Dez. 192009
 

19122009001.jpg … so fasse ich die ersten Fahrtberichte mit dem neuen Produkt der vsf-Fahrradmanufaktur zusammen, das ich gestern bei einem der Fachhändler in der Bergmannstraße kaufte. So wie Peter Schlemihl einfach in sein Seckel griff, um weitere Golddukaten hervorzuziehen, so genügt ein lässiger Tritt in die Pedale, um das VSF T300 auch auf holprigem Grund mühelos voranzutreiben. Die Ausbeute jedes einzelnen Kilojoule an eingesetzter Muskelenergie übertrifft alles, was ich bisher im Bereich Stadträder ausprobieren durfte. Ein wichtiges Signal zum Thema Klimaschutz nach dem Scheitern der Kopenhagener Konferenz!

Bei dem gestern und heute herrschenden starken Frost hielt das VSF T300 jederzeit sicher die Spur, auch auf eisigem Grund und starkem Splittbelag. Das Drehmoment entfaltete sich gerade im unteren Drehzahlbereich mit überzeugender Gleichmäßigkeit, das Umschalten erfolgt ohne Ruckeln und Holpern. Den Volllastbereich konnten wir gestern und heute nicht austesten, da zu viele schleichende Motorfahrzeuge ein rasches Vorwärtskommen behinderten.

Die Anmutung des Rades wurde in ersten Stellungnahmen aus der designkundigen Damenwelt als „edel, klassisches Understatement, bestens geeignet für Anlässe auch auf hoher und höchster Ebene“ bezeichnet. Motto: „Man zeigt, was man sich leisten könnte, aber man lässt es nicht heraushängen.“ Das VSF T300 8 Gg SH FL ebony DIA RH 62 empfiehlt sich durch strenge, reduktionistische Linienführung für den coolen Kreuzberger Oberschichtler, dem der BMW Z3 und der Saab turbo billiger Kokolores für testosterongeplagte Jungmänner sind, der aber andererseits dem Zeitgeist, der heute in Gestalt unregelmäßiger, wuchtiger Rahmenarchitektur daherkommt, keinen modischen Tribut zollen möchte.

Die mitgelieferte Dokumentation in der edlen schwarzen Mappe enthält eine hinreichend ausführliche, 32-seitige Bedienungsanleitung, technische Unterlagen sowie ein Service-Scheckheft. Die Wartungsintervalle sind mit „alle 2000 km bzw. einmal jährlich im Winter“ recht großzügig. Für einen hohen Wiederverkaufswert – etwa am Berliner Mauerpark – leistet ein sorgfältig geführtes Service-Scheckheft mit dem lückenlosen Nachweis aller Wartungsarbeiten sicher beste Dienste.

Ärgerlich stieß dem Neubesitzer des VSF T300  jedoch folgender Satz auf S. 12 der Bedienungsanleitung auf: „Laut Straßenverkehrsordnung sind Sie verpflichtet, Radwege zu benutzen, sofern sich diese in einem zumutbaren Zustand befinden.“ Ein offenbar unausrottbares Vorurteil, das leider immer wieder zu unschönen Szenen zwischen motorisierten Dränglern und radfahrenden Klimaschützern führt! Seit 1997 besteht keine allgemeine Radwegebenutzungspflicht mehr. In Berlin etwa sind die allermeisten Radwege nicht mehr benutzungspflichtig.

Die Beratung beim Fachhändler war fachlich einwandfrei, freundlich, die Servicequalität überzeugte in vollem Umfang. Da mir gestern zwischen 2 Terminen nur wenig Zeit blieb, gab letztlich das hohe Maß an subjektiv empfundenem Vertrauen sowie das positive Votum meiner persönlichen Beraterin den Ausschlag bei meiner raschen Kaufentscheidung.

Besonders gut finde ich: Der gesamte Kaufvorgang ähnelt dem Kauf eines anderen „langlebigen, hochwertigen Gebrauchsgutes“, wie etwa eines Autos. Dinge wie das „Service-Scheckheft“ oder das mitgelieferte Dokumententäschchen erinnern mich an die Kauferfahrungen beim Kauf eines neuen PKW. Und gerade in diese Kauferfahrung gilt es auch in der Fahrradbranche vorzustoßen.

Der Radfahrer ist ein Fahrzeug-Kunde wie jeder andere. Er möchte zunehmend ein Produkt mit hoher Wertigkeit, nachhaltigem Marktwert und hohem Image-Faktor. Vertrauen, Zuverlässigkeit und persönliche Beratung werden bei Wahl und Anschaffung des neuen Fahrzeugs in Zukunft eine immer größere Rolle spielen.

