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Die Mauer ist weg, oder: Von der Härte der Freiheit

 Armut, Freiheit, Überversorgung, Verantwortung, Verdummungen, Verwöhnt, Vorbildlichkeit, Wanderungen, Weihnachtsgans  Kommentare deaktiviert für Die Mauer ist weg, oder: Von der Härte der Freiheit
Aug. 132011
 

Kein Ereignis der letzten 60 Jahre hat Berlin so unermesslich, so langanhaltend geschadet wie der Bau der Mauer am 13. August 1961.

Dass viele Menschen an der innerdeutschen Grenze ermordet wurden, dass Familien zerrissen wurden, dass Lebensentwürfe vernichtet wurden, wurde oft schon gesagt. Es ist das Schlimmste. Die Mauer war ein Bollwerk der Schande und der persönlichen Tragödien.

Eine nicht unwichtige Wirkung der Mauer ist aber auch die Zementierung der Insellage West-Berlins. Ab dem 13. August 1961 bildete sich immer stärker jene Anomalie der Berliner Stadtpolitik heraus, an der das Bundesland Berlin bis zum heutigen Tag leidet – mehr als alle anderen 15 Bundesländer. „Es ist die Normalität, die in Berlin verloren gegangen ist“, sagt einer der künftigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von Berlin, Frank Henkel (CDU), völlig zu Recht.

Seit dem 13. August 1961 hat sich der Abhängigkeits- und Mündelstatus der Stadt Berlin verfestigt. Sowohl die Ost- als auch die Westhälfte genossen unermessliche Privilegien! Geld und Waren wurden auf Kosten der sonstigen Landesteile ohne Ende in die beiden Stadthälften geleitet. Die Landes- und Kommunalpolitik wurde reichlichst mit Posten, Stellen, Behörden und Programmen ausgestattet, um all den Geld- und Mittelfluss zu verteilen und in geregelte Bahnen zu lenken.

Bis zum heutigen Tag, ja bis in den laufenden Wahlkampf hinein, hat sich Berlins Landespolitik noch nicht von den satten Privilegien, die Ost- und West-Berlin genossen, verabschieden können. Man kann dies besonders gut an den Argumenten zur Mietenpolitik, zur Stadtgestaltung usw. nachweisen. Stets nehmen die Berliner Parteien für sich in Anspruch, ihre Klientelgruppen vor den Härten der Freiheit schützen zu müssen. Dem dienen Milieuschutz und soziale Wohnungsbauprogramme, grünes Verbot von Badezimmersanierungen und von Umnutzung ebenso wie der ständige Ruf nach „bezahlbaren Mieten“.

Die Berliner Parteien sind Meisterinnen darin, dem Volk Zusagen zu machen, die aus dem Landeshaushalt nie und nimmer zu bezahlen sind. Die Berliner Parteien sind Meisterinnen darin, dem Volk zu verschweigen, wo sie ihm – dem Volk – wehtun wollen, wo sie ihm weniger staatliches Geld geben wollen, weniger Mittel, weniger Wohltaten. Es gibt Ausnahmen von dieser bequemen Verheißungs- und Zusagenpolitik – und beileibe nicht nur in meiner Partei. Auch einige amtierende Politiker, ob nun ein grüner Bezirksbürgermeister oder ein roter Senator, würden der hier vorgetragenen Analyse mutmaßlich Wort für Wort zustimmen.

Aber laut sagen darf man es nicht. Man kann allenfalls die Schuld auf andere schieben. Die regierenden Bezirksgrünen schieben die Schuld für die Missstände in ihrem Dominion dem Senat und der Bundesregierung zu. Der rot-rote Senat schiebt die Verantwortung der grün-roten Bezirksregierung oder der Bundespolitik zu.

„Die Wahrheit können wir nicht sagen. Dann wählen uns die Leute nicht.“

Ich sage: Die Berliner Parteien haben sich noch nicht aus der jahrzehntelang angezüchteten Selbstisolierung der Berliner Landespolitik befreit.  Sie haben den Weg zur Normalität noch nicht zu Ende beschritten.

