Nov. 232010
 

Grünen-Parteitag: Urgrüne Themen und ein BMW-Schlüssel | Politik | ZEIT ONLINE
„Radikal reden kann jeder, wir streben Verantwortung an“

Ver-Ant-Wortung.

Ein großes Wort. Was bedeutet es?

Wer trägt Verantwortung? Wer trägt die letzte Verantwortung? Der Staat? Der einzelne? Die Familie?  Das Volk? Die Natur?

Verantwortung heißt, eine Ant-Wort geben zu können auf die Frage: „Was hast du gemacht? Was machst du? Was wirst du machen?“

Verantwortung wurzelt also in einem Wort-Geschehen.  Wer das gute Wort erwidern kann, wer sagen kann: „Das mache ich so. Das habe ich gemacht. Und dazu stehe ich“, der handelt verantwortlich.

Verantwortung braucht das Gegenüber. Sie braucht das Du. Wo kein Du, da keine Antwort.

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Nov. 232010
 

In die Parlamente kommen kaum alte Menschen hinein. Zwar findet man die berühmten 70-jährigen Urgesteine, die gerne auf das achte Mandat noch das neunte Mandat in Folge draufsatteln. Aber bringt dies wirklich noch neue Impulse? Spannender wäre es doch, Quereinsteiger vorgerückten Alters zu ermuntern, sich in die Politik einzubringen.

Zu bedenken ist dabei, dass für einen berufstätigen Familienvater oder eine berufstätige Familienmutter der berufsbegleitende Einstieg in die aktive Politik nahezu ausgeschlossen ist. Denn jede Parteiversammlung geht notwendigerweise  von der ohnehin knapp bemessenen Familienzeit ab. Eine Vielzahl an Parteiversammlungen muss man aber unbedingt absolvieren, um überhaupt die nötigen Verbindungen und Netzwerke herzustellen und um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie sich persönliches Vertrauen in den Parteien bildet. Persönliches Vertrauen ist das A und O jeder politischen Karriere.

Der 50- oder 60-Jährige tritt dann in Konkurrenz zu den über Jahre oder Jahrzehnte heranwachsenden Partei-Nachwuchskräften, die in aller Regel mit 17 oder 18 Jahren der Jugendorganisation beitreten, sehr schnell ihren Platz behaupten lernen, ungehindert von Vater- oder Mutterpflichten Plakate hängen, auf Straßen Kulis verteilen und überhaupt die Partei zu einer Art Familie umgestalten können. Idealerweise bringt man sogar die eigene Familie in die Partei hinein – sodass Parteizeit auch Familienzeit ist und umgekehrt. So kommen alle auf ihre Kosten.

Anders sieht es bei den Eltern aus, deren Kinder nicht mehr zuhause leben. Hier gilt es einen Silberschatz zu heben! Die Eltern mit erwachsenen Kindern haben auf einmal wieder mehr Zeit. Menschen, die selbst eine Familie geführt haben, werden dann wohl auch das Thema „Familie“ angemessen im politischen Tagesgeschäft vertreten können.

Die Eltern müssen nach ihrer aktiven Erziehungszeit einen angemessenen Platz in den Parlamenten  finden. Sie müssen ihre Elternverantwortung zu einer politischen, einer neuen Verantwortung erweitern können.

Die neue Verantwortung! „Radikal daherreden kann jeder. Wir aber streben Verantwortung an„, so formulierte es kürzlich der Bundesvorsitzende der „Partei der Söhne und Töchter“. Bravo! Verantwortung anstreben. Das ist ein typisches Wort der Vaterwerdung.

Recht nahe an dem Leitbild der „Lernenden Volkspartei“ positioniert sich übrigens nunmehr auch die stiftung neue verantwortung. Ihr Sitz ist nur einen Steinwurf entfernt von der Stelle, an der dieses Blog geführt wird.

