Wir brauchen einen „Fahnen-Streit“

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Juni 282010
 

13062010002.jpg Linksautonome Truppenteile randalieren in Neukölln und anderswo, zerreißen die Nationalflaggen der neuen Deutschen. Nicht so in Kreuzberg! Unser Bild zeigt die deutsche Nationalflagge unversehrt im Kreuzberger Prinzenbad.

Erfolgreiche Einwanderungsländer wie Kanada oder USA setzen auf die Treue zur neuen Fahne. In jeder kanadischen Schule, in jedem US-amerikanischen öffentlichen Gebäude steht die Flagge der neuen Heimat. „Das ist unser Land. In diesem Staat herrscht das Recht der Freiheit. Und das Beste: Du gehörst dazu!“

Gerne würde ich die linksautonomen Truppenteile, die meinen Landsleuten in Neukölln die Fahnen ihres Vaterlandes zerstören, einmal nach Saudi-Arabien, nach Nord-Korea, nach Kuba, nach Kolumbien, in den Gaza-Streifen oder nach Perù schicken. Dort sollten sie ihre Übung wiederholen.

„Verkehrte Welt“: Autonome zerstören Deutschland-Fahnen türkischer Berliner – Berlin – Tagesspiegel
„Wir leben und arbeiten seit Jahrzehnten in Berlin, unsere Kinder sind hier geboren. Wo ist das Problem? Ist doch klar, dass wir zu Deutschland halten. Was hat das mit den Nazis zu tun?“

Wir brauchen die Flaggen Berlins, Deutschlands und der Europäischen Union in jeder Grundschule Kreuzbergs, Friedrichshains, Neuköllns und Weddings.

Alle Kinder, die hier geboren werden, hier aufwachsen und zur Schule gehen, müssen erfahren können: „Du gehörst dazu. Das ist dein Land. Du bist ein deutsches Kind.“

Die linksautonomen Truppenteile sollten – wie gesagt – in den Bildungsurlaub nach Saudi-Arabien, nach Nord-Korea, nach Kuba, nach Kolumbien, in den Gaza-Streifen, in die Türkei oder nach Perù geschickt werden. Sie werden gerne zurückkommen. Sie werden sich dann gerne zur deutschen Fahne bekennen.

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Juni 272010
 

Hier im Bundesland Berlin herrscht eine unfassbare, eine überbordende, eine nur mit den besonderen geschichtlichen Umständen erklärbare Staatsverliebtheit und Staatsverquicktheit. Alle Berliner Parteien sind mehr oder minder in ihr befangen! Bei jedem sozialen Problem, das irgendwo auftritt, wird sofort laut und vernehmlich nach dem Fürsorgestaat gerufen: egal ob erhitzte Atmosphäre, vereiste Gehsteige, vermüllte Parks, versiffte Grillroste, vergeigte Bildungstests … stets richtet ein anderer (die  Klimaerwärmung, das saukalte Wetter, der Bürger, der Senat) das Chaos an, und der Staat soll hinterherputzen und hinterherwischen. Der Staat wächst zur generellen Problemwegputzmaschine heran!

Es gibt leider noch keine Partei in Berlin, die dieses Problem im Geiste der Subsidiarität angegangen wäre. Schade, schade! Es treibt mich fast zur Verzweiflung, es treibt mich geradezu zum lärmenden, lauten Protest!

Neuestes Beispiel: Die zunehmenden psychiatrischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Ich halte diesen Trend – der statistisch belegt ist – für zutreffend beobachtet. Ich selbst sehe über die Jahrzehnte hin ebenfalls immer mehr auffällige, vernachlässigte Kinder, die irgendwie verrückt spielen. Kinder, die ihren eigenen Stiefel leben, ihre eigenen Nägel wundkauen, die ihre Eltern als Hoteliers betrachten und ansonsten ihre Tage an der Playstation vergeigen.