„Mieten müssen bezahlbar bleiben!“ Alle Parteien buhlen um die Gunst der Wähler mit derartigen Sprüchen. Was ist an diesem bequemen Slogan dran, der runtergeht wie flüssiges Gold? Nun, ich sprach kürzlich mit Menschen, die haben nach dem Krieg einige Jährchen zu acht in einem Zimmer gewohnt. Es gab keinen bezahlbaren Wohnraum. War es eine Schande? Nein! Sie lernten was, arbeiteten, gingen hausieren, plagten sich und plackten sich. Viele mussten wegziehen in andere Städte oder andere Länder. Gut! SO IST DAS im Leben. Heute haben sie alle ihre eigenen Zimmer, ihre Berufe, ihre Familien, ihr Auskommen. Ihnen wurde kein „bezahlbarer Wohnraum in Berlin“ geschenkt – sie mussten ihn sich erarbeiten.

Ich sage: Die harte Schandmauer aus Beton und Stacheldraht ist zu unserem Glück weg! Wir Berliner müssen jetzt noch weg von den geistigen Spätfolgen der Mauer! Wir müssen uns vollständig befreien. Es gilt immer noch, viele innere Mauern abzubauen. Wir müssen erkennen, dass die Freiheit gewisse Härten mit sich bringt. Wir sind frei. Das ist ein Glück, aber auch eine Herausforderung.

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Aug. 112011
 

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich intensiv mit den Themen Demenz und Pflegebedürftigkeit im Alter auseinandergesetzt. Da passt hinein, was gerade in den letzten Tagen zu hören war:

„Wenn heute 30.000 Pflegefachkräfte ohne Arbeit dastünden, würde ich sie in vier Wochen in Lohn und Brot bringen“, sagt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa)

Bis 2020 fehlen Deutschland etwa 220.000 Pflegekräfte. In der Tat, wenn einer oder beide Eltern voll pflegebedürftig werden, stehen die Kinder und mittelbar die gesamte Gesellschaft oftmals vor großen Herausforderungen.

Wie kann man die vielen Anbieter von Pflegeleistungen qualitativ beurteilen? Von standardisierten Rankings ist ebenso wie beim Schulvergleich nicht allzu viel zu halten!  Entscheidend ist in Schulen und Heimen das Maß an Zuwendung, an gefühlter Anteilnahme, an Liebe – oder an Beziehungsqualität, wie man heute gern sagt.

Soeben als ich dazu im Internet-Auftritt des Aja-Textor-Hauses, eines Frankfurter Pflegeheimes:

Qualität im Vergleich

Welche Art von Qualität prüft der MDK? Es wird suggeriert, als gäbe es so etwas wie eine „objektive“ Pflegequalität. Um jeglichen Anschein von subjektiv gefärbter Beurteilung durch die Person des Prüfers zu vermeiden, sind die Themen und Fragen so ausgewählt, dass die Beobachtung von konkreten pflegerischen Situationen keinerlei Rolle spielt. Bewertet werden nahezu ausschließlich schriftliche Dokumente: Konzepte, Dokumentationsnachweise, Pläne. Beispiel: Eine Einrichtung, die seit Jahrzehnten eine einfühlsame und aufmerksame Kultur der Sterbebegleitung praktiziert, dies aber nicht zu Papier gebracht hat, erhält die Note „5“ – die Nachbareinrichtung, die ein wohlklingendes schriftliches Konzept vorlegt, das nicht umgesetzt wird, erhält die Note „1“.
In der Benotung spiegelt sich vorrangig die Vollständigkeit der schriftlichen Dokumentation, die Art und Weise der im Heim oder vom ambulanten Dienst praktizierten Beziehungsqualität spielt keine Rolle. Ein standardisiertes Notensystem kann Beziehungsqualität nicht erfassen, […]

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„Schuld kann vergeben werden“ (2)

 Currywurst, Islam, Leitkulturen, Versöhnung  Kommentare deaktiviert für „Schuld kann vergeben werden“ (2)
Aug. 112011
 

