Dez. 162010
 

WIR und DIE – diese diskriminierende Unterscheidung wurde von verschiedenen Parteien am neuen Integrationsgesetz des Berliner Senats bemängelt. Ihr ahnt schon: es geht um die Mitbürgerinnen und Mitbürger „mit Migrationshintergrund“. Mein eigener zweiter Sohn „hat Migrationshintergrund“, mir selbst fehlt er, mein erster Sohn ermangelt seiner ebenso, meine Frau wiederum ist reich an Migrationshintergrund! Wir Armen!

Ich würd mal sagen: Hepimiz insaniz.

Ich selbst stehe diesem Begriff „Migrationshintergrund“ außerordentlich skeptisch gegenüber.

Ebenso die taz. Sie hat eine Umfrage  veranstaltet, wie man dieses Wortungetüm vermeiden könnte:

“Memi”, “Beute-Teutone” und “Reinländer” at taz Hausblog

Mein Favorit ist „neuer Deutscher“. Warum?

Alte Deutsche und neue Deutsche bilden zusammen die deutsche Gesellschaft. Nur der Ausdruck „neue Deutsche“ ist für die Kinder wirklich diskriminierungsfrei.

Die „neuen Deutschen“ sind in vollem Umfang Staatsbürger der Bundesrepublik, haben weder Sonderrechte noch Sonderpflichten, bilden aber auch keine „nationale Minderheit“. Sie können jederlei religiösen Bekenntnisses sein oder bekenntnisfrei. Sie sind dem Grundgesetz verpflichtet. Sie sind somit Teil des deutschen Volkes im Sinne des Grundgesetzes.

Die „neuen Deutschen“ sind somit Inländer und Träger der staatlichen Souveränität in genau demselben Sinne wie die alteingesessenen Deutschen. Sie sind nichts Besonderes. Sie bringen neben der einfachen Bestimmung „Deutsche“ ihren gesamten kulturellen Hintergrund mit, wenn sie wollen, oder sie „assimilieren“ sich, wenn sie dies wollen.

„Nationale Minderheiten“, die etwa – wie es sich jetzt andeutet – über Generationen hinweg eine „Türkeistaatlichkeit in Deutschland“, eine „Russland-Staatlichkeit in Deutschland“ aufbauen, können uns hingegen nicht guttun! Ich lehne solche gespaltenen Loyalitäten ab. Das widerspräche dem Grundgedanken der freien und gleichen Bürger, die sich in der Demokratie zusammenschließen.

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Dez. 152010
 

Einen sehr guten Beleg für die herkömmliche, gut eingeschliffene Integrationsauffassung liefert der Bundestagsabgeordnete Memet Kilic in seiner Rede vom 07.10.2010!

Hier finden wir wirklich geradezu in Reinkultur jene Auffassung vor, wonach Integration eine staatliche Leistung ist, vergleichbar etwa der Arbeitslosenversicherung oder dem Katastrophenschutz.

Der Staat muss Integration leisten! Wenn Integration nicht gelingt, ist der Staat schuld. Oder auch die konservative Bundesregierung. Das kann jeder Migrant selber entscheiden, wem er die Schuld gibt.

Immer sind jedenfalls die anderen schuld. Ich nenne es: den wohlbekannten Klageton.

Hörenswert!

Plenarrede zur Lage der Ausländer in Deutschland – Memet Kilic – ist im Bundestag

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Auch kein reines „Eigengewächs“ …

 Gute Grundschulen, Integration, Migration  Kommentare deaktiviert für Auch kein reines „Eigengewächs“ …
Dez. 152010
 

Interessant! Die meisten erfolgreichen türkischen oder arabischen Migranten in Deutschland, die ich privat oder aus den Medien kenne, sind nicht in Deutschland geboren, haben nicht hier die deutsche Grundschule besucht! Dennoch sprechen sie hervorragend Deutsch, haben alle Abschlüsse erreicht, obwohl sie zahlenmäßig ja die Minderheit bilden. Denn die heutigen  „türkischen“ Jugendlichen in Deutschland sind alle hier geboren, dennoch gehen viel zu viele von ihnen schnurstracks in die Sozialhilfe hinein, aus der sie auch herkommen. Ist der Sozialstaat schuld? Verdirbt er unsere Kinder?

