Rot-Grün reloaded or black-green ventured for the first time?

 Anbiederung, Friedrichshain-Kreuzberg  Kommentare deaktiviert für Rot-Grün reloaded or black-green ventured for the first time?
Feb. 102011
 

Well, we must call a spade a spade! That’s why I like people like Hans-Christian Ströbele or Franz Schulz so dearly! You always know what they will come up with next. They are clear, crisp and outspoken in their statements. „I can’t imagine that scenario“, replied recently Schulz, Friedrichshain-Kreuzberg’s mayor, when asked about any coalition of the Greens and the Christian Democrats.

So, the big question looming on the horizon seems to be now: Red-green – or green-red?

I would rather venture to say: Why not talk about schools? Why not talk about children? What is good for our children? Why not talk about better road conditions for bicycle-riding mothers and fathers? Why not talk about how we can make Friedrichshain-Kreuzberg into a better place, with more green, more growth, more peace, more love, more rule of the law, more understanding among the 1001 communities?

After all, that is what people care about. Let’s talk to people about things that matter – not about coalitions!

Counterpoint: Red-green reloaded – Viewpoint – Daily Mirror
In eher links gestrickten Kreisen der Grünen, also zum Beispiel in Kreuzberg und Friedrichshain, erhebt sich prompt Protest, personifiziert durch Hans-Christian Ströbele, notorischer Fahrradkurier in eigener Sache, und Franz Schulz, der für verwirrte Hausbesetzer so viel Sympathie zeigt, dass er vor ihnen geschützt werden muss.

 Posted by at 16:34
Feb. 102011
 

Für eine der tatkräftigsten Berliner Politikerinnen überhaupt halte ich übrigens unsere Friedrichshain-Kreuzberger Stadträtin für Jugend, Familie und Schule, Monika Herrmann. „Elternarbeit“, „Familienturnen“, „Stadtteilmütter“, „Inklusion im Bildungswesen“ … die Projekte der Stadträtin setzen die absolut richtigen Schwerpunkte!

Von ihr übernehme ich auch den Ausdruck „traumhafte Förderkulissen.“ Na endlich kein Gejammer, kein Anklagen, kein Gegreine, wie wir es sonst so oft von Bürgern und Politikern (die ja auch nur Bürger wie wir alle sind) hören! Löblich! „Traumhafte Förderkulissen!“ Was für ein wunderschöner Ausdruck!

Damit ist gemeint: Wenn man weiß, wo Fördertöpfe bereit stehen, wird man in Berlin auch Geld finden. Mangelndes Geld ist nicht das Problem in Berlin. Erborgtes Geld ist genug da. Nur wenige Politiker sind so mutig, dies auszusprechen. Mut, Tatkraft  und Ehrlichkeit finde ich immer gut. Es sind echte Bürgertugenden.

Sanierung: Berlins Schulen
„Wir haben verschiedene Förderkulissen“, sagt Schulstadträtin Monika Herrmann. Neben Stadtumbau-West und -Ost können hier vor allem Gelder aus der „Sozialen Stadt“ in die Schulen geleitet werden: Kreuzberg hat fünf Quartiersmanagement-Gebiete. Für den Umbau der Nürtingen-Grundschule am Mariannenplatz konnte so eine halbe Million Euro aufgebracht werden. „Das ist traumhaft“, freut sich Herrmann und sagt im gleichen Atemzug, sie sehe dieses Ungleichgewicht kritisch.

 Posted by at 14:50

„Recht auf Wohnraum“, „zumutbar“ …

 Die Linke, Friedrichshain-Kreuzberg, Leidmotive, Mieten, Vertreibungen  Kommentare deaktiviert für „Recht auf Wohnraum“, „zumutbar“ …
Feb. 102011
 

Bitte versteht das nicht persönlich, nehmt es nicht krumm: Ich bin eigentlich ein Fan von Halina Wawzyniaks Art der Offenheit. So stellte sie beispielsweise auch ihre Rede von gestern online. Sehr gut! Dann kann man als einfacher Bürger, als schlichter Blogger gleich mitdiskutieren – die Schwatzbude breitet sich ins Internet aus!