Wer ist SCHULD daran?  Die Antwort im Bundesland Berlin lautet stets: der STAAT. Der Staat liefert nicht genügend Schulstationen, nicht genügend Psychiater, nicht genügend Lehrer, er wischt die Toiletten der Schüler nicht oft genug sauber (die Blasenentzündung!), sodass die armen Kinder ständig klagen und jammern, schreien und beißen müssen. Der STAAT ist also an allem schuld, da er nicht genug ANGEBOTE für seine unglücklichen Bürger bereitstellt.

Lest hier nur den neuesten Anklageerhebung gegen den STAAT im heutigen Tagesspiegel:

Schule: Immer mehr psychische Auffälligkeiten bei Grundschülern – Schule – Berlin – Tagesspiegel
Immer häufiger kommen in die Psychiatrie-Ambulanz des Klinikums Erst-, Zweit- und Drittklässler, die aufgrund von Lernstörungen und sozialen sowie psychischen Auffälligkeiten in der Schule scheitern. Und immer mehr solcher „Problemkinder“ würden produziert, warnen Ärzte, Lehrer und Psychologen. Durch die für viele Kinder zu frühe Einschulung im Alter von fünf Jahren, durch Streichung von Förderklassen, durch Mangel an Lehrern und weiterem pädagogischen Personal.

Was sind also gemäß den Fachleuten die Ursachen der schweren Störungen bei den Kindern?

a) die für viele Kinder zu frühe Einschulung im Alter von fünf Jahren
b) die Streichung von Förderklassen
c) der Personalmangel

Dieser Diagnose ist nicht zuzustimmen. Ich halte sie für grundfalsch. Die Ursache all dieser Störungen bei den Kindern ist nicht ein Versagen des Staates, sondern ein Versagen der Familien. Und an die Familien müssen wir herantreten. Die Familien tragen zweifellos die Hauptverantwortung für die psychische Gesundheit, für das Gedeihen der Kinder.

Wir haben sehr, sehr viele versagende, scheiternde, zerbrechende, sich abschottende Familien. Das halte ich für die mit Abstand wichtigste Ursache des Kinderelends.

Diese Ursache muss benannt werden! In einem zweiten Schritt muss diskutiert werden, wie die Lage zu verbessern ist.

Die staatlichen Hilfsangebote können nicht beliebig erweitert werden. Die Versorgung der Familien durch den Staat entmündigt. Die Familien müssen ertüchtigt werden, gesunde, lebensfrohe, glückliche Kinder zu erziehen – ohne weiteren Eingriff des Staates.

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„Darf ich nicht stolz auf Deutschland sein?“

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Juni 262010
 

26062010003.jpg Na, zu welchem Land gehört diese Nationalflagge, die derzeit den Hof eines Kreuzberger Mietsquartiers ziert? Slowakei! Ich finde es gut, dass die Bewohner ihre Sympathie und ihre Unterstützung für die verschiedenen Länder öffentlich bekunden!

Die ganze verhängsvolle Stigmatisierung des Begriffs „Migranten“ zeigt sich im Neuköllner Flaggenstreit: Vermummte gewalttätige linksautonome Truppenteile drohen einigen seit vielen Jahren eingebürgerten Deutschen, sie sollten endlich die Flagge des neuen Heimatlandes entfernen. Begründung: „Ihr seid doch nur Migranten!“

Ich meine: Genauso wie die Türken bei ihren Hochzeiten hier in Kreuzberg stolz die türkische Flagge zeigen, muss es in Deutschland auch den „alten“ und „neuen“ Deutschen erlaubt sein, die deutsche Nationalfahne zu zeigen. Mindestens während der Weltmeisterschaft.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: In jeder Berliner Schule, vor allem in Kreuzberg, Wedding und Neukölln, sollte deutlich sichtbar eine Nationalflagge angebracht sein – wie in anderen Einwanderungsländern auch, etwa in USA oder Kanada. Die Nationalflagge erleichtert die Identifikation mit dem neuen Heimatland. Sie ermöglicht den Kindern Orientierung. Sie wissen dann: „Dies ist Deutschland. Dies ist eins der freiesten Länder Welt. Und das Beste: Ich gehöre dazu!“

Es ist schon bemerkenswert, dass die neue, prachtvolle Omar Ibu Al Khattab Moschee bei der Eröffnung durch eine Europa- und eine Deutschland-Flagge ihr klares Bekenntnis zu diesem Staat Bundesrepublik Deutschland und zur Europäischen Union abgelegt hat. Das halte ich für ein sehr gutes Zeichen.

