Lasset uns lernen, Politiker_innen!

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Juni 192011
 

Lasset uns lernen, Politiker_innen! « Politikselbermachen
Toller Erfolg gestern mit dem Regenbogenfisch! Wir haben eine öffentliche Veranstaltung abgehalten, bei der etwa ein Drittel der Teilnehmer Kinder waren, mindestens die Hälfte der Erwachsenen nichtdeutscher Herkunft waren und nur etwa 15% der Teilnehmer im engeren Sinne politiknah waren. Teilnehmerzahl: 40, mehr kriegen Bundesminister bei uns im Bezirk auch nicht zusammen. Großer Erfolg, die Kinder begeisterten die Erwachsenen! Die aus St. Petersburg zugewanderte Alla Karpova nahm Groß und Klein mit. Zwar gab es auch die hammerharten Frontberichte aus dem Alltag von Berliner Grundschulen und migrantischen Sozialkiezen. Und die zugewanderten Eltern, die deutlich die Mehrheit bildeten, führten den Wurzeldeutschen erneut vor Augen, wie enttäuschend die Lehrer-Schüler-Beziehung in Berlin gehandhabt wird. „Kein Respekt vor dem Lehrer, das ist unerträglich!“
Doch alles wurde überstrahlt von der Begeisterung, der Freude, der Lernbegierigkeit der Kinder mit der Theaterpädagogin Alla Karpova. Da kann die Politik aber mal was lernen! Ein tolles Programm! Würde das umgesetzt, hätten wir die Hälfte der Probleme mit Schulversagern schon weggeschmolzen, und zwar im Kita-Alter. Die Kinder sind unsere Zukunft!

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Im Prinzenbad beobachtet: Habichte auf Jagd

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Juni 172011
 

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Heute besuchte ich erneut das Prinzenbad und beobachtete dabei mehrfach Raubvögel, vermutlich Habichte. In dem Horst, der durch einen – nunmehr weniger umfänglichen – Bauzaun umhegt ist, konnte ich wie schon an den Vortagen keine Bewegung erkennen. Etwa von 08.30 Uhr bis 09.30 Uhr hörte ich jedoch in mehreren Abschnitten lang anhaltendes, sehr lautes Amselrufen in den Wipfeln entlang dem Zaun am Uferweg des Landwehrkanals. Die Bäume sind dort etwa 15-20 m hoch. Das Geschrei der Amseln und anderer Singvögel ertönte stets von oben.

Zwischendurch erscholl der hohe, charakteristische Ruf des Raubvogels, also des vermuteten Habichts. Mithilfe des zufällig mitgeführten Handys ist es mir gelungen, die Rufe der Amseln und des Habichts bzw. der Habichte aufzunehmen.

Gesehen habe ich heute am Vormittag aus nur 10 bis 20 m Entfernung im Kreuzberger Prinzenbad zwei Raubvögel: drei Mal einen großen, gedrungen wirkenden Raubvogel, offenbar das Habichtweibchen. Alle drei Male flog es von einem Ast ab, einmal versuchte es zwei Kaninchen, die am Boden hoppelten, zu schlagen, was aber misslang, da die Kaninchen rechtzeitig im Gebüsch verschwinden konnten.

Zwei Mal konnte ich für etwa 90 Sekunden  einen wesentlich kleineren Raubvogel beobachten; auch hier war ich durch die Angst- und Warnrufe der Singvögel direkt zum Ansitz des Habichts geführt worden. Der kleinere Habicht wirkte nur etwa halb so groß wie der zuerst gesehene größere Vogel. Von seinem Ansitz aus flog der kleine Habicht von Baum zu Baum.

Nach dem Verlassen des Bades beobachtete ich beim Entlangfahren am Landwehrkanal noch einen weiteren Flug des Raubvogels. Der große Habicht schwang sich von hoch oben auf einem Baum, der auf dem Gelände der Gaststätte Zum Brachvogel steht, und flog Richtung Urbanhafen, ehe er sich auf einem anderen Baum niederließ.