Was bedeutet „Vertreibung“, „Verdrängung“, „Recht auf Wohnraum“?

Immer wieder frage ich die wohlbestallten Volksvertreter der drei linken Parteien: „Nennt mir Beispiele, nennt mir Zahlen, dass Verdrängung in nennenswertem Umfang stattfindet! Wo sind die Scharen der Flüchtlinge, der Vertriebenen?“ Ich habe Bilder aus den Jahren 1945-1947 gesehen mit Flüchtlingen und Vertriebenen: Menschen aus Pommern, Wolhynien, aus dem Banat mit Handkarren, mit wenigen zusammengerafften Habseligkeiten. Wo sind diese Bilder heute in Deutschland?

Schweigen im Walde. Auch unser Bürgermeister Schulz (Grüne) sagt, der Prozess lasse sich statistisch nicht belegen.

Hier kommt  aber nun endlich eine erschütternde Geschichte:

Blog von Halina Wawzyniak, MdB, DIE LINKE
In meinem Wahlkreis fand gestern eine Veranstaltung einer Betroffeneninitiative – die Wohnungen befinden sich in einem Sanierungsgebiet – statt. Dort sagte eine ältere Frau, dass sie in drei Jahren in Altersrente gehen wird und dass sie und ihr Mann sich die Wohnung dann nicht mehr leisten können. Darüber sollten wir reden, statt hier Pappkameraden aufzubauen.

Aha. In drei Jahren wird eine ältere Frau sich voraussichtlich ihre jetzige Wohnung nicht mehr leisten können. Das ist bedauerlich. Is it a big deal? No, it isn’t. Tut mir leid.

Nun, es mag noch mehr Menschen geben, die sich in drei Jahren nach der Rente ihre jetzige Wohnung nicht mehr leisten können. Ich gehöre selbst auch zu ihnen.

Ja, was tun? Ich sag’s mal so: Sobald ich mir die jetzige Wohnung nicht mehr leisten kann, werde ich samt Familie in eine billigere, kleinere, nicht so herrlich wie in Kreuzberg gelegene Wohnung umziehen müssen. Das wird zum Verlust der vertrauten Umgebung, zum Einbruch in Gewohnheiten führen, schluchz, seufz. Ich habe das mehrfach bereits am eigenen Leibe erlebt. Is it a big deal? No, it isn’t.

Es gibt kein Recht darauf, dass man ein Leben lang am selben Fleck, in derselben Mietwohnung wird leben können. Sorry, so seh ich das. Sehr wohl gewährt unser Staat den nahezu absoluten Schutz vor Obdachlosigkeit. Und das finde ich sehr sehr gut.

Wir werden sicher nicht „auf die Straße gesetzt werden“. Die linken Parteien tun immer so, als bräche demnächst Massenobdachlosigkeit aus. Sie bleiben Zahlen, Fakten und belastbare Strukturdaten schuldig. Alles was sie produzieren, sind einzelne Geschichten über das, was in drei oder fünf oder 30 Jahren passieren könnte, die rührselig anzuhören sind. Und dann wird reflexhaft noch der Belag aus dem Vorwurf der „sozialen Kälte“ darübergestrichen. Fertig. Is it a big deal? No, it isn’t.

Ich empfehle die Rede der Bundestagsabgeordneten Halina Wawzyniak der genauesten Lektüre! Ich bin und bleibe ein Fan von Halina Wawzyniaks offener Art der Kommunikation!

 Posted by at 13:31
Feb. 082011
 

05022011323.jpg Die WELT schaut weiterhin auf unseren Heimatbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Heute würdigt sie auf Seite 3 unseren Bezirksbürgermeister einer Kopfnote, die ihm glatt das Sitzenbleiben, also den Amtserhalt über das Jahr 2011 hinaus ermöglichen würde.

So also wird einem Politiker Ehrlichkeit vergolten, der sich klar für den Erhalt der organisch gewachsenen arabischen Parallelgesellschaften ausgesprochen hatte (dieses Blog berichtete am 20.01.2011)!