Unser Foto zeigt das VSF T300 8 Gg SH ebony DIA RH 62 heute sicher angeschlossen an einen der berühmten „Kreuzberger Bügel“ vor dem Rathaus Kreuzberg in der Yorckstraße. Der erste Großeinkauf konnte problemlos bewältigt werden.

Seriennummer: PK 112849

Schloss: Bügelschloss Abus Granit Futura 64/180HB300 TexKF

Temperatur: -10 Grad.

Kartoffeln: Speisekartoffeln festkochend, von NP Ecke Großbeerenstraße , 5kg

Tragetasche: Modell IKEA, hochreißfest

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Dez. 182009
 

Recht traurig war ich gestern: Mein schönes Fahrrad wurde mir gestohlen, als ich es an der Schützenstraße ordnungsgemäß abgestellt hatte. Genau durch dieses Rad habe ich den endgültigen Übergang zum Fahrrad als Hauptverkehrsmittel geschafft. Weg vom Auto, weg von der BVG. Es hat mich zu einem freieren, gesünderen, entspannteren, glücklicheren Menschen gemacht. Es hat mich zu unendlich vielen kleinen Begegnungen und Gesprächen geführt.

„Das findest du am Wochende am Mauerpark wieder – du kannst es kaufen“, vertraut mir ein italienischer Freund an. Er lebt seit sechs Monaten in Berlin, aber dass die Stadt gegen die Fahrraddiebstähle fast machtlos ist, weiß er schon.

Hier noch ein paar Details: Das Rad hat den Typ Citirad Arcadia TS. 08, Rahmennummer D184174. Neu gekauft am 30. Mai 2006 in Kreuzberg. Kaufpreis 499.-

Das Bild oben zeigt dieses Fahrrad.

Vor zwei Wochen habe ich eine schöne neue LED-Beleuchtung für 91.- Euro montiert. Dadurch hatte es Standlicht vorne und hinten. Sicherheitsmängel hat das Rad keine, zumal ich etwa den Kaufpreis in Instandhaltung und Aufwertung investiert habe.

Bin ich böse? Nein. Ich war traurig. Ich denke jetzt an all die Freude, die mir das Rad geschenkt hat.

Möge dieses gestohlene Fahrrad auch den neuen Besitzer zu einem gesünderen, klügeren, ehrlicheren und glücklicheren Menschen machen!

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Nov. 092009
 

 blucherstrase.jpg Unser Bild zeigt einen herrlichen neu asphaltierten Radweg in der Kreuzberger Blücherstraße: breit, eben, deutlich abgesetzt vom Fußweg. Toll!

Der Radverkehr verbessert das Zusammenleben in den Großstädten. Da man sich nicht in den Autos, den fahrenden Blechgehäusen verbarrikadiert, entsteht jene spezifische Nähe, die seit Jahrtausenden den Zauber der Stadt begründet. Die Anonymität wird verringert, die Menschen fühlen sich sicherer. So leistet also der Radverkehr auch einen Beitrag zu mehr subjektiver Sicherheit auf den Straßen, zu einem urbaneren Gemeinschaftsleben. Ganz abgesehen davon, dass die objektive Unfallgefahr mit jedem nichtgefahrenen Autokilometer abnimmt. Jeder Verzicht auf den PKW erhöht die Sicherheit der Bürger! Denn Jahr für Jahr sterben weit mehr Menschen durch den PKW-Verkehr als durch Mord oder Totschlag.

Jede Partei, die sich das Thema Innere Sicherheit auf die Fahnen schreibt, muss für eine Stärkung des Radverkehrs eintreten.

Schon seit vielen Monaten begleiten wir mit Sympathie den Londoner Bürgermeister Boris Johnson. Durch sein unerschrockenes Eintreten für den Radverkehr und durch seine unangepasste wehende blonde Mähne hat er sich die Sympathien vieler Wähler errungen.  Jetzt hat er sogar – vom Dienst nachhause radelnd – drei Übeltäter, die eine Frau überfielen, in die Flucht geschlagen! Ein echter Ritter, ein Kavalier der Straße! Ob ihn die Gerettete beim nächsten Mal wählen wird? Ein häßlicher Fleck auf der weißen Weste des Ritters könnte sie daran hindern: Er ist ja kein Mitglied der Labour Party, sondern Mitglied der äußerst uncoolen Konservativen. Egal. Die Londoner müssen sich über manche Vorurteile hinwegsetzen lernen. Die Mauern der Vorurteile schmelzen dahin wie das grönländische Gletschereis im Treibhauseffekt. Dies zu sagen, muss am 20. Jahrestag des Mauerfalls erlaubt sein.