Zwei Mal gelang es mir, die Raubvögel auf einem Foto-Handy schlecht und recht aufzunehmen:

http://www.youtube.com/watch?v=653KdVTrzO8

http://www.youtube.com/watch?v=gD5EVNtMrZM

Ob der kleinere Habicht ein Jungvogel oder das Männchen war, konnte ich nicht entscheiden. Allerdings fehlte die charakteristische Bänderung des adulten Habichts, so dass ich insgesamt der Meinung zuneige, es handele sich um einen Jungvogel, zumal das Tier recht klein wirkte – nur etwa 25 cm Körpergröße in meiner Schätzung.

Als gewiss kann ich nur folgendes festhalten:

Ich beobachtete heute am frühen Vormittag zum ersten Mal in all den vergangenen Tagen im Kreuzberger Prinzenbad sowie in dessen unmittelbarer Nähe zwei oder mehr unterschiedliche Raubvögel, von denen einer mittelgroß wirkte, etwa 60 cm groß, der andere oder die anderen deutlich kleiner, nur etwa 25 cm. Die Vögel schienen dort ihr festes Revier zu haben. Sie waren sehr leicht zu beobachten oder ausfindig zu machen, da die Warnrufe (oder auch die Todesrufe) der Beutevögel den Beobachter zum jeweiligen Aufenthaltsort des Raubvogels führten.

Der Schutz des Horstes im Liegewiesenbereich ist verringert oder aufgegeben.

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Juni 162011
 

13062011725.jpg „Mit welcher neuen Einsicht / Botschaft gehen die Menschen nach Hause?

Diese Frage sollte sich jeder stellen, der eine öffentliche Veranstaltung plant. Nehmen wir die Veranstaltung am kommenden Samstag, 11 Uhr – der Regenbogenfisch. Unsere Antwort lautet:

Wir (Alla Karpova, ich und einige andere Eltern, vor allem russischer Herkunft) wollen in systematischer Absicht den Grundgedanken vermitteln, dass gerade im Vorschulalter musisches Arbeiten (Rollenspiele, Musik, Tanzen, Poesie) viel mehr gepflegt und gehegt werden kann als wir das an den verschiedenen Kitas in Berlin beobachten.

 

Die Prinzipien der Schauspielarbeit im Anschluss an Stansislawski und einige andere bahnbrechende Theaterpädagogen lassen sich behutsam auf die Arbeit mit Kindern im Vorschulalter übertragen. Genau dies unternimmt Alla Karpova auf beeindruckende Weise. Gerade im Bereich deutsche Sprache, räumliche Orientierung, visuelle Orientierung lassen sich durch praktisch gerichteten Übungen und Erfahrungen der Kindertheaterarbeit viele Erfolge erzielen.

 

Wir glauben, dass es in Berlin nicht an Geld oder Ressourcen fehlt, sondern an pädagogischer Leidenschaft, an Zutrauen in die Fähigkeiten der Kinder, an Vertrauen in die überragende Wichtigkeit der Persönlichkeit. „Die Kinder könnten viel mehr“, so eines unserer Prinzipien. Wir wenden uns mit dieser Veranstaltung gegen den immer wieder zu hörenden Grundansatz, dass die Vorschulbildung und überhaupt das ganze Berliner Bildungswesen grundsätzlich an „Unterfinanzierung“ litten.

 

Die Teilnehmer der Veranstaltung, vor allem die Erzieher sollen also in sich und an sich selbst jene schlummernden Fähigkeiten entdecken, die sie dann in den Kindern fördern.

 

Die Darstellungsform sollte in der Veranstaltung praktisch ausgerichtet sein – also weniger „dozierend“ und mehr „probierend“. Eine Mischung aus Workshop, Vortrag und Diskussion. Dazu können auch einige konkrete Übungen der Teilnehmer gehören.

 

Machen – nicht bloß drüber reden, lautet das Zauberwort.

Bild: Kleines Mädchen „Steiler Fels“ – eine Schöpfung von Irina Potapenko und Nichte Franka (6 Jahre)

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Ich bin mit dem Volksbarometer hochzufrieden!

