admin

Zuwanderung paradox: Migranten in Deutschland und ihr Bildungsproblem

 Migration, Sozialstaat, Weihnachtsgans  Kommentare deaktiviert für Zuwanderung paradox: Migranten in Deutschland und ihr Bildungsproblem
Juni 112010
 

Der Riesenunterschied zwischen dem deutschen Sozialhilfesystem und dem anderer Einwanderungsländer: Das deutsche System belohnt Nichtstun, macht es den Zuwandernden sehr leicht, sich irgendwo bequem einzurichten. Der Schulerfolg spielt keine Rolle. Das Hartz-IV-System setzt keine Anreize, durch Leistung den Aufstieg zu schaffen. Die üppige materielle Versorgung lädt zu Sozialbetrug ein. Sozialbetrug, Vorspiegelung falscher Tatsachen, ist weit verbreitet. Das werden alle Kenner der Szene – also Sozialarbeiter, Sozialrichter, Sozialanwälte, Migrantenverbandsvertreter – im privaten Gespräch sofort bestätigen.  „Natürlich wissen wir es. Wir werden von früh bis spät belogen“, vertraute mir einmal ein Richter an. „Aber wir können es nicht nachweisen. Alle machen es doch.“

Schauen wir uns den massiven bandenmäßigen Betrug an, mit dem – nach den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft – an den Berliner DRK-Krankenhäusern über viele Jahre durch die Chefärzte die Kassen (also letztlich die Allgemeinheit) ausgesplündert worden sind. Viele wussten bescheid. Aber viele waren auch Teil des Systems.

Wie beim Berliner Bankenskandal des Jahres 2001 gilt: Sehr viele wussten bescheid, sehr viele profitierten, aber alle vertrauten darauf, dass niemand auspacken würde.  Und in der Tat – es wurde auch nicht ausgepackt.

„Alle machen das so. Von GANZ OBEN bis nach GANZ UNTEN werden die öffentlichen Kassen ausgeplündert“, lachten mich die Menschen aus, als ich einmal im privaten Gespräch gegen elterliche Scheinummeldungen, gegen Steuerhinterziehung, gegen Sozialbetrug und gegen Schwarzarbeit vom Leder zog. „Das ist alles unredlich, das ist alles VERWERFLICH!“, warf ich forsch&bebend vor Unmut  in die Runde. Ich wurde ausgelacht. Schon das Wort „verwerflich“ nahm man mir krumm. „Zu altmodisch!“ OK. Dann sag ich eben: „Ich find’s echt uncool den Staat zu belügen.“ Besser so?

Die Zuwanderer, die in Deutschland alle Annehmlichkeiten des Sozialstaates – auch durch massiven bandenmäßigen Betrug – ausnützen wollen, werden durch unser System angelockt und bevorzugt.

Diejenigen Zuwanderer, die durch harte Arbeit und durch materielle Opfer den Aufstieg schaffen wollen, werden in Deutschland gnadenlos an die Wand gespielt. Folge: Sie ziehen weiter. Die Geschichte von Abi, wie sie gestern in der Zeitung WELT stand, halte ich für sehr repräsentativ! Abis Familie zog von Deutschland weiter nach England. Die Eltern von Abi konnten in England keine „Ansprüche anmelden“, wie das unsere Hätschelmigranten in Deutschland – sehr professionell durch die Politik angeleitet – tun. Im Gegenteil:

Für Abis Schule in London ging das in Jahren Ersparte drauf, zusätzlich nahmen die Kasipillais ein Darlehen auf. Mutter und Tochter wohnten in einer Ein-Zimmer-Wohnung. Die Fahrt zur Schule und zur Mathe-Nachhilfe, für die Devika Extrastunden arbeitete, bedeutete in der Metropole London Aufstehen im Morgengrauen, stundenlange Busfahrten, abends totale Erschöpfung. Und die jahrelange Trennung von Mann und Vater. „Aber wir kennen eine ganze Reihe anderer Familien aus Nigeria oder Ghana, die wie wir Deutschland verlassen haben, weil die Schulen hier besser sind“, sagt Devika.

Zuwanderung: Migranten in Deutschland und ihr Bildungsproblem – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE

 Posted by at 08:55

Weg aus Deutschland wegen des Schulsystems?

 Anbiederung, Gute Grundschulen, Migration, Vorbildlichkeit  Kommentare deaktiviert für Weg aus Deutschland wegen des Schulsystems?
Juni 102010
 

Interessanter Artikel heute in der WELT! Viele Zuwanderer aus Indien, Polen, Vietnam, Russland, Ungarn, China usw. schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie unsere Grundschulen erleben. Ich selbst kenne viele Zuwanderer aus diesen Ländern, die tatsächlich entsetzt sind: „Was macht ihr bloß mit euren staatlichen Grundschulen!“

Hauptkritik: Zu wenig Leistungsanspruch, zu wenig Führung, keine Autorität, „Kinder tanzen den Lehrern auf der Nase herum“,  viel zu langsamer Lernfortschritt, keine Struktur erkennbar, zu viele Kinder aus anderen Ländern, die nicht lernen wollen, die keinen Bildungswillen zeigen, wenig Deutsch können und den Unterricht zum Kippen bringen. „Ihr dient euch unterwürfig den Türken und Arabern an!“ „Da ihr nicht wisst, was ihr wollt, da ihr kein Leitbild habt, können wir uns auch nicht in Deutschland integrieren!“ „Ihr Deutschen seid ein kulturelles Niemandsland geworden!“ „Es ist alles total beliebig an deutschen Schulen!“

Diese Zitate stimmen mich nachdenklich. Sie sind vielleicht überzeichnet. Aber sie vermögen den ungeheuren Drang an die Privatschulen zu erklären, den Drang weg aus den staatlichen Grundschulen.