Le Figaro – International : La nuit où le maire de Londres est devenu un héros
Son appel à l’aide est entendu par un cycliste qui passe par là : le maire de Londres. Plus connu pour sa tignasse blonde, ses tenues débraillées et ses nombreuses gaffes que pour ses talents de pugiliste, Boris Johnson n’hésite pas une seconde. Il fonce sur les trois assaillantes, se saisit de la barre en fer qu’elles ont lâchée et, profitant de sa stature imposante, les met rapidement en fuite avant de les poursuivre sur son vélo. Puis, fort galamment, il revient sur le lieu de l’agression pour raccompagner la jeune femme chez elle. Boris Johnson «a été pour moi un chevalier servant sur son vélo étincelant », a raconté le lendemain Franny Armstrong.

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„Ein leuchtendes Vorbild“

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Okt. 062009
 

Hamburg: Humorvoller Videoclip informiert über die Gefahren mangelhafter Fahrradbeleuchtung – Fahrradportal > Aktuell > Neuigkeiten – Fahrradportal Nationaler Radverkehrsplan

Gut gemachter Videoclip über die die Herrlichkeit einer gut funktionierenden Fahrradbeleuchtung! Bei vielen Debatten über den Straßenverkehr werfe ich den Begriff des Vorbildes in den Raum. Oder ich stelle ihn einfach mal so hin. Denn Rummosern bringt wenig.

So auch in der neuesten Radzeit, dem beliebten Fachblatt der Fahrradstadt Berlin, das diesmal dem Hauptthema „Sicher zur Schule“ gewidmet ist. „Das eigene Vorbild wird positiv aufgenommen„,  töne ich da. – Das ist zwar kein vorbildlich gutes Deutsch, aber es gibt meine Empfindung wider.

Ich habe immer wieder das Gespräch mit den radelnden Regelbrechern gesucht, um etwas über dieses ärgerliche Verhalten zu erfahren. „Lass mich in Ruhe“, „ich fahre, wie es mir passt“, „hier in Berlin fahren alle so, Sie sind wohl nicht aus Berlin?“, waren die freundlichsten Antworten. Die Beleidigungen versuche ich zu vergessen und habe sie auch schon vergessen.

Es fehlt bei sehr vielen Radfahrenden an Bewusstsein für das, was sie bewirken. Wenn ich mit Fußgängern, Kindern, Lehrern, Erziehern, Autofahrern oder Politikern aus den verschiedensten Parteien spreche, schlägt mir sehr viel Verärgerung und mitunter regelrechte Wut auf uns Radfahrer entgegegen.

Einen großen Teil der Radfahr-Erziehung für meinen 7-jährigen Sohn Wanja nimmt mein Bestreben ein, ihn zur Beachtung der grundlegendsten Verkehrsregeln anzuhalten, auch wenn er Stunde um Stunde, Tag um Tag sieht, dass sich sehr viele oder vielleicht sogar die meisten Berliner Radfahrer nicht ans Rotlicht, nicht an Regeln, nicht an das Gebot der Rücksichtnahme halten. Ich versuche ihm begreiflich zu machen, dass Regeln im menschlichen Zusammenleben unerlässlich sind – auch im Straßenverkehr. „Wenn du dich selbst nicht an Regeln hältst, kannst du es auch nicht von anderen erwarten.“

Ich meine: Wir sollten uns stets beispielhaft verhalten und auch unseren Einsatz für bessere Bedingungen im Radverkehr fortsetzen.

Wir stehen in der Pflicht, uns in die Öffentlichkeit hinein klar, wiederholt und eindrücklich für Rücksicht, Freundlichkeit und Regeltreue einzusetzen.

Ich werde dieses Thema bereits am heutigen Dienstag als gewählter Elternsprecher in der Gesamtelternvertretung der Fanny-Hensel-Grundschule in Kreuzberg anschneiden. Wir alle sollten die Vernetzung mit Akteuren aus Schule, Politik und Verwaltung suchen und ausbauen.

Ich meine, es geht nicht nur um unser Image, es geht um eine Ethik des Radfahrens.

Allerdings erhalte ich auch viel Lob für vobildliches Verhalten, für Rücksicht und Vorsicht! „Mann, endlich ein Radfahrer, der bei Rot anhält!“, hörte ich einmal einen BSR-Müllkutscher. Der Mann kurbelte eigens sein Fenster herunter. Das will etwas heißen!

Ich versuche, Fußgängern zuzulächeln, so oft es geht. Ich bedanke mich durch freundliches Winken bei Autofahrern, wenn sie sich fair und rücksichtsvoll verhalten. Ich suche jederzeit Augenkontakt und sende kurze, freundliche Gesten aus. Der Klimawandel auf Berlins Straßen ist möglich! Wir können ihn alle gemeinsam bewirken. Jede Fahrradfahrt kann zur Quelle von guten Begegnungen werden. Wir sind stark. Freundlichkeit setzt sich durch.