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Juni 152011
 

Seit vielen vielen Jahren fahre ich mit den Bahnen. Kürzere Strecken bis 20 km fahre ich mit dem Rad. Wir fahren sehr gut ohne Auto. Das Jammern über die Deutsche Bahn nervt mich ehrlich gesagt nur noch. Es nervt ebenso sehr wie das Jammern über das Prinzenbad, über integrationsunwillige Deutsche, das Jammern über Rechtspopulisten und Linksextremisten.

Wir sind doch kein Volk von Jammerern?!

Fahrt doch mal mit anderen Bahnen, fahrt in Italien, Russland oder England. Die deutschen Eisenbahnen sind sehr sehr gut, auch die privaten Bahnen! Das Prinzenbad ist ein unentdecktes Juwel, ein innerstädtisches Fast-Paradies, das die Menschen entdecken, nutzen und genießen können – auch wenn die Sonne nicht vom Himmel brennt.

Viele politische Erkenntnisse verdanke ich Gesprächen mit Zufallsbekanntschaften in der Bahn.

Die Bahn ist meine Lernstudio, mein Volksbarometer.

Es lebe die Bahn!

EU-Umfrage – Nur die Polen sind mit der Bahn noch unzufriedener – Reise – Berliner Morgenpost – Berlin

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Juni 142011
 

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Kürzlich erfuhren wir den Wuhletal-Wanderweg in Marzahn-Hellersdorf, bestiegen eine Kuppe, erkletterten einen Boulder-Felsen und bewunderten die kühnen Alpinisten am Wuhletal-Wächter, dem schroff aufragenden Kletterturm. Ein schönes Urlaubserlebnis, das uns keinen Pfennig kostete, da die BVG-Umweltkarte uns hinbrachte!

Marzahn-Hellersdorf ist vorbildlich! Es ist dabei, sich neu zu erfinden. Es lockt Wanderer, Kletterer und Radfahrer an, zeigt sich gastlich, aufstiegsorientiert und umweltbewusst.

Gastlich, aufstiegsorientiert, umweltbewusst! In Friedrichshain-Kreuzberg sollte so etwas doch auch möglich sein. Heute ließ ich mir von Marius Jast die SCUBEPARKS im Kreuzberger Prinzenbad erklären und zeigen. Leute: Wir haben die Chance, mit einem neuen Konzept für nachhaltiges Reisen auf unseren Bezirk aufmerksam zu machen.

SCUBES sind würfelförmige Zimmer, gefertigt aus langsam wachsender nordischer Fichte. Ich trete ein – der belebende Duft unbehandelten Holzes umgibt mich. Holz – ein nachhaltiger Rohstoff, aus dem beispielsweise auch Geigen hergestellt werden.

Radfahrer können von hier aus losradeln und entlang der Strecke Berlin-Usedom deutsch-polnische Erkundungen betreiben und werden auf der Reise zur Ostsee jede Nacht in einer dieser Schlafstätten verbringen können.

Die Scubes nehmen den Liegewiesen überhaupt keinen Platz weg, der FKK-Bereich ist völlig unberührt, das Argument des Bezirksamtes und der BVV, der Betrieb der kleinen mobilen Hütten verstoße gegen Genehmigungspflichten, ist an den Haaren herbeigezogen.

Ich bin hellauf begeistert. Die SCUBES verkörpern genau jene sparsam-schonende Haltung gegenüber Mensch und Umwelt, die wir hier brauchen. Elektrofahrräder statt Dieseltaxis, Dachbegrünung statt Massen-Bierschwemme, Solarstrom für Laptops und Handys, eine Freilichtgalerie –  und und und. Das Konzept der SCUBE Parks ist stimmig und passt in unsere Zeit.

Darüber hinaus liefern die SCUBES Impulse für wirtschaftliches Handeln. Sie öffnen den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, der sich allzu oft in einer störrischen Dagegen-Haltung einmauert und vernagelt, nach außen. Ein bisschen Wandel, ab und zu ein Lichtstrahl Neues muss doch auch hier möglich sein!

Ich will den Wandel. Ich will die SCUBES.
Warum nicht mal für etwas kämpfen?

