Nov. 062010
 

Jetzt hat sie es dank eines lebensechten Artikels von Stefan Jacobs sogar in den Tagesspiegel geschafft – die STELLE vor dem Willy-Brandt-Haus in Kreuzberg, die ich wöchentlich sehr oft befahre und an der ich den einzigen Radler-Unfall in meinem ganzen Leben hatte! An so berühmten Stellen radle ich also entlang! Und es gibt tausende so wie mich! Wir sind viele und werden immer mehr!

Radfahrt durch Berlin: Volle Fahrt in den Frust – Verkehr – Berlin – Tagesspiegel
Hinter dem Kotti schickt mich die Markierung direkt zwischen die Autos. Ein Lkw zieht haarscharf vorbei, der nächste lauert zwei Meter hinter mir auf eine Chance zum Überholen. Ich ahne, dass er mich lieber auf dem Gehweg sähe. Vor dem Willy-Brandt-Haus vereinigt sich die Autospur mit dem Radweg in einem Trichter. Radfahrer sind hier schlicht nicht vorgesehen. Bei der Stadtentwicklungsverwaltung heißt es, dass für Baustellen die Verkehrslenkung und die Bezirke zuständig seien. Bei groben Mängeln würden gelegentlich auch Geldstrafen gegen Baufirmen verhängt.

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Nov. 042010
 

04112010037.jpg

Vier auf einen Streich! Keine Seltenheit, was ich hier&heute auf der Großbeerenstraße in Kreuzberg ablichtete: Das verbotene Parken in zweiter Reihe behindert und gefährdet noch den ordentlichsten Radfahrer!

Zufällig war es die Großbeerenstraße in Potsdam, in der sich vor wenigen Tagen ein schlimmer Unfall  wegen Falschparkens ereignete.

Gute Sache – eine bekannte Partei in Friedrichshain-Kreuzberg nimmt sich der gefährlichen und ärgerlichen Falschparkerei in zweiter Reihe an, tritt unerschrocken für die Interessen der Radfahrer ein! Welche Partei? Kuckstu hier!

Presseerklärung zu Fahrradunfällen mit Todesfolge

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Der gute Rat für gutes Radfahren: ein Helm und helle Kleidung

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Nov. 042010
 

04112010035.jpg Unfallärzte, Radrennfahrer, statistische Unfalluntersuchungen und Polizei kommen überein, dass der richtig getragene Fahrradhelm einen Teil der schweren Gesichts- und Schädelverletzungen verhindern oder mindestens abmindern kann, die dann entstehen, wenn der Kopf plötzlich auf ein festes Hindernis prallt.

Mehrfach ward dieser Blogger kritisiert, weil er sich einmal während eines Interviews mit dem Helm in der Hand ablichten ließ, statt ihn unverrückbar auf dem Kopf zu tragen. In einer anderen Nummer lichtete er ein Kind ab, das einen schief sitzenden, in die Stirn gerückten Helm zeigte.

Hierzu erklärt der Blogger: Während eines Interviews am Wohnzimmertisch braucht man ja nicht unbedingt den Helm zu tragen. Das Kind wiederum saß zu dem Zeitpunkt nicht auf dem Fahrrad, sondern stellte sich nur vor der Linse auf.

Der Blogger achtet gleichwohl nunmehr peinlich darauf, dass sein Kind bereits vor dem Aufsteigen stets einen korrekt und unverrückbar sitzenden Helm trägt.

Zum Zeichen der Besserung wird hier oben ein verantwortungsbewusster Radler gezeigt. Kuckstu hin:

1) Er trägt einen fest sitzenden Fahrradhelm, der ihn vor schweren Kopfverletzungen weitgehend schützen soll.

2) Er trägt eine gelbe Warnweste, die ihn jederzeit gut sichtbar macht und mollig warm hält. Wegen vieler spontaner Nachfragen sei hier angemerkt: Erstanden vor vier Wochen bei Niedrigpreis links neben dem Rathaus Kreuzberg für 29.- Euro (z.Zt. nicht mehr im Angebot).

3) Er zeigt keinen verbissenen Kampfradler-Gesichtausdruck, sondern lächelt herbstmilde.

Gut sitzender Fahrradhelm, helle, leuchtende, wetterfeste Kleidung, freundlicher Gesichtsausdruck – diese drei Elemente sind sicherlich eine gute Empfehlung für regennasse Hebsttage.

Aufgenommen heute in Berlin-Tiergarten.