Die Neuköllner Linksautonomen sollten mal nach Nordkorea, nach Kuba, nach Syrien, nach Russland, in den Gaza-Streifen oder nach Saudi-Arabien gehen und schauen, ob sie dort dieselbe Freiheit hätten, anderen Staatsbürgern die Landesfahne zu verbieten, sie zu zerstören und zu zerreißen.

Schwarz-Rot-Gold – In Neukölln ist ein Fahnenstreit entbrannt – Berlin Aktuell – Berliner Morgenpost
„Am Tag kommen Leute aus der linken Szene vorbei und beschimpfen uns“, sagt Bassal. Sie fordern Bassal auf, die Fahne abzuhängen und werfen ihm Nationalismus vor. Doch der schüttelt darüber den Kopf. „Darf ich nicht stolz auf Deutschland sein?“, fragt der eingebürgerte Ladenbesitzer. In den vergangenen Tagen ist die Lage eskaliert. Mehrmals versuchten Unbekannte die Fahne von der Häuserfront zu entfernen. Einmal wurde sie in Brand gesetzt, einmal verschaffte sich eine Gruppe Zugang zum Dach des Hauses und schnitt die Fahne ab. In der Nacht zu Freitag tauchten dann 16 schwarzgekleidete Leute auf und forderten den Ladenbesitzer erneut, die Fahne abzuhängen. Die Stimmung war hitzig, berichten Bassal und Mohammed. Demnach wollten die ungebetenen Besucher ihnen verbieten, die Fahne hängenzulassen. „Aus ihrer Sicht sind wir Migranten. Sie verstehen nicht, dass Deutsche Deutschland verteidigen, die nicht deutschstämmig sind.“ Alle Familienmitglieder sind seit vielen Jahren eingebürgert. Aus Sicht der Fahnengegner müssten Migranten Migranten bleiben. Bevor die Polizei in der Nacht eintraf, waren die Vermummten verschwunden.

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Juni 252010
 

07062010.jpg Freunde, so macht es Spaß. In diesem Blog lancierten wir am 16. März dieses Jahres das Konzept „Modellbezirk Radverkehr“ und stellten das Gerüst im bezirklichen FahrRat Friedrichshain-Kreuzberg vor. Grundgedanke war es, alle Erfordernisse für guten Radverkehr in Worten zusammenzutragen, in ein schlüssiges Konzept einzubinden, mit Fristen und Zielen anzureichern und als Forderung an die Politik heranzutragen.

Etwas ganz ähnliches versuchen nunmehr, bereits wenige Monate danach, auch die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus. Vertreter der Grünen haben mir gestern eine sehr gut gemachte neue Broschüre überreicht, die den Titel „Sicher im Sattel – Modellstadt Berlin“ trägt.

Unbedingt lesens- und beherzigenswert!

Allen konkurrierenden Parteien, vor allem aber der grünen Partei selbst sei das grüne kleine Heft nachdrücklichst empfohlen! Und: Unser Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist mit vielen aussagefähigen Bildern vertreten!

Und bedenkt vor dem Schlafengehen folgenden Satz:

Die uneingeschränkte Radverkehrsförderung ist klimapolitisch alternativlos. 

Steht auf S. 31. Das ist ein Satz, wie ihn viele verstehen. Aber nur wenige könnten das so gut formulieren!