Unser Park « SCUBE Parks

Kuckt hier ein Video über das Prinzenbad am heutigen 14. Juni, einem ganz normalen Sommertag.

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„Dagegen kämpfen wir mit aller Kraft!“

 Friedrichshain-Kreuzberg, Sündenböcke  Kommentare deaktiviert für „Dagegen kämpfen wir mit aller Kraft!“
Juni 142011
 

Unsere Bezirkspolitik hat sich wieder und wieder in die negativen Schlagzeilen geschossen. Touristen werden unter dem Motto „Hilfe – die Touris kommen!“ zu unerwünschten Personen erklärt. Wenn Radfahrer falsch fahren, wenn Bierflaschen zertrümmert werden oder Besoffene herumtorkeln, werden die Verursacher flugs zu „Fremden“ erklärt. Merke: „Alles Böse kommt von außen“.

Die alten, eingefahrenen, die verstockt-konservativen Mehrheiten in unserem Bezirk sträuben sich gegen den Wandel. Es fehlt an konstruktiver, vorausgestaltender Kommunalpolitik in unserem Bezirk. Deshalb wird ein Verbot nach dem anderen erlassen. „Wir haben es geschafft, neue Hotels zu untersagen! Wir haben es geschafft, Grillen zu verbieten! Wir haben es untersagt, Bäder in privaten Wohnungen, sofern sie in Milieuschutzgebieten liegen, zu modernisieren! Wir wollen es einer Genehmigungspflicht unterwerfen, Wohnungen an Nichtberliner zu vermieten! Kein Büro-Tower am Spreeufer!“

Verbote, Verordnungen, Überwachungen! TYPISCH DEUTSCH, diese Bürgerlichen!

Unerwünschte Erscheinungen wie etwa steigende Mieten werden von den Strukturkonservativen sofort dem rot-roten Senat oder der bürgerlichen Bundesregierung in die Schuhe geschoben. Wie es gerade passt. Nur keine Verantwortung übernehmen!

Dagegen kämpfen wir mit aller Kraft!“ scheint das Leitwort der herrschenden Mehrheiten in der Bezirkspolitik zu sein. Die Ziele der Gegnerschaft wechseln. Mal ist es eine Straße, mal sind es Hotels, mal sind es Zugereiste, mal sind es eben Hütten aus nordischer Fichte mit Solarpaneelen auf dem Dach.

Wechselnde Ziele bei gleicher Grundhaltung! Der Gegner, das ist das Neue.

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Juni 142011
 

Spät abends las ich gestern noch den Artikel habicht in Grimms Wörterbuch. Sehr anregend. Der Habicht hat den Menschen immer schon inspiriert. Adler, Habicht und Fischadler durfte das alte Israel nicht essen, sie galten als unrein – in der Übersetzung Luthers sagt Moses:

 und dis solt ir schewen unter den vogeln, das irs nicht esset, den adeler, den habicht, den fischar. 3 Mos. 11, 13

Alte Regeln! Spannend für die Geschlechterdebatte der heutigen Zeit dürfte folgender Umstand sein, den die Gebrüder Grimm berichten:

Der umstand, dasz das habichtsmännchen kleiner ist als das habichtsweibchen, läszt für das erstere eine diminutivform zur anwendung kommen: si haltend in irer grösse gegen andern thieren das widerspil, also, das männle ist das kleiner und wird genennt das häbchle, das weible aber ist vil grösser und sterker dann das männle, das wirt genennt der habich

Der weibliche Habicht wurde also der Habicht genannt, der männliche Habicht wurde das Häbchle (oder Häbchen) bezeichnet! Gender Crossing avant la lettre!

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Grimms Wörterbuch – eine Schatzgrube

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Juni 132011
 

Was sind Ästlinge?

In Grimms Deutschem Wörterbuch ward ich fündig – folgende Erklärung wird uns für Ästling geboten:

ÄSTLING, m. junger vogel, der schon von ast zu aste fliegt, zumal junger sperber und habicht, engl. brancher. es ist jedoch schwer zu sagen, wie die begriffe ästling, nästling und nestling (nidasius) hier in einander greifen. SEBIZ s. 606 unterscheidet estling und nistling: die estling sein die von einem ast auf den andern fliegen und begeren nit hinweg zu kommen. s. nestling, nistling.