„Sprecht euch aus, reicht euch die Hand, verzeiht einander, arkadaşlar!“, riet vorgestern das arme Kreuzberger Blog den beiden Mitbürgern Oguzhan und Özcan. Genau das haben sie jetzt gemacht. Lest im Leitmedium des Versöhnungsdialogs, in Springers BZ:

Curry-Zoff: Frieden im Berliner Currywurst-Streit – B.Z. Berlin – Özcan Mutlu,Imbiss,Currywurst,Beleidung,Körperverletzung
Nach dem Streit am Imbiss reichten sich Verkäufer Oguzhan K. und Grünen-Politiker Özcan Mutlu die Hand.

Vorbildlich ist zweifellos Oguzhans Erklärung: „Genau wie Herr Mutlu meine religiöse Überzeugung und mein Fasten akzeptiert, akzeptiere auch ich seine Einstellung, im Ramadan Currywurst zu essen. Ich bin auch nicht der Vorzeige-Moslem.“

Was bleibt vom Currywurststreit? Nun, der Streit zwischen Oguzhan und Özcan ist höchst symptomatisch. In manchen arabischen und türkischen Gemeinden Berlins hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten ein starker Assimilationsdruck aufgebaut: „Verhalte dich wie ein richtiger Türke! Kleide dich wie eine anständige Muslima! Zieh dich anständig an! So wie du angezogen bist, läuft nur eine SCHLAMPE herum! Werdet endlich ehrbare  Türken, anständige Muslime! Haltet euch an unsere Vorschriften!“

Für die vielen Berliner Schulen mit muslimischer Schülermehrheit stellt sich weiterhin das Thema „Umgang mit den nichtmuslimischen Minderheiten“. Die deutschen Nichtmuslime haben sich daran gewöhnt, an vielen Berliner Schulen hoffnungslos in der Minderzahl zu sein. Ich meine: Die nichtmuslimischen Minderheiten an den Berliner muslimisch dominierten Schulen müssen die Möglichkeit bekommen, das zu essen, was sie wollen, und zwar ohne ständig angemacht, verspottet und ausgegrenzt zu werden. Der Schulbetrieb im Ramadan leidet an vielen Berliner Schulen häufig an den zu streng ausgelegten Ramadan-Vorschriften: Viele muslimische Kinder essen und trinken tagsüber nichts, sind übermüdet und können auch deswegen dem Unterricht nicht folgen. Darüber sollte man mal öffentlich reden. Das tut aber öffentlich fast niemand. Der Abgeordnete Mutlu sollte damit anfangen. Wenn dieses Thema – nämlich das Thema muslimische Intoleranz gegenüber Currywurstessern, Juden, Deutschen, Homosexuellen, emanzipierten Frauen  – weiterhin so peinlichst wie bisher vermieden wird, wird der ganze hochtrabende Diskurs über Integration nicht weiterkommen.

 Posted by at 09:56
Aug. 102011
 

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Interessanter Kommentar eines Lesers zu einem schwarzmalerischen Artikel!

Krawalle überall: Europas verlorene Jugend – Politik – Tagesspiegel
Dasselbe gilt für die „deutsche Analyse“. Berlin ist nicht gleich Deutschland.

In Bayern liegt die Arbeitslosigkeit z.B. mittlerweile unter 4 %. Mit einem guten Hauptschulabschluß hat man dort allerbeste Chancen eine gut bezahlte (!) Lehrstelle zu finden.

Bild: Am Stadtrand von Augsburg-Haunstetten. Die Natur ist in Ordnung.

 Posted by at 22:13

Ne mutlu Kreuzbergüm diyene!

 Türkisches  Kommentare deaktiviert für Ne mutlu Kreuzbergüm diyene!
Aug. 102011
 

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Ne mutlu Kreuzbergüm diyene! Alles toll, Tiergarten in Reichweite, gute Menschen, Politik sollte man mal außer acht lassen! Hepimiz insaniz, arkadaslar!