Weiteres typisches Beispiel eines Erfolgreichen: Nihat Sorgec vom Kreuzberger Bildungswerk.

Sie, die Erfolgreichen, sind fast alle erst als Schulkinder nach Deutschland gekommen. In der Türkei oder in irgend einem anderen, stärker autoritären Schulsystem wurden offenbar die Grundlagen ihres Bildungserfolges gelegt!

Woran liegt dies? An der Schule? An der Familie? An der mangelnden sozialstaatlichen Absicherung in den Herkunftsländern?

Ich hege Vermutungen, weiß aber die Antwort nicht! Man müsste Menschen wie Nihat Sorgec und Ahmet Toprak genau diese Frage stellen: „Sie sind doch eigentlich furchtbar benachteiligt, da Sie erst einige Jahre nach Ihrer Geburt nach Deutschland übergesiedelt sind! Wie rechtfertigen Sie Ihren Erfolg, Herr Professor Toprak?“

Ahmet Toprak über jugendliche Migranten: „Sie sind fasziniert von dieser Macht“ – taz.de
Ahmet Toprak, 40, ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Dortmunder Fachhochschule. Zuvor hat Toprak, der in der Türkei die Grund- und in Köln die Hauptschule besucht hat, jahrelang mit gewalttätigen Jugendlichen und jungen Männern mit Migrationshintergrund gearbeitet.

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Dez. 152010
 

Weniger stimme ich folgenden Aussagen zu:

Ahmet Toprak über jugendliche Migranten: „Sie sind fasziniert von dieser Macht“ – taz.de
Bei manchen Schülern mit Migrationshintergrund hat sich ein enormer Frust aufgebaut, weil sie sich an der Gesellschaft nicht so beteiligen können, wie sie wollen. Das Problem beobachten wir ja in Hauptschulen in schwierigen Quartieren, von denen wir wissen, dass zum Beispiel in Berlin nur 8 Prozent der Schüler eine Lehrstelle bekommen.

Was ist der Fall? Ich lebe selbst in einem schwierigen Quartier. Ich sprach mit Firmeninhabern. Sie sagen: „Wir können keine Jugendlichen in die Lehre nehmen. Wir wollen es. Aber sie können nicht gut genug rechnen, lesen und schreiben. Die Stellen bleiben unbesetzt.“

Hier mache ich einen verhängnisvollen Zusammenhang von migrationsanlockendem Sozialstaat und bequemer Opferrolle verantwortlich. Viele Jugendliche flüchten sich – bestärkt durch die jämmerliche Litanei ganzer Heerscharen an Migrationsexperten, Sozialberatern, selbsternannten Migrantenvertretern – in die Rolle der Verlierer, der Benachteiligten.

Streichung der Sozialleistungen für junge Männer sofort ab Schulabschluss scheint mir hier ein Mittel der Wahl.  Sie werden dann lesen, rechnen und schreiben lernen, wenn sie merken, dass sie es für ihren Lebensunterhalt brauchen.

 Posted by at 16:06
Dez. 152010
 

Guter Beitrag von Ahmet Toprak! Das entspricht auch meiner Wahrnehmung. Weder der Staat noch die Schule sind Ursache des Problems, sondern in aller Regel das Fehlen väterlicher Vorbilder.

Wenn  Jungs einen guten, vorbildlichen Vater haben, werden sie meist nicht zuschlagen.

Ahmet Toprak über jugendliche Migranten: „Sie sind fasziniert von dieser Macht“ – taz.de
Was läuft in diesen Familien ab?

