Nov. 162010
 

Ich gehe heute ins Kreuzberger Hermann-Hesse-Gymnasium, um einige Antworten abzuholen, und entbiete allen Muslimen Berlins die besten Segenswünsche zum heutigen Opferfest!

Der Gedanke des rituellen, symbolischen Ersatz-Opfers verbindet das Judentum mit seinen beiden Nachfolgereligionen. Arabische Christen nennen zu recht „Ostern“ ihr „Opferfest“. Es entspricht symbolisch dem Pessah-Fest der Juden.

Grundgedanke:  Da Gott auf das Menschenopfer verzichtet, brauchen auch die Menschen kein Menschenopfer mehr zu tätigen. Gott will keine Menschenopfer! Er heißt Abraham, seinen Sohn nicht zu opfern. Das ist der Kern des Opferfestes.

Diese drei Religionen konnten somit die Sorge um den Menschen in dieser Welt – nicht das Opfer des Menschen für Gott – zu ihrem zentralen Anliegen erklären.

In Fatih Akins Film „Auf der anderen Seite“ hörten wir das in dem Satz: „DAS GIBT ES BEI UNS AUCH“. Eine Deutsche spricht ihn aus, als sie in Istambul das Opferfest, das höchste Fest der Muslime, miterlebt.

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Nov. 152010
 

abgesperrte-fahrradwege73428_502907464552_230100043_30321_6051785_s.jpg Was ist das: Rattarumm, rattarumm, rattarumm  …? Das sind drei Felgen in in Estland! So eine schöne, singende klingende Sprache! Dort fand ja auch 1990 die singende Revolution statt!

Tolles Lexikon des Radfahrens in 27 Sprachen! Es liefert auch viele Argumente für mehr Radfahren! Zum Beispiel leben Radfahrer länger, sind gefühlte 10 Jahre jünger als der Rest der Bevölkerung.

Die Luft im Innenraum eines fahrenden Autos ist stärker mit Schadstoffen belastet als die Atemluft der Radfahrer.

Foto oben: ein „caril bici separado“ in Barcelona.

Die drängende Frage steht aber weiter im Raum: Wie nennt man den Friedrichshain-Kreuzberger Bügel auf Spanisch? Vielleicht aparcabicicletas de Friedrichshain-Kreuzberg?

Foto unten: „aparcabicletas de Kreuzberg“ in Kreuzberg.  Genannt auch „estacionamiento de bicicletas“.

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bikelexicon_web72.pdf application/pdf-Objekt

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Nov. 152010
 

149918_502907519442_230100043_30323_6868490_n.jpg Treffliche, lesenswerte  Analyse der Berliner Parteienlandschaft heute in der Morgenpost, verfasst von Carsten Erdmann!

Die Parteien bestimmen gerade ihr Personal, mit dem sie zu den Abgeordnetenhauswahlen im September 2011 antreten wollen. Inhaltlich scheint eine qualifizierte Minderheit in allen Parteien allmählich zu erkennen, dass die jahrzehntelange Versorgungs- und Vetternwirtschaft sowohl in Berlin (Ost) wie in Berlin (West)  beendet werden muss. Dennoch versprechen sie schon wieder wacker und fröhlich weiter: Andere Flugrouten (damit mehr Kerosin verflogen wird), kleinere Klassen, mehr Schulessen, mehr Bildung, mehr Förderunterricht, mehr Sozialarbeiter, mehr Förderung durch den Staat, mehr Kinderbetreuung, mehr Integrationskurse, helle, bequeme Schultoiletten, billigeres Wasser … wer bietet mehr? Renate Künast! Sie will allen Bürgern, die ein tolles E-Zweitauto kaufen, 5000 Euro schenken! Danke, ganz lieb! Wenn es wenigstens ein E-Fahrrad wäre. Aber nein, ein E-Auto muss es schon sein. Damit mehr Strom und weniger Erdöl verbraucht wird. Hoffentlich CO2-neutral – also aus AKWs.