Leider zitiert die WELT den Bürgermeister unvollständig! Er hatte nicht nur gesagt:

Man sollte also auch Arabern ihre Parallelgesellschaft gönnen

sondern unmittelbar darauf auch angefügt:

Die Frage ist dann: In welchem Bereich koppeln sie sich vom Gesetz ab?

Ein höchst problematischer Satz, wie ich finde, ein diskriminierender Satz! Denn er stellt eine ganze ethnische Parallelgesellschaft, eben die arabische, unter den Generalverdacht der Kriminalität! Der Polizeipräsident, Heinz Buschkowsky und Thilo Sarrazin lassen grüßen.

Bild: Blick vom Gipfel des Kreuzberges auf neu entstandene Wohnsiedlungen.

Kopfnoten: Aufregend – Nachrichten Print – WELT KOMPAKT – Debatte – WELT ONLINE

 Posted by at 12:33
Feb. 062011
 

Spannendes Thema! Bürgermeister Franz Schulz sagt klar: ja, der Staat soll sich kräftig ins Privatleben einmischen.

Der Staat soll bestimmte private Lebensentwürfe auf Kosten öffentlicher Aufgaben fördern, also zum Beispiel Hausprojekte auf Kosten der staatlichen Schulen. Mehrere Hunderttausend Euro sind in Hausprojekte geflossen, die Auseinandersetzungen um Räumungen verschlangen riesige Summen, die in den Bereichen Bildung, Soziales und Umweltschutz bitter benötigt würden.

Der Staat, hier vertreten durch Bürgermeister Schulz, fördert also private Lebensentwürfe einiger weniger Hausbewohner auf Kosten seiner Kernaufgaben.

Ich sage nein. Ob die Bürger in Hausprojekten oder in Familien oder als Single leben – es ist zunächst einmal die Entscheidung der Menschen.  Ob die Menschen Latzhosen oder Anzug mit Krawatte tragen, der Staat hat dies nicht zu beurteilen, ebenso, ob sie den Mietvertrag allein, zu zweit oder zu dritt unterschreiben.

Sollen die Menschen doch alternative Formen ausprobieren – aber nicht auf Steuerzahlerkosten. Irgendeine Gemeinnützigkeit ist bei den Projekten nicht erkennbar.

mobil.morgenpost.de
Schulz: Ja. Die Hausprojekt-Szene in Friedrichshain ist sehr beunruhigt. Der Eigentümer der Liebigstraße14 ist auch der Eigentümer der Rigaer Straße 94, 95 und 96, und da stehen die Bewohner auch unter Druck. Ich befürchte, dass sich das Szenario wiederholen wird.

Was genau ist an einem alternativen Wohnprojekt schützenswert?

Schulz: Die Projekte stehen ja nicht unter Artenschutz, mit solchen Begrifflichkeiten habe ich Probleme. Für mich sind diese Projekte wie Laborsituationen. Dort probieren junge Leute andere Formen des Zusammenlebens, der Nachbarschaft und der Solidarität aus. Gerade in Berlin, wo der Trend Richtung Singlehaushalt geht – mit allen Begleiterscheinungen der Vereinsamung und Isolation – sind solche Laborsituationen wichtig, und sie tragen zur Vielfalt und Dynamik der Stadt bei.

Kann man denn trennen zwischen den jungen Leuten, die in so einer Laborsituation leben und denen, die Steine werfen?

Schulz: Wir und auch die Polizei sind in der schwierigen Lage, viel zu wenig zu wissen. Bei der Liebig14 wurde den Bewohnern von der linken Szene vorgeworfen, nur eine Partytruppe zu sein – das macht das Ganze noch verwirrender. Von außen ist es schwierig zu beurteilen, wo die Grenzen verlaufen. Aber man kann den Hausprojekten nicht anlasten, was in ihrer Unterstützerszene passiert.

 Posted by at 11:07

Ökobilanz des Bezirks durch Verhaltensänderung aufbessern!