Und ich kenne eine Reihe von Familien aus Ländern wie Russland und Polen, die aus diesen Gründen von Kreuzberg und Schöneberg wieder zurück ins Herkunftsland gezogen sind: „Hier wird nur herumgesumpft. Die Kinder lernen es nicht, mit Fleiß und Strebsamkeit ihre Zukunft aufzubauen. Sie werden verhätschelt und vernachlässigt. Das ist nicht das Deutschland, das wir uns erhofft haben.“

Zuwanderung: Migranten in Deutschland und ihr Bildungsproblem – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE
Seither sind 20 Jahre vergangen, die alten Nachbarn und Freunde sieht Abi, wie Abishika jeder nennt, höchstens zwei Mal im Jahr. Sie lebt heute in London, weil sie erneut umsiedeln musste: wegen des deutschen Schulsystems.

 Posted by at 21:07

Bitte weniger jammern, bitte mehr lernen!

 Leidmotive  Kommentare deaktiviert für Bitte weniger jammern, bitte mehr lernen!
Juni 102010
 

23052010001.jpg „Statt Langzeitarbeitslosigkeit zu finanzieren, konzentrieren wir uns auf die Bildung.“

So rechtfertigt Ministerin von der Leyen das Sparpaket der Bundesregierung. Und das ist exakt die Forderung, die ein unerheblicher Blogger wie dieser hier immer wieder aufgestellt hat.  Umschichtung der öffentlichen Mittel – weg von der Hilfe zum Lebensunterhalt, weg von der Einladung zur Staatsausbeutung, hin zur Bildung der nachwachsenden Generation.

Es kann doch keinem Zweifel unterliegen, dass die zahlreichen staatlich finanzierten Bildungsmaßnahmen für Arbeitslose, auf die bisher ein Anspruch bestand und die nunmehr dem Ermessensspielraum des Bearbeiters unterliegen, häufig einem Verschiebebahnhof glichen.

Mehr lernen, mehr selber machen, statt ständig Ansprüche gegenüber dem Staat „geltend zu machen“ und „einzufordern“: Genau dies würde ich auch den wieder einmal streikenden Schülern und den ewig nörgelnden Eltern zurufen.

Statt jetzt ständig erneut zu jammern, wie schlecht es um die Bedingungen des Lernens bestellt sei, sollten wir lieber ernst machen mit dem Lernen. Lernen kann man überall. Auch unter widrigen Bedingungen. So habe ich mir beispielsweise auf den langen Busfahrten vom Gymnasium nachhause selbständig italienische Vokabeln eingeprägt. Diese Vokabeln „sitzen“ heute noch. Und ich verdiene damit sogar Brötchen für meine Familie. Alles außerhalb der Schule gelernt!

Für Faulheit gibt es keine Entschuldigung. Jede und jeder kann in Deutschland Lesen, Schreiben, Rechnen, die deutsche Sprache, Singen, Schwimmen, das Auf-einem-Bein-Stehen, das Rückwärtsgehen und das Vorwärts-Radfahren lernen. Er oder sie kann – das Lernen lernen.

Wer es im Alter von  20 Jahren immer noch nicht will oder nicht kann, dem wird auch die beste staatliche Förderung nicht helfen.

Kritik aus Frankreich: Deutschlands Sparpaket – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik

 Posted by at 15:16
Juni 102010
 

23052010011.jpg „Wir leben in einem wunderbaren Land mit funktionierenden Institutionen, einer starken Zivilgesellschaft und sind hier doch alles andere als arm.“

In diesen Worten würde auch ich meine Einstellung zu diesem Staat, zu diesem Land zusammenfassen – WÜRDE, sage ich, wenn sie mir rechtzeitig eingefallen wären. So musste ich diese Worte heute in der Zeitung lesen. Jemand anders kam mir zuvor! Dies zu beklagen, hilft keinen Schritt weiter!

Der gute BMW-Berater hat dennoch recht: Es gibt in Deutschland keine Armut – allen selbsternannten weinerlichen Jammer-Sozialpredigern zum Trotz -, die Institutionen (etwa die Justiz, die Polizei, die Gerichte, die Schulen) funktionieren – wie durch die immer wieder aufplatzenden Skandale und Krisen belegt wird. Nur die Sozialämter und Krankenkassen werden geplündert und gefleddert, dass es ein Graus ist.

Und nicht zuletzt: Das Leben in unserem Vaterland ist schön.

Mit ganz ähnlichen – oder besser: mit genau diesen Worten äußert sich ein bekannter BMW-Berater heute in der Süddeutschen Zeitung auf S. 10.