Was aber den Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg nicht daran hindert, den jungen Erwachsenen im Bezirkshaus in der Reichenberger Straße 63 eben mal so 331.000 Euro zu schenken, damit sie mannhaft kämpfend für niedrigere Mieten (und weitere 300.000 Euro  in der eigenen Tasche)  auf der faulen Haut liegen. Danke, ganz lieb!

Scherz beiseite! Alle Parteien wollen kleinere Klassen –  für „bessere Unterrichtsqualität“. Dazu schrieb gestern Gilbert Schomaker in seinem trefflichen Fakten-Check:

Bei der Forderung nach kleineren Klassen besteht parteienübergreifender Konsens. Dies wollen alle Politiker in Berlin. Allerdings muss man dann entweder mehr Lehrer einstellen, wofür kein Geld da ist, oder man muss Lehrer aus Schulen in bürgerlichen Gegenden abziehen und in Problemkieze schicken, wo Lehrer fehlen. Das wiederum würde einen Aufstand der Eltern in Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf oder Köpenick provozieren.

Na prima. Dabei weiß jeder Haushälter, dass genau diese Forderung am teuersten ist und am wenigsten befriedigt werden kann. Na und dann fällt halt über Wochen und Monate Unterricht aus, wenn die Lehrer fehlen, weil man die Klassen kleingerechnet hat. Ich sage: Falsch. Die Klassen dürfen ruhig größer werden, wenn dadurch garantiert werden kann, dass der versprochene Unterricht auch stattfindet!

Dieser Blogger selbst ist ja nunmehr aus dem Rennen um das Abgeordnetenhaus und die BVV – bis mindestens 2016. Deshalb kann er ungehemmt zwei Bitten an alle Berliner Parteien richten:

1) Versprecht uns gar nichts mehr!  Schenkt uns reines Wasser ein! Schenkt uns keinen Wein ein. Predigt Wasser und trinkt Wasser! Der Bürger kann auch Leitungswasser trinken, er braucht nicht einmal Mineralwasser auf Staatskosten.Wir brauchen kein billigeres Leitungswasser. Aus ökologischer Perspektive ist Trinkwasser immer noch zu billig.

2) Meine zweite Bitte richtet sich an die Parteien in Friedrichshain-Kreuzberg. Bitte stellt eure Listen so zusammen, dass beide Ortsteile, also Friedrichshain und Kreuzberg, gleichermaßen widergespiegelt werden. Wir sind der einzige echte Ost-West-Bezirk in ganz Berlin! Erweist euch dessen würdig! Es wäre nicht schön, wenn eine Partei in unserem Doppelbezirk nicht mit etwa gleich vielen Kandidaten aus beiden Ortsteilen in den Abgeordnetenhaus- und BVV-Listen vertreten wäre.

Dessen eingedenk, schlage ich hiermit vor, den weltberühmten Kreuzberger Bügel feierlich in Friedrichshain-Kreuzberger Bügel umzubenennen.

Unser Bild zeigt einen Friedrichshain-Kreuzberger Bügel in der katalanischen Hauptstadt Barcelona.  Foto veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Fotografen, unseres Barcelona-Korrespondenten Tassilo Klesen.

Wie nennt man den Friedrichshain-Kreuzberger Bügel eigentlich auf Katalanisch?

Abgeordnetenhauswahl – Die Berliner Wähler wollen Antworten – Berlin Aktuell – Berliner Morgenpost – Berlin

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Nov. 142010
 

Einen hübschen Herbstblumenstrauß an Leserbriefen zum Thema Radverkehr bringt der heutige Tagesspiegel auf S. 16. Der Artikel von Stefan Jacobs war auch wirklich gut (dieses Blog kommentierte). Hier noch das Zitat des Sonntags:

Verkehrsplaner bringen Radler in Gefahr – Meinung – Tagesspiegel
Eine ausschließlich am Konflikt „schuldige“ Gruppe im Straßenverkehr gibt es nicht. Hilfreich ist es da allemal, wenn versucht wird, den Blick dafür zu öffnen, dass zu einem gedeihlichen Miteinander im Straßenverkehr eben alle Gruppen einschl. der Verkehrsplaner ihren Beitrag leisten müssen.