Alternativlos. Das ist DAS neue Wort in der politischen Debatte!

sicher-im-sattel.pdf (application/pdf-Objekt)

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Sprechen, spielen, vorlesen, Fragen beantworten … Was brauchen Kinder bei Einschulung …

 Analı babalı, Familie, Gute Grundschulen, Kinder, Vorbildlichkeit  Kommentare deaktiviert für Sprechen, spielen, vorlesen, Fragen beantworten … Was brauchen Kinder bei Einschulung …
Juni 252010
 

Merkwürdig: Meine Karriere als Vater zweier Kinder habe ich ohne jede Vorbildung, ohne jede Unterweisung, ohne Prüfung und  ohne Kontrolle angetreten. Alles, was ich als Vater richtig oder falsch gemacht habe, erklärt sich aus den eigenen Erfahrungen in der Herkunftsfamilie, sonstigen Erfahrungen des Lebens, aus Nachdenken, Gesprächen mit Menschen, die sich besser auskennen.

Im Grunde treten wir das Abenteuer Elternschaft unvorbereitet an. Wir lernen in der Schule etwas über Sex und Schwangerschaft und wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, aber nichts über Elternschaft. Das Thema Familie, Eltern und Kinder spielt im Schulunterricht eine geringe Rolle. Als Fach existiert es nicht.

Plötzlich sind sie da, die Kinder. Plötzlich, 6 Jahre später, sollen sie in die Grundschule. Und da sind die Kinder schon ungeheuer unterschiedlich! Manche wissen nicht, was ein Berg ist, dass an jeder Hand 5 Finger sind. Andere könen in mehreren Sprachen lesen und schreiben. Was soll ein Kind bei Schulbeginn können?

Viele enttäuschte und verzweifelte Eltern verlassen in Berlin das staatliche Grundschulwesen. Wohin?

Im Netz fand ich die folgenden einfachen, klaren Regeln einer Berliner deutsch-russischen Privatschule. Das ist etwas Neuartiges! Ich habe als Vater niemals von irgendjemandem solche klaren Hinweise bekommen. Nie trat irgendjemand auf mich zu und sagte: „Versuchen Sie, Ihr Kind so weit zu bringen, dass es folgendes kann: …!“

Ich halte diese nachstehenden Formulierungen für goldrichtig! Man sollte sie als Taschenkärtchen unters breite Volk bringen, auch ins Türkische und Arabische übersetzen und dann auf leicht fasslichen, mit Bildern illustrierten Kärtchen an alle Eltern (auch an die Analphabeten unter ihnen) verteilen. Hervorhebungen durch dieses Blog.

Lomonossow-Grundschule zu Berlin :: Elterninformation :: Von Eltern zu Eltern
Einschulungstipps für Eltern

Der Schuleintritt ist ein besondere Etappe im Leben Ihres Kindes. Sie können Ihrem Kind den Start in den Schulalltag erleichtern, wenn Sie mit ihm gemeinsam etwas unternehmen, mit ihm sprechen und spielen, ihm vorlesen und seine Fragen beantworten. Außerdem sollten Sie Folgendes beherzigen:

* Der Schulweg muss eingeübt werden.
* Das Kind sollte Adresse und Telefonnummer kennen.
* Es muss sich alleine aus- und anziehen.
* Es muss alleine zur Toilette gehen.
* Ein Schulanfänger sollte den eigenen Namen schreiben können.
* Sorgfältiges Ausmalen und Ausschneiden dürften keine große Mühe mehr machen.
* Ein Erstklässler kann schon zuverlässig kleine Aufgaben erledigen.
* Das Kind muss sich darin üben, Ordnung zu halten.
* Ein geregelter Tagesablauf und genügend Schlaf helfen ebenfalls.
* Es muss einen Arbeitsplatz für Hausaufgaben geben.
* Fernsehzeiten sollten nur knapp bemessen sein.

So kann der Schulanfang gelingen!

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Sodele: Eltern laufen in Scharen davon

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Juni 252010
 

Niederschmetternd für uns Berliner ist der Ländervergleich der Schulleistungen, der vorgestern veröffentlicht wurde.  Unser Bundesland Berlin liegt noch weiter abgeschlagen hinten auf dem vorletzten Platz.

Die taz, der Tagesspiegel und viele andere Stimmen werden nicht müde zu betonen: „Aber die soziale Auslese ist ungerecht. Herkunft entscheidet über Zukunft.“

Darin mag so viel Wahres liegen, dass die Herkunft aus dem Bundesland Berlin in jedem Fall einen Startnachteil für die Abiturienten mit sich bringt.