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Gerade, fest und unverrückbar: der Fahrradhelm

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Nov. 022010
 

Dieser Blogger ward soeben ermahnt von einer Unfallassistentin wegen eines Bildes seines Sohnes in der aktuellen RadZeit auf S. 14:

„Der Helm des Kindes muss gerade, fest und unverrückbar sitzen. Der Helm muss über die Stirn vorragen. Nur so schützt er vor den schweren Gesichts- und Schädelverletzungen, die bei uns nahezu täglich auf dem OP-Tisch landen.“

Ich meine, die Ärztin hat recht. Ich werde mich daran halten. Das Bild in der RadZeit hat zu recht verschiedentlich Kritik ausgelöst. Wir haben uns gebessert!

RadZeit-0510.pdf (application/pdf-Objekt)

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Nov. 022010
 

22102010009.jpg Mit anderen Radfahr-Aktivisten diskutierte ich gestern die Frage der Falschparker, die uns Radfahrern so oft den Platz wegnehmen und auch ein brandgefährliches Unfallrisiko darstellen. Mein Standpunkt:

Ich denke, wir brauchen wirklich eine breitenwirksame Botschaft, ausgerollt
über alle Massenmedien, an Radfahrende und Autofahrende zu diesem Thema und
zu anderen Themen, etwa des Inhalts: „Autofahrer, achtet stets auf von
hinten kommende Radfahrer!“  „Radfahrer, haltet stets einen seitlichen
Mindestabstand zu parkenden Autos.“ „Verkehrsplaner, legt Radstreifen so an,
dass der seitliche Abstand zu parkenden Autos Sicherheit ermöglicht!“

Die bisher angelegten Radfahrstreifen bieten häufig zu wenig Raum, um diesen
notwendigen Seitenabstand zu parkenden Autos zu halten – übrigens auch in
„unserer“ Großbeerenstraße hier in Kreuzberg (die Namensgleichheit zur
Potsdamer Großbeerenstraße ist zufällig.)

Ferner bin ich der Meinung, dass der Staat die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung durchsetzen darf und durchsetzen soll, bei Autofahrern ebenso wie bei Radfahrern.

In Spiegel online fordert soeben Holger Dambeck eine „Radlerethik“. Sehr guter Vorschlag. Man könnte auch von einer Ethik des Radfahrens sprechen.

Ethik – das ist die Lehre vom guten und richtigen Verhalten. Und so etwas brauchen wir. So etwas sollten Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger zusammen ausarbeiten.

Pedalritter: Allein unter Kampfradlern – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Auto
Als Gedankenstütze wäre eine Radlerethik durchaus sinnvoll – und auch fürs Selbstverständnis. Was sollte darin stehen? Zum Beispiel, dass man Fußgänger nicht bedrängt oder belästigt, wenn man schon verbotenerweise über den Gehweg rauscht. Und dass man rote Ampeln nicht einfach ignorieren sollte.

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Nov. 012010
 

Schlimme Sache – gestorben, weil ein unachtsamer falschparkender Autofahrer die Autotür öffnete. Mein Beileid!

Ich muss sagen, dass ich in den all den 40 Jahren glücklichen Radfahrerlebens nur einen Unfall hatte: Ich prallte gegen eine sich plötzlich öffnende Autotür, direkt vor der SPD-Bundeszentrale in der Wilhelmstraße in Kreuzberg, stürzte, rappelte mich aber sofort wieder auf, und zufällig kam kein Auto hinter mir drein gefahren.-

Kreuzbergs Wilhelmstraße – das ist eines der berüchtigten Nadelöhre, wo Radfahrer und Autofahrer durch eine völlig falsche Verkehrsführung neben den parkenden Autos eng aneinander gepresst werden! Mitten in Kreuzberg! Direkt vor der Bundeszentrale der SPD!

Dann bekam ich noch Beschimpfungen der Autofahrerin: „Sie müssen aber auch aufpassen!“ Aber es war nur der Schock der Autofahrerin. Ihr war klar, dass sie Schuld gehabt hätte, wenn ich überfahren worden wäre. Wir besprachen die Sache sofort vor Ort, versöhnten uns, umarmten uns zum Abschied, und ich radelte unverletzt weiter.

Seither halte ich stets einen mindestens 1 Meter großen Sicherheitsabstand an parkenden Autos.

Ich meine: SPD-Bundeszentrale, Kreuzberger Bezirksgrüne und  alle, die Verantwortung tragen, sollten derartige Nadelöhre wie an der Wilhelmstraße entschärfen.

Derzeit wird dort gebaut. Mal kucken.