Joachim Ziegler, Berlin-Marienfelde

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Nov. 142010
 

Mit dieser und einigen anderen klingenden Formulierungen bewarb ich mich heute in Abstimmung mit politischen Freunden vor dem Kreisparteitag der CDU Friedrichshain-Kreuzberg um die Kandidatur für einen aussichtsreichen Listenplatz im Berliner Abgeordnetenhaus und/oder BVV.

Kernpunkte meiner beiden knappen Bewerbungsreden, die jeweils höchstens 5 Minuten dauerten:

Berliner Abgeordnetenhaus:

– Familien als die Keimzellen der Gesellschaft ertüchtigen, Staatslastigkeit des Daseins abbauen, Mütter UND Väter zur freudigen Pflichterfüllung rufen!

– Deutsche Sprache für alle zugänglich machen! Jahrhundertelange Kulturen der Deutschen und auch der Zuwanderer pflegen!

– Menschen ermutigen! Vertrauen in die Kräfte des Menschen setzen! Überversorgung erkennen – Überversorgung benennen!

BVV:

– Eltern als Teil der Schulgemeinschaft nachhaltig in die Zusammenarbeit mit der Schule einbinden!

– Mehr Platz für den bewegten Bürger schaffen, mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer schaffen! Zunehmenden Diabetes der Kinder erkennen und verhindern!

– Alte Menschen einbinden, Patenschaften stiften!

Beide Male erhielt ich achtbare 18 Stimmen der 53 bzw. 54 Delegierten und unterlag somit jeweils dem gesetzten Mitbewerber.

Auch meine politischen Freunde verfehlten alle die nötigen Mehrheiten. Das fand ich besonders bedauerlich. Ihnen hätte ich einen Erfolg noch mehr als mir selbst gewünscht. Besonders Friedrichshain liegt mir am Herzen! Wir sind doch ein Doppelbezirk!

Das bedeutet, dass für die nächste Zeit die angestrebte politische Arbeit in diesem Kreisverband nicht erreichbar ist.

Sehr gut für meine Familie! Sehr gut für die Musik, für meine geliebten Sprachen, für meinen Beruf!

Es war eine sehr gute, inspirierende Zusammenarbeit mit meinen politischen Freunden innerhalb des Kreisverbandes.

Und es gibt ja noch den Silberschatz des Alters! Den gilt es zu heben!

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Requiem aeternam dona eis!

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Nov. 132010
 

Diese Verse aus dem katholischen Gottesdienst für die Toten strichen mir durch den Sinn, als ich heute von einer recht bewegten Versammung nachhause wanderte – im strömenden Regen.

In der Tat: Meine italienische Seele freut sich auf die morgige Totenmesse nach Verdi. Ich werde selbst in der ersten Violine mitspielen. Auenkirche Wilmersdorf, 18 Uhr.

Mit einem Musiker sprach ich darüber, ob Verdi dies ernst gemeint haben könne, was er da schrieb. Ich meine: wer so fragt, hat wohl nie einer süditalienischen Leichenfeier beigewohnt. Die innige Verquickung von herzzerreißendem Pathos, Lamento und Gelächter hat eine unglaublich befreiende Wirkung.

So als wäre alles nicht ganz so schlimm mit dem Sterben.

Musik in Kirchen – Guiseppe Verdi: Messa da Requiem – Auenkirche Wilmersdorf am 14. November 2010 um 18:00 Uhr

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Nov. 122010
 

Ein Riesenproblem für Kitas und Schulen sind negative Schlagzeilen. Es geht um Arbeitsplätze, Jobs, Gelder. Wenn die Schülerzahlen wegen negativer Presse wegbrechen, sind Schulen im Bestand gefährdet.

In den Kitas wird deshalb gerne auf die Wünsche der Mehrheit der Eltern eingegangen. Und wenn die Schweinefleisch ablehnen, wird die Einrichtung schweinefleischfrei gemacht. Und wenn die Eltern leichte Bekleidung der Kinder in der Kita ablehnen, wird die Kleiderordnung geändert. Und wenn im Ramadan gefastet wird, dann werden die Veranstaltungen entsprechend gestrichen. Alle Kinder müssen sich sittsam verhalten. Was ist sittsam? Das bestimmen die neuen Mehrheiten! Wir anderen müssen uns anpassen. Dieser Prozess ist im vollen Gange, nur darf man nicht darüber reden.