Wenn der Leistungsdruck in den Südstaaten so belastend ist, wie dies etwa in der taz heute wieder behauptet wird, dann bietet sich als Ausweg stets der Umzug in die weniger belastenden Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg an.

Aber keine Familie zieht wegen des hohen bayerischen Leistungsdrucks aus Bayern nach Berlin.

Das Niveau der Bildung ist in Berlin quer durch die Bank, in allen Schularten und auch als Durchschnitt aus allen Schularten niedriger als in Bayern oder Baden-Württemberg.  Und das, obwohl der Ausländer- und Migrantenanteil in baden-württembergischen und bayerischen Städten höher als in Berlin ist. Ein Türkdeutscher oder Deutschtürke, der in Schwaben zur Hauptschule geht, der dort mitmacht und alle Aufstiegsmöglichkeiten nutzt, ist grundsätzlich im Vorteil gegenüber einem Berliner Deutschtürken, der nur in den zweifelhaften Segnungen unseres Berliner Schulwesens mitschwimmt.

Das ist ungerecht. Denn es darf nicht sein, dass geographische Herkunft über Bildungsverläufe entscheidet. Sollen also im Sinne ausgleichender Bildungsgerechtigkeit alle Schwaben nach Berlin umziehen? Ja!

Und – oh Wunder! Sie tun es auch. Viele prominente und unprominente Schwaben sind schon hier! Aber sie ziehen erst nach dem Abitur hierher. Sodele.

Gewerkschafterin über Schulvergleich: „Eltern gehen auf die Barrikaden“ – taz.de

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DAS ist die Kinderarmut!

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Juni 242010
 

Immer wieder jammern sie über die zunehmende „Kinderarmut“ in Deutschland.“Hartz IV ist ein Armutsrisiko!“ Und was dergleichen Sprüche mehr sind. Eine wirklich groteske Redeweise!

Selbst der SPIEGEL begreift es: Die echte Kinderarmut, die gibt es bei uns in Deutschland nicht. Die kann es dank unseres sozialen Netzes nicht geben.

Echte Armut finden wir woanders. In den anderen Ländern. Darüber ist zu sprechen!

Wirtschaftskrise: Kinderarmut nimmt dramatisch zu – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama
Doch auch in diesen Ländern hat der wirtschaftliche Abschwung dazu geführt, dass viele Menschen ihre ohnehin schlecht bezahlten Jobs verloren haben. Während in den Industrienationen soziale Sicherungssysteme ein Abrutschen in Armut verhindern, gibt es solche Einrichtungen in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern nicht. Die Krise trifft diejenigen am härtesten, die ihr am wenigsten entgegenzusetzen haben. Und das sind vor allem Kinder aus armen Ländern und ihre Familien – für sie geht es ums Überleben.

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Nicolas Anelka aus Trappes

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Juni 242010
 

Riesendebatte über das Scheitern der französischen Nationalmannschaft! Großes Erstaunen ob der rohen Wortwahl eines Anelka.

Mich wundert das nicht. Ich höre solche Sprüche wie die eines Anelka hier oft schon von 7-9-jährigen Jungen. „F… d… i… Knie…/d… Mutter“ ist typisch Multi-Kulti-Berlin, ist typisch auch für Trappes, eines der bekanntesten Einwanderungsghettos in der Nähe von Paris.

Wer sich darüber wundert, hat offenbar keinen Kontakt zur nachwachsenden migrantischen Generation, weder in Deutschland noch in Frankreich.

Dort, in Trappes, wuchs Nicolas Anelka auf. Und jetzt hören wir aus der Umkleidekabine der Franzosen genau diese Sprüche. Tiefer hängen. So sind sie nun mal, unsere Jungs.