 Posted by at 21:34
Aug. 102011
 

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So behauptet es in dankenswerter Offenheit die Linke. Auch Miriam Noa, SPD-Kandidatin in meinem Wahlkreis, spricht sich in ihrem aktuellen Wahlkampfvideo eindeutig gegen Privatschulen „für eine kleine Elite“ aus.

Motto der Linken: „Der Staat kann es besser, die Menschen, die Bürger können es selber nicht. Wir, die Linken aller Parteien, wissen, was die Bürger brauchen. Wählt uns an die Macht.“

Das tiefe Misstrauen der linken Parteien gegenüber dem Menschen spricht sich auch in ihrem Misstrauen gegenüber Privatschulen  aus.

Wie gut, dasss wenigstens die Berliner Grünen in Gestalt ihres bildungspolitischen Sprechers Özcan Mutlu – Berliner Listenplatz 8 –  sich für eine Privat(hoch)schule für eine kleine türkische Elite aussprechen! Mutlu sagt: „Ich habe ein politisches Interesse daran, dass die private Universität nach Berlin kommt.“ Merke: Elite ist gut sofern türkisch.

Auch Hans-Christian Ströbele, der bewunderte Spitzenmann der Kreuzberger Grünen, sprach sich für die evangelische Privatschule  am Marheinekeplatz aus.

Damit verabschiedet er sich vom linken Konsens, dass der Staat (sofern links regiert) gut, der private, eigenverantwortlich handelnde Mensch aber schlecht ist!

Ich meine: Privatschulen sind nicht unbedingt böse. Das tiefe Misstrauen der Eltern oder auch des grünen Politikers Mutlu gegenüber den Berliner staatlichen Bildungseinrichtungen muss ja schon irgendwoher kommen. Wenn selbst ein Bürgermeister Wowereit oder ein Kreuzberger Bürgermeister Schulz ihre Kinder nicht in die Kreuzberger staatlichen Schulen schicken oder schicken würden!

Die Eltern sagen: „Jetzt machen wir die Schule eben selbst.“ Die Linken versuchen dies zu verhindern.

Bahçeşehir Üniversitesi Haberler
Bahçeşehir Üniversitesi uluslararası bağlantılarına bu kez denizlerde devam ediyor. 1963’ten bu yana eşsiz bir yurt dışı eğitimi veren Semester at Sea gemisi bundan böyle her yıl İstanbul’a gelecek ve Bahçeşehir Üniversitesi ile ortak ders, seminer ve aktiviteler düzenleyecek.

 Posted by at 13:15

Mutlu heißt glücklich

 Currywurst, Türkisches  Kommentare deaktiviert für Mutlu heißt glücklich
Aug. 102011
 

„Die Grünen/Bündnis 90 sind aber sehr türkenfreundlich. Für die Türken tun sie alles“, höre ich manchmal die anderen Zuwanderer – vor allem die aus europäischen Ländern – seufzen. Die geplante türkische Privatuniversität in Berlin sucht eine Immobilie. Als Türöffner dabei: der bildungspolitische Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, dessen Familienname Mutlu – „Glücklich“  lautet und der in diesen Tagen wieder einmal die Presse erobert hat. Geschickt gemacht.

Nachholende Türkisierung der Türken, Zaza, Jesiden und Kurden in Deutschland, nachholende rechtgläubige Islamisierung der Türken in Deutschland, Anerkennung der Türkei als der unbestrittenen Führungsmacht der islamischen Welt auch in Deutschland, darum scheint es mir im Kern beim Currywurststreit zwischen Özcan Mutlu (43 Jahre) und Oguzhan K. (20 Jahre) zu gehen.

Denn der unausgesprochene Vorwurf der jungen, national und religiös neueingestellten Türken-Generation an die stärker in Deutschland integrierte Elterngeneration lautet: „Du bist ja kein richtiger Moslem mehr! Du bist also auch kein richtiger Türke mehr!“ Das steckte auch hinter den Pfiffen gegen den im deutschen Dress auflaufenden Mesut Özil.

Dieses starke Nationalbewusstsein, gepaart mit einem kraftvollen, nationalkonservativen Islam, scheint mir ein wesentliches Merkmal der erstarkenden türkischen Gemeinde in Deutschland zu sein.