 Posted by at 23:10

Es waren Habichte nicht in der Luft zu sehen …

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Juni 132011
 

13062011720.jpg… und auch nicht im Horst, als wir uns lautlos im Prinzenbad heranpirschten. Unsere Erkundungsgänge brachten heute keine Sichtung der herrlichen Tiere. Die Nestlinge waren heute wohlverborgen – sie scheinen aber auch noch keine Ästlinge zu sein. Die Habichteltern jagten offenbar in Feld und Flur die übliche Habichtsbeute: Kleinsäuger, Vögel, wohl auch den einen oder anderen Lurch.

Wo hat das Kreuzberger Habichtspaar den Horst gebaut?  Schaut hin: In der Zwiesel der Pappel seht ihr den Horst der Habichte. Nebenbei: Zwieseln – vor allem v-förmige Zwieseln – gelten dem Förster stets als bedenklich, da sie wegen der einwachsenden Rinde eine Bruchgefahr bedingen!

Was aber sind Ästlinge? Ein Blick in die neuesten deutschen Wörterbücher von Duden und Wahrig ergibt, dass „Ästling“ nicht geführt wird. So sei’s euch erklärt: Ästlinge sind junge Raubvögel, die bereits vorsichtig das Nest verlassen, um von den Ästen aus die Umwelt zu erkunden und erste Flügelbewegungen zu unternehmen – stets versorgt und weiterhin gefüttert von den Eltern.

Die Aufzucht der Jungvögel dauert etwa 2 Monate. In genau dieser Zeit genießen die Raubvögel, obwohl die Art im Bestand nicht gefährdet ist, besonders strengen Schutz. Die Pappel wird deshalb weiträumig durch einen Bauzaun abgesperrt.

Vorbildlich badegastfreundlich ist auch das neue Hinweisschild des Prinzenbades, das alle nötigen Angaben auflistet und noch einmal um Verständnis bittet – welches ich hiermit erneut zusichere. Danke Prinzenbad! Wir werden weiter berichten.

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 Posted by at 22:49
Juni 132011
 

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Ein kleines, nicht bösartiges Rätsel für die fleißigen Blog-LeserInnen hab ich mir ausgedacht, während unsere kleinen Kinder auf dem Karneval der Kulturen ein paar fleißige Runden drehten.

Nu macht mal, Leser! Wer ist das?

Er hat eine starke Vision und ein nahezu untrügliches Gespür für das zur Zeit Machbare. Er entfesselt die Produktivkräfte des Einzelnen, Kultur und Wirtschaft in dem Land boomen. Die klar erkennbaren Defizite im Bereich Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Umweltschutz und Zivilgesellschaft könnten in langsamen Schritten abgebaut werden – siehe Wiederzulassung der wichtigsten Minderheitensprache. Er modernisiert das Land. Er umgibt sich mit Verbündeten, er hat keine Angst vor Erfolg, er lehnt den Gedanken der Nation nicht ab. (Als deutscher Politiker kannst du dir das natürlich nicht leisten, Stolz auf die eigene Nation auszudrücken!) Er steht zu seiner Religion – ähnlich wie dies in Deutschland heute etwa der Katholik Winfried Kretschmann tut.

 

Wer ist er?

 Posted by at 13:34
Juni 132011
 

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„Was kann denn ich dafür,
Dass ich nicht ähnlich bin wie ihr?“

Diese Zeilen aus dem Regenbogenfisch hängen mir noch im Ohr. Alla Karpovas kleine Theatertruppe hat mich begeistert. Ich freue mich auf die bunte Veranstaltung am kommenden Samstag. Hoffentlich kommen viele große Menschen, um die kleinen Menschen zu bewundern!

Wann und wo?