 Fahrrad, Friedrichshain-Kreuzberg, Gute Grundschulen, Nahe Räume, Ökologie  Kommentare deaktiviert für Ökobilanz des Bezirks durch Verhaltensänderung aufbessern!
Feb. 022011
 

22012011293.jpg

Überschwemmungen, Brandsätze, CO2-schleudernde Brände, Stromverbrauch durch laute Musik, anreisende Krawall-Touristen aus dem Ausland, anreisende Polizisten aus dem Inland – gerade in diesen Stunden wird uns die Ökobilanz in Friedrichshain-Kreuzberg auf Jahre hinaus versaut.

Eine sinnvolle Umweltschutzpolitik findet in Friedrichshain-Kreuzberg (derzeit?) nicht statt. Statt Fahrradspuren auf den Straßen anzulegen und Friedrichshain-Kreuzberger Bügel zu montieren, werden Hunderttausende Euros durch die Rechtsbrecher in umweltbelastende Aktionen umgelenkt.

Was tun?

Ich meine: Als Buße für die in diesen Stunden begangenen Umweltsünden sollten alle umweltliebenden Friedrichshain-Kreuzberger noch mehr das Auto stehen lassen, mehr zu Fuß gehen, mehr Fahrrad fahren! Dazu fordert auch der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth auf:

Fahrzeug zumeist im Kurzstreckeneinsatz: Auto öfter stehen lassen | autogazette.de das Auto Magazin
«Mehr als 50 Prozent der Fahrten mit dem Pkw führen weniger als fünf Kilometer weit. Das ist eine Entfernung, die man auch mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem öffentlichen Nahverkehr zurücklegen kann», sagte Flasbarth der Nachrichtenagentur dpa. «Jeder Einzelne kann hier etwas für die Umwelt tun.»

Unser Bild zeigt die neuesten herrlichen Friedrichshain-Kreuzberger Bügel vor einer Friedrichshain-Kreuzberger Schule – wartend, wartend auf tausende Nutzerinnen und Nutzer!

 Posted by at 13:38

Politik der überfluteten Wohnung (oder der verbrannten Erde?)

 Friedrichshain-Kreuzberg, Rechtsordnung  Kommentare deaktiviert für Politik der überfluteten Wohnung (oder der verbrannten Erde?)
Feb. 022011
 

010220113051.jpg„Das Tal den Bewässerern, die die Nachbarwohnungen überfluten“. Sprengung der Brücken, Einreißen der Treppenhäuser, Überflutung der Nachbarhäuser – das ist die Politik der verbrannten Erde, wie sie über die deutschen Nationalsozialisten aus den letzten Monaten des Krieges berichtet wird. Lest die Nachrichten von der Front:

In der Frankfurter Allee greifen Autonome die Polizei an. Die Bewohner des linken Hausprojekts selbst haben sich in eine Wohnung des dritten Stocks zurückgezogen – und zuvor das Haus von innen zerstört. 

Die taz berichtet’s getreulich als serviler Frontberichterstatter. „Dem Feind überlassen wir unser Land nur im Zustand der Zerstörung.“ WASSER MARSCH!

Der begnadetste Selbstdarsteller von allen, Herr Hans-Christian Ströbele MdB,  nutzt dieses lächerliche, gleichwohl teure und brandgefährliche Spektakel zu einer seiner grandiosen Selbstinszenierungen. Thema seines Stückes: „Ich, Ströbele„. Spannendes, lustiges, teures steuerfinanziertes  Theater!

Live-Ticker zur Räumung der „Liebig 14“: Warmes Essen für die Demonstranten – taz.de
Auch Stöbele (Grüne) versucht es weiterhin. Der taz sagte er: „Sobald es möglich ist, will ich da rein. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass alles ein bisschen sanfter zugeht, wenn ich dabei bin.“

Unsere Bezirksgrünen, sich sonnend in der satten Mehrheit, die sie haben, schieben noch schnell die ganze Schuld auf den rot-roten Senat: „Der Senat hätte mehr tun müssen!“ Lest und lacht selbst:

„Der Senat hat den Bezirk bei der Suche nach Ersatzobjekten im Regen stehen lassen“, sagt Fraktionssprecher Daniel Wesener (Grüne). Der Bezirkspolitiker erneuerte die Forderung, dass auch in der Berliner Innenstadt Platz für Hausprojekte und alternative Wohnformen sein müsse. „Das Wohnprojekt Liebig 14 ist ein Symbol für unseren bunten Bezirk und die Geschichte Friedrichshains“, sagt Schulz.