Dieser BMW-Berater hat vollkommen recht. Lesen wir das Zitat noch einmal:

 „Wir leben in einem wunderbaren Land mit funktionierenden Institutionen, einer starken Zivilgesellschaft und sind hier doch alles andere als arm.“

Wir brauchen solche Ermunterung, wir brauchen solche Signale der Zuversicht! Leider kommen sie weder aus der deutschen Politik noch aus den deutschen Kirchen noch aus den deutschen Parteien. Schade!

Den letzten Einwand höre ich schon voraus: „Wie kannst du als Umweltschützer und Fahrradfahrer zustimmend einen hochdotierten BMW- und Energieunternehmensberater zitieren, Johannes?“

Ich sage: TALK TO THE ENEMY! Selbstverständlich spreche ich auch mit dem ADAC, mit BMW, mit Daimler (den beliebten Automarken unserer Kreuzköllner Hartz-IV-Jungmannen). Mit Saab (der beliebten Automarke unserer grünen Frontmänner). Und am liebsten mit Skoda, dem Sponsor des grandiosen Velothon (habe aber keinen Beratervertrag mit irgendeiner Firma!).

Das Interview mit dem gut deutschen BMW-Berater, Herrn Fischer, empfehle ich allen Auto-Feinden zum Nachlesen. Es steht auf Seite 10.

Titel: „Im Parlament muss es krachen“.

P.S.: Vorname des patriotischen Herrn Fischer: Joschka.

 Posted by at 10:52

Heimatbezirk Friedrichshain-Kreuzberg verteidigt Spitzenposition

 ADFC, Heimat  Kommentare deaktiviert für Heimatbezirk Friedrichshain-Kreuzberg verteidigt Spitzenposition
Juni 072010
 

06062010005.jpg Kein Zufall war es, gestern bei der ADFC-Sternfahrt zu sehen, wie stark auf der längsten Tour, der von Frankfurt/Oder, Friedrichshain-Kreuzberg vertreten war: Das einzige Kind, das an dieser längeren Vergnügungsfahrt von Frankfurt her teilnahm, stammte ebenso aus diesem Bezirk wie der gesamte „Trupp der Versprengten“, mit dem dieser Blogger bis nach Fürstenwalde radelte!

Bild: Am Start beim Bahnhof Frankfurt/Oder.

Auch die Statistik untermauert den Spitzenplatz Friedrichshain-Kreuzbergs im Radverkehr. So berichtet die Berliner Zeitung heute:

Eine Stadt fährt Rad – Berliner Zeitung
Der Fahrradverkehr ist in Berlin im Vergleich zu 2008 um sechs Prozent gestiegen, vor allem in der Innenstadt. In Friedrichshain-Kreuzberg legen 21 Prozent der Bevölkerung ihre Wege mit dem Rad zurück, haben Verkehrsforscher herausgefunden. In Pankow fahren 17 Prozent, in Mitte 14 Prozent der Bewohner mit dem Rad.

 Posted by at 08:40
Juni 062010
 

 Hilfe erzeugt Abhängigkeit. Hilfe macht unmündig. Ringsum sehe ich in Kreuzberg Gebirge der Abhängigkeit aufgetürmt! Die verheerenden Auswirkungen der bedingungslos auf Dauer gewährten Sozialhilfe sind unter den Kennern längst unbestritten: Die einzelnen lernen es nicht, für sich selbst zu sorgen. Es gibt keinen Anlass zu lernen oder einer geregelten Arbeit nachzugehen oder hinterherzuziehen. Familien zerbrechen, da im deutschen Sozialstaat der einzelne eine ganze Latte von Ansprüchen direkt gegen den Staat geltend machen kann. Der Staat wird als Gegenstand der Ausplünderung gesehen. Die Familie als primäres Netz sozialer Sicherheit wird ausgelöchert.

Dauerhafte Hilfe erzeugt Unmündigkeit. Was für den deutschen und mehr noch den ausländischen Sozialhilfeempfänger in Deutschland gilt, das stimmt auch für ganze Staaten und Kontinente.

Das deutsche Sozialhilfesystem muss dringend effizienter gestaltet werden.  Es muss darauf angelegt werden, die Menschen zu aktivieren, statt Unmündigkeit zu erzeugen.

Yinka Shonibare, der nigerianische Künstler, der derzeit in der Friedrichwerderschen Kirche in Berlin ausstellt, sieht dies in einem Interview ganz ähnlich:

Deutschlandradio Kultur – Thema – „Hilfe erzeugt Abhängigkeit“
Was nun Hilfe angeht, so halte ich die Hilfslieferungen für die schlimmste Politik überhaupt, denn Hilfe erzeugt Abhängigkeit.

Hilfe ist eigentlich das Schlimmste, was man den afrikanischen Ländern antun kann. Die Situation hat sich doch durch die Hilfsleistungen nicht wesentlich gebessert, sie hat im Gegenteil die Selbsthilfekräfte der Afrikaner gelähmt, es hat sie daran gehindert, zu Schmieden ihres eigenen Glücks zu werden.