Radfahrer ist gestorben – Märkische Allgemeine – Nachrichten für das Land Brandenburg

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Okt. 292010
 

Die Radverkehrsförderung dient meiner Meinung nicht vorrangig dem Klimaschutz, sondern der Gesunderhaltung des Menschen, der Freude an der Bewegung und am Leben, der Schaffung eines besseren, mitmenschlicheren Klimas.

Wir kriegen jedes Jahr wahnsinnig mehr Probleme mit übergewichtigen, bewegungsarmen, raumgefühlsbehinderten Kindern und Erwachsenen!

Dem edlen Ziel der Förderung des Radverkehrs müssten eigentlich alle Parteien zustimmen können, z.B. die Linke und die FDP. Der Mensch fährt im Mittelpunkt!

In New York hat der Bürgermeister Mike Bloomberg schon sehr viel für die Radverkehrsförderung getan! Da könnte man so einiges abgucken!

In der Förderung des Radverkehrs sollten sich die Parteien einen edlen Wettstreit liefern! Die Berliner Grünen haben schon einmal vorgelegt –  auf dem Papier.

Man könnte ja mal im grün regierten Friedrichshain-Kreuzberg losradeln und kucken, ob schon was gemacht ist für all die hehren Ziele.

Kampf den Blechhaufen – Berliner Zeitung

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Okt. 182010
 

Eine der von diesem Blogger am häufigsten befahrenen Stellen wurde in diesem Blog bereits mehrfach erwähnt: die Zossener Straße. Und zwar am nördlichen Ende, da wo die Johanniterstraße einmündet. Hier ließ uns – also mir und meinem kleinen Sohn – vor Zeiten ein ritterlicher Saab-Cabrio-Fahrer, den ich aus dem Berliner Abgeordnetenhaus zu kennen meinte, mit einer freundlichen Geste die Vorfahrt: vorbildlich.

Ach gäbe es doch mehr Vorbilder im Straßenverkehr wie diesen freundlichen Saab-Cabrio-Fahrer! Dann drohte weniger Zoff. Autofahrer hupte und wütete nicht gegen Radfahrer, Radfahrer zürnte und schimpfte nicht auf Autofahrer! Der Prophet Jesaia kleidet dieses Bild der Harmonie in das Gleichnis von Lamm und Löwe: sie sollen weiden zumal.

Die Johanniterstraße ist dank Konjunkturfördermitteln nunmehr mit einem herrlichen Asphaltbelag vershen worden ist, so dass Radlerherzen höher schlagen. Der Finanzkrise sei Dank! Denn das rumpelige historische Pflaster ist uns Radlern eigentlich eher unangenehm. Eine Spaßbremse ersten Ranges.

Die Zossener hat es nunmehr sogar in die überlokale Berliner Presse geschafft. Denn sie verfügt seit wenigen Tagen an dieser Stelle über das, was sich meistens als die beste und sicherste Radverkehrsführung erweist: einen RADFAHRSTREIFEN! Die Radfahrer erhalten ihren eigenen Raum auf der Fahrbahn, gut sichtbar für PKW und andere Radfahrer. Die Autofahrer wissen oder sollten wissen: Ich darf da nicht rein.

An Kreuzungen stellen sich die Radfahrer übersichtlich neben und vor den Autofahrern auf, so dass die gefürchteten Kreuzungsunfälle vermindert werden – die nötige Achtsamkeit vorausgesetzt. Im Längsverkehr werden die Radfahrer nicht bedrängt, belästigt und gefährdet, wenn sie auf einem ihnen vorbehaltenen Radstreifen dahinrollen.

Manche Autofahrer grummeln, wenn statt drei nur noch zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Aber ich meine: Sie werden erkennen, dass die Radfahrer ihnen weniger in die Quere kommen. Und: Ein Auto braucht etwa soviel Platz wie 16 Fahrräder. Warum beanspruchen die Autos soviel von dem öffentlichen Raum für sich? Die Förderung des Radverkehrs nützt allen – nicht zuletzt den Kindern der Autofahrer.

Ich bin für eine menschenfreundlichere Stadt! Die Stadt ist für alle Menschen da! Der Autoverkehr muss sich unterordnen und einordnen lernen. Er darf nicht so gewalttätig den Großteil des öffentlichen Raums für sich wegfressen.

Lies selbst, was die überlokale Presse über die nunmehr so berühmte Zossener Straße schreibt. BILD dir Deine Meinung!