Häufig gibt es Arbeitslosigkeit, Alkoholprobleme, fehlende Kommunikation. Die Eltern sind schlechte Vorbilder: Der Vater schlägt die Mutter oder umgekehrt, die Kinder beobachten das. Sie sind fasziniert von dieser Macht.

Ist der Vater das Problem?

Der Vater ist bei häuslicher Gewalt häufig der Täter. Man darf aber auch die Geschwister nicht vergessen: Es kommt auch vor, dass der große Bruder den kleinen schlägt.

Die Väter in solchen Familien haben häufig Probleme, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Untergräbt das nicht ihre Autorität?

Genau darum geht es. Die Väter versuchen mit Gewalt ihre Autorität durchzusetzen, obwohl sie häufig von den Kindern abhängig sind: Die übersetzen und können sich viel besser in der deutschen Gesellschaft bewegen.

Der Vater vermittelt also ein Männlichkeitsbild, das er gar nicht erfüllt. Warum machen die Söhne das mit?

Die Jugendlichen machen häufig eine Gratwanderung: Sie dulden dieses Bild, bis sie erwachsen sind, und gehen dann aber den eigenen Weg.

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Dez. 152010
 

Ihr Deutschen habt schon so viel Unfrieden über die Welt gebracht! Nun haltet mal schön stille und zahlt uns unsere Schulden! Wir brauchen keine Belehrungen von euch!“ So etwa lautet der emotionale Subtext, den gewisse Staaten uns in diesen Tagen wieder und wieder aufs Brot schmieren.

Ein irreführendes Argument, wie ich meine! Selbst Helmut Schmidt hat es verwendet:

Euro unbedingt retten: Helmut Schmidt: D-Mark würde Arbeitsplätze vernichten – Politik – Tagesspiegel
„Selbstverständlich werden die notwendigen Reparaturen abermals Geld kosten. Selbstverständlich werden sie insbesondere uns Deutsche abermals viel Geld kosten“, kündigt Schmidt an. Die Deutschen hätten in der Vergangenheit „erheblich zum Unfrieden in Europa und in der Welt beigetragen“ und müssten nun „auf eine ganz andere Weise dazu beitragen, dass die Schrecken der Vergangenheit sich nicht wiederholen können. Dafür sind weitere Opfer an Souveränität und an Geld geboten“, schreibt Schmidt.

Es ist natürlich richtig, dass die Weltöffentlichkeit, mindestens die breite westeuropäische Öffentlichkeit und die USA sich darauf geeinigt haben, dass die Deutschen und fast nur die Deutschen an fast allem Bösen schuld sind, das sich in den letzten hundert Jahren, insbesondere von 1914 bis 1945, ereignet hat. In Tausenden von Filmen, Büchern, Zeitungsartikeln wird dieses triviale Bild weltweit wieder und wieder befestigt.

Über belgische Kolonialgräuel in Kongo, über italienische Giftgaseinsätze in Afrika und Konzentrationslager in Dalmatien,  über die umfassende französische und die umfassende tschechische Kollaboration, über die französischen Massaker vom 08.05.1945 in Algerien, über russische Massenhinrichtungen, über griechische Vertreibungen, über türkische Vertreibungen, über den britischen Kolonialismus, über die Tatsache, dass sehr viele europäische Staaten, ja die meisten europäischen Staaten, darunter auch Sowjetrussland bis 1941 (sic!), mindestens einige Jahre lang recht begeisterte Waffenbrüder des Deutschen Reiches waren, wird hinweggesehen.

Man weiß es nicht oder tut so, als wüsste man es nicht. Und wenn man es weiß, erwähnt man es nicht. Und wenn es erwähnt wird, nimmt man es nicht zur Kenntnis. Da ist noch sehr viel Aufklärung und Erinnerungsarbeit zu leisten.