Ne mutlu Türküm diyene – Wikipedia

 Posted by at 11:24

„„Schuld kann vergeben werden“

 Currywurst, Joseph und seine Brüder, Koran, Religionen, Versöhnung  Kommentare deaktiviert für „„Schuld kann vergeben werden“
Aug. 092011
 

„Reicht euch doch die Hand, sprecht euch aus, arkadaşlar“, – denn Versöhnung ist möglich, auch zwischen einem deutschen Aleviten und einem strenggläubigen Currywurstverkäufer. So dachte ich gestern.

Schuld kann vergeben werden, das ist eine wichtige Erfahrung für Männer. Versöhnung – ein großes Thema! Der biblische Joseph und auch der Yussuf des Koran stehen für diesen großen, das ganze Leben umfassenden Versöhnungszusammenhang. Darauf wies gestern auch Margot Käßmann in der BZ auf S. 16 hin – in genau jener Ausgabe, die den argen Zwist zwischen Oguzhan und Özcan, den Brüdern aus türkischem Stamm, berichtet hat.

 B.Z. Gesprach: „Schuld kann vergeben werden“ – B.Z. Berlin – Kultur, Margot Käßmann, Josefsgeschichte
Das ist „Gnade“: zurückblicken, etwas sehr ungerecht finden und am Ende ist es doch gut, Teil deiner Lebensgeschichte. Und Schuld kann vergeben werden, das ist eine wichtige Erfahrung für ein Kind.

 Posted by at 16:00

„Falsche Staatsauffassung“?

 Adenauer, Etatismus, Faulheit, Sozialadel, Staatlichkeit, Überversorgung  Kommentare deaktiviert für „Falsche Staatsauffassung“?
Aug. 082011
 

Von einer „falschen Staatsauffassung“ sprach der Alte einmal in der Kölner Universität im Jahr 1946. Die Wendung schoss mir wieder bei meinen Streifzügen durch das Land hart am Rande der Alpen durch den Sinn.

Der arme Kreuzberger Blogger kommt nämlich soeben landfahrend aus dem sagenumwobenen Freistaat Bayern zurück (Arbeitslosenquote tendiert gegen 3%, fallend.) Erstaunlich bei diesen Bajuwaren ist, dass sie davon ausgehen, jeder Erwerbsfähige solle für sich und seine Familie den Lebensunterhalt erwirtschaften. Das tun sie nach Kräften alle. Viele ziehen der Arbeit hinterher. Alle gehen nach Kräften einer Arbeit nach.

Anders dagegen hier hier in Berlin: Die POLITIK, der STAAT soll für alle sorgen, soll Brot, Wohnung, Spiel, Spaß und Kurzweil be-sorgen. Alle Berliner Parteien bedienen mehr oder minder diesen in langen Jahrzehnten des ZENTRAL GELDVERTEILENDEN Obrigkeitsstaates herangezüchteten Erwartungshorizont. „Wir schaffen 100.000 Arbeitsplätze!“ Es herrscht eine gänzlich andere Gesinnung hier in Berlin als in Bayern.

Welches Völkchen ist im Recht? Die knorrigen Bajuwaren oder die urban-geschmeidigen Berliner, die listig 1000 Gründe ersinnen, um sich als die BENACHTEILIGTEN oder als FÜRSORGLICHE ANWÄLTE der Benachteiligten auszugeben? S’ist unentscheidbar!