Das ist Unsinn. Den rot-roten Senat trifft keine Schuld. Mitverursacher der heillosen Lage ist zweifellos das grün geführte Bezirksamt durch seine unterwürfige, servile Liebedienerei gegenüber den Rechtsbrechern.

Groteskes, lachhaftes Theater! Absolute Verschwendung von Steuergeldern, von Ressourcen, Pseudo-Politik wie so viel, was hier im Bezirk, hier in Berlin dem nur mäßig belustigten Zuschauer&Steuerzahler geboten wird! Man wird Berlins Politik erst verstehen, wenn man weiß, dass sie im Grunde nur aus dem Zu- und Abdrehen von Geldhähnen besteht.

Es gibt offenbar immer noch viel zu viel staatliches Geld in Berlin!

Meine Bitte:

Wasserhahn zudrehen!

Geldhahn zudrehen!

L 14 räumen!

Rechtsstaat durchsetzen!

 Posted by at 12:30

Temporäre Zuwanderung unerwünscht, oder: Spielhöllen statt Hostels!

 Friedrichshain-Kreuzberg, Migration  Kommentare deaktiviert für Temporäre Zuwanderung unerwünscht, oder: Spielhöllen statt Hostels!
Dez. 122010
 

„Friedrichshain-Kreuzberg wehrt sich gegen Herbergsflut“. So berichtet es das Berliner Abendblatt, die Wochenzeitung für Friedrichshain-Kreuzberg in der Ausgabe Nr. 48 auf S. 1. Das Boot ist voll. „Die Belastungsgrenze für die Anwohner ist erreicht„, „uns erreichte eine Beschwerdeflut wegen der ungesteuerten Ansiedlung“, so wehren sich in unserem Heimatbezirk die Kommunalpolitiker, etwa der Bürgermeister Franz Schulz und Fraktionssprecher Daniel Wesener gegen das ungehemmte Vordringen von Beherbungsbetrieben der Low-Cost-Sparte.

Man merkt: Die festangesiedelten Dauerbürger beginnen sich gegen den ungesteuerten Zustrom unordentlich gekleideter, fremdländische Lieder singender, die Nacht zum Tag machender Backpacker zu wehren.

Zumal zu befürchten ist, dass manche Elemente dieses fahrenden Volks im Hinterhof Sprachen sprechen, die nicht auf Berliner Schulhöfen gesprochen werden sollen!

Dauerbürger, wehrt euch gegen die dauernde temporäre Zuwanderung!  So lautet die Devise der Bürger und der sie unterstützenden bürgerlichen Parteien.

Auch Vizebürgermeister Peter Beckers unterstützt den Bürgerwehr-Gedanken. Er spricht sich gegen die „zügellose“ (vulgärsprachlich: „verlotterte“) Entwicklung des Berlin-Tourismus aus.  „Die Belastungsgrenze der Anwohner für immer neue Bettenburgen ist in einigen Ecken Friedrichshains bereits erreicht.“ O-Ton Daniel Wesener.

Na, ich meine: Da sollte man mal das Volk entscheiden lassen! Sollen wir denn eher weitere Spielhallen hinnehmen, wie ich deren zwei kürzlich am Mehringdamm habe aufmachen sehen. Spielhallen bringen auch Geld in die leergefegten Bezirkssäckel! Und sie sind sehr sehr still. Denn fast niemand besucht diese Spielhallen. Dennoch sind sie voll sauer verdienten Geldes. Ein Teil davon fließt als Steuer in die Staatskasse. Pecunia non olet.

Spielhallen oder Hostels? Das wäre ein schöner Bürgerentscheid!  Hier noch mal Vor- und Nachteile beider Betriebsarten:

Spielhallen sind mangels Publikumsverkehrs sehr ruhig, schaffen jeweils 2-3 Arbeitsplätze und spülen viel Geld in die Staatskasse. Sie sind Goldesel.