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Sep. 292009
 

Immer wieder fahre ich am Gröbenufer entlang. Für Radfahrer schwierig, es fehlt eine gute Lösung, stattdessen holpert man gewaltig über das Pflaster.

Und wieder einmal liefern unsere Bezirksgrünen ein Beispiel ihrer sattsam bekannten Ersatzpolitik – oder ihres Politikersatzes. Gerade am Gröbenufer! Statt sich um ihr Kerngeschäft zu kümmern, etwa ökologisch überzeugende Verkehrspolitik, tauschen sie mal wieder Namensschilder aus.  Lest selbst:

Braucht Kreuzberg ein May-Ayim-Ufer?
Das kurze Stück Uferstraße war bislang benannt nach Otto Friedrich von der Gröben. Von der Gröben, geboren 1657, segelte seinerzeit als Leiter einer frühen Kolonialexpedition im Dienste des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich I. nach Afrika. An der Küste des heutigen Ghana hisste der Expeditionsleiter feierlich die brandenburgische Flagge und ließ ein Fort namens Großfriedrichsburg bauen.

Ich meine:

Die Grünen im Bezirk sollten sich endlich einmal ihrem Kerngeschäft widmen, etwa der Schaffung ökologisch verträglicher Strukturen im Verkehr. Dazu würde die Schaffung guter Verhältnisse für Fußgänger und Radfahrer gehören. Da tut sich viel zu wenig. Integration: Desaster! Die Schülerschaft ist von Klasse 1 an gespalten in Muslime und Nichtmuslime. Datenschutz: Nirgendwo werden die Meldedaten stärker von den Behörden kontrolliert als in Friedrichshain-Kreuzberg. Naturschutz: Warum pflanzen sich so wenige Exemplare der Tierart Homo sapiens hier fort und verlassen das Biotop, sobald sie Nachwuchs haben? Ist das Biotop etwa lebensfeindlich? Warum – oh ihr tüchtigen, wackeren Grünen – immer nur symbolische Politik, die den Menschen nur Scherereien bringt? Grotesk! Eben grün.

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Herrlicher Kurzurlaub auf der ADFC-Kreisfahrt

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Sep. 262009
 

26092009.jpg Die Stadt neu erfahren. Das war das Motto der ADFC-Kreisfahrt 2009 durch Berlin. Ich reihte mich zusammen mit einem meiner Söhne ein. Es gelang mir tzrozu erheblichen Altersunterschiedes, mit meinem Sohn Wanja stets mitzuhalten, der mich auch durch seine geistreichen Kommentare auf den hastig abgedrehten Videos erfreute. Einige Videos könnt ihr auf Youtube sehen. Sie bieten keine professionelle Qualität, sind alle mit der Handy-Kamera geschossen.

http://www.youtube.com/watch?v=bR4dAolw9cc&feature=channelhttp://www.youtube.com/watch?v=XnwqXuUdPT4&feature=channel26092009011.jpg

Immer wieder gab es kleine Zwischenstopps, damit der Lindwurm sich nicht zu sehr in die Länge zog. Ich plauderte mit vielen bekannten und unbekannten Mitradlern. Toll!

Von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr genossen wir die Stadt Berlin in ungewohnter Ruhe, ließen uns den Wind um die Ohren pfeifen.

26092009014.jpg

Mein 7-jähriger Sohn bewältigte die gesamte Kreisfahrt  ohne jeden Anflug von Müdigkeit oder Erschöpfung. Nur eine ganze Flasche Wasser trank er im Weltmeistertempo weg. Es war ein herrlicher Tag, der die bunte Vielfalt der Stadt erlebbar machte. Danke an alle Organisatoren und Helfer vom ADFC, ein dickes Dankeschön an die Polizei, die die Straßen sperrte und an alle Autofahrer, die die kleinen Verzögerungen mit Humor wegsteckten!

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„Ich habe auch kein Auto mehr“

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Sep. 112009
 

Gestern nahm ich an der 2. Sitzung des Fahr-Rates teil. Das ist ein Gremium, das alle 2 Monate über den Radverkehr in unserem Heimatbezirk Friedrichshain-Kreuzberg diskutiert. Mir gefällt die kooperative, auf gegenseitiges Zuhören und  Lernen bedachte Art, mit der Bezirksstadträtin Jutta Kalepky die Sitzungen leitet. Gutes, um die Sache bemühtes Verhandeln herrscht vor! Alle Teilnehmer stellten sich vor. Einige fügten hinzu: „Ich habe gar kein Auto mehr“. Ich vergaß, dies bei der eigenen Vorstellung hinzuzufügen.