Diese Hilfe ist im Grunde nur ein Vorwand dafür, die Länder weiter auszuplündern. Die Hilfe landet ja nur in den Händen einiger weniger Mächtiger, die die in die eigene Tasche stecken. Die Hilfe versetzt die Afrikaner auch in die Lage von unmündigen Kindern, sie ist wie ein Schnuller, den man den Säuglingen in den Mund steckt, damit sie endlich Ruhe geben. Und so hat also diese Hilfe nichts Gutes bewirkt. Man sollte sie sofort ändern.

Worum es letztlich geht, ist, Infrastruktur zu schaffen, Bildung anzubieten, damit die Afrikaner selbst ihr Schicksal meistern können. Das wäre viel besser, als Hilfe zu bieten.

 Posted by at 20:53

Wildgewordene Pferde und bedächtige Genießer – ADFC Sternfahrt 2010

 ADFC, Fahrrad  Kommentare deaktiviert für Wildgewordene Pferde und bedächtige Genießer – ADFC Sternfahrt 2010
Juni 062010
 

06062010011.jpg Wieder einen herrlichen Tag verbrachten wir im Sattel mit Freunden.  Heute auf der Sternfahrt des ADFC Berlin. Herrliches Wetter! Beschwingte Fahrt! Die anderen Rennradler brannten uns bereits knapp hinter Frankfurt/Oder durch wie wildgewordene Pferde. Wir – das Team Groß&Klein – beschlossen großmütig, sie ziehen zu lassen!

Dann bildeten wir mit einigen anderen Genießern den „Trupp der Versprengten“, der sich für die Schönheiten mehr Zeit nahm: Booßen, Treplin, Petershagen, Georgenthal, Wilmersdorf, Falkenberg, Berkenbrück, Fürstenwalde, Hangelsberge.

In Hangelsberge erkärten wir unsere Sternfahrt für beendet und nahmen den Regionalzug zurück nach Berlin.

Hier geht’s zur beliebten Video-Berichterstattung:

YouTube – Sternfahrt ADFC 2010 Start 06062010.mp4

Sternfahrt 1, Sternfahrt 2, Sternfahrt 3, Sternfahrt 4

 Posted by at 19:57
Juni 042010
 
  • „Bei uns in Berlin gab es mindestens einen Mord oder Selbstmord im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal von 2001; die Landespolitik in Berlin konnte euch Italienern mit eurem berühmten Tangentopoli in punkto Bestechlichkeit, Vorteilsannahme, Amtsmissbrauch fast das Wasser reichen!“ So hub ich einmal als stolzer Berliner ein Gespräch mit einem guten italienischen Kenner der Mani pulite an. Mani pulite, „Saubere Hände“, das war jene großangelegte Operation, durch die in Italien Hunderte von käuflichen und „kaufenden“ Politikern enttarnt und hinweggefegt wurden.

„Mord oder Selbstmord wegen Korruptionsermittlungen? Bei uns gab es Dutzende davon!“, erwiderte mein italienischer Freund ohne mit der Wimper zu zucken. Ich war enttäuscht. Waren die Berliner Politiker alle Waisenknaben?

In längeren Studien und Gesprächen gelang uns dann die reizvolle Aufgabe, länderübergreifend einige Wesensmerkmale korrupter Politik herauszuarbeiten:

1) Korruption ist ein Wiederholungstatbestand. Wer einmal besticht oder bestochen wird, wird es wieder tun. Es sei denn, er fliegt durch einen seltenen Zufall, durch einen Flüchtigkeitsfehler auf und wird angeklagt.

2) Korruption ist systemisch – sie breitet sich in Netzwerken aus, da jeder neue Mitwisser nur dadurch dauerhaft gehalten werden kann, dass er selbst auf Dauer vom korrupten System profitiert. Deshalb gibt es bei Korruptionsverbrechen in Italien stets mehrere, viele, ja häufig Hunderte Tatbeteiligte. Korruption bleibt andererseits in den allermeisten Fällen unentdeckt und unbeweisbar.

3) Parteien sind wesentlicher Bestandteil politischer Korruption. In Italien gab es Parteigliederungen, die mehr Mitglieder als Wähler hatten! Diese Mitglieder wohnten in irgendwelchen Bergdörfern außerhalb des Wahlkreises und wurden dann regelmäßig vor internen Abstimmungen bearbeitet und geknetet. Es gab Parteigliederungen, deren einziger Zweck die Bestechung und Vorteilsannahme waren. Typisch für solche Parteien sind die inhaltliche Beliebigkeit, eine stark personengebundene Führung, Immobilität („man sieht über Jahrzehnte immer dieselben Gesichter!“), ein hoher Anteil an politisch völlig desinteressierten Mitgliedern, die nur einmal im Jahr zu den entscheidenden Wahlen in Italien herangekarrt werden.

4) Das italienische Beispiel lehrt: In einer korrupten Partei haben redliche Politiker keine Chance. Der redliche Politiker muss versuchen, Mitglied um Mitglied für seine Sache zu gewinnen. Dabei kommt es auf die Kraft des Arguments und auf persönliche Glaubwürdigkeit an. Der korrupte Politiker setzt hingegen auf Gefälligkeiten, auf Geld, auf Beziehungsgeflechte, auf die Futterkrippe der Staatskasse. Er füttert sich mit Geld, mit öffentlichen Aufträgen, mit Einfluss einen Hof an blassen Günstlingen und opportunistischen Mitläufern an. Über viele Jahre oder Jahrzehnte hin baut er ein Machtsicherungssystem auf, das von außen nicht mehr zu knacken ist.