Die zehn Thesen für eine politische „Partei mit Zukunft“ empfehle ich den „Parteien der Väter und Mütter“ nachdrücklich zur aufmerksamen Lektüre.

Zehn Thesen für eine politische „Partei mit Zukunft‟ – stiftung neue verantwortung

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Nov. 222010
 

Die Eltern haben Angst, ihre Kinder in diese Schulen zu schicken.“ So fasse ich meine Gespräche mit Eltern zusammen, die die sattsam bekannten Brennpunktschulen tunlichst meiden. Diese Eltern sind Schulverweigerer.

Immer wieder blitzen in der gesamten Integrationsdebatte plötzliche Einsichten auf, die den Kiefer nach unten klappen lassen. So etwa die Mitteilung des Neuköllner Bürgermeisters, dass bis zu 60 Personen unter einer 1-Zimmer-Wohnung gemeldet sind – die dann Sozialhilfe beziehen. Oder dass in einem einzigen Berliner Bezirk 10.000 Scheinadressen entdeckt worden sind. Oder dass mit AOK-Versichertenkarten ein schwunghafter Schwarzhandel betrieben wird.

Die Bezirksämter Berlins stellen fast keine Beschäftigten mehr ein, das Durchschnittsalter der kommunalen Bediensteten nimmt jeden Monat zu. Die Bezirksämter Berlins haben folglich immer weniger Möglichkeiten, Recht und Unrecht von ausgezahlten staatlichen Leistungen nachzuprüfen.

Und jetzt noch diese Äußerung von Schulsenator Zöllner:

Kindergeld-Kürzung – Sprachtest für Kinder – Druck auf Eltern erhöht – Berlin – Berliner Morgenpost – Berlin
Teilweise hätten die Kinder ihren Lebensmittelpunkt gar nicht in Berlin, sondern lebten bis zum Schuleintritt bei der Oma in der Türkei. In solchen Fällen solle das Kindergeld gestrichen werden, sagt Zöllner.

Wie bitte? Kindergeld für Kinder, die gar nicht im Haushalt des Kindergeldbeziehers, sondern im Ausland leben? Das ist klarer Rechtsbruch. Auch deutsche Staatsbürger, die im Ausland leben, haben keinen Anspruch auf Kindergeld. Um wieviel mehr gilt dies für Mitbürger, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben. Kindergeld für im Ausland lebende Kinder – das ist einer jener zahllosen, in der Szene bestens bekannten Tricks, mit denen unsere Sozialkieze aufgepäppelt und verzogen werden. Kein Wunder, dass kein Land in Sicht ist! Weder bei den Staatsschulden des Landes Berlin noch auch bei der sprachlichen und sozialen Integration der Zugewanderten.

„Wir schaffen es nicht“, „die Probleme werden größer, nicht kleiner“ – diese Seufzer höre ich immer wieder von Pädagogen und Erziehern. Die Lehrer und Erzieher werden meist alleingelassen, dürfen wegen ihres Dienstverhältnisses nicht offen reden.

Und mit Steuergeldern werden dann die Sprachförderkurse finanziert, die Integrationskurse, die Stadtteilmütter usw., damit unsere armen Benachteiligten endlich die Segnungen des deutschen Sozialstaates vor Ort genießen können.
Wir wenigen steuerzahlenden Bürger im Kiez verspüren zunehmend eine regelrechte Wut aufkommen, wenn wir sehen, wie leichtfertig der Staat mit unserem Geld umgeht – oder besser: wie der deutsche Staat systematisch ausgeplündert wird. Die Sozialausgaben Berlins steigen allein in diesem Haushalt wieder um 7 %, und das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg erlässt eben mal den selbsternannten Mietsozialisten im Bezirkshaus 331.000 Euro. Wie das? Was könnte man mit diesen 331.000 Euro machen? Wieviele Musikinstrumente könnte man davon für die Kinder anschaffen?

