weist den Weg
Freddie Mercury in der Uckermark – das Lied des exzentrischen Queen-Frontmannes passt derzeit gut zur Stimmung: „I want to ride my bicycle – Bicycle Race!“Anradeln ist angesagt. Wir präsentieren hier eine Auswahl.

Wer Lust hat, mit anderen gemeinsam auf Tour zu gehen, findet beim Berliner Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) geführte Eintagesausfahrten – innerstädtisch wie auch durchs Umland. Frisch im Programm sind etwa die „Neuberliner Touren“. In den zweieinhalbstündigen Führungen lernen Zugezogene oder Kiez-Umzügler ihren Stadtteil besser kennen. Wo ist das nächste Schwimmbad, ein Krankenhaus oder das Einwohnermeldeamt? Ein praktischer Parcours, kostenlos und anmeldungsfrei.

 Posted by at 15:55