A la cité des Tarterêts : „C’est la France que les Bleus représentent, pas la banlieue“ – LeMonde.fr

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Die Schrumpfvergreisung der Deutschen

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Juni 242010
 

Einen recht nüchternen Blick wirft Gunnar Heinsohn in der heutigen FAZ auf unsere Sozial- und Einwanderungspolitik: Wir machen so ziemlich alles falsch, was für eine nachhaltige Einwanderung und Integration nötig wäre. Wir holen aus anderen Ländern die besonders Hilfsbedürftigen, entlasten die Kassen anderer Staaten, nehmen ihnen ihre Problembevölkerung weg, und die Leistungsbereiten verlassen unser Land schaudernd ob der gigantischen Verschuldung.

Und  Daniel Cohn-Bendit berichtet in der taz heute (WM03) aus Frankreich etwas, was uns in 10 oder 20 Jahren ebenfalls bevorstehen könnte: Die leistungsbereiten Chinesen protestieren zu Tausenden gegen die aus dem Maghreb stammenden Franzosen, die mehr und mehr ethnisch abgeschlossene Räume errichten, wie ich sie in Ansätzen in Berlin ebenfalls kenne: diese oder jene Straße in Kreuzberg, ganze Blocks in Wedding und Neukölln.

Die Schrumpfvergreisung der Deutschen: Deutschland verschläft den Kampf um Talente – Integration – Feuilleton – FAZ.NET
Australien verlangt, dass „Einwanderer bestens ausgebildet sind“ und „sehr schnell einen Beitrag zur australischen Wirtschaft leisten können“. Kanada setzt diese Forderung am strengsten um und hat deshalb bei den Kindern seiner Zuwanderer einen höheren IQ als beim einheimischen Nachwuchs. Nirgendwo hingegen liegen Migrantenkinder tiefer unter dem einheimischen Leistungsniveau als in Deutschland. Das liegt nicht an ihrer Fremdheit und Anderssprachigkeit, sondern an den schlechten Noten ihrer Eltern bereits in der Heimat. Es geht also gar nicht um „Ausländerprobleme“. Die wirklichen Probleme sind selbst mit Integrationsmilliarden nicht schnell heilbar. Exzellenzstudenten leben nun einmal nicht mit Schulabbrechern gleicher Sprache, Religion und Hautfarbe zusammen. Das unterbleibt in Istanbul genauso wie in Berlin.

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Bäume der Nachhaltigkeit pflanzen!

 Einladungen, Fanny Hensel, Gute Grundschulen, Musik, Nahe Räume, Natur  Kommentare deaktiviert für Bäume der Nachhaltigkeit pflanzen!
Juni 242010
 

Wir Deutschen lieben den Wald und die Bäume – mehr als viele andere Völker. Noch der heutige Kult um Naturschutz, Umweltschutz, der rasante Erfolg der grünen Partei, die Idee der Umwelt-Detektive usw. ist kaum vorstellbar ohne die ganze Vorgeschichte von Eichendorff, von Waldesrauschen, Jägerlust und Auenseligkeit.

Ich selbst teile diese ganze romantische Natursehnsucht, die Vorstellung, dass die Natur, die Umwelt etwas Schützenswertes, etwa nahezu Verehrungswürdiges ist. Letztlich freilich soll der Mensch die Natur sich dienstbar machen. Er soll die Natur pflegen und hegen, soll sich ihrer freuen. Aber er soll sie nicht anbeten. Die Vorstellung, dass Nachhaltigkeit eine Beibehaltung des Status quo bedeute, ist irrig. Den starren Status quo gibt es in der Natur nicht.

Es geht darum, sich so achtsam und schonend zur Natur zu verhalten, dass sie auch in 50 oder 100 Jahren den Menschen noch Freude bereiten und ihnen als Lebensgrundlage dienen kann.

Unser Bild zeigt einen vor einem Jahr gepflanzten Baum in der Fanny-Hensel-Grundschule, der den „Umwelt-Detektiven“ gewidmet ist.

Der Sommer ist endlich da! Um dies zu feiern, laden wir die Fanny-Hensel-Grundschule zu einem Konzert ein. Lieder von Robert Schumann stehen im Mittelpunkt. Der Eintritt ist frei.