Zeit Samstag, 18. Juni 2011· 11:00 13:00
Ort

Gemeindesaal der Ev. Luthergemeinde, Berlin-Schöneberg

Bülowstraße 71/72

Berlin-Schöneberg

Wir fragen:

Wie schaffen wir es, alle Kinder im Kita-Alter zu ihrem vollen Potenzial zu führen?

Obwohl weit mehr als 90% aller Berliner Kinder bei Schuleintritt mindestens ein Jahr lang die Kita besucht haben, fehlt es unfassbar vielen Kindern an den Grundfertigkeiten Sprechen, Hören, Singen, Bewegen, Gehen, Sitzen, Wartenkönnen. Der theaterpädagogische Ansatz Alla Karpovas bietet die riesige Chance, allen Kindern Freude am Lernen und Wachsen zu vermitteln. Es hat System! Mit Spiel und Spannung, Eigenaktivität und Beiträgen der Teilnehmer!

 Posted by at 13:05
Juni 092011
 

Prima: Berlin gibt im Vergleich zu anderen Bundesländern besonders viel Geld pro Schüler aus!

 Pro Schüler werden laut Bildungsverwaltung derzeit 6600 Euro jährlich ausgegeben, im Jahr 2000 waren es nur 4900 Euro. In Berlin kommen auch weniger Schüler auf einen Lehrer als im Bundesvergleich – 13,7 gegenüber 15,1. „Berlin hat aber auch besondere Problemlagen und die ärmsten Kinder Deutschlands“, kontert die GEW-Vorsitzende Sigrid Baumgardt.

Lehrerstreik: Marsch für bessere Schulen – Schule – Berlin – Tagesspiegel

Die ärmsten Kinder! Der unausrottbare Unsinn von der Kinderarmut! Den Irrtum sollte man richtigstellen, und ich habe das auch getan, und zwar vorgestern bei der großen Aussprache im Rathaus Schöneberg zum Thema „Volksbegehren Grundschule.“ „WIR HABEN SO VIELE KINDER AUS ARMUTSVERHÄLTNISSEN!“, jammerte mal wieder jemand rum.

Ich sagte: „An unseren Brennpunktschulen herrscht keine Armut. Es herrscht allenfalls Armut an Parkplätzen für die Elterntaxis.“

Es wird mir immer wieder von Lehrern anderer Bezirke berichtet und ich habe es auch selbst gesehen, dass gerade an den Schulen, die fast ausschließlich von Hartz-IV-Familien besucht werden, eine große Dichte an schweren Geländewagen (SUVs) vorherrscht, mit denen die Kinder zur Schule gebracht werden. Wie das: Geländewagen dank Hartz IV?  Nun, mit Hartz IV allein wäre dies schwierig; leicht ist es aber mit den üblichen Arbeitsmöglichkeiten und diversen anderen Verdienstquellen.

Nota bene: Der deutsche Sozialstaat ist stets nur eine von mehreren Ressourcen in den sogenannten Armutsvierteln Berlins, nicht die wichtigste, aber eine nicht unwesentliche. Und eine besonders leicht ausbeutbare.

 Posted by at 13:22
Juni 082011
 

Es gibt heute im Bereich Bildungsforschung einen wahren bunten Kosmos an Instituten, Modellen, Kongressen, Konferenzen&Konzepten, Evaluationen, Tests, Programmen und Forderungen! Vom Sprachlerntagebuch über VERA, PISA usw. usw. Von Integration über Inklusion bis hin zum Diversity Management. „Vielfalt als Chance!“ Die Liste ist endlos.

Hart und schroff davon abweichend: die Realität!

Toll aber, wenn irgendwann doch wieder alte Grundeinsichten zum Tragen kommen: Kinder brauchen Liebe. Eine höchstpersönliche Zuwendung, eine Beziehungsqualität.

Und: Wer hätte gedacht, dass Kinder vor allem eine liebe Mama und einen guten Papa brauchen. Das scheint mir fast das A und O zu sein.  Wer hätte das gedacht. Aber fragt, wen ihr wollt: Darauf läuft es meistens hinaus. Die Kita ist sekundär.


Das Berliner Bildungsprogramm –

 Posted by at 15:22