Hostels für Backpacker und weniger Verdienende sind etwas lauter, schaffen jeweils einige Arbeitsplätze und spülen viel ehrlich verdientes Geld in die Staatskasse. Und sie bringen Menschen, Menschen, Menschen!

Bürger, was ist euch lieber? Spielhallen oder Jugendhotels?

Ich bin für mehr temporäre Zuwanderung! Ich spreche mich aus für Hostels, Jugendherbergen, Fahrradleihstationen. Das Hotel City Ost in der Frankfurter Allee ist doch vorbildlich!

Und noch etwas: Direkt vor dem Eingang der Billigherberge entdeckt mein entzücktes Ökufuzzi-Auge – eine Fahrrad-Verleih-Station! Toll toll toll!

Friedrichshain-Kreuzberg könnte Vorreiter für einen neuartigen, ökologischen Tourismus der Low-Cost-Sparte werden.  Dazu müssten sich die fünf bürgerlichen Parteien aber klar für Umweltschutz, für temporäre Zuwanderung und für Ansiedlungsfreiheit aussprechen.

Dieses dauernde Reden von „Überflutung“, „Belastungsgrenzen der Anwohner“, „ungesteuerter Zustrom“ ist doch brauner Quark. Genau diese Formulierungen werden doch reflexhaft gegen Asylbewerberheime vorgebracht!

Dieses Gedankengut, diese spießbürgerliche Abwehrhaltung sollten die drei (spieß-?) bürgerlichen Parteien (Grüne, SPD und Linke), die sich gegen die Hostels zur Wehr setzen, mal hübsch den Rechtsextremisten überlassen.

Andererseits bin ich aus wohlerwogenen Gründen für Daumenschrauben gegen die weitere Ansiedlung von Spielhallen, auch wenn sie dem Staat Knete einspielen.

Da könnte man eine Vorab-Volksabstimmung machen! Insoweit stimme ich unserem Bürgermeister wieder zu.

Vom Volk regiert: Bürger begehren auf – Berlin – Tagesspiegel
Franz Schulz, Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, hat vor ein paar Wochen eine Art Vorab-Volksabstimmung vorgeschlagen. Der Politiker, der im Streit um Mediaspree zwischen alle Fronten geraten ist, will die Bürger über alle größeren Bau- und Investitionsvorhaben entscheiden lassen. Er denkt an „Leitpunkte“ wie die Größe und das Investitionsvolumen. Von denen soll abhängen, ob nur die Anwohner, alle Wahlberechtigten eines Bezirks oder alle Bürger der Stadt zu befragen sind.

 Posted by at 15:41

Bald ist Taufe in unserem reichen Bezirk!

 Friedrichshain-Kreuzberg, Kinder, Naturwissenschaften  Kommentare deaktiviert für Bald ist Taufe in unserem reichen Bezirk!
Dez. 022010
 

 Gute Sache! Friedrichshain-Kreuzberg ist ja wirklich ein reicher Bezirk – nämlich ein WASSER-reicher und KINDER-reicher Bezirk. Das Jugendforschungsschiff CORMORAN bringt beide Schätze zusammen. Glückwunsch vom Kreuzberger Blogger!

Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung der Schulstadträtin Monika Herrmann:

Das Jugendforschungsschiff greift während seiner Fahrten auf Seen und Fließgewässern in Berlin und dem Umland naturwissenschaftliche Inhalte insbesondere im Hinblick auf die Gewässerqualität und -schutz sowie dem Bereich erneuerbarer Energien mit speziellen Versuchsanordnungen auf. Im eigens eingerichteten Labor können die Kinder und Jugendlichen wissenschaftsnah an bestimmten Problemfeldern arbeiten.

Über weitere Projektinhalte sowie das Jugendforschungsschiff (Besichtigung) können sich alle Medienvertreter gern während der Schiffstaufe am 03.12.2010 -16:00 Uhr informieren:

Schiffstaufe Jugendforschungsschiff CORMORAN

Am Speicher-Anlegestelle Oberbaumbrücke/Speicher Mühlenstraße 78-80 10243 Berlin

Nähere Informationen über die Veranstaltung sowie das Projekt erhalten Sie telefonisch vom Leiter des Projektes Hr. Dr Uwe Schneider unter 0170 520 5005.