Ich meine: Die Euro-Frage darf auf keinen Fall mit der Frage der einzigartigen deutschen Schuld  in den Jahren 1914-1945 verknüpft werden! Das halte ich für geradezu aberwitzig. Da enttäuscht mich der ansonsten so brillant analysierende Altkanzler bitterlich.

Und die Bundesrepublik Deutschland, gegründet 1949, hat sicherlich nicht besonders zum Unfrieden in dieser Welt beigetragen. Oder will irgendjemand dies behaupten? Jetzt aus dem Verhalten Deutschlands in den Jahren 1914-1945 eine besondere finanzielle Verpflichtung Deutschlands zur Rettung des Euro herzuleiten, ist absurd. Aber genau diese Absurdität wird wieder und wieder aufgetischt.

Die Frage der Euro-Rettung ist eine politisch-pragmatische Frage.

Die Euro-Rettung ist im wohlverstandenen gemeinsamen Interesse der europäischen Staaten zu leisten. Die vereinbarten Stabilitätskriterien sind sinnvoll. Wir haben das Recht, die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Pflichten voneinander einzufordern.
Nicht sinnvoll ist es zu sagen: Die Franzosen arbeiten bis 60, die Deutschen bis 69, die Griechen bis 58, weil die Deutschen so besondere moralische Schuld tragen.  „Die Deutschen müssen mit ihrem Sozialsystem die zugewanderten Bürger anderer Staaten unterstützen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen – denn die Deutschen haben in den Jahren 1914-1945 so schwere Schuld auf sich geladen.“ Das ist Unfug.

„Ihr Deutschen zahlt für die Schulden anderer, weil ihr Deutschen schuldig seid.“

Diese Begründung taugt nichts.

 Posted by at 14:47
Dez. 152010
 

21082010016.jpg Beim fröhlichen Heimradeln von der ADFC-Stadtteilgruppensitzung ziehe ich – hoch auf der Oberbaumbrücke umherschauend – noch einmal Bilanz meiner gestrigen Recherche zum Thema BBI, Flugrouten, Klimapolitik, Umweltpolitik, E-Mobilität. Hier ein paar Befunde:

1) Klimapolitisch am günstigsten ist derzeit auf der Langstrecke der Verkehr mit modernen, gut ausgelasteten Reisebussen. Danach kommt das Fahren mit der Eisenbahn. Dann der PKW. Am schlechtesten ist die Klimabilanz beim Fliegen.

2) Auf der Kurzstrecke ist das Zu-Fuß-Gehen klimapolitisch am günstigsten, unmittelbar gefolgt vom Fahrrad. Danach kommen Busse und Bahnen. Weit danach kommen die PKW.

3) Die heute üblichen Dieselautos haben eine bessere CO2-Bilanz als die heute üblichen Elektro-Autos und als die heute üblichen Hybrid-Fahrzeuge. Dies wird auch auf einige Jahre so bleiben.

4) Der jetzige Erzeugungsmix bei Strom (Kohle, Gas, AKW, erneuerbare)  setzt umweltpolitisch den Diesel-PKW gegenüber dem Elektro-Auto in den Vorteil. Würde man die AKWs sofort abschalten, fiele die Klimabilanz des Diesel-PKWs gegenüber dem Elektro-Auto noch eindeutiger zugunsten des Verbrenner-Autos aus.

5) Klimapolitisch am vorteilhaftesten wird Strom derzeit erzeugt durch alte, abgeschriebene AKWs, die zudem bei den Gestehungskosten buchhalterisch mit großen Abstand die Nase vorn haben. Klimapolitisch sinnvoll ist die längstmögliche Ausnutzung von Restlaufzeiten der AKWs, soweit die Sicherheit der Anlagen nach menschlichem Ermessen zu verantworten ist. Die Endlagerungsfrage bleibt ungelöst, deshalb wird die Atomkraft mutmaßlich nach und nach auslaufen.