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Nov. 222010
 

Kaum jemand bekommt es mit, und doch werden in diesen Wochen und Monaten die Weichen für die Berliner Landespolitik ab September 2011 gestellt. Es bleibt eine der bestgehüteten Wahrheiten, dass die interne Kandidatenaufstellung der Parteien weit vor dem eigentlichen Wahltag über mindestens 70% der Abgeordneten in jedem Parlament entscheidet. Wenn sich die Gewinne und Verluste der Parteien unterhalb von 10% bewegen, dann werden etwa 85% aller Mandate bereits weit vor dem Wahltag vergeben.

Der Wahltag selbst, also in diesem Fall der 18.09.2011, bleibt gleichwohl spannend, denn die Mehrheiten sind in der Tat nicht vorhersagbar. Welche Partei wird stärkste Partei? Welche Koalitionen sind rechnerisch möglich? Darauf haben die Parteien im Vorgriff keine direkten Einflussmöglichkeiten. Sehr wohl aber bestimmen die Parteien Monate vor der Wahl, wer ins neue Parlament kommt und wer nicht.

Die Würfel für das nächste Berliner Abgeordnetenhaus fallen JETZT, in diesen Wochen! Die vorderen Plätze auf den Listen und die Direktkandidaturen sind die entscheidenden Startplätze. Sie werden jetzt vergeben. Verdienstvoller Artikel von Sabine Rennefanz in der Berliner Zeitung – eigentlich müsste man viel mehr über die Art und Weise, wie Kandidaten aufgestellt werden, erfahren!

Welchen Einfluss haben die Parteimitglieder? Stimmen die Parteimitglieder über die Kandidaten ab – oder die handverlesene, leicht steuerbare  Schar der Delegierten? Welchen Einfluss haben die Bürger von außerhalb der Parteien? Geschieht die Kandidatenkür öffentlich? Das sind wichtige Fragen.

Momper geht, Dregger kommt – Berliner Zeitung

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Nov. 202010
 

Na, endlich hat der Senator ein Einsehen. Das haben wir Eltern aber schon ganz offiziell vor zwei Jahren gefordert: Das jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) sollte nicht überall verpflichtend eingeführt werden, sondern nur dort, wo Lehrer und Eltern dies wünschen. So unsere Forderung.

Jetzt hört er uns zu. Allerdings hat das unbedachte, gut gemeinte, aber schlecht vorbereitete Experiment JüL neben anderen wichtigen Gründen (undurchschaubares Grundschulwesen, zu viel Unterrichtsausfall) dazu beigetragen, dass wir als Familie privat mit unserem Sohn das Berliner staatliche Grundschulwesen vorerst ganz verlassen haben und auf eine Privatschule ausgewichen sind.

Teure Experimente!  Dafür zahlen alle einen Preis. JüL hat die Segregation der Schüler noch vertieft.

Das Grundschulwesen ist Kreuzberg ist komplett aufgespalten. Das finde ich furchtbar. Alle Schulen sind „Sonderschulen“ geworden.

Grundschulen dürfen JÜL abwählen – Berliner Zeitung

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C’era una volta … un grande fracasso nella chiesa Gethsemane di Prenzlauer Berg

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Nov. 202010
 

Und wieder einmal geigte ich staunend in der Gethsemanekirche! Der Atem der vielen Proteste, Gebete und Versammlungen aus den Jahren 1989/1990 ist noch überall spürbar. Heute, in der Generalprobe zu Verdis Requiem, ging es uns darum, unter der Leitung von Dirigent Norbert Ochmann die rechte Balance zwischen den Stimmen im Chor und im Orchester zu finden.

Im Bild seht ihr die erschreckend große und laute Grancassa – ganz großes Orchester, große Gefühle, großer Chor. Giuseppe Verdi!