Brauchen Radfahrer wirklich so viel Platz? – Berlin – Berliner Kurier

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„So kommst du mir nicht vor die Augen …!“

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Okt. 112010
 

… herrschte mich eine gute Freundin ironisch an, als ich mit der gelben ADFC-Warnweste und einem Fahrrad-Schutzhelm zum Treffen antanzte.

Neuerdings trage ich sogar eine komplett gelbe Jacke, wie sie sonst nur Träger amtlicher Gewalt führen – zum Beispiel Straßenkehrer. Und prompt erkannte mich eine Bekannte nicht! Sie hielt mich für einen BSR-Mitarbeiter.

Dennoch: Ich steh dazu. Dann bin ich halt hässlich. Gute Sichtbarkeit ist ein Baustein zu guter Sicherheit beim Radfahren.

Guter Move auch in Karlsruhe: Eine  Kampagne des Bürger- und Ordnungsamtes für Regeltreue, Rücksicht, Vorsicht, vorbildliches Verhalten bei Radfahrern.

Alle, alle – Politiker, Senioren, Frauen, Männer, Kinder – liegen sie mir in den Ohren: „Du bist doch beim ADFC! Könnt ihr nicht mal was machen. So viele Radfahrer halten sich nicht an die Regeln! Die kommen von überallher angeschossen! Ich fühle mich BELÄSTIGT!“

Ich meine: Regelgerechtes, ja menschenfreundliches Verhalten von PKW- und Radfahrern ist ebenso wichtig wie eine radfahrerfreundliche Verkehrsplanung. Beides muss Hand in Hand gehen! Je artiger und verantwortungsvoller wir Radfahrer uns benehmen, desto freundlicher wird man uns zuhören, wenn’s an die Planung geht. Wenn alle PKW- und Fahrradfahrer etwa den § 1 der StVO befolgten, sähe die Welt schon viel besser aus.

Das chaotische Gebaren vieler Fahrzeugführer, oft hart an der Grenze zur Unzurechnungsfähigkeit gelegen, ist nunmal Fakt – mindestens in Berlin, Münster, Bonn und Karlsruhe. Das haben mir meine Freunde und Gesprächspartner immer wieder bestätigt. Da kann man sich noch so gerne Fahrradstadt schimpfen.

Meine hässliche Weste und meinen hässlichen Fahrradhelm lege ich übrigens neuerdings ab, sobald ich einer hübschen Freundin im Café begegnen soll. Man will ja nicht den guten Eindruck verderben, den man ohne Helm und ohne Warnweste vielleicht erzeugen kann.

 Karlsruhe: Sicher Radfahren in der Fahrradstadt Karlsruhe
Machen Sie sich auffällig!

Zweiräder sind bei Dunkelheit besonders schwer zu erkennen. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Ausrüstung des Fahrrads mit Beleuchtung und Rückstrahlern sind besonders helle Kleidung und Reflektoren zu empfehlen. Nur wenn der Autofahrer Sie wahrnimmt, kann er rechtzeitig reagieren. Selbstverständlich: In der Dämmerung und bei Nacht niemals ohne Licht fahren!

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Okt. 082010
 

Hallesches Ufer hin – Tempelhofer Ufer zurück – das ist nun unser täglicher Schulweg, den wir selbstverständlich mit dem Rad zurücklegen. Ein Jammer, dass es nicht einmal auf diesen wichtigen Querverbindungen Radverkehrsanlagen gibt. Kein Radstreifen, kein Radweg, nichts! Und es gibt praktisch keine machbaren Umweg-Alternativen – außer den ganzen Weg zu Fuß zu gehen oder auf dem Gehweg zu fahren! Mitten in Kreuzberg!

Stattdessen drei dicke fette Spuren für die Autos und die dicken Brummis, die dann oft um Haaresbreite an mir vorbeidonnern. Heute sah ich, wie im Stau ein Motorrollerfahrer auf den Gehweg auswich. Wir – mein Sohn und ich – halten uns dagegen mit stoischem Gleichmut, mit dem Gleichmut des Juchtenkäfers an die StVO-Vorschriften.

Ein Riesenthema greift heute die Berliner Zeitung auf S. 17 auf: Fahrraddiebstähle. Ein Massendelikt!

Ich meine: Bügelschlösser sind besser besser als Kabelschlösser. Gute Abstellanlagen stadtweit wären ebenfalls toll. In den Hinterhöfen sollte man über abschließbare Häuschen oder überdachte Unterstände für Fahrräder nachdenken.