 Posted by at 21:18

„Wir Deutsche fühlen uns fremd im eigenen Land“

 Angst, Anständigkeit, Augsburg, Das Böse, Migration, Verdummungen  Kommentare deaktiviert für „Wir Deutsche fühlen uns fremd im eigenen Land“
Aug. 082011
 

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„Wir Deutsche fühlen uns fremd im eigenen Land.“ So schilderte es mir bei meinem Bayern-Aufenthalt letzte Woche eine junge Augsburgerin mit frischem Berufsschulabschluss, die in Augsburg-Oberhausen aufgewachsen ist. „Es gibt zu viele Ausländer in den Schulen, das ist das größte Problem.“ Selbst den Augsburger Türken sind es zu viele „Ausländer“, wie man in Augsburg ganz ungeniert sagt, obwohl die „Ausländerkinder“ bereits hier in Bayern geboren und aufgewachsen sind. Allerdings kommen auch ständig wieder Ehepartner in die durch die Verwandten arrangierten Ehen nach Deutschland, die weder Deutschkenntnisse noch Schulabschluss mitbringen. So verstetigen sich die Probleme, ganze Stadtviertel wandeln ihr Gesicht, die deutsche Bevölkerung mit Kindern zieht fort.

Augsburg ist bundesweit die Stadt mit dem vierthöchsten Migrantenanteil.  Bei den Schilderungen der Augsburger fällt mir auf, dass die zunehmenden Probleme vergleichbar mit den zunehmenden Problemen in den West-Berliner Innenstadtbezirken sind. Allerdings gibt es in Bayern eine geringere Arbeitslosigkeit, weshalb die Desintegration noch nicht so weit fortgeschritten wie in Berlin ist. Es gibt in Bayern sozusagen immer wieder eine Chance, die Integration durch die Arbeit zu schaffen.

Es gibt wie in Kreuzberg auch in Augsburg einen immer deutlicheren Trend zur ethnischen Entmischung der Schüler. Viele deutsche Kinder fliehen auf die privaten Schulen. Selbst Mittelschulen werden bereits als Privatschulen angeboten. Die wichtigste Voraussetzung für die Aufnahme in die Privatschulen: gute Deutschkenntnisse, gute Noten in den Zeugnissen. Man zahlt 50.- Euro Schulgeld, hat aber dann die Garantie, dass alle Kinder ausreichend Deutsch können, um dem Unterricht zu folgen. Auch vergleichsweise arme Familien zahlen lieber die 50 Euro als ihr Kind in einer fremden Umgebung zu isolieren.

Wieder und wieder bemerke ich bei meinen Gesprächen in Bussen&Bahnen, in Friseursalons&Einkaufszentren, in Schulen und an Stammtischen, dass es stark entfaltete Empfindungen und Ängste gibt, die weder in der veröffentlichten Meinung noch in der Politik Deutschlands ihren Niederschlag finden.

Denn es gilt das eherne Gesetz der politischen Anständigkeit: „Du darfst keine Überfremdungsangst haben! Das ist böse!“ Als ob Ängste böse wären.

Das töricht-opportunistische Verschweigen und moralische Stigmatisieren dieser höchst leibhaftig empfundenen Überfremdungsängste bereitet den rechten Strömungen und auch dem leider bedrohlich anwachsenden Rechtsradikalismus fruchtbaren Boden.

Multikulti-Viertel: Oberhausen: Fremdes Augsburg – Nachrichten Augsburg – Augsburger Allgemeine

Bild: Volksschule in Augsburg-Firnhaberau, Hubertusplatz, aufgenommen vergangene Woche. Ich selbst besuchte diese staatliche Volksschule mit gutem Erfolg.

 Posted by at 19:27

„Ich bin das Opfer“, oder: Wettbewerb der Erniedrigten und Beleidigten

 Currywurst, Islam, Opfer  Kommentare deaktiviert für „Ich bin das Opfer“, oder: Wettbewerb der Erniedrigten und Beleidigten
Aug. 082011
 

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Kaum zurück aus den ganz normalen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Bayern, umfängt mich hier im unnormalen Bundesland Berlin sofort wieder das unvergleichliche Fluidum der Berliner treibhausartig erhitzten Symbol- und Ersatzpolitik – um so mehr, als jetzt erkennbar Wahlkampf herrscht.

Die Linke belehrt mich pfeilgrad vor meiner Haustür, dass „Privat ist Katastrophe„, also ist Staat gut. Der Staat muss alles machen, da Privat Katastrophe ist. Aber ist dies gutes Deutsch?