Konzert dann am Sonntag, übermorgen, 19 Uhr.

studiosi cantandi – VORSCHAU

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Nov. 192010
 

Russische Duette und Arien

Angelina Billington, Sopran
Irina Potapenko, Mezzosporan
Lala Isakova, Klavier

Konzert am 20. November 2010, 19.30 Uhr

Theater Russische Bühne
Kurfürstenstraße 123
10785 Berlin
An der Urania
Eintritt 15 / 10 Euro. Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt.
Kartenreservierungen unter Tel. 0151 152 17 998

Am Wochenende erwarten mich wieder  zwei tolle multikulturelle Ereignisse: das Requiem von Verdi am kommenden Sonntag, und zunächst das Liederkonzert am morgigen Samstag!

„Ja warum GEHEN  Sie denn nicht zu integrationspolitischen Veranstaltungen, Herr Hampel, wo Sie sich doch so für Integration interessieren?“ So einer der zahlreichen Vorwürfe, denen ich immer wieder begegne.

Freunde, gute Frage! Ich muss gestehen, ich bin der integrationspolitischen Debatten in der jetzigen Form schon fast überdrüssig.

Machen, nicht reden!“ „Von einem Papier allein ändert sich gar nichts!“, so Burkard Dregger, mein Parteifreund.

In der Tat. Deutschland ist das Land, in dem man Schokolade von der Straße essen kann. Wozu also das ganze Gerede von Integration?

Meine Hauptsätze zur Integration:

Die Hauptprobleme sind – in dieser Reihenfolge:

Überversorgung durch staatliche Leistungen in Deutschland

Fehlsteuerungen im Sozialsystem, daraus herrührend eine schrankenlose Anspruchsmentalität bei Einheimischen und Zuwanderern
Politik wird im Bundesland  Berlin leider noch zu stark als Verteilungspolitik betrieben
Pflichtverweigerung durch die einzelnen Menschen
Gewollte Fehlsteuerung des Staates in den Herkunftsländern, insbesondere Türkei, Libanon, Russland und Syrien. Diese Länder haben uns die Menschen geschickt, die sie selbst nicht versorgen konnten und wollten oder nicht haben wollten
Sozialbetrug in Deutschland – ein weit unterschätztes Problem
Verfehlte Grundhaltung bei Zuwanderern und Einheimischen
Zuviel Vertrauen in Geld, zu wenig Vertrauen in die Persönlichkeit
Mangel an offenen Herzen
Mangel an Nächstenliebe
Ideologische Verblendung
Mangelnde Eingeständnisse eigener Fehler bei Bürgern, Politikern, Zuwanderern und Einheimischen
Kulturelle Verunsicherung der Deutschen

Ansonsten ist ja mein persönliches Leben hier in Kreuzberg nichts anderes als eine dauernde Integrationsbaustelle. Ich bin amtlich Teil einer migrantischen Familie! Zuhause wird oft nicht Deutsch gesprochen. Ich leiste einen winzigen Beitrag zur Integration durch Elternarbeit, durch Einbeziehung migrantischer Familien in allerlei Aktivitäten kultureller Art.

Und ja, ab und zu besuche ich noch politische Veranstaltungen zum Thema „Integration“. Aber nicht mehr viele.

Ich BITTE doch recht herzlich um Verständnis.

Morgen gibt’s ein Multi-Kulti-Konzert. Gut für die Integration. Dieser ärmliche Blogger aus Kreuzberg wird den Moderator geben und fremdländisches Wortgut in sein geliebtes Deutsch übertragen.

Kommt alle, oh ihr Multi-Kulti-Apostel!

Home – Accolada

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„Sie haben die Aufgabe, Deutsch zu lernen“

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Nov. 182010
 

Spannendes Gespräch mit meinem Mit-Kreuzberger Cem Özdemir auf S. 4 der FAZ heute!  Sein Schwäbisch ist weit besser als meines, da er im schwäbischen Kernland aufwuchs, ich nur im benachteiligten Zonenrandgebiet zu Bayern. Aber sollte ich deswegen gleich um „Benachteiligtenförderung“ betteln, wie das in Berlin Hinz und Kunz machen?