Wir Radfahrer sind keine Juchtenkäfer! Wir haben ein Recht darauf, sicher und ungefährdet mit unseren Fahrzeugen von A nach B zu gelangen. Wenn uns dieses Recht durch die Stärkeren beschnitten und genommen wird, werden wir  dafür kämpfen. Wir sind doch keine Juchtenkäfer!

Diebesbanden spezialisieren sich auf Fahrräder : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv

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Kreuzberger Kindermund erweitert deinen Wortschatz

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Sep. 292010
 

Die Radwege sind manchmal so humpelig„, so wird ein Kreuzberger Grundschüler mit russischem Migrationshintergrund auf Seite 14 in der aktuellen RadZeit des Berliner ADFC zitiert.

Das Wort humpelig kannte ich nicht wirklich, obgleich ich es verstand. Eine kurze Internetrecherche  ergab soeben: Das Wort humpelig existiert. Es ist gut bezeugt. Es bedeutet uneben, schleppend, rüttelnd. Gut, dass ich weiterhin neue Wörter kennenlerne, sogar aus Kindermund!

Quelle:
Ivan und Johannes Hampel: „Was sich die Radfahrer von morgen wünschen.“ In: RadZeit. Zeitschrift für Alltags- und Freizeitradfahrer. Heft 5/2010, S. 14

Suchwort :“humpelig“ hat folgende Bedeutung in deutschen Nachschlagewerk

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Schnäppchen beim Fahrradkauf?

 Fahrrad  Kommentare deaktiviert für Schnäppchen beim Fahrradkauf?
Sep. 162010
 

Am Berliner Mauerpark bekommt man gebrauchte Fahrräder für einen zweistelligen Euro-Betrag. Den Herkunftsnachweis der Handelsware können die Anbieter in aller Regel nicht schlüssig erbringen. Jedem Käufer steht es frei, zu eigenen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Herkunft des erstandenen Gutes zu gelangen.

Ich bin gegen „Schnäppchen“ beim Fahrradkauf. Ich bin für das voll verkehrstaugliche, bequeme, schnelle Fahrrad gemäß StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung) in Verbindung mit einem hochwertigen Bügelschloss.

In Hochburgen der Fahrraddiebstahlskriminalität wie etwa Berlin sollte man eine Diebstahlversicherung überlegen.

Das alles kostet Erkleckliches – im Durchschnitt und auf Zeiträume umgelegt nicht weniger als etwa ein Dreißigstel der Kosten eines PKW und nicht weniger als etwa die Hälfte eines BVG-Abos. Hierunter fallen Kosten für Anschaffung, Diebstahlschutz, Wartung und Instandhaltung des Fahrrades.

Die uneingeschränkte innerstädtische Mobilität durch ein verkehrstüchtiges Fahrrad und das Zu-Fuß-Gehen hat ihren Preis!

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Aug. 242010
 

03082010006.jpg Diese Frage drängt sich auf, wenn man sich mit ausgebufften radfahrenden Mitmenschen unterhält. So bekennt sich etwa der Restaurantleiter Andreas Lindner (42) aus Friedrichshain heute in der BILD (Berlin-Ausgabe, Seite acht) offen zu seinem Fuhrpark von neun Fahrrädern, darunter ein Cannondale-Rennrad zum Preis von 3800 Euro.

Meine eigene Fahrensart: Ich pflege das bedarfsangepasste Fahrrad – besonders seitdem wir als Familie unseren Lebensstil fast komplett auf „Autofrei leben“ umgestellt haben. Für berufliche Zwecke und im Alltag hege und pflege ich das grandseigneural-schwarze vsf-Herrenrad. Wenn’s mal sehr schnell gehen muss, bei Radrennen und bei Strecken über 40 km pro Tag schwinge ich mich auf meinen blau-weißen Burâq, also das Rennrad F 85.

Wenn wir schwere Lasten vom Aldi oder vom LPG-Biomarkt am Mehringdamm transportieren, nehmen wir das tiefblaue dreirädrige Lastenrad. Und um hilf- und radlosen auswärtigen Besuchern Berlin zu zeigen, leistet unser kastanienbraunes britisches Vintage-Raleigh-Tandem erstklassige Dienste. 4 Fahrräder für ganz unterschiedliche Bedürfnisse!

Aber zum Neuntrad werde ich persönlich es nicht mehr schaffen. Sorry, da kann ich nicht mithalten. Da steig ich aus. 9 Fahrräder? Als Familie – ja. Als Einzelperson – nein.

Im Bild: Detail meines geliehenen russischen Rennrades aus der Zeit des Großen Russischen Rauches (Sommerurlaub 2010).

 Posted by at 11:12