Der Fall des Sozialarbeiters Thomas Knorr ist ein beredtes Beispiel. Er verlor seine Stelle, weil er Tacheles redete. Er plauderte dienstliche Wahrheiten aus. Damit schadete er der Einrichtung. Denn wenn sich solche Wahrheiten rumsprechen, leidet die Einrichtung an Auszehrung. Ihr droht die Schließung.

Über absolut fundamentale Dinge wie richtiges Essen und richtige Kleidung setzen die neuen Mehrheiten ihren Willen durch. Die Institutionen müssen sich ihnen anpassen.

Kürzlich besuchte ich den Rütli-Campus, sprach mit den Leuten vor Ort. Hier haben sie es natürlich ganz clever gemacht: Man leugnete die Negativpresse nicht, sondern drehte den Spieß um: „Gebt uns viel mehr Geld, gebt uns Lehrer, baut uns ’ne tolle Schule hin, dann wird es besser!“ Clever gemacht. Die anderen Schulen haben das Nachsehen.

Brennpunkt-Schulen – Polizei spricht von „Versklavung von Mitschülern“ – Berlin Aktuell – Berliner Morgenpost – Berlin

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Nov. 122010
 

Ein Hauptproblem Berlins ist staatliche Überversorgung. Die Überversorgung mit staatlichen Leistungen behindert oder verhindert Integration, behindert den wirtschaftlichen Aufschwung, behindert räumliche und soziale Mobilität.

Beispiel: Fanny-Hensel-Kiez. Wenn der Staat nicht par ordre du Mufti Billigmieten erzwänge, wenn der Staat einige Wohnblöcke freigäbe, entstünde ein freies Spiel aus Angebot und Nachfrage. Die überall sehnlichst erwarteten selbstverdienenden Menschen mit Familien zögen in den Kiez, Kinder würden Väter erleben, die einer geregelten Arbeit nachgehen, das würde eine Vorbildwirkung entfachen, es käme zu einem Nachhol-Effekt, die Schule verlöre ihren unverdient schlechten Ruf.

Und was geschieht: Statt selbst etwas für ihr Glück zu tun, schreien die Menschen stets nach mehr Förderung, mehr Geld, mehr Fürsorge des Staates. Eine unfassbare, alle Grenzen sprengende soziale Immobilität hat sich – durch den Staat befördert – in Teilen Friedrichshain-Kreuzbergs breitgemacht und verhindert den Wandel.

Das gleiche gilt auch für den Strommarkt. Wir haben tendenziell mit sinkenden Strompreisen zu rechnen. Dank der AKW-Laufzeitenverlängerung wird der Großhandelspreis wohl eher zurückgehen. Der Strompreis wird künstlich hochgerechnet. Lest selbst:

AKW-Laufzeitverlängerung: Solar-Lobby trickst bei Verbraucherkosten – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft
Tatsache ist: Die AKW-Laufzeitverlängerung wurde vom Bundestag beschlossen und kann höchstens noch per Gerichtsurteil gestoppt werden. Bleibt aber die Produktion des billigen Atomstroms erhalten, dürfte der Großhandelspreis für Strom eher nicht steigen. Er könnte sogar sinken, da auch die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie kräftig ausgebaut wird. Aktuell wächst das Stromangebot eher schneller als die Nachfrage. Das größte Problem ist keine Energieunterversorgung, sondern dass zeitweise zu viel Strom in die Netze gespeist wird.

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Nov. 122010
 

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zeigt Handlungsfähigkeit durch den Erlass einer neuen Handlungsvorschrift für die Verwaltung – nach dem Heizpilzverbot. Darüber berichtet Karin Schmidl heute auf S. 20 in der Berliner Zeitung:

Unattraktiv für Spekulanten : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv
Danach wird dort ab sofort der Kauf von Sozialwohnungen durch Investoren zwar genehmigt. „Aber nur, wenn die Wohnung dann von Personen mit Wohnberechtigungsschein genutzt wird und so ihrem eigentlichen Zweck, der Versorgung sozial Schwacher, dient“, teilte Bürgermeister Franz Schulz (Grüne) mit.