Aber es ist so. Ein zusätzlicher Beweggrund für die Abschaffung des Autos war für mich die immense Steuergeldbelastung, die gerade in diesen Tagen wieder zur Rettung eines  großen Autokonzerns aufgewendet wird. Es sind über sechs Millarden Euro an Krediten, Beihilfen und Bürgschaften, die wir aufbringen. Nach der Abmeldung des Autos bekam ich jetzt immerhin eine Gutschrift von 1.- für zuviel entrichtete Kfz-Steuer.

Die zu große Nähe des konservativen früheren Bundeskanzlers Schröder zu Konzernen wie VW und Gazprom störte mich. Die zu größe Nähe unserer jetzigen sozialdemokratischen Bundesregierung zu Konzernen wie GM und Magna stört mich noch weit mehr. Der Opel-Deal war ein Fehler, ist ein ordnungspolitischer Sündenfall allererster Größe. Ich bin dagegen. Ich erkläre mich nicht einverstanden, obwohl ich als wackerer Christdemokrat weiterhin in diesem Bundestagswahlkampf für die CDU ackern werde.

Auch als Zeichen des Protestes habe ich meinen kleinen Renault Modus abgeschafft. DIESE BRANCHE will ich nicht noch mehr unterstützen, als ich es gezwungenermaßen sowieso tue. Ich fuhr meist gern Auto. Aber es gibt das Fahrrad, es gibt die BVG, es gibt sogar Taxis. Prima.

Ich teile die tiefe, öffentlich geäußerte Skepsis eines German Gref (Sberbank-Chef), eines  John Smith (GM-Verhandlungsführer), einer Hildegard Müller (CDU), eines Manfred Wennemer, eines Dirk Pfeil, eines KT zu … (CSU). Dies nur zu Protokoll.

Opel-Treuhand: Regierungsvertreter stimmt gegen Verkauf an Magna – Opel – Wirtschaft – FAZ.NET
Doch Manfred Wennemer steht nicht vollkommen allein: Sein Kollege Dirk Pfeil, der sich der Stimme enthalten hatte, sagte, er hätte Opel aus europarechtlichen Gründen lieber an den Finanzinvestor RHJ verkauft. Er klagte über politische Pressionen: „Ich hätte mich für die Aufgabe nicht bereit gefunden, wenn ich gewusst hätte, das politisch entschieden wird und nicht nach betriebswirtschaftlichen Kriterien.“ Beiratschef Fred Irving sagte, die Verkaufsentscheidung bedeute nicht „dass Opel gerettet ist. Man muss sehr viel arbeiten.“

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Aug. 282009
 

Eines schlechten Rufes erfreuen sich in der Radler-Szene die Radwege. Sie sind meist handtuchbreite Rüttelstrecken und Holperteppiche. Sie sind nachweislich unfallträchtig. Sie sind die Pest für jeden gesunden, jungen, kräftigen und selbstbewussten Radler!  Hierzu schreibt der STERN auf seinen Auto-Seiten in einem sehr lesenswerten Artikel:

Radfahr-Offensive: Freie Fahrt für freie Radler – Auto | STERN.DE
Radwege sind die Pest – für den, der vorankommen will. Viel zu schmal, mit aufgeplatztem Asphalt behindern sie den Pedalisten. Meistens sind es bauliche Verlegenheitslösungen. Sie führen plötzlich auf eine Parkspur, enden gern einfach mal so und folgen unmöglichen Kurven – nur um dem Autofahrern das Abbiegen zu erleichtern. Für Oma auf dem Weg zum Markt reicht das aus. Wer das Rad als Alternative zum Auto begreift, morgens zur Arbeit will und dabei eine Geschwindwindigkeit von mindestens 25 km/h einplant, muss dagegen auf die Straße.

Aber was ist mit den nicht ganz so jungen, den unsicheren, den zittrigen Radfahrerinnen und Radfahrern? Immer wieder spreche ich mit solchen. So gehen in den Fachdebatten häufig unter, werden an den Rand gedrängt. Sie fühlen sich sicher, wenn sie ihren breiten, schön markierten Radweg haben, wo sie nicht bedrängt und nicht angehupt werden.

Ich meine: An manchen Straßen, insbesondere an vielbefahrenen Durchfahrtsstraßen sind breite, ebene, gut gepflegte, vom Fußgänger- und Autoverkehr eindeutig abgesetzte jederzeit gut einsehbare Radwege keineswegs empörend, unsittlich, oder entwürdigend. Sie sind keine Pest. Sie sind ein Argument auch für langsame, unsichere und ältere Radler, das Auto öfter stehen zu lassen.