6) Klimapolitisch sinnvoll ist eine möglichst reibungslose Entsorgung und Zwischenlagerung verbrauchter Brennelemente.

7)  Klimapolitisch sinnvoll ist der möglichst direkte Anflug auf BBI auf zwei Routen, wobei das Abknicken der beiden Routen wegen der Sicherheitsanforderungen unumgänglich ist.

8) BBI muss unbedingt im geplanten Umfang gebaut werden. Flugroutendebatte hat nichts mit dem eigentlichen Bau zu tun. Riesenfehler von Künast ist es, die beiden Dinge zu vermengen.

9) Die Flugroutendebatte muss als Zielkonflikt zwischen den widerstrebenden Interessen der lokalen Anwohner, des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit, des Klimaschutzes, der Wirtschaftsregion Berlin-Brandenburg insgesamt gesehen werden. Politische Kunst wäre es gewesen, dies von Anfang an offen zu benennen und zu „moderieren“. Nur: Gemacht hat es keiner.

10) Falsch ist es, wenn Politikerinnen wie etwa Künast und viele andere Spitzengrüne einfach „aufspringen“ und auf der Woge des Protests „surfen“. Nicht „surfen„, nicht aussitzen, sondern hin- und herjoggen zwischen vermeintlich unvereinbaren Endpunkten lautet das Gebot der Stunde! Das macht Wowereit immerhin schon etwas besser – er knickt nicht gleich ein bei wichtigen Themen der Stadtentwicklung wie Stadtring oder BBI, sondern „sitzt zunächst einmal alles aus“.

11) Wie im Großen – so auch im Kleinen.  Umbau von Straßen (Kastanienallee, Warschauer Straße usw.) ist im Grunde auch nichts anderes als das Austarieren unterschiedlicher, zunächst einmal berechtigter Interessen. Hier kommt es auf politische Klugheit, Einsicht und Führung an.

Bild: Klimapolitisch astreine Aktivitäten: die Startbahn des BBI.  Aufgenommen durch den locker mitjoggenden Blogger  am 21.08.2010

 Posted by at 11:50
Dez. 142010
 

Allerdings dürfen die Grünen jetzt sogar auch BMW fahren – es muss nicht immer ein alter Volvo 240 oder ein neuer Toyota Prius sein. Ein verlorener BMW-Schlüssel sorgte übrigens für betretenes Schweigen und Heiterkeit auf dem letzten Parteitag der Grünen in Freiburg.  „Der Besitzer kann den Schlüssel diskret und völlig anonym abholen.“ War Joschka Fischer der Halter, der neuerdings für BMW malocht? Interessant: Joschka Fischer malocht für BMW, und BMW fordert staatliche Kaufprämien für E-Autos, und ein BMW-Autoschlüssel schafft es bis zur Bundesdelegiertenkonferenz!  Sieh an!

E-Auto-Kauf staatlich bezuschussen – ja oder nein? Ich sage: Eher nein! Es ist doch nur ein Zweit- oder Drittauto für Besserverdiener, die allerdings oft Grünenwähler sind.

Ich würde mal so sagen: Mit der Förderung des Radverkehrs ist man klimapolitisch auf der sicheren Seite. Da müsste man mal rangehen!

Was sagt übrigens das Umweltbundesamt zum Klimaeeffekt der E-Mobilität? Lest:

Interview Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes: «Man kann nicht zu allem Nein sagen» | autogazette.de das Auto Magazin

Flasbarth: In den nächsten 5 bis 10 Jahren wird die Elektromobilität nicht zu mehr Klimaschutz führen. Das liegt am heutigen Strommix. Der ist zurzeit nicht wirklich klimafreundlich. Doch es wäre grundfalsch, jetzt keine Entwicklungsimpulse zu setzen. Außerdem brauchen wir auch im Bereich der Mobilität einen Mix an Instrumenten, wie wir dies auch beim Klimaschutz mit dem Emissionshandel und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz haben. So benötigen wir einerseits strengere Anforderungen für die herkömmlichen Antriebstechniken, um geringere CO2-Grenzwerte zu ermöglichen. Anderseits brauchen wir Instrumente zur Entwicklung innovativer Technologien.