Der Staat kümmert sich weiterhin um die Daseinsvorsorge! Das mit vielen Steuermilliarden hochgezogene, monokulturelle  Soziotop bleibt erhalten. Mit solchen Klauseln wird die Wohnung uninteressant für Selbstverdiener.

Das erinnert mich noch daran, was wir an der Fanny-Hensel-Schule empfanden, als wir erfuhren, dass die gesamte Sozialstruktur mit vorwiegend arbeitslosen Familien nichtdeutscher Herkunftssprache erhalten und ausgebaut werden soll:  „Die im Bezirksamt, die in der BVV wollen keinen Wandel. Sie wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. Sie wollen, dass wir Migranten fein unter uns bleiben. Sie wollen, dass die Araber sich noch stärker abkapseln. Sie wollen verhindern, dass selbstverdienende Menschen nach Kreuzberg-West ziehen.“

Dies war – zusammen mit einigen anderen Erlebnissen – der Auslöser dafür, dass wir die Schule, die in genau diesem staatlich hochgepäppelten Milieu liegt, gewechselt haben. Die Politik in Friedrichshain-Kreuzberg will nichts für den  Wandel tun, sie verwaltet zäh und hartnäckig mit unseren Steuergeldern den Status quo. Das ist Verschwendung.

Die wenigen Steuerzahler im Kiez sind vergrätzt! Denn genau so werden die Strukturen zementiert, gegen die Stadtplaner in aller Welt ankämpfen.

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Sozialkassenbetrug wirksamer bekämpfen!

 Erosion des Staates, Sarrazin, Sozialadel, Sozialstaat, Weihnachtsgans  Kommentare deaktiviert für Sozialkassenbetrug wirksamer bekämpfen!
Nov. 122010
 

Einen guten Einblick in die systematische Ausplünderung der Sozialkassen bietet heute die Berliner Morgenpost auf S. 11.  Ein Arzt hat bei Kollegen falsche Rezepte bestellt, die Patienten bekamen gegen ein lockendes Honorar etwas von den Erlösen ab, die der Arzt aus dem Weiterverkauf der teuren Medikamente erzielte.

Es gibt hunderterlei Tricks und Kniffe, mit denen man  die Sozialkassen ausnehmen kann – zum Schaden der Versicherten, aber auch zum Schaden des Staates. Und der Staat sind wir alle! Das wichtigste ist: erst einmal reinkommen!

Beliebt ist auch der Weiterverkauf von Versichertenkarten, die dann als gestohlen gemeldet werden. Der Schwarzmarktpreis beträgt etwa 70 Euro, wie Uwe Kraffel, der stellvertretende Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung heute auf S. 17 der Berliner Zeitung berichtet.

Der gute Tipp: Hat man ähnlich aussehende Brüder, können Brüder sich eine einzige Versichertenkarte teilen, die anderen Karten werden dann nicht gebraucht. So kann man sparen für den nächsten Urlaub oder das nächste Auto.

Weitere wertvolle Anregungen zu sparsamer Haushaltsführung liefert Neuköllns Bürgermeister auf S. 302 des bekannten politischen Sachbuches, das weiterhin auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste steht.  Das kann man alles lernen, alles nachmachen!

mobil.morgenpost.de

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Nov. 122010
 

Etwa 5 Millionen chinesische Kinder lernen Klavier. Für sie ist der Umgang mit den deutschen Komponisten J.S. Bach, Brahms und Beethoven etwas ganz Alltägliches.

Alle ägyptischen Philosophiestudenten bewundern Kant und Hegel und Goethe und Heidegger und Max Weber, viele lernen Deutsch, um Kant, Hegel, Goethe und Heidegger im Original lesen zu können.

Nur unsere Kinder in Friedrichshain-Kreuzberg lernen nicht richtig Deutsch, wie es VERA bestätigt hat und wie jeder eigenohrig bestätigen wird, der offenen Ohrs durch den Kiez schlendert? Da stimmt etwas nicht!