Scherz beiseite! Im Ernst:  Als große Gefahr sehe ich es an, wenn die Grünen jetzt zunehmend plötzlich ihre Karte „Verantwortung“ und „Pflicht“ von der Umweltpolitik auf die Bürger insgesamt ausdehnen. Musterbeispiel sind dafür Sätze wie: „Die Bürger haben die Pflicht, Plastikflaschen zurückzubringen. Die Bürger haben die Pflicht, sparsam (=“energieeffizient“), sauber (=“umweltverträglich“) und anständig (=“nachhaltig“) zu leben. Die Bürger haben die Pflicht, richtig gutes Deutsch zu lernen.“ Beispiel:

Im Gespräch: Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Grünen: „Unsere Leitkultur ist das Grundgesetz“ – Inland – Politik – FAZ.NET
Die Amtssprache in Deutschland ist Deutsch. Das gilt selbstverständlich auch für Zuwanderer und ihre Kinder. Sie haben die Aufgabe, Deutsch zu lernen – zum Schutz ihrer Kinder, damit sie sich zurechtfinden.

Das ist doch genau jenes bürgerliche Pflicht- und Verantwortungsethos, das Städte wie Stuttgart, Genf, Zürich, Hamburg, Lübeck, Kaisari oder Konya so reich und blühend gemacht hat!

Das passt nicht zu Berlin. In Berlin würde es eher heißen: „Der Staat hat die Pflicht, durch Förderkurse, staatliche Finanzierung, Programme wie etwa die soziale Stadt oder die Kiezlotsen und Stadtteilmütter allen Zuwanderen im Laufe von 50-100 Jahren das Erlernen der rudimentären Bruchstücke des Deutschen zu bezahlen und soziale Teilhabe zu schenken.“

Wenn die Grünen sich von dem linken Steuerungswahn abwenden, wonach der Staat allen sozialen Aufstieg und soziale Gerechtigkeit über Generationen bezahlen soll, dann wird es gefährlich.

Nicht für die Stadt Berlin, aber für die sogenannten „bürgerlichen Parteien“.

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Höchste Pflegestufe für Kreuzbergs Grün

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Nov. 182010
 

01112010034.jpg 1,09 Euro gibt Marzahn-Hellersdorf pro Jahr für die Pflege seines Grüns aus, mein Heimatbezirk Friedrichshain-Kreuzberg hingegen 4,25 Euro. Das berichtet die aktuelle Berliner Woche in ihrer Kreuzberger Ausgabe auf S. 2. Wir sind schon ein sehr reicher Bezirk! Natürlich, bei uns kontrollieren Ingenieure, dort nur Gärtner die Ausführung. In Pankow haben sie 400 MAE-Kräfte, wir nur einige wenige. Andy Hehmke, SPD-Fraktionsvorsitzender, verlangt, dass Missbrauch der sogenannten „Ein-Euro-Jobber“ gemeldet werden soll.

Ich selbst genieße bei jedem Wetter und in jeder Jahreszeit das herrlich gepflegte Grün unserer zum Verweilen einladenden Parks und Wiesen.

Kreuzberg ist nicht nur reich, sondern auch schön!

Bild: Herbstliche Impressionen am Viktoriapark am Kreuzberg, aktueller Zustand. Alle sind sich einig in dem, was sie nicht wollen.

Die aktuellen Ausgaben der Berliner Woche – Berliner Woche

 Posted by at 15:29
Nov. 182010
 

Gestern war ein schöner Tag. Am Nachmittag führten meine Frau, einige Kinder und ich in der Lomonossow-Grundschule die Zauberflöte  von Mozart auf. Ich durfte wie ein echter Theaterdirektor das Schauspiel ankündigen, die Puppe des Tamino und der Pamina führen und zusammen mit meinem braven Weib Irina die Handlung erzählen. Die Kinder lachten unglaublich viel. Wir besprachen gemeinsam Fragen von Gut und Böse. Wir fanden heraus, dass es uns allen freisteht, das Gute zu wählen.