5) Korrupte Parteien ziehen ihresgleichen an. Diese Parteien „scheinen alle unter einer Decke zu stecken“. Es entstehen Landschaften korrupter Parteien. Da jeder über jeden ungefähr bescheid weiß, greift keine der korrupten Parteien eine andere offen an. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Man beschimpft sich zwar nach außen hin wütend („das sind doch alles Verbrecher!“), macht aber letztlich gemeinsame Sache zu Lasten der Allgemeinheit.

Gegen korrupte und korrumpierte Parteien haben redliche Parteien zunächst einmal keine echte Chance. Sie müssen auf die Justiz und auf den „Kollegen Zufall“ vertrauen.

6) Typisch für korrupte Auftragsvergabe sind stark überhöhte Kosten des Projektes im Vergleich zu anderen, ähnlichen Projekten, Verschleppung und Verzögerung von Arbeiten, unerklärliche Hindernisse sowie die Tendenz, für das eigene Projekt stets neue Dringlichkeiten und Nachfolgeprojekte heranzuzüchten. Diese Merkmale sind umgekehrt jedoch für sich allein genommen keineswegs ein Beweis für Korruption.

7) Korruption ist in höchstem Maße schädlich. Sie steigert die Kosten der öffentlichen Auftragsvergabe erheblich, sie führt zu erhöhter Verschuldung des öffentlichen Haushaltes, sie schafft eine Kultur der Illegalität, sie vernichtet den politischen Wettstreit, sie arbeitet häufig, wenn auch nicht stets, mit den Mitteln der Einschüchterung, Erpressung, Drohung, der Hetze, der Verleumdung – bis hin zur Vernichtung persönlicher Existenzen, bis hin zum Mord.

Der Kampf gegen die Korruption verlangt immerwährende Wachsamkeit, verlangt Solidarität der Ehrlichen, verlangt Vertrauen in Polizei und Justiz.  Aufdecken lassen wird sich Korruption nur in den seltensten Fällen.

Aber das durch die italienischen Mega-Skandale geschulte Auge wird Hinweise auf korrupte Praktiken scharfsichtig auch in anderen Ländern erkennen. Hinweise sind keine Beweise! Der Beweis für den Straftatbestand der aktiven oder passiven Bestechung, der Vorteilsannahme im Amt wird sich nur mit den Mitteln der Polizei und der Justiz führen lassen.

Alle, die Hinweise oder gar Beweise für Bestechung und Vorteilsnahme im Amt kennen, sollten sich den Justizbehörden anvertrauen.

 Posted by at 14:31
Juni 042010
 

26052010.jpg Als sichere Verkehrsführung gilt im Radverkehr der Radstreifen, wie er etwa hier zu sehen ist. „Radfahren – aber sicher!“ Ein sehr gutes Motto für die diesjährige ADFC-Fahrradsternfahrt! Welcher kluge Kopf mag sich wohl dieses Motto ausgedacht haben? 🙂

Dass dieses Motto berechtigt ist, erfahren wir soeben aus der Zeitung. Innerhalb  weniger Stunden gab es 5 Verletzte bei Radunfällen:

Verkehr: Fünf Verletzte bei Fahrradunfällen – Polizei & Justiz – Berlin – Tagesspiegel
Bei einem der Unfälle war eine 51-jährige Fahrradfahrerin in Hellersdorf gegen die Gabel eines Gabelstaplers gefahren und gestürzt, teilte die Polizei mit. In Pankow wurden ein Radfahrer und ein Fußgänger verletzt, als sie auf einem Gehweg zusammenstießen. In Friedrichshain wurde ein 56-Jähriger verletzt, als er mit seinem Fahrrad plötzlich auf die Straße fuhr und mit einem Auto kollidierte.

Zu einer weiteren Kollision einer Radfahrerin mit einem Pkw kam es in Prenzlauer Berg. Die 27-jährige Radfahrerin war bei Rot gefahren.

Analyse: Drei häufige und eine seltene Unfallursache sind hier benannt:

Das verbotene Gehwegradeln ist – statistisch gesehen – eine typische Gefahrenquelle.

Das plötzliche und unvorsichtige Einfahren des Radfahrenden auf die Straße ist eine typische Gefahrenquelle. Allgemein gilt: Jeder plötzliche Richtungswechsel beim Radfahren ist gefährlicher als das „Mitschwimmen“ im Verkehrsfluss.

Das verbotene Überfahren des Rotlichts ist ebenfalls eine typische Gefahrenquelle.

Das Auffahren auf unvorhergesehene feste Hindernisse ist – statistisch gesehen – eine eher untypische Gefahrenquelle.

 Posted by at 12:08

Weniger Geld –> weniger Essen?