Der Deutsche Özcan M. musste sich offenbar beschimpfen lassen, weil er im Ramadan Schweinefleisch aß. Das berichtet die BZ heute auf S. 6. Aber wer hatte zuerst geschimpft? Der Deutsche hatte den Laden des Türken (?) Oguzhan M. als Sch…laden (Schweinefleischladen??) beschimpft. Hola, que tal? Ein Deutscher beschimpft einen Türken und seinen Laden als Sch… laden! Nee, nee, ist das aber ein Rassismus.

Zoff am Imbiss: Scharfer Streit am Curry-Stand – B.Z. Berlin – Özcan Mutlu,Imbiss,Currywurst,Beleidung,Körperverletzung

Die beiden Streithähne gerieten wohl aneinander über die unterschiedliche Auslegung des Fastengebotes. ABER: Schweinefleisch ist in Berlin noch nicht verboten, also hatte der Deutsche das Recht, eine Currywurst zu essen! UND: Ist jeder Deutsche, der auch Türkisch spricht, deswegen automaticamente Moslem? War Kleinasien nicht vor der Eroberung durch die Araber und dann die Türken ein christliches Land? Lebten nicht im Jahr 1921 etwa 30% Christen auf dem Gebiet der heutigen Türkei? Wo sind sie alle hin?

Fragen, Fragen! Noch eine Frage: Wer hat wen mehr beleidigt? Den PRIVATEN Wettbewerb darum, ob der Deutsche den sittenstrengen  Currywurstverkäufer beleidigt hat oder umgekehrt der sittenstrenge Verkäufer den deutschen Politiker körperlich bedroht hat, werden jetzt wieder einmal die STAATLICHEN deutschen Gerichte klären.

Die Linke hat recht: Die Privaten können es nicht. Privat ist Katastrophe.

Beide  machen sich gegenseitig den Opferstatus streitig. Unübertroffen eindeutig die Feststellung des Deutschen: „Ich bin das Opfer!“

Ich bin das Opfer. Ein typischer Satz, den gerade Zuwanderer gegenüber den Deutschen immer wieder äußern. Dadurch, dass der Deutsche Özcan M. sich selbst als Opfer bezeichnet, unterläuft er den typischen Beleidigungs- und Opferdiskurs der linken Integrationspolitiker. Er führt ihn ad absurdum. Genial. Gut gemacht!

Ich meine: Jeder hat das Recht in Kreuzberg zu sein. Jeder hat auch in Kreuzberg das Recht jederzeit Schweinefleisch zu essen.

ABER: Jeder Deutsche, der sein Kind in Kreuzberg in eine staatliche Grundschule schickt, weiß, dass er schon im eigenen Interesse die muslimischen Mehrheiten nicht durch das aufreizende Essen eines Salamibrotes oder das öffentliche Bestellen einer Currywurst mitten im Ramadan provozieren darf. Das müsste ein erfahrener Integrationspolitiker wie der Grüne Özcan Mutlu wissen. Ich meine also: Er hat es auf die Provokation angelegt.

Mein Rat: Tiefer hängen! Der Prozess um die Currywurst gleicht dem Prozess um des Esels Schatten. Jetzt seid doch nicht so prozesshanselhaft, arkadaşlar! Vertragt euch wieder! Reicht euch die Hand. Privat.

 Posted by at 14:19
Aug. 042011
 

Guten Morgen allerseits. Hier ein paar empirisch nachweisbare, schwer verdauliche Wahrheiten zum Frühstück:

Wahrheit Nummer 1: Weiterhin werden die nachweislich mathematisch falschen Statistiken des DIW weiterverbreitet, wonach jedes 6. Kind in Deutschland armutsgefährdet ist! Dahinter stecken Rechenfehler, die das DIW selbst eingeräumt hat. Weg damit in die Tonne! Selbst nach den offiziellen Kriterien ist bei korrekter Rechnung jedes 12. Kind armutsgefährdet.  In kaum einem anderen Land ist echte Armut so selten wie in Deutschland oder den skandinavischen Ländern.