Unser Foto zeigt eine „Rad-Autobahn“ in der Stadt Padua.

 Posted by at 07:33
Juli 272009
 

angebotsstreifen23072009004.jpg Es geht voran mit dem Radverkehr in Berlin!  Darüber berichtet die Morgenpost heute: „Im Herbst will die Verkehrsverwaltung die Ergebnisse einer Haushaltsbefragung zur Verkehrsnutzung vorstellen. Stichproben haben schon jetzt ergeben, dass der Radverkehr in Mitte seit 2001 um 40 Prozent zugenommen hat und in Kreuzberg um mehr als 30 Prozent.“ Ca. 500.000 Radfahrer bewegen sich täglich auf Berlins Straßen, Radwegen und Gehwegen. Womit wir beim Problem sind: Wo fahren sie? Wo sollen sie fahren? Lest den Artikel, indem ihr darauf klickt:

Ausbau – Berlin bekommt 56 neue Radwege – Berlin – Berliner Morgenpost
„Es ist erklärter Wille des Senates, den Fahrradverkehr von den Bürgersteigen auf die Straße zu verlagern, deswegen verstehe ich nicht, dass weiter Radwege auf Bürgersteigen eingerichtet werden“, kritisiert der Fahrradbeauftragte des Landes Berlin, Benno Koch. Er versteht auch nicht, warum marode Radwege auf Bürgersteigen saniert oder wie in Stahnsdorf sogar neu gebaut werden. Außerdem kritisiert Koch die Nutzungspflicht auf engen und gefährlichen Radwegen, wie die neu eingeführte Nutzungspflicht in der Potsdamer Straße in Tiergarten und Schöneberg.

Ich meine: Der Fahrradbeauftragte des Berliner Senats Benno Koch hat recht.  Denn 80% aller Fahrradunfälle geschehen auf den Radwegen oder beim Hinauffahren auf die Radwege oder beim Verlassen der Radwege. Continue reading »

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Gelassen läuft’s

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Juli 242009
 

nrvk07052009007.jpg Längst schon habe ich aufgehört, unbekannte Radfahrer anzusprechen, um zu erfahren, warum sie das und das machen. Geschweige denn irgendwelche erziehlich-gedeihlichen Gespräche zu führen. Nur mein Sohn, den ich mittlerweile auf regelkonformes, selbstbewusstes Radfahren auf dem Radstreifen (nicht auf dem Gehweg) getrimmt habe,  löchert mich immer wieder mit Fragen: „Warum machen die das? Warum halten sie nicht bei Rot? Warum fahren sie auf dem Gehweg, obwohl ein herrlich breiter Radstreifen auf der Straße angelegt ist?“ Continue reading »

 Posted by at 20:23

Wir schaffen Raum für den Radverkehr

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Juli 052009
 

nrvk07052009005.jpg Eine bunte Fülle an Anregungen für eine moderne, integrierte Fahrradpolitik bot der 1. Nationale Radverkehrskongress, den das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 7. und 8. Mai 2009 in Berlin abhielt.

 

„Wir schaffen Raum.“ Mit dieser griffigen Formel legte Berlins Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer ein klangvolles Bekenntnis zur Stärkung des Radverkehrs ab. Das Fahrrad schafft ein Wir-Gefühl, es ist ein Beitrag zum verantwortlichen Miteinander. Es öffnet den Raum, statt ihn abzuschließen. In der Tat: Schon aus den Eröffnungsansprachen der Senatorin und des Bundesverkehrsministers Tiefensee hätten Marketing-Strategen zahlreiche Werbesprüche herausspinnen und die Holzmarktstraße komplett zuplakatieren können. Man konnte als Zuhörer den Eindruck gewinnen: Das Fahrrad hat keine natürlichen Feinde. Es ist umgeben von Partnern, besser noch Systempartnern, es fügt sich harmonisch ein in den Modal split, in gebrochene Reiseketten, es spielt eine Schlüsselrolle in einem ganzheitlichen Konzept für eine nachhaltige Verkehrspolitik. Also – alles bestens? Ja – wäre da nicht der Münsteraner Oberbürgermeister Berthold Tillmann gewesen. Er stellte heraus, dass der besonders starke Anteil des Radverkehrs entgegen den Erwartungen der Fahrradfans in seiner Stadt auch zu besonders hohen Unfallzahlen mit Radfahrbeteiligung geführt hat. Die Stimmung in der Stadt Münster wendet sich teilweise schon gegen die Radfahrer allgemein. Hier wurde klar: Guter Radverkehr ist kein Selbstläufer. Er bedarf der steten Pflege, vor allem aber verlangt er die mündigen, ihrer Pflichten bewusste Radfahrenden. Deren gibt es noch viel zu wenige, auch in Fahrrad-Hochburgen wie Münster.