 Faulheit  Kommentare deaktiviert für Weniger Geld –> weniger Essen?
Juni 042010
 

29052010015.jpg Bei uns im Heimatbezirk Friedrichshain-Kreuzberg gibt es periodisch repräsentative Studien zur Gesundheit der Kinder. Ergebnis: Zahngesundheit hat sich dank Reihenuntersuchunegn und Zähneputz-Erziehung grundsätzlich verbessert, allgemeiner körperlicher Zustand hat sich nachweisbar verschlechtert: mehr Übergewicht bei Kindern, schlechtere Bewegungsfähigkeit, mehr Diabetes. „Die Kinder können in Klasse 1 noch nicht einmal rückwärts gehen oder auf einem Bein stehen.“ So berichten mir Lehrer.

Das staatlich geförderte Faulbett steht also auch schon für unsere Kinder bereit, nicht für die Erwachsenen.

Mein Vorschlag gegen das staatliche Faulbett: Jeden Tag außerhalb des Sportunterrichts in jeder Schulstunde einige einfach Gymnastikübungen, wie in China üblich. Förderung des Radverkehrs, Förderung des Zu-Fuß-Gehens. Negative Anreize gegen das Elterntaxi setzen! In unserem angeblich so armen Sozialquartier Friedrichshain-Kreuzberg werden die Kleinsten schon kreuz und quer von den Fürsorgeempfängern per Benzinkutsche durch den Bezirk gekarrt. Unfassbar!

Bezirk der kurzen Wege schaffen! Radverkehr, Fußverkehr fördern, Autoverkehr zurückdrängen! Ampelschaltung zugunsten der Fußgänger und der Radfahrer takten, nicht wie bisher einseitig zugunsten des Autoverkehrs. Seit Jahrzehnten ist es meistens nicht möglich, die Yorckstraße vor dem Rathaus Kreuzberg oder den Mehringdamm vor dem Finanzamt als Fußgänger in einer einzigen Grünphase zu überqueren. Warum eigentlich?

„Kochen und Gesundheit“  als Thema im Schulunterricht behandeln. Nicht einmal, sondern immer wieder!

Echte „Wandertage“ brauchen die Kinder: von der Schule los 15-20 km mit den Kindern gehen! Bitte nicht ins Legoland oder ins Technikmuseum am Potsdamer Platz wandern – wie mir berichtet wurde. Das ist großer Unsinn. Die Kinder müssen jedes Halbjahr einen halben Tag oder einen ganzen Tag im Freien verbringen – und zwar bei jedem Wetter. Und mit iPod-Verbot  und Handynutzungs-Verbot.

Angedacht werden amtlicherseits auch intensive, teure Programme zur gesundheitlichen Betreuung, dichtere Reihenuntersuchungen. Das halte ich für nicht zielführend. Es kostet nur Geld, das wir nicht haben.

Kürzungen der Sozialleistungen für Dicke? Das halte ich für falsch. Das wäre diskriminierend. Es wäre ein Eingeständnis des eigenen Versagens. Bringt nichts. Positive Anreize setzen!

Ein solcher positiver Anreiz: Die große ADFC-Sternfahrt am kommenden Sonntag. Ich werde mit meinem Sohn  von Frankfurt/Oder aus starten. 120 km auf den Rennrädern – darauf freut sich groß und klein schon jetzt!

Bild: Erik Zabel mit zwei Siegern des Kinder-Velothons, aufgenommen letzten Samstag.

Übergewicht – Lehrer wollen Eltern von Dicken Hartz IV kürzen – Politik – Berliner Morgenpost
Angesichts immer mehr übergewichtiger Menschen hat der Deutsche Lehrerverband schärfere Maßnahmen zur Vorbeugung schon an Schulen gefordert. Verbandspräsident Josef Kraus verlangte in der „Bild“-Zeitung eine stärkere Einbindung der Schulärzte bei „regelmäßigen Pflichtberatungen mit Gewichtskontrolle“, um bei Auffälligkeiten die Eltern zu warnen und zur Not Behörden einzuschalten.

 Posted by at 10:45

Muss der Staat die Familien erlösen und endlich glücklich machen?

 Armut, Ethnizität, Familie, Friedrichshain-Kreuzberg, Leidmotive, Neukölln, Sozialadel, Sozialstaat  Kommentare deaktiviert für Muss der Staat die Familien erlösen und endlich glücklich machen?
Juni 032010
 

02062010004.jpg

Streitgespräch: „Eltern wird es in Berlin nicht leicht gemacht“ – Familie – Berlin – Tagesspiegel

Lesenswertes Interview mit drei Vätern und einer Mutter im gedruckten Tagesspiegel heute auf S. 10! Jürgen Zöllner, Franziska Eichstädt-Bohlig, Thomas Heilmann und Peter Ruhenstroth-Bauer. Viele gute und treffende Beobachtungen in diesem Geplauder, ehrliches Ringen um das gute Wort! Am besten gefallen mir persönlich die Bemerkungen Thomas Heilmanns (Fettdruck durch dieses Blog):

  … und die Autos bringen dann die Kinder zu Schule. Hier werden Stadtplanungsfehler ausgebadet, die Jahrzehnte alt sind. Provozierend ist allerdings, dass die Probleme nicht angepackt werden. […]

Wenn wir wirtschaftlich nicht mehr Dynamik in die Stadt bringen, wird alle Familienpolitik nur den Charakter von Trostpflastern haben. Dazugehören heißt eben auch, dass die Familie mit wenigstens einem Elternteil am Erwerbsleben teilnimmt. Wenn das nicht klappt, ist man schon ein Stück weit ausgeschlossen. […]

Zustimmung, Herr Heilmann! In der Sozialhilfe wird Integration nicht gelingen. Die Familien müssen mit mindestens einem Elternteil am offiziellen Erwerbsleben (nicht nur an der Schattenwirtschaft) teilnehmen. Diese Meinung teile ich voll und ganz.