Wahrheit Nummer 2: Es gibt in Deutschland einen negativ inversen Zusammenhang zwischen staatlicher Kinderbetreuung und Kinderzahl. Je besser die staatliche Kinderbetreuung ausgebaut ist, desto geringer die Kinderzahl.

Wahrheit Nummer 3: Die staatliche Familienförderung der letzten Jahre hat keinen messbaren Effekt auf die Kinderzahl gehabt. Sie hat offenbar viel gekostet und nichts gebracht.

Wahrheit Nummer 4: Größter Risikofaktor für Gesundheit und Wohlergehen der Kinder ist nicht materielle „Armut“, sondern die Trennung der Eltern oder das Fehlen des Vaters. 3 Viertel aller psychotherapeutisch behandlungsbedürftigen Kinder kommen aus Ein-Elter-Familien.

Wahrheit Nummer 5: Wenn sich allmählich als Alternative zur traditionellen IchwillSpaßundSelbstverwirklichungs-Single-Gesellschaft das innovative, moderne Leitbild der Familie (Mama und Papa samt Kindern mit Verwandtennetzwerk drumherum) durchsetzte, würden sich zahlreiche Probleme des Kindermangels, der psychischen Störungen, Probleme der demographischen Schrumpfung  und des Pflegenotstandes viel leichter lösen lassen.

Statistik: Deutschland verliert seine Kinder – Panorama – Aktuelle Nachrichten zum Thema Boulevard, TV, Prominente, Musik. – Augsburger Allgemeine

 Posted by at 08:42
Aug. 032011
 

Ich sag euch, das ist irre hier in Bayern – am Ammersee, in Augsburg und überall! Das kann man sich nicht vorstellen, was hier abgeht: Fast alle Erwerbsfähigen gehen einer Arbeit nach, man grüßt sich mit Grüß Gott, herrliche Radwege umsäumen den See, die „Ausländer“ fühlen sich hier alle zugehörig, es gibt keine Parallelgesellschaften. WOW! Und ein Fahrrad-Parkhaus hat Dießen auch – etwas, was man in ganz Berlin vergeblich sucht.

Der arme Blogger staunt mal wieder über diesen grotesken, lächerlichen Arbeitsamtsbezirk Bayern-Süd: Arbeitslosigkeit bei 3%, Pflege der Natur und Landschaft vorbildlich, die „Migranten“ sind alle integriert, sprechen gutes Bayern-Deutsch! Was soll das? Entmutigend! Und zu allem Überdruss zahlt Bayern seit Jahren „solidarisch“ Milliarden und Abermilliarden Euros in den Länderfinanzausgleich, von dem wir Berliner dann unsere üppig geschmückten Parabol-Antennen, unsere Skandale und Skandälchen,  unsere dauerbenachteiligten Prinzenbad- und Bad-Boys-Parallelwelten, unsere besprühten Künstlerhäuser und alternative Lebensentwürfe finanzieren.

Wo sind hier in Bayern die staatlich umhegten Zäune für alternative Lebensentwürfe? Die staatlich alimentierten Soziotope? Alle fühlen sich hier irgendwo zugehörig!

Trotzdem könnte so etwas in wenigen Jahrzehnten auch in BERLIN zu schaffen sein. Man muss nur die Menschen ermuntern anzupacken, sich weniger auf den Staat und mehr auf die eigenen Kräfte zu verlassen. Zur Not einfach der Arbeit hinterherziehen! In der Berliner Landespolitik: aus- und aufräumen! Neue Regierungen an die Macht wählen! Sümpfe der alten Verteilungspolitik trockenlegen! Vorbilder und Leitbilder für alle schaffen!

Die bettelarmen Agrarstaatler, die Bayern haben es nach dem Krieg – auch dank der Flüchtlinge und deren Strebsamkeit –  geschafft!

Vor 65 Jahren lag Bayern darnieder, dann kamen die Millionen Vertriebenen, die aus ihren multiethnischen Staaten (Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, UdSSR) rausgeschmissenen Deutschen aus dem europäischen Osten! „Pack mer‘s!“ lautete das Leitwort. Es klappte wunderbar!

 Posted by at 12:38