 

Die Pausengespräche, vor allem aber die Kleinarbeit in den zahlreichen Fachforen rückte das zur Eröffnung mit breitem Pinsel gemalte Wohlfühl- und Wimmelbild zurecht:

 

08052009001.jpg Aus dem Forum Straßen für alle? – Erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit blieben vor allem zwei Beiträge haften: Die ostwestfälische Stadt Bünde will, dass mehr Kinder und Jugendliche mit dem Rad zur Schule fahren. Dem diente das Projekt It’s cool to bike to school. Dabei wirken Schüler, Lehrer, Eltern und Stadtverwaltung zusammen, um das Radfahren sicher und attraktiv zu gestalten. An alles wird gedacht: Eine Pausenaufsicht verhindert Vandalismus an der Abstellanlage, die Straße vor dem Gymnasium wurde als Fahrradstraße ausgewiesen. Gut gefiel mir die Gestalt des Fahrradscouts: Die älteren Schüler wirken als Vorbilder, sie übernehmen Verantwortung und helfen jüngeren Schülern, ihren eigenen Rad-Weg zu finden.

 

In der Aussprache meldete ich mich zu Wort: „Alles gut und schön. Aber wie gehen Sie mit Schülern um, die von ihren Familien her das Radfahren nicht kennen? In Berlin fahren die Türken und die Araber mehrheitlich nicht Rad, sondern Auto, sobald es nur irgendwie geht.“ Mit dieser Frage löste ich erkennbar Verblüffung aus – denn da es im ostwestfälischen Bünde kaum türkische und arabische Einwanderer gibt, kennt eigentlich jedes Kind von zuhause her das Fahrrad. Mich wiederum verblüfft immer wieder, dass bei allen Berliner Fahrraddiskussionen eigentlich nie irgendwelche Migranten sich vernehmbar machen – ist das Fahrrad also ein urdeutsches Phänomen? Das nähme mich wunder, habe ich doch sowohl in Italien wie auch in den USA wie auch in Holland und Belgien immer wieder wackere nichtdeutsche Pedalisten gesichtet.

 

Der Verkehrsrichter Friedrich Dencker schilderte eindrücklich die häufigsten Unfallursachen im Radverkehr, die dann auf den Tischen der Zivilgerichte landen. Was das Fehlverhalten der Radfahrer angeht, sind dies die häufigsten Beanstandungen: Fahren in falscher Richtung, Missachtung des Rotlichts, Fahren ohne ausreichende Beleuchtung, Fahren auf dem Gehweg. Für Verblüffung  bei uns sorgte der Fall eines Radfahrers, der den Gehweg in hoher Geschwindigkeit befuhr und dann gegen einen aus einer Ausfahrt fahrenden PKW prallte. Dem Fahrradfahrer wurde vom Gericht nur ein Teilverschulden angelastet – und zwar, weil seine Bremsen nicht in ordentlichem Zustand waren. Opfer von Verkehrsunfällen werden Radfahrer besonders häufig dadurch, dass Kraftfahrer sie beim Rechtsabbiegen übersehen und die Autotür bei der Vorbeifahrt von Radfahrern öffnen.

 

Die entscheidende Botschaft, die durch die Foren wehte und den gesamten Kongress prägte: Radverkehr ist eine Querschnittsaufgabe! Verkehrsplaner, Firmen, Schulen, Eltern, Polizei – alle sind gefordert, das Fahrrad als unschlagbar effizientes und sozialverträgliches Werkzeug moderner Mobilität zu stärken. Der gute Wille allein reicht nicht. Es gilt, an vielen kleinen Stellschrauben zu drehen, um das Rad nicht neu zu erfinden, sondern es neu zu verbinden, es einzubinden in ein gesamtes Verkehrsumfeld, das endlich auf die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer, nicht vorrangig auf die der Autofahrer zugeschnitten werden muss.  

 

nrvk08052009016.jpg Alle kleinliche Krittelei verstummte in der abschließenden Siegerehrung unter dem Titel „Best-for-bike“. Der bekennende Ab-und-zu-Radfahrer Klaus Töpfer ward wegen seines weltweiten Einsatzes für nachhaltige Entwicklung geehrt. Wofür er sich in einer artig-launischen Rede bedankte. Seine Anwesenheit rückte ins Bewusstsein: Wer ein eigenes Fahrrad hat, ist bereits in gewisser Weise privilegiert, denn die meisten Menschen auf dieser Erde sind zu arm dafür. Die Auszeichnung für den Evangelischen Kirchentag als fahrradfreundlichste Großveranstaltung hob beispielhaft hervor, wie in kleinen, aufeinander abgestimmten Schritten guter Radverkehr gelingt: Durch sinnvolle, miteinander vernetzte Angebote. Durch klare, ermutigende Botschaften. Und nicht zuletzt durch lebende Menschen aus Fleisch und Blut, die das, was sie verkünden, auch vorbildhaft tun.