Und jetzt erwartet ihr, dass auch ich meinen Senf dazugebe? Hier kommt mein Senf dazu. Achtung! Es ist scharfer Senf:

Das Hauptproblem in den Innenstadtquartieren ist heute ein ethnisches und ein kulturelles: Staatlich beförderte Segregation, Selbstabschottung der kurdischen, türkischen, arabischen Familien. Staatliches Faulbett allenthalben. Die zahlreichen Vorgängersenate (SPD- und CDU-geführt) haben zum eigenen Vorteil ein Desaster ohnegleichen angerichtet, insbesondere im Immobiliensektor. Verstrickung in Korruption, Kriminalität, Verbrechen, Vorteilsnahme ohne Ende! Darüber ist zu reden!

Ein klares Schuldeingeständnis fehlt bis zum heutigen Tag. Weder SPD noch CDU haben klaren Tisch gemacht. Sie haben nicht ausgeräumt. War Landowsky an allem schuld? Haha! Wurde Lars-Oliver Petroll ermordet? Oder hat er sich erhängt? Fragen, Fragen, Fragen! Fragen, die nur diejenigen beantworten könnten, die 2001 in der SPD und CDU Berlins mitgemischt haben. Aber sie tun es nicht, haben es nicht getan.

Nein, so wird das nichts. Da muss dringend Tacheles geredet werden. Anpacken, aufklären, ausräumen!

Nächstes Jahr jährt sich der Bankenskandal von 2001 zum 10. Male. Dieses Blog sieht genüsslich den Gedenkfeiern und Besinnungsritualen entgegen! Am liebsten 2 Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl! Oder doch eher? Wann wird das angepackt? Wann wird hier endlich ausgepackt?

Zugleich sehen wir die Verdrängung der leistungswilligen russischen, polnischen, chinesischen und deutschen Familien aus den Innenstadtbereichen.

Leider äußern kluge, von mir geschätzte Leute erneut im Interview den nicht auszurottenden Unsinn vom „Armutsrisiko“ in unseren Innenstadtquartieren. „Kinderarmut“ usw. Das ist Unsinn, den man nicht mehr wiederholen sollte. Geht doch nach Indien, nach Angola, wenn ihr Armut sehen wollt! Bei uns in Kreuzkölln gibt es keine nennenswerte Armut. Es herrscht vielmehr Kinderreichtum, Reichtum an Kindern und Reichtum durch Kinder! Kinder bedeuten Stütze satt, Wohngeld, Kindergeld. Man hat ausgesorgt. Lebenslang.

Den Familien und Clans bei uns in Kreuzköllnwedding geht es materiell sehr gut, weit besser als in den anderen Ländern. Sie haben reichlich Geld aus den unterschiedlichsten Quellen, z.B. dem Sozialamt (aber das ist nur eine Quelle, die Schwarzarbeit und die Kriminalität sind die anderen).

Woran es den Kindern fehlt, ist streng-liebevolle, individuelle, persönliche Zuwendung durch Vater und Mutter. Erziehung zur Achtung, zum Anstand, zum Fleiß, zur persönlichen Leistung und zum Gemeinsinn, das fehlt. Das halte ich persönlich (ich, Johannes Hampel, wohnhaft in Kreuzberg) für das größte Problem der Familien in unserer Stadt Berlin. Für diese Aussage halte ich auch gerne meinen Kopf hin.

Die Schulen leisten Herausragendes, hängen sich rein. Aber der Staat bestärkt die Empfängerhaltung, fördert Nichtstun, Staatshörigkeit und Anspruchshaltung ohne Ende.

Schon der Titel des Interviews belegt dies erneut: „Eltern wird es nicht leicht gemacht“. Der Staat soll es also den Eltern „leichter machen“. Das ist ein Missverständnis.

Im Geiste der Klarheit, im Geiste der Wahrheit wird Berlin einen Neuanfang schaffen!

 Posted by at 11:26

„Wir dürfen nicht zu viel Werbung für das Rad machen!“

 Fahrrad  Kommentare deaktiviert für „Wir dürfen nicht zu viel Werbung für das Rad machen!“
Juni 022010
 

02062010003.jpg Diesen Satz habe ich mehrfach öffentlich von Umweltaktivisten gehört. Es sei einfach noch nicht sicher genug, noch nicht bequem genug. Die Radfahrer seien noch zu benachteiligt.