Thomas Oppermann von der SPD war ja vor einem Jahr noch vehement gegen Deutsch im Grundgesetz. Jetzt fordert er deutsche Kultur und deutsche Sprache als Staatsziel. Sarrazin, Sarrazin, was hast du da nur angerichtet!

Schäm dich, deutsches Volk!

SPD-Oppermann „dagegen“: Streit um Deutsch im Grundgesetz – Politik | STERN.DE

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Soziale Diversität durch soziale Marktwirtschaft herstellen!

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Nov. 122010
 

09032010.jpg „Alle Versuche, mit niedrigen Mieten sozial starke Gruppen anzulocken, sind zum Scheitern verurteilt.“ So berichtet es heute Hannes Gamillscheg auf S. 8 der Berliner Zeitung. Schreibt er etwa über unseren Heimatbezirk, über Friedrichshain-Kreuzberg? Das könnte man mutmaßen! Denn wir wohnen in der Nachbarschaft der vielbewunderten IBA-Blöcke aus den 80er Jahren. Diese Bebauuung, darunter auch der Fanny-Hensel-Kiez, stieß damals auf Bewunderung, da es zwischen ihnen so grün war und weil es  so viele Spielplätze gibt.

Heute ballen sich hier in Kreuzberg-West in genau diesen IBA-Projekten immer mehr Arbeitslosigkeit, monoethnische Mieterschaften aus arabischen Ländern, erblicher Sozialadel. Das ausgefeilte System des Sozialen Wohnungsbaus, Marke West-Berlin, war ein Abzockerparadies für Kommunalpolitiker, wanderungswillige Großfamilien, abgeschottete Milieus, Sozialstaatsapostel und geschäftstüchtige Spekulanten aus der Immobilienwirtschaft.

Der Artikel handelt aber nicht von unserem Heimatbezirk Friedrichshain-Kreuzberg! Klaus Bondam ist es, der Bürgermeister von Kopenhagen! Bondam spricht Klartext! Wir lernen: Der soziale Wohnungsbau mit allen Schikanen – als da wären öffentliche Förderung, Mietpreisbindung, Zwangsbelegung mit Sozialschwachen, intensive Betreuung, vorbildliche Architektur, gute Ideen und bergeweise öffentliches Geld – hat zu sozialer Entmischung, zu ethnischer Segregation, zu steigender Kriminalität geführt.

Das lässt sich alles anhand der offiziellen Satistiken nachweisen, aber auch in Gesprächen mit Sozialarbeitern, Lehrerinnen und Polizisten.

Zu besichtigen bei uns im heimischen Kreuzberg, im Fanny-Hensel-Kiez oder auch am berühmten Kottbusser Tor.  Oder wahlweise auch in Kopenhagen.

Was ist zu tun? Ich bin für die soziale Marktwirtschaft statt der öffentlichen Zwangsbewirtschaftung. Der Staat muss raus aus der Wohnungswirtschaft.

Der Staat kann Immobilienwirtschaft im Wohnungswesen nicht sinnvoll betreiben.

Unser Bild zeigt ein schönes Ufer-Idyll in …? Kennt ihr es? Lest weiter fleißig dieses Blog!

Wer weiß, wo es ist?

Das Fahrradparadies : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv

Und die Betonblöcke, die man in den 60er Jahren rund um die Großstadt baute und die damals weltweit auf Bewunderung stießen, weil es zwischen ihnen so grün war und weil es so viele Gemeinschaftsräume und Spielplätze gab, verkommen jetzt. Kriminalität und Arbeitslosigkeit ballen sich hier; alle Versuche, mit niedrigen Mieten sozial starke Gruppen anzulocken, sind zum Scheitern verurteilt.

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Der vergessene Triumph des Nationalstaates in Europa

 Staatlichkeit, Türkisches, Was ist europäisch?  Kommentare deaktiviert für Der vergessene Triumph des Nationalstaates in Europa
Nov. 112010
 

Die Türkei verbot 1928 die arabische Schrift und schaffte den Pflichtunterricht für Arabisch und Persisch 1929 ab. Das war die Abschaffung der multikulturellen Gesellschaft zugunsten des Nationalstaates!