Am Abend radelte ich zu der Sitzung des ADFC-Bezirksrates. Wir besprachen wichtige Themen. Ich habe viel gelernt. Manche eigene Ansichten habe ich überprüft und geändert. Das gemeinsame Ziel, den Radverkehr in Berlin zu fördern, verbindet und eint uns. Das Amt des Sprechers des Bezirksrates gab ich mit Ablauf meiner zweiten Amtszeit im besten Einvernehmen an Annette Schlipphak weiter.

Lomonossow-Grundschule zu Berlin :: Private deutsch-russische Lomonossow-Grundschule zu Berlin

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Nov. 172010
 

Gute Sache!  Der menschliche Körper verlangt nach Abwechslung! Lange monotone Belastungen müssen immer wieder durch Lockerung, durch Dehnung des Halteapparates und der Bänder sowie durch Kräftigung der anderen Muskelgruppen unterbrochen werden.

Das wissen die Autobauer. Das wissen die Geiger (und sollten es befolgen). Das wissen viele Lehrer. Das sollte auch Standard in deutschen Klassenzimmern werden. BMW fährt schon mal vor.

Ältere Beschäftigte: Senioren am laufenden Band – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft
„Wir kamen uns zuerst schon etwas blöde vor, als wir mit den Gymnastikübungen angefangen haben“, schmunzelt Wenzl. „Jetzt aber machen alle mit. Das tut uns einfach gut.“

 Posted by at 19:24
Nov. 172010
 

„Wer hier geboren ist und hier aufwächst, ist für mich ein deutsches Kind und gehört zu uns.“  So sprach’s der Neuköllner Sozialarbeiter Gilles Duhem vom Verein Morus 14 in einer Anhörung der CDU-Bundestagsfraktion, der ich als Zuhörer beiwohnte, einmal aus. So ist es richtig. Richtig ist es auch, was die Bundesjustizminsterin fordert: Sicherheit vor Abschiebung für Kinder und Jugendliche!

Allerdings wird es in der Darstellung auch oft übertrieben. Die Zahl der Abschiebungen ist minimal! Gerne greifen die Medien dann einen jener wenigen Fälle heraus, wo tatsächlich ein gut integrierter Jugendlicher mit Abitur usw. abgeschoben werden soll. Diese Abschiebungsdrohungen sind in der Tat skandalös. Aber sie sind Einzelfälle. Bei guter Kenntnis des Ausländer- und Aufenthaltsrechtes, bei entsprechenden Kontakten zu gut ausgebildeten Beratern lässt sich für jeden Menschen in Deutschland der dauernde Aufenthalt organisieren.

Die Zahl der „dauerhaften Duldungen“ ist zu hoch, vor allem aber dauern manche „Duldungen“ zu lange.

Ich meine: Man sollte eine Zeitbegrenzung für Duldungen einbauen – etwa 5 Jahre. Danach entweder ein  dauerhaftes Bleiberecht ohne Wenn und Aber – oder Abschiebung. Wobei die Abschiebungen die absolute Ausnahme bleiben werden und bleiben sollen.

Das Recht zu arbeiten sollte früher erteilt, die Sozialhilfe sollte weit zurückhaltender vergeben werden. Dies wird nur im Rahmen einer anzustrebenden großen Sozialrechtsreform zu leisten sein.

Unsere Kinder, die Jugendlichen sind der größte Schatz, den wir haben. Dies meine ich nicht nur seelisch, sondern auch volkswirtschaftlich.

So meine ich etwa mit gutem Grund nachweisen zu können, dass Friedrichshain-Kreuzberg der an Goldstaub reichste Bezirk Berlins ist. Nicht die vielbeschrieene „Armut“ ist das Problem Friedrichshain-Kreuzbergs, sondern die Tatsache, dass der reichlich vorhandene Goldstaub nicht erkannt und wertgeschätzt wird.

Justizministerin: FDP fordert Abschiebestopp für ausländische Kinder – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE

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