Wann? Am Mittwoch, dem 30.06.2010, um 10.00 Uhr vormittags

Wo? In der St.-Lukas-Kirche, Bernburger Straße 3-5, 10963 Berlin-Kreuzberg

Wer singt und spielt?
Irina Potapenko, Sängerin
Mark Lewin, Ivan Hampel, Johannes Hampel, Geige
Lala Isakowa, Klavier

Lest doch die nachfolgenden deutschen Naturgedichte – sie werden im Konzert am kommenden Mittwoch erschallen und erklingen!

Joseph von Eichendorff: Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

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Juni 242010
 

Frage nicht, was DIE POLITIK für den Klimaschutz tun kann, sondern frage, was DU für den Klimaschutz tun kannst.

Heute ist der Johannistag, der 24. Juni. Johannes, der Mann des Umdenkens. „Denket um!“ Das war seine ganze Botschaft. Das gefällt mir. So meine ich auch: Man muss den Klimaschutz vom Himmel runterholen auf die Beine der Menschen.

„Den Himmel überlassen wir
den Pfaffen und den Spatzen!“

So der unverbesserliche Heinrich Heine.

Klimaschutz, der das Denken und den Lebenswandel der Menschen nicht verändert, Klimaschutz, der die Menschen nicht freier, glücklicher, freundlicher macht, wird sich nicht vermitteln lassen.

Die Jungs in Friedrichshain-Kreuzberg werden weiter von tiefergelegten BMWs und VW Touaregs träumen. Die Mädels werden weiter ihren Wodka Absolut in sich reinschlürfen, erst zuhause beim Vorglühen, dann beim Chillen auf der Admiralbrücke bis 2 Uhr nachts.

Die Großen, also die Politik haben es nicht geschafft. Die Kopenhagener Klimakonferenz im Dezember 2009 scheiterte. Die Wende zur Nachhaltigkeit ist noch nicht geschafft. Sie muss von unten kommen.

Gerade der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hätte alle Chancen, um endlich die Wende zur Nachhaltigkeit einzuleiten. Warum ist es nicht geschehen?

Die Nachhaltigkeitswende im Bereich Familie, Finanzen, Bildung, Verkehr, Klimaschutz. Diese 5 Felder sind es, an denen sich nachhaltige Politik erweisen wird.

Wir haben die schönsten, die besten, die zukunftsfähigsten Schätze, die nachhaltige Politik haben kann: Wir sind der jüngste Bezirk Berlins. Wir haben den höchsten Bildungsstand Berlins. Wir hängen nicht am eigenen, sauer verdienten Geld, sondern leben fast ausschließlich vom Geld, das der Staat uns überweist.

Und dennoch betreibt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg seit vielen, seit viel zu vielen Jahren eine Politik, die das genaue Gegenteil von nachhaltig ist.

Seit vielen Jahren ziehen die Menschen mit Schulkindern weg.  Warum? Andere bringen die Kinder mit dem Auto in andere Bezirke zur Grundschule. Warum?

Der Görlitzer Park ist übersät mit Müll und Abfall.  „Grausam!“ So Bürgermeister Dr. Schulz. Und die staatliche Müllräumung kommt drei Mal statt zwei Mal wöchentlich. Der Staat muss ran. Die Bürger verschmutzen das Umfeld, der Staat putzt und wischt hinterher wie zu Zeiten, als es noch Büttel und Dienstboten gab.

Wozu über Klimaschutz reden, wenn die Menschen nicht einmal die nächste Umgebung, das eigene Umfeld achten und pflegen?

Immer dann, wenn man das Gefühl hat: „So kann es aber nicht weitergehen!“, liegt eindeutig eine nicht-nachhaltige Politik vor.

Die Konferenz der Berliner Bezirksbürgermeister am 16. Juni 2010 hat den dramatisch-mathematischen Beweis erbracht, dass es so nicht weitergehen kann. Die ganze Politik ist nicht auf Nachhaltigkeit angelegt. Die Verwaltung vergreist, wird ausgedünnt in dem Maße, wie der Tropf der Senatsgelder versiegt. Es wachsen keine Fachkräfte nach. Und wenn sie nachwüchsen, könnte man sie nicht einstellen.