„Wir 40 Millionen Kurden sind das einzige große Volk, das keinen eigenen Staat besitzt!“, seufzte einmal ein kurdischer Bekannter.

Bei all den mehr oder minder bedeutsamen Reden und Artikeln über Europa wird meist komplett übersehen, dass 1990 neben der Sprengung der kommunistischen Diktaturen vor allem auch den fast uneingeschränkten Triumph des Nationalstaates bedeutete!

Zum ersten Mal in der europäischen Geschichte überhaupt haben wir seit 1990 fast ausschließlich als Nationalstaaten konziperte Republiken. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen europäischer Länder, die im Kern keine Nationalstaaten sind: a) Belgien, das stark gefährdet ist, b) Schweiz, die durch starke Subsidiarität der Kantone zusammenhält, c) Bosnien-Herzegowina, ein multinationaler Staat, der vor dem Zerfall stehen könnte, d) Zypern, ein binationales Gebilde unklaren Status‘, das erhebliche Risiken in sich birgt.

Alle anderen europäischen Staaten sind Nationalstaaten! Erst in den Nationalstaaten ist Europa zur Freiheit gelangt. Lettland ist der Staat der Letten, Polen ist der Staat der Polen, die Tschechische Republik ist das Land der Tschechen, Litauen ist der Staat der Litauer, Russland ist der Staat der Russen, Ukraine ist der Staat der Ukrainer, Portugal ist der Staat der Portugiesen, Italien ist der Staat der Italiener.

Und Deutschland? Die Lage ist offen! Hier in Kreuzberg wird sicher kaum jemand diesen Satz unterschreiben, wonach Deutschland der Staat der Deutschen sei. Die wachsende türkische Gemeinde, die wachsende russische Gemeinde, die sehen sich sicherlich nicht als Deutsche, sondern als Russen in Deutschland, als Türken in Deutschland. Das türkische Sonderbewusstsein ist stark, wird stärker, Deutsche wollen die meisten nicht werden. Wieso sollten sie?

Ich persönlich sehe Deutschland ebenfalls als den Staat der Deutschen. Alle Bürger, die dauerhaft hier leben wollen oder dauerhaft hier leben, sollten sich als deutsche Staatsbürger sehen können.

Wer sich als Türke und nicht als Deutscher sieht, der wird sich früher oder später zurück in den Staat der Türken sehnen.  Und in der Tat: Sobald sich eine wirtschaftliche Perspektive jenseits der Sozialhilfe eröffnet, verlassen viel gut ausgebildete, erfolgreiche Türken Deutschland, um im Nationalstaat der Türken etwas aufzubauen. Ich halte dies für bedauerlich, dass gerade die gut Ausgebildeten uns verlassen. Aber nicht notwendigerweise sind wir Deutschen selbst daran schuld.

Die Türkei ist doch ein herrliches, großartiges Land, das jetzt einen Boom erlebt! Es gibt keine Blockadehaltung der Bürger bei allen Großprojekten, die Türken sind ehrgeizig, stolz, sie haben Gemeinschaftsgefühl und Arbeitsethos. Das Problem war eben über Jahrzehnte der vernachlässigte Osten, aber nach und nach wird er auf die Beine kommen – ohne Sozialhilfe, die es in der Türkei ohnehin nicht gibt.

Wie bilden sich Nationalstaaten? Verbote und Zwang, Gewalt und Vertreibung, wie dies die europäischen Staaten ab 1919 und die Türkei ab 1921 praktiziert haben, sind der falsche Weg, um Nationalstaaten zu gründen.

Der richtige Weg ist es, sich anzustrengen, die Fesseln der nationalen Herkunft zu lösen und einen eigenen Beitrag zur Gesellschaft der Freien und Gleichen zu leisten.

Und die Kurden? Die Kurdenfrage ist offen. Wenn sie begrenzte Autonomie oder gar einen eigenen Nationalstaat fordern, wird man ihnen das nicht auf Dauer verweigern können.

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