 Posted by at 15:25
Dez. 142010
 

Jeden Tag werden Tausende Tonnen Flugbenzin bei Warteschleifen vor Landungen unnötig in die Luft gepustet, heizen das Erdklima gefährlich auf. Starts und Landungen müssen nämlich in genau getakteten Abständen, in Slots, erfolgen. Wenn gerade kein Slot frei ist, drehen die Flieger noch die eine oder andere Platzrunde.

Hier noch ein ganz guter, ganz toller Vorschlag, der dem Blogger gerade so eingefallen ist! Wenn man nur eine An- und Abflugroute für BBI legt, wird die großflächige Belastung von Anwohnern erheblich reduziert. Lärmschutzbelange der Bevölkerung würden berücksichtigt. Denn nur duch die famosen Knicks der beiden parallelen Routen kommt es jetzt zu diesen angeblich unvorhergesehenen Lärmplagen, gegen die erboste Bürger schon die Dreschflegel schultern, symbolisch gesprochen.

Die Flugzeuge müssten dann halt in den Spitzenzeiten (und nur in diesen) öfter einige Platzrunden drehen, bis ein Slot frei würde. Denn: Lärmschutz geht vor Klimaschutz! Lärmschutz geht vor Wirtschaftlichkeit! Damit wäre sicherlich auch Renate Künast zufrieden. Sie würde ihren Widerstand gegen BBI aufgeben können. Und alle wären zufrieden.

 Posted by at 13:05

ZEIGT ES DENEN!

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Dez. 142010
 

Bin begeistert – selber etwas tun, statt immer nur um „Förderung“ zu betteln! Klasse! Bitte mehr davon, Asmae und Vural!

ZEIGT ES DENEN!

Nachhilfe im Schneeballsystem: Studenten unterrichten Schüler unterrichten Schüler – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – SchulSPIEGEL
„Viele Lehrer haben gesagt, ich schaffe das Abitur sowieso nicht. Denen und mir selbst will ich es beweisen“, sagt Asmae Zauzau. Das „Chancenwerk“ soll ihr und den anderen dabei helfen. So will es Gründer Murat Vural, 35. „Jeder in Deutschland soll eine Chance bekommen etwas zu werden, aber auch etwas dafür tun“, sagt der Doktorand der Elektrotechnik an der Uni Bochum und hat deswegen das interkulturelle Förderprojekt gestartet.

 Posted by at 12:07

Elbvertiefung, Stuttgart 21, BBI – und jetzt auch Warschauer Straße, Marchlewskistraße, Kastanienallee

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Dez. 142010
 

Größere Verkehrsprojekte kriegen Sie heute nicht mehr gebacken!“ Das verraten Bürgermeister hinter vorgehaltener Hand jedem, der sie danach fragt.

Nach Stuttgart 21 und BBI flackert nunmehr der gefährliche Unmut der Bürger auch gegen den Umbau der Marchlewskistraße, gegen den Umbau der Kastanienallee, gegen den Umbau der Warschauer Straße auf.

Wichtig: Bürgeranhörung, Bürgerbeteiligung! „Geht in die Parteien, geht in die Verbände rein!“ So der Bürger Cem Özdemir. Recht so! Mach ich doch!

Nächsten  Donnerstag, 16. Dezember 2010, 19:00 Uhr, Dathe-Gymnasium, Helsingforser Straße 11-13:

2. Informations- und Diskussionsveranstaltung für die geplante Neugestaltung der Warschauer Straße

Bürger! Mischt euch ein!