Das Gegenteil von nachhaltiger Politik!

Ist Klimaschutz ein Luxusproblem? Hat es Sinn über Klimaschutz zu reden, wenn jede Woche unsere Grundschule oder das SPD-Bezirksbüro in der Großbeerenstraße mit klimaschädlichen Graffiti besprüht werden? Wenn der Verbrauch an Erdölprodukten zunimmt, weil auf den Radwegen zerbrochene Wodkaflaschen herumliegen?

Hat es Sinn über Umweltschutz zu reden, wenn Umfeldschutz nicht gelingt?

Guter Move von Renate Künast in der Berliner Morgenpost heute auf S. 4! Sie sagt:

Renate Künast – „Es geht im besten Sinne John F. Kennedys darum: Frag nicht, was dein Land für dich tut, sondern was du für dein Land tun kannst.“  – Politik – Printarchiv – Berliner Morgenpost

Das ist genau jenes Umdenken, hin zu Pflicht, Verantwortung, Leistung und Gemeinsinn, zu echter Nachhaltigkeit, das dem Bundesland Berlin, dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gut täte!

Der Staat schafft es nicht. Die Bürger müssen es leisten. Wir.

 Posted by at 12:04

„Mehr Geld her!“, oder: die Staatsausplünderung

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Juni 242010
 

Eine der Kernursachen der verheerenden Haushaltslage des Bundeslandes Berlins ist meines Erachtens, dass hier über Jahrzehnte hinweg eine Art Staatsausbeutungsmentalität hochgezogen worden ist. Alle Parteien haben daran mitgewirkt. Paradebeispiel: die Wohnungsbauförderung.

Bei den allermeisten politischen Vorhaben, aber auch bei den kleinen Nöten des Alltags wird sofort der Schrei nach mehr Staatsknete erhoben. Diese staatlichen Mittel werden dann flugs in die Taschen der eigenen Klientel gelenkt. Neuestes Beispiel: Sprach- und Migrantenförderung. Obwohl nachweislich Milliardenbeträge in die Aufwertung der migrantischen Sozialquartiere, in Fördermaßnahmen, Sprachkurse, in bessere Ausstattung der „Schulen im sozialen Brennpunkt“ gesteckt worden sind, ertönt reflexhaft sofort der Ruf nach noch mehr staatlichem Geld, wenn irgendwann wieder einmal belegt wird, dass sich die Lage verschlechtert hat.

Einer von zahlreichen Belegen für diese Grundhaltung des Viel Staatsgeld hilft viel: Das Geld muss dahin, wo die Probleme am größten sind.“ Dies die Forderung des Berliner Landtagsabgeordneten Özcan Mutlu. Zitiert heute in der Berliner Morgenpost auf S. 3. Und fälschlich wird uns noch einmal weisgemacht, es fließe nach Zehlendorf fast genauso viel Geld wie nach Nord-Neukölln. Das geben die Zahlen nicht her. In Nord-Neukölln stehen in Brennpunktschulen wie etwa der Rütli-Schule routinemäßig doppelt so viele Lehrer in der Klasse wie in Zehlendorf. Zwei statt einer. Damit die Lehrer keine Angst zu haben brauchen.

Man lese auch den Tagesspiegel über die systematische Ausplünderung des Staatshaushaltes, die bis zum heutigen Tag unter veränderten Vorzeichen weitergeht:

Wohnen: Senat will gegen Wuchermieten vorgehen – Landespolitik – Berlin – Tagesspiegel
Die Wohnungsbauförderung begann in Berlin vor rund 40 Jahren. Bauunternehmer verdienten erheblich auf Steuerzahlers Kosten, unterstützt vom Senat. Dieter Blümmel von Haus und Grund sagte kürzlich im Bauausschuss: „Das war eine legale kriminelle Vereinigung zur Ausplünderung des Bundeshaushalts

 Posted by at 10:46