Vorstellung des Jugendforschungsschiffs Cormoran

 Posted by at 11:17
Nov. 142010
 

Mit dieser und einigen anderen klingenden Formulierungen bewarb ich mich heute in Abstimmung mit politischen Freunden vor dem Kreisparteitag der CDU Friedrichshain-Kreuzberg um die Kandidatur für einen aussichtsreichen Listenplatz im Berliner Abgeordnetenhaus und/oder BVV.

Kernpunkte meiner beiden knappen Bewerbungsreden, die jeweils höchstens 5 Minuten dauerten:

Berliner Abgeordnetenhaus:

– Familien als die Keimzellen der Gesellschaft ertüchtigen, Staatslastigkeit des Daseins abbauen, Mütter UND Väter zur freudigen Pflichterfüllung rufen!

– Deutsche Sprache für alle zugänglich machen! Jahrhundertelange Kulturen der Deutschen und auch der Zuwanderer pflegen!

– Menschen ermutigen! Vertrauen in die Kräfte des Menschen setzen! Überversorgung erkennen – Überversorgung benennen!

BVV:

– Eltern als Teil der Schulgemeinschaft nachhaltig in die Zusammenarbeit mit der Schule einbinden!

– Mehr Platz für den bewegten Bürger schaffen, mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer schaffen! Zunehmenden Diabetes der Kinder erkennen und verhindern!

– Alte Menschen einbinden, Patenschaften stiften!

Beide Male erhielt ich achtbare 18 Stimmen der 53 bzw. 54 Delegierten und unterlag somit jeweils dem gesetzten Mitbewerber.

Auch meine politischen Freunde verfehlten alle die nötigen Mehrheiten. Das fand ich besonders bedauerlich. Ihnen hätte ich einen Erfolg noch mehr als mir selbst gewünscht. Besonders Friedrichshain liegt mir am Herzen! Wir sind doch ein Doppelbezirk!

Das bedeutet, dass für die nächste Zeit die angestrebte politische Arbeit in diesem Kreisverband nicht erreichbar ist.

Sehr gut für meine Familie! Sehr gut für die Musik, für meine geliebten Sprachen, für meinen Beruf!

Es war eine sehr gute, inspirierende Zusammenarbeit mit meinen politischen Freunden innerhalb des Kreisverbandes.

Und es gibt ja noch den Silberschatz des Alters! Den gilt es zu heben!

 Posted by at 00:26
Nov. 122010
 

Ein Hauptproblem Berlins ist staatliche Überversorgung. Die Überversorgung mit staatlichen Leistungen behindert oder verhindert Integration, behindert den wirtschaftlichen Aufschwung, behindert räumliche und soziale Mobilität.

Beispiel: Fanny-Hensel-Kiez. Wenn der Staat nicht par ordre du Mufti Billigmieten erzwänge, wenn der Staat einige Wohnblöcke freigäbe, entstünde ein freies Spiel aus Angebot und Nachfrage. Die überall sehnlichst erwarteten selbstverdienenden Menschen mit Familien zögen in den Kiez, Kinder würden Väter erleben, die einer geregelten Arbeit nachgehen, das würde eine Vorbildwirkung entfachen, es käme zu einem Nachhol-Effekt, die Schule verlöre ihren unverdient schlechten Ruf.

Und was geschieht: Statt selbst etwas für ihr Glück zu tun, schreien die Menschen stets nach mehr Förderung, mehr Geld, mehr Fürsorge des Staates. Eine unfassbare, alle Grenzen sprengende soziale Immobilität hat sich – durch den Staat befördert – in Teilen Friedrichshain-Kreuzbergs breitgemacht und verhindert den Wandel.

