47 europäische Staaten gehören derzeit dem Europarat an; der Europarat vertritt das politische Europa derzeit am unwiderlegbarsten, nur der Europarat umfasst gleichermaßen den Osten wie den Westen Europas. Dem Europarat verdankt die Europäische Union, eine halbseitig gelähmte Tochter des Europarates, ihre Flagge: sie hat sie 1986 einfach von ihm übernommen. Der 1949 gegründete Europarat ist somit der Grundstock der europäischen Einigung. Die Flagge des Europarates weht strahlend seit 9. Mai 2011 auf dem Sitz des Bundestages und dokumentiert so die Einbettung der Bundesrepublik Deutschland in das Europa der 47.
Warum aber weist die Europafahne 12 Sterne auf, wo dem Europarat doch 47 Staaten angehören, die gewiss alle mit gleichem Recht Europa repräsentieren, das politische Europa darstellen und verkörpern? Nun, die symbolische Zwölf steht seit alters her für die Vollkommenheit der Vielfalt in Einigkeit. E pluribus unum! Es könnten durchaus auch 49 oder 52 europäische Länder sein; Grundgedanke der im Europarat am glaubwürdigsten vertretenen Einheit unseres Kontinents ist es, dass alle europäischen Staaten zusammenwirken sollen und nur dann so etwas wie europäische Einigkeit vertreten.
Zwölf goldene fünfzackige Sterne auf azurblauem Hintergrund! Das ist das Symbol der europäischen Einigung. Entworfen hat die Europafahne der Maler Arsène Heitz. Er glaubte an seinen Glauben. Er wählte für die Europafahne einfach die Symbole, an die er glaubte, also das Blau als Farbe Marias und die zwölf Sterne aus der Offenbarung des Johannes (21,19-21). Die zwölf Sterne waren die zwölf Edelsteine, welche die Mauer des himmlischen Jerusalems schmücken würden.
Hier der Text, der Arsène Heitz inspirierte, als er seinen Siegerentwurf beim Europarat einreichte:
οἱ θεμέλιοι τοῦ τείχους τῆς πόλεως παντὶ λίθῳ τιμίῳ κεκοσμημένοι· ὁ θεμέλιος ὁ πρῶτος ἴασπις, ὁ δεύτερος σάπφιρος, ὁ τρίτος χαλκηδών, ὁ τέταρτος σμάραγδος,
20ὁ πέμπτος σαρδόνυξ, ὁ ἕκτος σάρδιον, ὁ ἕβδομος χρυσόλιθος, ὁ ὄγδοος βήρυλλος, ὁ ἔνατος τοπάζιον, ὁ δέκατος χρυσόπρασος, ὁ ἑνδέκατος ὑάκινθος, ὁ δωδέκατος ἀμέθυστος,
21καὶ οἱ δώδεκα πυλῶνες δώδεκα μαργαρῖται, ἀνὰ εἷς ἕκαστος τῶν πυλώνων ἦν ἐξ ἑνὸς μαργαρίτου. καὶ ἡ πλατεῖα τῆς πόλεως χρυσίον καθαρὸν ὡς ὕαλος διαυγής.
Arsène Heitz berichtet in kargen Worten über die Arbeit an seinem Entwurf:
« C’est à moi qu’on a demandé de dessiner le drapeau de l’Europe. J’ai eu subitement l’idée d’y mettre les douze étoiles de la médaille miraculeuse de la Rue Du Bac sur fond bleu, couleur de la sainte vierge. Et mon projet fut adopté à l’unanimité le 8 Décembre 1955, fête de l’immaculée conception. »
Die Einigung Europas stand also von Anfang an unter dem Zeichen des Glaubens an den Glauben und nicht unter dem Zeichen des Glaubens an das Geld.
So wünschen wir der europäischen Einigung mit allen 47 Staaten Europas heute unter dem strahlenden azurblauen Himmel frisch grünende Kraft und grünen erfrischenden Glauben!
Quellen:
Leo Munter: Der Europa-Besinnungsweg. Tappeiner Verlag, Lana 1998, S. 22
http://archive.wikiwix.com/cache/?url=http%3A%2F%2Fwww.rennet.org%2Frennet%2Farticles.php5%3Fid_article%3D118
http://www.nestle-aland.com/de/na28-online-lesen/text/bibeltext/lesen/stelle/76/210001/219999/


And today, I’m particularly blessed to welcome you, my brothers and sisters in Christ, for this Easter breakfast… The young man from Nazareth marched through Jerusalem; object of scorn and derision and abuse and torture by an empire. The agony of crucifixion amid the cries of thieves. The discovery, just three days later, that would forever alter our world – that the Son of Man was not to be found in His tomb and that Jesus Christ had risen.

Augustinus schreibt in seinen Confessiones, Buch VIII: […] quanto ardentius amabam illos de quibus audiebam salubres affectus, quod se totos tibi sanandos dederunt, tanto exsecrabilius me comparatum eis oderam, also zu deutsch: Je glühender ich jene [beiden Männer] liebte, über deren heilsame Gefühle ich erfuhr, weil sie sich dir völlig zu ihrer eigenen Gesundung geschenkt hatten, desto verfluchter haßte ich mich, wenn ich mich mit ihnen verglich. Odium sui, Selbsthaß! Lyndal Roper schreibt über den jungen Erfurter Augustinermönch Martin Luther: „Luther scheint geradezu in Schuldgefühlen geschwelgt zu haben, als könnte er, wenn er es zum Äußersten trieb, eine höhere Stufe des frommen Selbsthasses erleben, der ihn Gott so nahe wie möglich bringen würde.“ Martin Luther schreibt noch in seinen letzten Lebensjahren immer wieder in aller Offenheit von seinem Haß auf sich selbst, von dieser Selbstverwerfung, die ihn ins Äußerste, in den hellen Zorn hineintreibt, in die Verwerfung Gottes, ja in den Haß auf Gott führt: Hierfür ein besonders machtvolles Beispiel, entnommen der Vorrede zum ersten Bande der Gesamtausgaben seiner lateinischen Schriften, in Luthers hell loderndem, an den Afrikaner Augustinus erinnerndem Latein originalgetreu wiedergegeben (Hervorhebung durch uns): [21] Ego autem, qui me, utcunque irreprehensibilis monachus vivebam, sentirem [22] coram Deo esse peccatorem inquietissimae conscientiae, nec mea satisfactione [23] placatum confidere possem, non amabam, imo odiebam iustum et [24] punientem peccatores Deum, tacitaque si non blasphemia, certe ingenti murmuratione [25] indignabar Deo, dicens: quasi vero non satis sit, miseros peccatores [26] et aeternaliter perditos peccato originali omni genere calamitatis oppressos [27] esse per legem decalogi, nisi Deus per euangelium dolorem dolori adderet, [28] et etiam per euangelium nobis iustitiam et iram suam intentaret. Ein erschütterndes Dokument für den Selbst- und Gotteshaß Martin Luthers, auf das ich vorderhand in Erinnerung an Goethe nur mit einigen kunstlos hingeworfenen Knittelversen antworten kann:
Neben den Märchen der Gebrüder Grimm, den Gedichten und Dramen Goethes, den Chorälen und Passionen Bachs und den drei Kritiken Kants zählten die Grafiken und Gemälde Dürers früher zum Kernbestand der kulturellen Leitwerke, die in Deutschland und weltweit in anderen Ländern von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Sie waren lebendiger Teil der europäischen Leitkulturen und folglich auch Teil der wie immer wandelbaren, aber doch weithin bekannten und geschätzten deutschen Leitkultur.