 Posted by at 11:28
Dez. 142010
 

Der Tagesspiegel berichtet soeben:

Auch beim neuen Hauptstadtflughafen „Berlin-Brandenburg International“ (BBI) regt sich nun massiver Widerstand. Davon wollen die Hauptstadt-Grünen, die mit Renate Künast bei den Berlin-Wahlen 2011 die Chance sehen, erstmals eine Regierende Bürgermeisterin zu stellen, profitieren.“Lärmschutz geht vor Wirtschaftlichkeit“, sagte die grüne Spitzenkandidatin gestern dem Handelsblatt.

Lärmschutz geht vor Wirtschaftlichkeit!“ Unter diesem Motto kämpft Renate Künast nunmehr für die Umwidmung des neuen Berliner Flughafens BBI in einen Regional- und Europa-Flughafen. Ja, schlaft gut, Bürger.

Bei gleichbleibenden Mobilitätsbedürfnissen würde dies bedeuten, dass mehr Kilometer auf der Straße und der Schiene, weniger in der Luft zurückgelegt werden. Denn wenn man von Berlin aus nur in die nahegelegenen europäischen Städte gelangt, muss man eben für die Fernflüge mit Bahn oder Elektro-Auto nach Frankfurt oder München reisen. Und wie fährt der ICE und das E-Auto (im Gegensatz zu Flugzeugen)? Mit Strom! Und woher kommt der Strom? Zu 23% aus Atomkraft! Die Grundlast wird sogar zu einem viel höheren Anteil aus Atomstrom gedeckt. Mehr ICE-Verkehr oder E-Mobilität bedeutet also kurzfristig (bis 2016) in jedem Fall mehr Atomstrom. Also fördert Renate Künast in ihrem laufenden Wahlkampf die Abhängigkeit vom Atomstrom.

5000 Euro Staatsknete für jedes Elektroauto!„, fordert Renate Künast im Interview mit der BZ (Jahr: 2010). Ist also die E-Mobilität die Lösung für Berlins Verkehrsprobleme? Ich würde sagen: Wenn es wenigstens  E-Fahrräder wären! Leiser sind die Motoren der E-Autos in jedem Fall als die Explosionsmotoren der PKW. Lärmschutz geht vor Wirtschaftlichkeit! Schlaft ruhig, Bürger!

Dennoch sind E-Autos in höchstem Maße umweltbelastend. Nicht nur bei uns, sondern mehr noch in Süd-Amerika, wo unter unzumutbaren sozialen Bedingungen mehr als die Hälfte des teuren Lithiums abgebaut wird, das für die Batterien gebraucht wird.

Nachdem dieses Blog auf diese Zusammenhänge wiederholt hingewiesen hatte, etwa am 20.04.2010, tut dies nunmehr auch der BUND. Er weist klar nach, dass Elektromobilität als solche nur unter eng umschriebenen Bedingungen eine bessere Umweltbilanz aufweist als Erdöl-Mobilität. Diese Bedingungen sind in Deutschland einfach nicht gegeben!

Elektromobilität – BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Ich bleibe dabei:  Mindestens bis zum Jahr 2016 bedeutet die von Renate Künast geforderte Verlagerung der Verkehre von der Luft auf den Boden, die geforderte Verlagerung hin zu zu mehr Verkehr am Boden, zu mehr E-Mobilität eine erhöhte Umweltbelastung durch Atomkraft.

Man kann also mit Fug und Recht sagen: Renate Künast fördert die Atomkraft.

Grüne im Lande! UmweltschützerInnen und Ökofuzzis! Wohin fliegt Renate Künast?  Holt sie zurück! Ihr dürft sie nicht so alleine fliegen lassen!

Grüne, bitte umsteuern! Wart ihr nicht eine Umweltpartei?

Bildnachweis: Eigenkraftfahrzeug des Bloggers, aufgenommen heute. Copyright: Johannes Hampels Blog

 Posted by at 10:45