 Posted by at 22:19
Juli 032009
 

… soll der Verkehrsteilnehmer sein. Ablenkung, Gedudel vom Walkman, Handy-Telefonate, das alles ist Gift für die Sicherheit. Sehr gutes Interview mit dem Autor Tom Vanderbilt heute im Magazin der Süddeutschen Zeitung! Auszug:

…fragen wir am besten eine AUTOrität – Auto/Mobilität – Süddeutsche Zeitung Magazin
Was Auto zu einem der erfolgreichsten Sachbücher des letzten Jahres macht: Sie widerlegen gängige Überzeugungen. Zum Beispiel stellen Sie fest, dass auf besonders gut gesicherten Straßen mit Leitplanken und vielen Hinweisschildern oft mehr Unfälle passieren als auf derselben Straße im vermeintlich gefährlicheren Zustand vor dem Umbau.
Ein interessanter Fall aus Orlando, Florida: der U.S. Highway 50, Amerikas zweitgefährlichste Straße. In der Innenstadt wollten die Planer ein Sicherheitskonzept ausprobieren. Also verbreiterten sie die Straße, brachten Planken an und stellten Warnschilder auf. Die Zahl der Verkehrstoten stieg, weil die Fahrer im Schnitt schneller fuhren.

Nach dieser Logik fahren wir also auch an Radfahrern mit Helm näher vorbei: Weil wir uns sicherer fühlen?
Korrekt.

Was macht eine Straße wirklich sicher?
Das hat mit dem Unterbewusstsein der Fahrer zu tun: Bei breiten Straßen mit vielen Schildern wiegen wir uns in Sicherheit. Das Gehirn des Fahrers schaltet ab. Deswegen passieren auch die meisten Unfälle auf Straßen, die der Fahrer kennt. Das Ziel der modernen Verkehrsführung liegt darin, dem Fahrer zu signalisieren, dass er jederzeit hellwach sein muss.

Leider schafft es auch dieser Autor nicht, die Perspektive des PKW-Insassen einmal aufzugeben, wenn er sagt: Wir fühlen uns angesichts eines behelmten Radfahrers sicherer als bei einem Radfahrer ohne Helm. So als müsste der Autofahrer vor dem Radfahrer geschützt werden. Richtig ist: Die Autofahrer halten noch weniger Abstand zu einem Radfahrer, der mit Helm fährt, als zu solchen oben ohne.  Das haben Tests bestätigt. Und das erfahre ich selber auch zu meinem Leidwesen.

Es wäre toll, wenn die Polizei einmal systematisch den mangelnden Sicherheitsabstand der PKWs gegenüber Radfahrern mäße und dann auch von den PKW-Insassen Bußgelder wegen Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer erhöbe.

 Posted by at 11:23
Juli 012009
 

Soll man sich nur dann an Regeln halten, wenn die Polizei zuschaut? Ich meine nein. Ich halte mich auch dann an Regeln, wenn die Polizei nicht zuschaut. Bin ich deswegen blöd? Manche sagen: ja. Sicher würde das auch die WELT sagen. Denn sie empfiehlt, dass man sich in den nächsten Tagen an die Regeln halten soll, da die Polizei in den nächsten Tagen kontrollieren wird.

Im übrigen begrüße ich diese Kontrollen. Ich bin aber auch dafür, dass man sich außerhalb dieser Kontrollzeiten an Regeln hält. Gut auch, dass zugleich die Rechtsabbieger unter den Autos und den LKWs kontrolliert werden.

Intensive Kontrollen von Radfahrern in nächster Zeit

Berlin (dpa/bb) – Berliner Radfahrer sollten sich in den nächsten Tagen genau an die Verkehrsregeln halten. Die Polizei kündigte am Dienstag «intensive» Kontrollen bis zum 12. Juli an. Sie will besonders gegen das Ignorieren roter Ampeln und Fahren auf dem Bürgersteig als Hauptunfallursachen vorgehen. Auch den technischen Zustand der Fahrräder wollen die Beamten überprüfen. So soll die Sicherheit im Radverkehr erhöht werden. Kontrolliert werden soll an Stellen, wo es viele Unfälle oder Verkehrsverstöße gibt. Gleichzeitig will die Polizei auch das Rechtsabbiegen von Autofahrern überwachen. Dabei passieren immer wieder Unfälle, weil Radler übersehen werden.

 Posted by at 11:54