Ich halte nichts von dieser Werbe-Bremse. Ich meine: Je mehr die Leute Rad fahren, desto besser. Je mehr Radverkehr wir auf die Straßen und Radwege bekommen, desto besser! Ich teile also die Meinung der ADFC-Landesvorsitzenden Sarah Stark. Im Aufruf zur ADFC-Sternfahrt am kommenden 6. Juni schreibt sie:

Trotz der Unfälle ist das Rad ein sehr sicheres Verkehrsmittel – im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln sind Radfahrer unterproportional an Unfällen beteiligt. Sarah Stark, Landesvorsitzende des ADFC Berlin e.V., erklärt: „Radfahren macht in erster Linie Spaß und ist gesund – und je mehr Radfahrer unterwegs sind, desto sicherer wird es für den einzelnen.“ Das Motto ist also auch Spiegel der großstädtischen Mentalität der Berliner mit Vorbildfunktion: „Radfahren – aber sicher!“

 Posted by at 15:27
Juni 022010
 

02062010007.jpg Die neuen Deutschen
Alle Kinder, die in Deutschland aufwachsen und sich hier einleben, sind „die neuen Deutschen“. Unabhängig davon, wo sie herkommen. Unabhängig davon, welches ihre Muttersprache ist. Deutschland trägt für sie vom ersten Tag an Verantwortung – und sie werden einmal die volle Verantwortung für Deutschland tragen.

Ein gutes Originalzitat aus dem Blog „Die neuen Deutschen“!

Arbeitsministerin von der Leyen wird in der FAZ vom 31.05.2010 mit folgendem, ganz ähnlichem Satz zitiert: „Wer, wenn nicht diese Kinder, soll in zwanzig bis dreißig Jahren das Land tragen?“

Meine Nachbarschaft hier in Kreuzberg und Neukölln wird von Jahr zu Jahr stärker durch arabische, kurdische und türkische kinderreiche Familien ganz entscheidend geprägt. 10 oder 12 Kinder sind keine Seltenheit. Zuhause wird kurdisch, arabisch und türkisch gesprochen. Die Familien gehen nicht aus sich heraus, bleiben in geschlossenen Milieus. Die Kinder kommen mit dieser Prägung an die staatlichen Kitas und Grundschulen und stellen hier in Kreuzberg und Neukölln seit vielen Jahren die absolute Mehrheit. Tendenz: steigend.

„Wenn die Kinder zu uns in die erste Klasse kommen, wissen sie fast nichts. Sie wissen nicht, dass sie 5 Finger haben„, vertraute mir einmal ein Grundschullehrer an. Ein anderer ergänzt: „Sie haben keine Weltkenntnis. Ihre Neugierde wird nicht geweckt. Niemand hat ihnen gesagt, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Und sie werden nicht zum Fragen ermuntert.“

Immer mehr deutsche Familien mit schulpflichtigen Kindern ziehen deshalb von hier aus Kreuzberg, Neukölln, Schöneberg, Wedding weg oder schicken ihre Kinder auf Privatschulen. Sie zahlen mehrfach dafür: Sie zahlen den Umzug, sie zahlen das Schulgeld für ihre Kinder. Und: Sie zahlen Steuern.

Der deutsche Sozialstaat belohnt mit eben diesem Steuergeld hohe Kinderzahlen anderer Familien, vor allem durch das Kinder- und das Wohngeld. Er setzt Anreize, das Verharren im Fürsorgesystem durch hohe Kinderzahlen zur Quelle von Wohlstand zu machen.

Selbst das Satellitenfernsehen für migrantische Familien zahlt das Sozialamt! Al-Dschazira statt der Sendung mit der Maus wird also durch den fürsorglichen Sozialstaat frei haus an all die Familien geliefert. Das gehört zur staatlichen Grundversorgung.

Ein echter Teufelskreis, der sich von Jahr zu Jahr verstärkt! In 20 oder 30 Jahren wird es dann – wenn die Politik das Problem weiterhin verschläft – zappenduster aussehn! Man muss nur die Zahlen studieren, die die Mathematiker und Soziologen wie Gunnar Heinsohn vorlegen! Denn viel zu viele der Kinder, die aus Sozialhilfefamilien stammen, schaffen es nicht in den Arbeitsmarkt hinein.

Nur durch eine eingreifende Sozialreform, durch intelligente Kürzungen im Sozialbereich und durch Ausbau der gesetzlichen Erziehungs- und Bildungspflicht wird sich dieser verhängnisvolle Zirkel durchbrechen lassen. Wer wird den Mut dazu aufbringen? Ich sehe niemanden!

Also: Ein klares „Nein!“ an die Bürger. Eine klare Aufforderung an die Bürger: „Wir müssen lebenslang mehr lernen. Wir müssen lebenslang mehr arbeiten. Wir müssen für viele Jahre höhere Steuern zahlen.“ Das wäre ehrlich. Das – wünsche ich mir von der Politik. Wird jemand den Mut dazu aufbringen?

Unser Bild oben: Satellitenschüsseln unseres Sozialstaates

Bild unten: Eine klare Herkunftsbezeichnung unserer Sozialquartiere in Kreuzberg-West. Man sieht: Die Türkei hat uns ihre innenpolitischen Probleme mit denen, die sich nicht  zwangstürkisieren lassen, in die weitgeöffnete Stube gesetzt! Hurra! Danke! Ort: Mehringplatz in Berlin-Kreuzberg:

02062010013.jpg

Beide Bilder aufgenommen heute vormittag

 Posted by at 14:56