Das gleiche gilt auch für den Strommarkt. Wir haben tendenziell mit sinkenden Strompreisen zu rechnen. Dank der AKW-Laufzeitenverlängerung wird der Großhandelspreis wohl eher zurückgehen. Der Strompreis wird künstlich hochgerechnet. Lest selbst:

AKW-Laufzeitverlängerung: Solar-Lobby trickst bei Verbraucherkosten – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wirtschaft
Tatsache ist: Die AKW-Laufzeitverlängerung wurde vom Bundestag beschlossen und kann höchstens noch per Gerichtsurteil gestoppt werden. Bleibt aber die Produktion des billigen Atomstroms erhalten, dürfte der Großhandelspreis für Strom eher nicht steigen. Er könnte sogar sinken, da auch die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie kräftig ausgebaut wird. Aktuell wächst das Stromangebot eher schneller als die Nachfrage. Das größte Problem ist keine Energieunterversorgung, sondern dass zeitweise zu viel Strom in die Netze gespeist wird.

 Posted by at 16:31
Nov. 122010
 

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zeigt Handlungsfähigkeit durch den Erlass einer neuen Handlungsvorschrift für die Verwaltung – nach dem Heizpilzverbot. Darüber berichtet Karin Schmidl heute auf S. 20 in der Berliner Zeitung:

Unattraktiv für Spekulanten : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv
Danach wird dort ab sofort der Kauf von Sozialwohnungen durch Investoren zwar genehmigt. „Aber nur, wenn die Wohnung dann von Personen mit Wohnberechtigungsschein genutzt wird und so ihrem eigentlichen Zweck, der Versorgung sozial Schwacher, dient“, teilte Bürgermeister Franz Schulz (Grüne) mit.

Der Staat kümmert sich weiterhin um die Daseinsvorsorge! Das mit vielen Steuermilliarden hochgezogene, monokulturelle  Soziotop bleibt erhalten. Mit solchen Klauseln wird die Wohnung uninteressant für Selbstverdiener.

Das erinnert mich noch daran, was wir an der Fanny-Hensel-Schule empfanden, als wir erfuhren, dass die gesamte Sozialstruktur mit vorwiegend arbeitslosen Familien nichtdeutscher Herkunftssprache erhalten und ausgebaut werden soll:  „Die im Bezirksamt, die in der BVV wollen keinen Wandel. Sie wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. Sie wollen, dass wir Migranten fein unter uns bleiben. Sie wollen, dass die Araber sich noch stärker abkapseln. Sie wollen verhindern, dass selbstverdienende Menschen nach Kreuzberg-West ziehen.“

Dies war – zusammen mit einigen anderen Erlebnissen – der Auslöser dafür, dass wir die Schule, die in genau diesem staatlich hochgepäppelten Milieu liegt, gewechselt haben. Die Politik in Friedrichshain-Kreuzberg will nichts für den  Wandel tun, sie verwaltet zäh und hartnäckig mit unseren Steuergeldern den Status quo. Das ist Verschwendung.

Die wenigen Steuerzahler im Kiez sind vergrätzt! Denn genau so werden die Strukturen zementiert, gegen die Stadtplaner in aller Welt ankämpfen.

 Posted by at 16:17
Nov. 062010
 

Jetzt hat sie es dank eines lebensechten Artikels von Stefan Jacobs sogar in den Tagesspiegel geschafft – die STELLE vor dem Willy-Brandt-Haus in Kreuzberg, die ich wöchentlich sehr oft befahre und an der ich den einzigen Radler-Unfall in meinem ganzen Leben hatte! An so berühmten Stellen radle ich also entlang! Und es gibt tausende so wie mich! Wir sind viele und werden immer mehr!

Radfahrt durch Berlin: Volle Fahrt in den Frust – Verkehr – Berlin – Tagesspiegel
Hinter dem Kotti schickt mich die Markierung direkt zwischen die Autos. Ein Lkw zieht haarscharf vorbei, der nächste lauert zwei Meter hinter mir auf eine Chance zum Überholen. Ich ahne, dass er mich lieber auf dem Gehweg sähe. Vor dem Willy-Brandt-Haus vereinigt sich die Autospur mit dem Radweg in einem Trichter. Radfahrer sind hier schlicht nicht vorgesehen. Bei der Stadtentwicklungsverwaltung heißt es, dass für Baustellen die Verkehrslenkung und die Bezirke zuständig seien. Bei groben Mängeln würden gelegentlich auch Geldstrafen gegen Baufirmen verhängt.

 Posted by at 22:34